Blick ins Buch

Historische Romane

Das Seelenhaus

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Über das Buch

"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen." Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt. Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren. Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.

Editionen (5)

ISBN9783426425701
VerlagDroemer eBook
Erscheinungsdatum18.08.14
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

241 Bewertungen

68 Rezensionen

4,1

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  • michasbuchliebe
    michasbuchliebe

    155 Follower

    4,0

    🥰📚🥰

    Ein interessanter Roman über eine Frau warum Sie die Todesstrafe bekommt. Wahre Geschichte 👍

    26. Jan. 2026

  • lenasbuecherherz
    lenasbuecherherz

    563 Follower

    3,0

    Es war ok. Ich hatte es schwer mit den ganzen Namen dadurch den richtigen Zusammenhang herzustellen. Die Geschichte an sich fand ich sehr interessant. Das Ende fand ich zu gewollt traurig, hat mich nicht erreichen können.

    28. Nov. 2024

  • muddi_liest_wieder
    muddi_liest_wieder

    199 Follower

    4,0

    "Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen." Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

    Hannah Kent hat mit einer unglaublichen Präzision die bedrückende Tristheit Island um diese Jahreszeit sowie die scheinbare Emotionslosigkeit einiger Protagonisten beschrieben. Ich habe diese Trostlosigkeit & Gleichgeültigkeit gefühlt & sie hat mich bedrückt. Dieses Buch hat mich berührt & phasenweise belastet. Hannah Kent hat "Das Seelenhaus" auf einen wahren Fall beruhend geschrieben, Agnes Magnúsdóttir war die letzte Frau an der ein Todesurteil durch geführt wurde. ( 1830) Die Autorin rollt Stück für Stück die Lebensgeschichte von Agnes auf - was sehr berührend ist! Für mich ist Agnes Magnúsdóttir eine starke, intelligente Frau, die durch ihre Lebenserfahrungen einen klaren Blick auf viele Dinge hat. Auch dies passte nicht in die männerdominierende Zeit & an Agnes wurde durch ihr Tod ein Exempel statuiert. Ob Anges die Mord gegangen hat oder einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, dass möchte ich nicht beurteilen. Doch für mich ist die Geschichte von Agnes Magnúsdóttir unglaublich berührend & bewegend. "Das Seelenhaus" von Hannah Kent kommt zu meinen Lieblingsbüchern! Sehr empfehlenswert!

    "Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

    30. Jan. 2026

3 von 68 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hannah Kent

Hannah Kent, geboren 1985 in Adelaide, Australien, ist die Mitbegründerin der australischen Literaturzeitschrift 'Kill Your Darlings'. 2011 gewann sie den Writing Australia Unpublished Manuscript Award für ihr Debüt 'Das Seelenhaus'. Seit seiner Publikation 2013 ist der Roman in fast dreißig Sprachen übersetzt worden, stürmte die Bestsellerlisten und gewann weitere zahlreiche Preise. 'Wo drei Flüsse sich kreuzen' ist Hannah Kents lang erwarteter zweiter Roman, mit dem sie ihrer Faszination für archaische Mythen des Nordens treu bleibt.

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