Cambridge 1170. Ein kleiner Junge wird tot aufgefunden, angeblich von den Juden gekreuzigt. Als drei weitere Kinder sterben, droht ein Aufruhr. Heinrich II., König von England, muss den wahren Mörder finden und sendet nach einem Totenarzt. Keiner ahnt, dass es sich dabei um eine junge Frau handelt, die Beste ihres Fachs. Um in England ermitteln zu können, muss Adelia ihre wahre Identität verbergen. Mit ihren Fragen stößt sie bei Stadtvätern wie Kirchenherren auf Misstrauen und Schweigen. Wem kann sie vertrauen?
Die Totenleserin von Ariana Franklin: Spannung im eBook!
Ein sehr interessanter historischer Roman. Der Anfang war für mich als Leser mehr als holprig. Ich bin gar nicht reingekommen in den Fall. Erst im letzten Drittel wurde es spannend und es machte Spaß das Buch zu lesen.
4. Aug. 2025
4,0
Ein sehr interessanter historischer Roman. Der Anfang war für mich als Leser mehr als holprig. Ich bin gar nicht reingekommen in den Fall. Erst im letzten Drittel wurde es spannend und es machte Spaß das Buch zu lesen.
Hat gedauert - aber dann war ich voll drin!
Adelia mochte ich sofort, der Rest hat etwas gebraucht - aber am Ende: richtig gut!
Also, ich sag’s gleich: Ich hab ein bisschen gebraucht mit dem Buch.
Adelia, die Hauptfigur, fand ich von Anfang an super. Klug, direkt, ein bisschen eigen - genau mein Fall. 💪 Sie ist eine Frau mit medizinischem Wissen, was im mittelalterlichen England ungefähr so gut ankommt wie Hexerei. 🧙 Aber sie lässt sich davon null beeindrucken und zieht ihr Ding durch. Allein das macht sie schon richtig spannend.
Der Fall, in den sie reingezogen wird, ist düster: Kindermorde, Machtspiele, kirchliche Intrigen. Und obwohl mich das Thema total interessiert hat, hab ich anfangs echt kämpfen müssen. Viele Figuren, viel Politik, ein bisschen zäh.
Aber dann… ging’s los.
So ab der Hälfte wurde es richtig fesselnd. Die Spannung steigt, die Handlung zieht an, die Figuren werden greifbarer. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Es wurde emotional, bedrückend, stellenweise auch ziemlich brutal - aber clever erzählt und richtig stark gemacht. Adelia bleibt dabei das Herzstück - eigensinnig, stark, mit Haltung und einer ordentlichen Portion Sarkasmus.
Was mich aber wirklich tief getroffen hat, war der Umgang mit Minderheiten.
Der Hass auf Juden und „Andersgläubige“ zieht sich durch die ganze Geschichte - und er kommt nicht nur von Einzelnen, sondern steckt überall. Menschen werden beschuldigt, gefoltert, ausgeschlossen - einfach weil sie anders sind. Und das Schlimmste: Niemand stellt es in Frage. Es ist einfach Teil der Gesellschaft.
Gerade in Kombination mit den Kindermorden war das manchmal richtig schwer zu ertragen. Ich war oft wütend, manchmal fassungslos. Adelia steht mitten in diesem System, versucht sich durchzuschlagen und dabei noch irgendwie das Richtige zu tun - und genau das macht das Buch so besonders.
Es ist nicht einfach nur spannend, es macht auch was mit einem. Und es erinnert einen daran, wie viel von diesem Hass leider immer noch existiert.
Mein Fazit:
Der Einstieg war mühsam, aber das Durchhalten hat sich sowas von gelohnt. Die Totenleserin ist ein intensives, kluges, bewegendes Buch mit einer richtig starken Hauptfigur. Teil 2 steht schon im Regal - ich bin sowas von bereit. 😅
2. Aug. 2025
4,0
Hat gedauert - aber dann war ich voll drin!
Adelia mochte ich sofort, der Rest hat etwas gebraucht - aber am Ende: richtig gut!
Also, ich sag’s gleich: Ich hab ein bisschen gebraucht mit dem Buch.
Adelia, die Hauptfigur, fand ich von Anfang an super. Klug, direkt, ein bisschen eigen - genau mein Fall. 💪 Sie ist eine Frau mit medizinischem Wissen, was im mittelalterlichen England ungefähr so gut ankommt wie Hexerei. 🧙 Aber sie lässt sich davon null beeindrucken und zieht ihr Ding durch. Allein das macht sie schon richtig spannend.
Der Fall, in den sie reingezogen wird, ist düster: Kindermorde, Machtspiele, kirchliche Intrigen. Und obwohl mich das Thema total interessiert hat, hab ich anfangs echt kämpfen müssen. Viele Figuren, viel Politik, ein bisschen zäh.
Aber dann… ging’s los.
So ab der Hälfte wurde es richtig fesselnd. Die Spannung steigt, die Handlung zieht an, die Figuren werden greifbarer. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Es wurde emotional, bedrückend, stellenweise auch ziemlich brutal - aber clever erzählt und richtig stark gemacht. Adelia bleibt dabei das Herzstück - eigensinnig, stark, mit Haltung und einer ordentlichen Portion Sarkasmus.
Was mich aber wirklich tief getroffen hat, war der Umgang mit Minderheiten.
Der Hass auf Juden und „Andersgläubige“ zieht sich durch die ganze Geschichte - und er kommt nicht nur von Einzelnen, sondern steckt überall. Menschen werden beschuldigt, gefoltert, ausgeschlossen - einfach weil sie anders sind. Und das Schlimmste: Niemand stellt es in Frage. Es ist einfach Teil der Gesellschaft.
Gerade in Kombination mit den Kindermorden war das manchmal richtig schwer zu ertragen. Ich war oft wütend, manchmal fassungslos. Adelia steht mitten in diesem System, versucht sich durchzuschlagen und dabei noch irgendwie das Richtige zu tun - und genau das macht das Buch so besonders.
Es ist nicht einfach nur spannend, es macht auch was mit einem. Und es erinnert einen daran, wie viel von diesem Hass leider immer noch existiert.
Mein Fazit:
Der Einstieg war mühsam, aber das Durchhalten hat sich sowas von gelohnt. Die Totenleserin ist ein intensives, kluges, bewegendes Buch mit einer richtig starken Hauptfigur. Teil 2 steht schon im Regal - ich bin sowas von bereit. 😅
Ariana Franklin arbeitete als Journalistin, bevor sie die Schriftstellerei für sich entdeckte. Ihr erster Roman mit ihrer ungewöhnlichen Heldin Adelia erschien 2007 bei Droemer mit dem Titel "Die Totenleserin".