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𝐙𝐞𝐫𝐫𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧𝐞 𝐄𝐫𝐝𝐞 von N.K. Jemesin "Beginnen wir mit dem Ende der Welt, ja? Bringen wir es hinter uns und wenden uns dann den interessanteren Dingen zu." Mit diesen Sätzen starten wir in diesen postapokalyptischen, sich irgendwie auch utopisch anfühlenden, Fantasyroman. Für jedes Buch der Trilogie gewann die Autorin den Hugo Award und das in drei aufeinanderfolgenden Jahren. Chapeau! Machen wir es kurz: Es ist ein Buch, bei dem man erstmal ganz schön blöde guckt. Sowas hat man selten gelesen und ebenso wie andere, war ich an manchen Punkten regelrecht fasziniert, um dann auch wieder maximal irritiert zu sein. Es ist kein Buch-Darling. Nichts ist hier gefällig. Broken Earth will es dir nicht einfach machen. Die Welt ist nach mehreren Weltuntergängen aufgebrochen, zerrissen, karg, desolat. Die Zivilisation wird beherrscht von einer Klasse. Es gibt ein sehr harrsches Unterdrückungssystem. Magie ist hier angeboren und kann sehr mächtig werden. Deshalb werden die sogenannten Orogenen auch bei Zeiten erkannt und eingesammelt, um ihre Fähigkeiten der geologischen Manipulation zu bahnen. Zu diesen Fähigkeiten gehört auch die Möglichkeit, Erdbeben zu erzeugen und ganze Städte dem Erdboden gleichzumachen. Die Story ist multi POV erzählt. Aber... genau eine Figur, Essun, wird in der DU- PERSPEKTIVE angesprochen. Wie ungewöhnlich! Dies wirkt einerseits irritierend, andererseits sehr unmittelbar. Ich habe mich sofort gefragt, warum nur diese Person so gezeigt wird und die anderen weiblichen POVs nicht. Als ich dahinter kam fand ich es einfach nur genial. Kurzum: ich kann verstehen, wenn Leute dieses Buch abbrechen. Es ist experimentell, emotional düster, ungwöhnlich erzählt. Auch bei mir hat sich kein Highlightgefühl aufgebaut, dafür hab ich viel zu oft auch blöd geguckt und fand manches auch schwer verdaubar. Ich fand es aber dennoch richtig gut und innovativ und feiere die Kreatitävität und den Mut der Autorin, soetwas zu probieren.

13. Feb. 2026
𝐙𝐞𝐫𝐫𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧𝐞 𝐄𝐫𝐝𝐞 von N.K. Jemesin "Beginnen wir mit dem Ende der Welt, ja? Bringen wir es hinter uns und wenden uns dann den interessanteren Dingen zu." Mit diesen Sätzen starten wir in diesen postapokalyptischen, sich irgendwie auch utopisch anfühlenden, Fantasyroman. Für jedes Buch der Trilogie gewann die Autorin den Hugo Award und das in drei aufeinanderfolgenden Jahren. Chapeau! Machen wir es kurz: Es ist ein Buch, bei dem man erstmal ganz schön blöde guckt. Sowas hat man selten gelesen und ebenso wie andere, war ich an manchen Punkten regelrecht fasziniert, um dann auch wieder maximal irritiert zu sein. Es ist kein Buch-Darling. Nichts ist hier gefällig. Broken Earth will es dir nicht einfach machen. Die Welt ist nach mehreren Weltuntergängen aufgebrochen, zerrissen, karg, desolat. Die Zivilisation wird beherrscht von einer Klasse. Es gibt ein sehr harrsches Unterdrückungssystem. Magie ist hier angeboren und kann sehr mächtig werden. Deshalb werden die sogenannten Orogenen auch bei Zeiten erkannt und eingesammelt, um ihre Fähigkeiten der geologischen Manipulation zu bahnen. Zu diesen Fähigkeiten gehört auch die Möglichkeit, Erdbeben zu erzeugen und ganze Städte dem Erdboden gleichzumachen. Die Story ist multi POV erzählt. Aber... genau eine Figur, Essun, wird in der DU- PERSPEKTIVE angesprochen. Wie ungewöhnlich! Dies wirkt einerseits irritierend, andererseits sehr unmittelbar. Ich habe mich sofort gefragt, warum nur diese Person so gezeigt wird und die anderen weiblichen POVs nicht. Als ich dahinter kam fand ich es einfach nur genial. Kurzum: ich kann verstehen, wenn Leute dieses Buch abbrechen. Es ist experimentell, emotional düster, ungwöhnlich erzählt. Auch bei mir hat sich kein Highlightgefühl aufgebaut, dafür hab ich viel zu oft auch blöd geguckt und fand manches auch schwer verdaubar. Ich fand es aber dennoch richtig gut und innovativ und feiere die Kreatitävität und den Mut der Autorin, soetwas zu probieren.
13. Feb. 2026








