Blick ins Buch

Romane

Aller Tage Abend

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Über das Buch

Wie lang wird das Leben des Kindes sein, das gerade geboren wird? Wie lang wird das Leben des Kindes sein, das gerade geboren wird? Wer sind wir, wenn uns die Stunde schlägt? Wer wird um uns trauern? Jenny Erpenbeck nimmt uns mit auf ihrer Reise durch die vielen Leben, die in einem Leben enthalten sein können. Von einer galizischen Kleinstadt um 1900 spannt sie dabei den Bogen über Wien und das stalinistische Moskau bis ins Berlin der Gegenwart. Meisterhaft und lebendig erzählt Erpenbeck, wie sich, was wir Schicksal nennen, als unfassbares Zusammenspiel von Kultur- und Zeitgeschichte, von familiären und persönlichen Verstrickungen erweist.

Editionen (6)

ISBN9783442747641
Verlagbtb
Erscheinungsdatum14.04.14
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

22 Bewertungen

5 Rezensionen

3,4

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  • 3,0

    Geteilte Meinung

    Der erste Teil des Buches hat mir wirklich gut gefallen! Sehr interessante Perspektiven auf die Auswirkungen eines Todes auf die verschiedenen Familienangehörigen. Ebenso finde ich die Idee sehr spannend, alternative Möglichkeiten eines Lebensverlaufs zu beschreiben. Während der erste Teil wunderbar erzählte Passagen enthielt - die ich bei Jenny Erpenbeck einfach liebe -, konnte ich diese im nachfolgenden Teilen nicht mehr entdecken.

    9. Okt. 2025

  • 3,0

    Aller Tage Abend von Jenny Erpenbeck aus dem #knausverlag ▪️ Fazit: sehr speziell und bestimmt nicht für alle geeignet . Zuerst, was hat mir gefallen? ▫️Der Erzählstil war mal etwas anderes. Kannte ich so vorher nicht. ▫️Die Idee, die Handlung war interessant. Was wäre wenn das Baby nicht gestorben wäre? Wie wäre ihr Leben weitergegangen? Und das ganze zwei weitere Mal. War ein besonderes Buch. . Was hat mir nicht so gut gefallen? ▪️ Der Schreibstil war teilweise wirr. Ungewohnte Sätze. Wer erzählt gerade? In welcher Zeit sind wir? ▪️ teilweise ist die Geschichte wie ein abstraktes Bild… wir können viel reinlesen, wir müssen viel reinlesen, selbst interpretieren. ▪️ trostlose Grundstimmung . Also, es war für mich nicht alles schlecht. Aber hier sterben mehr Leute, als in meinem letzten Krimi. Die Geschichte ist interessant aber auch manchmal wirr zu lesen. Fast hätte ich in der Mitte aufgehört dieses Buch weiter zu lesen. Es wurde zum Glück danach wieder etwas besser. . Wahrscheinlich das richtige Buch für einen Buchclub. Gut zum Austauschen, Diskutieren und Interpretieren.

    27. Aug. 2025

  • karolineliest
    karolineliest

    10 Follower

    4,0

    Der erste traurige Teil des Buches hat mir sehr gut gefallen, mit seinen unterschiedlichen Perspektiven auf die beteiligten Personen vor und nach dem Tod des Babys. Hört man mit dem Tod auf, die zu sein, zu der man noch vor dem Tod einer Person wurde? So kommt es bei jedem Tod der Protagonistin zu einem Bruch, die Vergangenheit nimmt eine Wendung und wird umerzählt. Der Gedanke, dass sich die Geschichte ändern kann, wären bestimmte Dinge nicht passiert, liegt mir persönlich fern, ist aber von Jenny Erpenbeck geschickt umgesetzt worden. Der dritte Teil des Buches war mir persönlich zu politisch. Im Großen und Ganzen aber ein lesenswertes Buch mit vielen guten Gedankenspielen und Denkanstößen zum Thema Leben und Tod.

    21. Okt. 2024

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jenny Erpenbeck

Jenny Erpenbeck wurde 1967 in Berlin geboren. 1999 debütierte sie mit der Novelle »Geschichte vom alten Kind«, der weitere literarische Veröffentlichungen folgten, darunter Romane, Erzählungen und Theaterstücke. Ihr Roman »Aller Tage Abend« wurde von Lesern und Kritik gleichsam gefeiert und vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2013 mit dem Joseph-Breitbach-Preis und 2015 mit dem International Booker Prize. Mit „Gehen, ging, gegangen“ war Jenny Erpenbeck für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert (Shortlist).

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