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Biografien

Der Hase mit den Bernsteinaugen

4,2(31)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Die erweiterte Schmuckausgabe im Taschenbuch

Japanische Miniatur-Schnitzereien aus Holz und Elfenbein – 264 Netsuke – liegen in der Vitrine des britischen Töpfers Edmund de Waal, Nachkomme der jüdischen Familie Ephrussi aus Odessa. Wie sie dorthin kamen, erzählt dieses Erinnerungsbuch. Vom Paris der Belle Époque gelangte die Sammlung ins Wien des Fin de Siècle, aus Tokio in den 1950er- Jahren schließlich nach London. Die Ephrussis, einst an Einfluss und Reichtum den Rothschilds ebenbürtig, erlebten mit dem »Anschluss« 1938 den Niedergang – ihr gesamtes Vermögen fiel der »Arisierung« zum Opfer. Nur die Netsuke wurden – jede einzeln – in der Schürze des Dienstmädchens Anna gerettet.

Eine Familienchronik, in der sich europäische Geschichte der letzten hundertfünfzig Jahre spiegelt, eine Wunderkammer, eine brillant geschriebene Erkundung über Besitz und Verlust, über das Leben der Dinge und die Fortdauer der Erinnerung.

Editionen (7)

ISBN9783423143653
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.12.14
Seitenzahl408

Rezensionen & Bewertungen

31 Bewertungen

4 Rezensionen

4,2

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  • floetenfisch
    floetenfisch

    76 Follower

    4,5

    "Der Hase mit den Bernsteinaugen" von Edmund de Waal ist ein faszinierendes und berührendes Werk, das die Geschichte der jüdischen Familie Ephrussi auf eindrucksvolle Weise nachzeichnet. De Waal, selbst ein Nachkomme dieser Familie, erzählt mit großer Feinfühligkeit und Detailgenauigkeit von den Höhen und Tiefen, die die Ephrussis über Generationen hinweg erlebt haben. Das Buch besticht durch seine elegante und anschauliche Erzählweise, die den Leser auf eine Reise durch verschiedene Epochen und Städte Europas mitnimmt. Von Paris über Wien bis nach Tokio verfolgt de Waal die Spuren der kostbaren Netsuke-Sammlung, die im Mittelpunkt der Familiengeschichte steht. Besonders beeindruckend ist, wie de Waal es schafft, historische Fakten mit persönlichen Erinnerungen zu verweben, wodurch die Geschichte lebendig und greifbar wird. Die poetische Sprache und der feine Humor, den de Waal in seine Erzählung einfließen lässt, machen das Buch zu einem wahren Lesevergnügen. Es ist nicht nur eine Chronik einer Familie, sondern auch ein Mahnmal gegen das Vergessen und ein Plädoyer für die Bedeutung von Erinnerung und kulturellem Erbe in einer Zeit, in der Hass und Intoleranz wieder salonfähig werden. Insgesamt ist "Der Hase mit den Bernsteinaugen" ein meisterhaftes Werk, das durch seine Tiefe und Schönheit besticht und dem Leser lange im Gedächtnis bleibt.

    9. Dez. 2024

  • lese_inge
    lese_inge

    41 Follower

    3,0

    Sehr langatmige Beschreibungen von Häusern und Kunstgegenständen. Es handelt sich um eine reine Auf- bzw Erzählung. Es gibt daher keine Dialoge. Nur zum Ende hin wurde es einigermaßen interessant, wodurch ich dann doch noch 3 Sterne vergebe.

    9. Jan. 2023

  • ich.sonja.hahn
    ich.sonja.hahn

    4 Follower

    3,5

    Eine Familiengeschichte und die Reise der japanischen Netsuke

    „Der Hase mit den Bernsteinauhrn“ ist ohne Zweifel eine beeindruckende Familiengeschichte. Seit Generationen wird in der Familie des Autors eine Sammlung an Netsuke weitergereicht. Kleine japanische Statuen, kunstvoll geschnitzt aus Holz oder Elfenbein. Edmund de Waal stammt aus der jüdischen Familie Ephrussi, die mit Getreidehandel in Odessa reich wurde und später in Paris und Wien eine international agierende Bank leitete. Edmund de Waal folgt den Spuren seiner Familie, besucht die Familienpalais in Paris und Wien, spürt den dekadenten Lebensstilen, den immer im Familienleben präsenten Kunstobjekten nach. Die Geschichte beginnt im späten 19. Jahrhundert und führt bis in die Gegenwart, als Edmund de Waal die Netskue schließlich von seinem Onkel Ignatz vererbt bekommt. Es ist die beeindruckende Geschichte einer jüdischen Familie - unfassbar weltgewandt, offen, kunstliebend. Zur Zeit des Nationalsozialismus geschieht das Unvermeidbare. Der Besitz wird zerschlagen, Familienmitglieder sterben, andere werden zur Flucht gezwungen. Doch die Sammlung der kleinen japanischen Statuen findet dank einer treuen Bediensteten zurück zur Familie Ephrussi. Eigentlich ist so ein Sachbuch genau etwas für mich, aber bei den vielen Aufzählungen von Möbeln, Globen, Kleidern, Kerzenhaltern und anderen Gegenständen bin ich immer wieder abgeschweift, konnte der Familiengeschichte nicht richtig folgen. Und so oft und liebevoll wie die Netsuke beschrieben werden, finde ich es schade, dass im Buch kein einziges Bild von ihnen zu sehen ist. Einige historische Aufnahmen der Familie und der Orte illustrieren die Kapitel.

    1. Nov. 2025

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Edmund de Waal

Edmund de Waal wurde 1964 in Nottingham / England geboren und studierte in Cambridge. Von 2004 bis 2011 war er Professor für Keramik an der University of Westminster und stellte u.a. im Victoria and Albert Museum und in der Tate Britain aus. Er lebt in London.

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