Blick ins Buch

Romane

Falcone

3,7(28)
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Über den Mut und die Zerbrechlichkeit eines Mannes, der die Welt veränderte

Wie lebt man, wenn man weiß, dass die eigenen Tage gezählt sind? Nicht nur als Richter, sondern auch als Ehemann, als Bruder, als Freund. Mit seinem Geldwäsche-Gesetz forderte Falcone die Mafia heraus. Am 25. Mai 1992 sterben er und seine Frau bei einem Sprengstoffanschlag. Es ist ein Wendepunkt in der Geschichte Italiens und Europas. Saviano zeigt anhand Falcones Geschichte wie demokratische Strukturen ausgehöhlt werden und wie durch Zivilcourage die Welt verändert werden kann.


Savianos wichtigstes Buch seit ›Gomorrha‹: Der SPIEGEL-Bestseller über das tragische Leben des größten Mafiajägers der Geschichte.


»Die derzeit stärkste literarische Stimme Italiens.« Birgit Schönau, Die Zeit

»Dieser Roman ist mehr als eine atemraubende Lektüre.« Susanna Bastaroli, Die Presse

»Ein großes Requiem, eine Würdigung all derjenigen, die obwohl sie wussten, dass sie höchstwahrscheinlich umgebracht werden, den Staffelstab von ihren toten Vorgängern im Kampf gegen die Mafia aufnahmen.« Tomas Fitzel, Rundfunk Berlin-Brandenburg


Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki

Editionen (2)

ISBN9783423149730
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum28.12.26
Seitenzahl544

Rezensionen & Bewertungen

28 Bewertungen

10 Rezensionen

3,7

Tippen zum Filtern

  • nickalala
    nickalala

    124 Follower

    3,5

    Vorab: Ich schätze Roberto Saviano wirklich sehr. Mit "Falcone" habe ich mich allerdings schwergetan, obwohl das Erzählen seiner Geschichte natürlich unglaublich wichtig ist. Sehr viele Namen und sehr viele Verwirrungen haben immer wieder dazu geführt, dass ich abbrechen und zurückblättern musste. Mann kommt nicht darum herum, Notizen anzufertigen, sonst wird es nichts. Ich musste es mir quasi erarbeiten und das mindert den Lesefluss und das Vergnügen natürlich ungemein.

    24. Apr. 2026

  • philippeg
    philippeg

    382 Follower

    4,0

    Liest sich wie ein Roman

    Auf dem Cover steht „Roman“. Nicht Biografie, sondern Roman. Obwohl alles auf wahre Begebenheiten beruht. In einer langen Abfolge von bildhaften Szenen beschreibt Roberto Saviano den Kampf Falcones gegen die sizilianische Mafia, der Cosa Nostra. Bezeichnenderweise beginnt der Roman jedoch nicht einer Szene mit Giovanni Falcone, sondern mit dem Ereignis auf dem die Legende des Auftraggebers seiner Ermordung fusste. Die Namen vieler Menschen ziehen vorbei, ihre Gesichter tauchen aus dem Gedächtnis an die Oberfläche. Viele werden getötet, die aufeinanderfolgenden Szenen hinterlassen eine lange, blutrote Spur. Der Roman endet auch nicht mit Falcones Tod, sondern mit Borsellinos Reaktion, dem langjährigen Weggefährten, welcher selbst wenige Monate ermordet wurde. Auftraggeber war auch hier Salvatore Riina. Die bildhafte Beschreibung ist oft schwer zu ertragen, weil es keine erfundene Geschichte ist, sondern die Wahrheit. Vielleicht nicht in den Details, aber Orte, Beteiligte und Folgen stimmen bei allen öffentlich bekannten Ereignissen. Falcones Innenleben wird teilweise der Fantasie von Saviano entsprungen sein, aber auch da gibt es viele Zeugnisse aus seinem Umfeld.

    14. Juni 2026

  • maric82
    maric82

    118 Follower

    3,5

    Eine ausufernde Geschichte der Mafia Mit Roberto Saviano verbinde ich vor allem den Begriff "Mafia" und wie er versucht Licht in das Dunkel dieses wirklich sagenumwobenen, aber dennoch nicht greifbaren Begriff zu bringen. Angefangen hat alles mit dem Buch Gomorrha, in dem er in einer Mischung aus Roman und Reportage die Machenschaften der Camorra in Neapel bis in viele kleine Details zu Papier brachte. Aufgrund vob dieser Veröffentlichung lebt Saviano bis heute unter Polizeischutz. Mir hatte das Buch damals so überhaupt nicht zugesagt, da es überfrachtet war mit Informationen, die ich zum damaligen Zeitpunkt (um 2008 herum) nicht einordnen konnte und seitdem wollte ich diesen Autor auch nicht mehr lesen. Nun wagte ich mich an sein Buch "Falcone" heran, dass 2024 erschienen ist und dem Staatsanwalt und sogenannten Mafia-Jäger Giovanni Falcone gewidmet ist. Es behandelt größtenteils sein Wirken in den 1980er Jahren und den Kampf gegen die sizilianische Mafia .Das Buch erzählt dabei von seinen Erfolgen, seinen Zweifeln, seinem Wirken in der Heimat Palermo und auch über die Grenzen Siziliens hinaus und auch über seine Kämpfe gegen alle Widerstände, aus den eigenen Reihen der Justiz, der Mafia und der Politik. Dabei immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ihn die Mafia jederzeit tot sehen will, was ihnen 1992 auch spektakulär gelingt und eine Wende im Kampf gegen die Mafia bedeutet. An den Tod von Falcone und wie es durch die Nachrichten geisterte kann ich mich noch grob erinnern, war es doch für mich das erste Mal, dass mir da der Begriff Mafia das erst Mal über den Weg lief. Daher hat mich das Buch auch gereizt und ich wollte es unbedingt lesen. Um es vorweg zu nehmen: Ich komme mit dem Stil von Saviano immer noch nicht zurecht. Er haut einem Fakten um die Ohren, dass einem der Kopf nur so raucht. Vernehmlich alles wohl gut recherchiert und in einem einer Reportage ähnlichem Stil verpackt, aber eben auch so überbordend viel, dass man schnell überfordert wirkt. Auch waren die ganzen Namen, die im Buch vorkommen, irgendwann nur noch eine verwaschene Buchstabensuppe, konnte man die Namen der Guten nicht mehr von den Bösen unterscheiden, was eine Orientierung wirklich schwierig macht. Aber dieses Buch ist trotzdem wichtig, da es einem ins Gedächtnis ruft, was die Mafia ist, wie diese Strukturen arbeiten und wie feige sie eigentlich agieren. Gerade das erste Drittel ist gepflastert mit Leichen, die versucht haben, gegen die Mafia zu ermitteln oder ihre Machenschaften verraten wollten. Sei es in den eigenen Reihen oder gegen Staatsanwälte, Richter, Polizisten. Da wird hinterrücks erschossen, werden Bomben gelegt und einiges mehr., denn der Erfolg und das Geschäftsmodell der Mafia basiert vornehmlich auf Angst. Zwischendurch kehrt vermeintlich Ruhe ein, da während der großen Prozesse Mitte der 1980er kein Aufsehen erregt werden soll. Doch es wird weiterhin mit allen Mitteln gekämpft, diesmal aber vor Gericht. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, wie Saviano Falcone portraitiert, mit all seinen Schwächen, Stärken und Zweifeln. Ich denke, dass da auch ganz viel von Savianos Zweifeln mit in diese reale Figur und ihr Denken eingeflossen sind, leben er und seine Familie seit nunmehr 19 Jahren selbst unter Polizeischutz und mit ständiger Todesangst. Dieses Buch ist ein wahrer Brocken und es braucht ein bisschen Ausdauer, diesen zu bewältigen. Man wird auch nur bedingt dafür belohnt. Wie es ausgehen wird, wissen wir schon von Anfang an. Jedoch warten auch wirklich starke Passagen innerhalb der Buchdeckel.

    15. Mai 2025

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Roberto Saviano

Roberto Saviano, 1979 in Neapel geboren, wurde durch sein Buch ›Gomorrha‹ schlagartig berühmt. Nach Morddrohungen vonseiten der Camorra steht er unter Personenschutz. 2009 erhielt Saviano den Geschwister-Scholl-Preis, 2016 den M100 Media Award und 2012 den Olof-Palme-Preis für seinen publizistischen Einsatz gegen organisiertes Verbrechen und Korruption.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick