Blick ins Buch

Romane

Gute Nachbarn

4,0(71)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Ein Gesellschaftsroman, den man nicht aus der Hand legen kann, weil er auf schmerzliche Weise unsere heutige Zeit verhandelt. In Oak Knoll, einem Vorort in North Carolina, USA, ist das Leben noch in Ordnung: Die Nachbarschaft ist grün und der Zusammenhalt zwischen den Nachbarn eng. Hier zieht die alleinerziehende Forstwirtschaftlerin Valerie Alston-Holt ihren Sohn Xavier groß. Er ist ein Musiktalent und das College-Stipendium ist ihm so gut wie sicher. Dennoch hat er zu kämpfen, denn Valerie ist schwarz, Xaviers Vater weiß, und er selbst passt nirgends so richtig hin. Als auf dem Grundstück nebenan die Whitmans mit ihren Töchtern einziehen, verändert sich langsam, aber stetig die Gemengelage in dem kleinen Vorort. Sie sind die scheinbar perfekte weiße Familie, die den amerikanischen Traum lebt. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn hinter der Fassade verbirgt sich manches Geheimnis. Manchmal braucht es nur noch eine sterbende Eiche und eine Teenager-Liebe, um eine hübsche Nachbarschaft von einer Katastrophe erschüttern zu lassen. Mit chirurgischer Präzision nimmt Therese Anne Fowler ihre Charaktere Stück für Stück auseinander und zeichnet mit ihrem Gesellschaftsroman ein erschreckendes Bild des heutigen Amerika, das noch immer von Rassismus, Sexismus und Vorverurteilungen geprägt ist. Ein Buch, über das man sprechen möchte. »Ein wahres Lesefest: fesselnd, herzzerreißend und notwendig.« Jodi Picoult

Editionen (2)

ISBN9783426459782
VerlagDroemer eBook
Erscheinungsdatum01.06.21
Seitenzahl352

Rezensionen & Bewertungen

71 Bewertungen

16 Rezensionen

4,0

Tippen zum Filtern

  • 5,0

    Erschreckendes Gesellschaftsportät

    In Oak Knoll, einer kleinen, gewachsenen Nachbarschaft in North Carolina, ist die Welt noch in Ordnung. Man kennt sich, man hilft sich, egal ob schwarz oder weiß und alte Bäume spenden in den heißen Sommermonaten Schatten. Genau so ein Baum ist es, der Unfrieden zwischen der alteingesessenen Valerie und ihren neuen Nachbarn, den Whitmans, stiftet … Es ist eine ruhige Geschichte, die sich da erst einmal entfaltet, teilweise sogar idyllisch, die uns eine allwissende Erzählerin (für mich ist sie gefühlt eine Frau) mit Rückblenden in die Lebensgeschichten der einzelnen Personen erzählt. Mir hat diese Form wirklich ausserordentlich gut gefallen, vor allem die immer wiederkehrenden bedeutungsschwangeren Andeutungen, die zum Fortgang der Geschichte gemacht werden. Denn die Idylle trügt, vor allem nachdem Emporkömmling Brad Whitman eines der alten Häuser platt machen lässt um einen protzigen Neubau samt Pool zu bauen und mit Frau und den zwei Töchtern einzieht. Es ist der Beginn einer Katastrophe, die man erahnt, die man fürchtet und, je weiter man sich dem Ende nähert, fast mit Verzweiflung aufhalten möchte. Für mich sind Autorinnen ja immer dann grandios, wenn man eine wirkliche Verbindung zu ihren Protagonisten herstellt. Meistens im positiven Sinn, aber manchmal auch - so wie hier - im negativen Sinn. Therese Anne Fowler hat es tatsächlich geschafft, dass ich im Laufe des Buches Brad Whitman regelrecht gehasst habe. Dieser Mann und alles wofür er steht hat mich am Ende nur noch angewidert. Auch für Julia hatte ich nicht mehr viel übrig, seine opportunistische Ehefrau, die sich hochgeschlafen hat und für meinen Geschmack am Ende viel zu sehr auf die Füße fällt. Ihr seht, dieses Buch hat intensive Gefühle bei mir ausgelöst, wie viele kann ich hier gar nicht beschreiben ohne zu spoilern. Und ja, am Ende habe ich auch bittere Tränen vergossen. ‚Gute Nachbarn‘ ist ein starkes, bewegendes Portät (nicht nur) der amerikanischen Gesellschaft und absolut empfehlenswert.

    3. Apr. 2025

  • goedi
    goedi

    83 Follower

    2,0

    Leider abgebrochen!

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Roman wichtige Themen aufgreift (immerhin habe ich 61 Seiten davon gelesen). Mich konnte das Buch allerdings nicht abholen. Wer zum Teufel ist die Erzählstimme, die zum Beispiel behauptet: "Obwohl eine Zeit kommen sollte, zu der wir alle wissen würden, warum..." Für eine Bewohnerin von "Oak Knoll" weiß die Erzählerin zu viele intime Details. Als allwissender Erzähler taugt sie irgendwie auch nicht. Ich wusste auch nicht, in welche Zeit ich den Roman datieren soll. Anhand der Vorstellungen der Protagonisten dachte ich an die frühen 1980er Jahre. Dann wurden jedoch Smartphone erwähnt. Das hat für mich alles nicht gepasst. Ich wollte lesen, habe das Buch aber nach einigen Seiten immer wieder weg gelegt. Jetzt lege ich es endgültig zur Seite. Es ist einfach nichts für mich.

    1. Juli 2025

  • boyle_s_muse
    boyle_s_muse

    2 Follower

    5,0

    Ein fantastisches Buch was die aktuellen Themen um Rassismus, Vorurteile, menschliches Handeln, Empathie behandeln. Es ist Buch was stark zum Denken anregt, wie unsere Gesellschaft handelt in Vorurteilen und man sich schnell lenken lässt. Pflichtlektüre!

    2. Nov. 2025

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Therese Anne Fowler

Therese Anne Fowler, Jahrgang 1967, ist eine amerikanische Autorin. Sie hat Kulturwissenschaft und Kreatives Schreiben an der North Carolina State University studiert und ist Mitglied des Amerikanischen PEN-Zentrum. Sie lebt mit ihrer Familie in North Carolina.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick