Blick ins Buch

Romane

Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe

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Über das Buch

Die Inventur eines Lebens – schnörkellos, authentisch, witzig


Sie ist die Tochter, die stets unsichtbar war neben ihren braven, blonden Schwestern. Sie ist die alleinerziehende Mutter, die sich stets nach mehr Freiheit und Unterstützung sehnte. Sie ist die Überempfindliche, die stets mehr spürte als andere. Sie ist jemand, der Veränderungen hasst. Doch irgendetwas muss geschehen. Die Kinder ziehen aus und sie muss sich verkleinern. Sie sortiert ihren Besitz, ihre Erinnerungen, ihre Familienverhältnisse. Sie macht Inventur, sie zieht Bilanz und spürt etwas Neues: eine Freiheit, die sie bisher nicht kannte.


Wie ist es, wenn das Leben noch einmal neu anfängt? Nach ›Die Nachricht‹ schreibt Doris Knecht über eine Frau, die nach dem Auszug der Kinder neue Wege sucht. Doch zuerst muss sie noch etwas erledigen.


»Mit Intensität und Genauigkeit legt Doris Knecht Schicht um Schicht eines Lebens frei. Ein Buch, das beglückt, begeistert, beeindruckt.« Maria-Christina Piwowarski

»Doris Knecht erzählt mit genau der richtigen Mischung aus sanfter Traurigkeit und unpathetischer Hoffnung – und sowieso sehr elegant.« Alexander Solloch, NDR Kultur

»Der Doris-Knecht-Sound ist einmalig in der Gegenwart.« Udo Schöpfer, Rheinpfalz

Editionen (4)

ISBN9783423149259
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum10.07.25
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

299 Bewertungen

62 Rezensionen

3,8

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  • wortspur
    wortspur

    74 Follower

    5,0

    Unaufgeregt. Lebensnah. Präzise. Erinnerung und Vergessen. Immer wieder dieses Vergessen. Älter werden. Was war. Was ist. Was kommt. Spiegel. Der Moment, in dem der eigene Blick nicht immer Schritt hält. Unsichtbarkeit beginnt viel früher. Nicht erst im eigenen Leben, sondern oft schon dort, wo Zugehörigkeit eigentlich selbstverständlich sein sollte. Im Blick der anderen. Im Gefühl, da zu sein und doch nicht ganz gemeint zu sein. Alleingelassensein. Nicht als kurzer Zustand. Eher als etwas, das bleibt. Als ein schwer erklärbares Tragen von allem. Als Last. Als Verantwortung. Als etwas, das sich kaum greifen lässt, wenn man es nicht selbst kennt. Feine Komik. Keine Überhöhung. Keine Schwere, die sich aufdrängt. Klarheit. Beobachtungspräzision. Diese besondere Art, selbst im Alltäglichen, im Nebensächlichen, im Wiederkehrenden etwas sichtbar zu machen, das zugleich lebensnah, absurd, berührend und wahr ist. Nichts wird größer gemacht, als es ist. Und gerade dadurch zeigt sich, was darunterliegt.

    7. Mai 2026

  • thegreatescape
    thegreatescape

    83 Follower

    2,0

    Bin enttäuscht

    Eine alleinerziehende Mutter jammert über ihr Leben, ständig lese ich "ich, ich, ich" und wie schlecht es ihr geht, mehr kommt meiner Meinung nach nicht rüber. Man erfährt nichts über den Ex-Mann, den Grund der Trennung, nicht einmal über den Hund erfährt man etwas. Immer wieder kaut sie die gleichen Gedanken vor und langweilt schnell. Schade, hatte mich sehr auf das Buch gefreut.

    12. Apr. 2026

  • 3,0

    Wie ist es wenn das Leben noch einmal neu anfängt?

    Doris Knecht schreibt über die zutiefst menschliche und intime Selbstbefragung einer Frau, die an einem Wendepunkt steht. Sie versucht die Warheit über sich selbst herauszufinden. Und weiß zugleich, das ihr das niemals gelingen wird. „Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe“ von Doris Knecht hat mich vor allem durch seinen besonderen Schreibstil beeindruckt. Die Autorin fängt die Gedankenwelt der Hauptfigur authentisch ein und stellt Gefühle, Erinnerungen und innere Konflikte überzeugend dar. Dadurch entsteht große Nähe zur Protagonistin, und ihre Gedankengänge bleiben nachvollziehbar. Gleichzeitig war dieser introspektive Erzählstil für mich die größte Schwäche des Buches. Die Einblicke in die Gefühlswelt sind zwar interessant, doch die Handlung wirkte stellenweise träge. Viele Reflexionen und Gedankenschleifen nahmen der Geschichte Tempo und Spannung. Insgesamt ist es ein literarisch anspruchsvoller Roman mit gelungener Charakterdarstellung und interessantem Stil. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte jedoch etwas mehr Dynamik vertragen können.

    Wie ist es wenn das Leben noch einmal neu anfängt?

    31. Mai 2026

3 von 62 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Doris Knecht

Doris Knecht, geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin (u.a. beim Falter und den Vorarlberger Nachrichten) und Schriftstellerin. Ihr erster Roman, ›Gruber geht‹ (2011), war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschienen ›Besser‹ (2013), ›Wald‹ (2015), ›Alles über Beziehungen‹ (2017) und ›weg‹ (2019). Sie erhielt den Literaturpreis der Stiftung Ravensburger und den Buchpreis der Wiener Wirtschaft. Doris Knecht lebt mit Familie und Freunden in Wien und im Waldviertel.

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