Blick ins Buch

Biografien

Wenn Kinder töten

4,1(85)
Softcover9,99 €E-Book7,99 €
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Stephan Harbort ist Deutschlands bekanntester Serienmord-Experte und True-Crime-Autor. In seinem neuen Buch nach "Killerfrauen" erzählt er wieder von wahren Kriminalfällen, zum ersten Mal aber von Kindern, die getötet haben. Ein sechsjähriger Junge findet bei seinem Onkel eine Pistole und erschießt damit zwei Stunden später seine Klassenkameradin. Das Motiv: Sie hat ihm zugeflüstert, dass sie ihn nicht mag. Die Polizei überführt einen 13-jährigen Jungen, der zwei gleichaltrige Jungen auf dem Gewissen hat. Er wird zum jüngsten Serienmörder Deutschlands. Ein zwölf Jahre altes Mädchen tötet, gemeinsam mit ihrem Freund, Vater, Mutter und Bruder, weil ihre Familie mit der Beziehung nicht einverstanden gewesen ist. Stephan Harbort erzählt acht spektakuläre Fälle von Kindern, die zu Mördern wurden. Er erklärt, was die Kindheit der Täter beschwerte, was sie außer Kontrolle geraten ließ und was sie dazu brachte, Taten zu begehen, die sonst nur Erwachsene verüben. Dabei stellt der Kriminalexperte fest, dass die Motive der kindlichen Täter denen der erwachsenen Mörder sehr ähnlich sind - es geht um Alltags- und Beziehungskonflikte, Macht, Habgier und sexualisierte Gewalt. Und obwohl die Kinder strafunmündig sind und juristisch nicht zur Verantwortung gezogen werden können, bedeutet das nicht, dass sie bei ihren Taten kein Schuldbewusstsein hatten oder nicht wussten, was sie taten. "Er ist der Kartograph des Serienmords." Frankfurter Allgemeine Zeitung "Stephan Harbort weiß, wie Mörder denken." Badische Neueste Nachrichten "Stephan Harbort ist einer der führenden Kriminalexperten Deutschlands." Markus Lanz

Editionen (1)

ISBN9783426451397
VerlagDroemer eBook
Erscheinungsdatum01.10.18
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

85 Bewertungen

15 Rezensionen

4,1

Tippen zum Filtern

  • lese.licht
    lese.licht

    68 Follower

    3,5

    Interessant – True Crime aus einer besonderen Perspektive

    Ich habe „Wenn Kinder töten“ an einem Tag durchgehört. Es werden verschiedene reale Fälle erzählt, in denen Kinder selbst zu Tätern werden – spannend und zugleich erschütternd. Das Ganze ist wie eine Reportage aufgebaut und wird eher sachlich erzählt. Besonders interessant fand ich die Fragen, die das Hörbuch aufwirft: Warum töten Kinder andere Kinder? Wie geht man mit Taten von unter 14-Jährigen um, die noch nicht strafmündig sind? Und welche Rolle spielen Risikofaktoren – wenn doch längst nicht jedes belastete Kind zum Täter wird?! Unterschiedliche Fälle, unterschiedliche Motive, unterschiedliche Taten. Bei einigen sehe ich die kindliche Naivität, bei manchen sehe ich die rohe Brutalität und den Egoismus. Jedoch glaube ich daran, dass das Böse nicht geboren wird, sondern gemacht wird - von Eltern, Umfeld, Schule, Medien. Kann ein Kind fir solche Taten verantwortlich gemacht werden? Und wenn nein, wer dann? Das Hörbuch ist interessant, aber auch beklemmend. Kinder, die eigentlich für Unschuld stehen, werden hier zu Mördern. Es lässt einen nachdenklich zurück: Wissen sie wirklich (nicht), was sie tun? Verstehen sie die Konsequenzen ihres Handelns? Oder fühlen sie wie erwachsene Mörder?

    11. Okt. 2025

  • mateicee
    mateicee

    322 Follower

    4,0

    Mit Stephan Harbort bin ich praktisch groß geworden – als Experte in True-Crime-Formaten wie "Medical Detectives" oder "Autopsie – Mysteriöse Todesfälle" hat er mich immer wieder mit seinem fundierten Wissen und seiner ruhigen, sachlichen Art beeindruckt. "Wenn Kinder töten" knüpft nahtlos an genau diese Qualität an. Das Thema jugendlicher oder kindlicher Gewaltverbrechen ist hochaktuell und wirft eine Vielzahl von gesellschaftlichen, psychologischen und ethischen Fragen auf. Harbort gelingt es, diese schwierige und emotional aufwühlende Thematik mit der nötigen Distanz, aber nie ohne Empathie zu beleuchten. Er liefert keine reißerischen Schlagzeilen, sondern tiefgehende Analysen, gut recherchierte Fälle und Hintergründe, die zum Nachdenken anregen. Besonders faszinierend fand ich die Kombination aus kriminalistischer Expertise und sozialwissenschaftlicher Einordnung. Man merkt: Hier schreibt kein Sensationsjournalist, sondern ein erfahrener Profiler, der weiß, wovon er spricht – und dabei nicht den Blick für die menschliche Tragik verliert. Ein kleiner Punktabzug bleibt für mich, weil an manchen Stellen noch mehr Tiefe oder ein etwas strukturierterer Aufbau wünschenswert gewesen wäre. Zudem fand ich den Sprecher des Hörbuchs nicht ganz passend, es wäre cooler gewesen wenn Harbort sein Buch selber eingesprochen hätte. Doch insgesamt ist "Wenn Kinder töten" ein eindrucksvolles Buch, das nicht nur spannend, sondern auch wichtig ist – gerade in einer Zeit, in der solche Fälle medial immer präsenter werden.

    11. Sept. 2025

  • lillianraven
    lillianraven

    37 Follower

    4,5

    Wirklich sehr spannend geschrieben. Es ist mehr wie ein Roman geschrieben, aber so liest es dich auch sehr schnell weg. Mich hat es jetzt nicht so gestört, dass es nicht zu viele wissenschaftliche Fakten gab.

    22. Feb. 2024

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Stephan Harbort

Stephan Harbort, Jahrgang 1964, ist Kriminalhauptkommissar und führender Serienmordexperte. Er sprach mit mehr als 50 Serienmördern, entwickelte international angewandte Fahndungsmethoden zur Überführung von Gewalttätern und ist Fachberater bei TV-Dokumentationen und Krimi-Serien. Stephan Harbort lebt in Düsseldorf.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick