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Romane

Uns geht's ja noch gold

4,4(5)
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Über das Buch

»Es wäre vielleicht um unser historisches Gedächtnis besser bestellt, hätten wir mehr als den einen Kempowski.« Günter Kunert in ›Die Welt‹

Wo ›Tadellöser & Wolff‹ endet, setzt der zweite Teil der Familientrilogie ein: 1945, als die Rote Armee in Rostock eindringt. So »gold« kann es den Kempowskis, wie es der Titel im Familienjargon ankündigt, also gar nicht gehen. Man erlebt am eigenen Leib oder bei Nachbarn und Freunden Elend, Hunger, Plünderungen und Gewalttätigkeiten. Aber immerhin ist man nicht ausgebombt, hat noch etwas Geld, und zwischen Trümmerschutt und Ausgangssperren, Schwarzem Markt und Hamsterzügen versucht man, das bürgerliche Leben wieder aufzunehmen.

Editionen (4)

ISBN9783423086196
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.05.06

Rezensionen & Bewertungen

5 Bewertungen

1 Rezensionen

4,4

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  • tarzansuncle
    tarzansuncle

    36 Follower

    4,0

    Die Geschichte der Familie Kempowski geht dort weiter, wo sie in "Tadellöser und Wolf" endet. Rostock wird von russischen Soldaten besetzt, es wird geplündert, vergewaltigt und gemordet. Doch irgendwie schafft Walter es, ohne größere Schäden zu überleben. Sein Bruder Robert und sein Vater sind in Gefangenschaft, die Reederi ist am Boden zerstört. Doch Walter, seine Mutter und der Großvater Bonsac leben. Die Menschen kämpfen gegen Hunger und Kälte, doch nach und nach wird die Situation almählich besser. Einige fliehen aus dem russisch besetzten Rostock in den Westen. Dieses Buch ist die nahtlose Fortsetzung des ersten Bandes. Die Figuren wurden mir schnell vertraut, der Wortwitz ist den Situationen angemessen und die Erzählweise von Kempowski erzeugt eine ungemein dichte Atmosphäre. Die Ereignisse schienen mir sehr gut recherchiert, vor allem weil das Buch deutliche autobiographische Züge hat.

    29. Dez. 2025

Autorin / Autor

Über Walter Kempowski

Walter Kempowski, am 29. April 1929 in Rostock geboren, 1944 wegen "politischer Unzuverlässigkeit" in eine Strafeinheit der Hitlerjugend eingewiesen und bei Kriegsende Flakhelfer, lernte danach Druckereikaufmann, bis er 1948 in der "Ostzone" aus politischen Gründen zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, wovon er acht Jahre im Zuchthaus Bautzen verbüßte. Nach seiner Amnestierung studierte er in Göttingen Pädagogik und war 20 Jahre lang Lehrer in Norddeutschland. Anfang der siebziger Jahre bezog er sein Haus Kreienhoop im niedersächsischen Nartum. Seit 1976 Lehraufträge im In- und Ausland. Am 5. Oktober 2007 verstarb Walter Kempowski in einem Krankenhaus in Rotenburg an der Wümme bei Bremen.

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