Wer hat hier, wo ich wohne, schon einmal ein Leben geführt – und wer wird diesen Ort nach mir sein zu Hause nennen? Daniel Mason erzählt in seinem neuen Roman die bewegte Geschichte eines Hauses in den Wäldern von Massachusetts. Und mit ihr von den Schicksalen, Geheimnissen und Abgründen der Menschen, die das Haus über die Jahre bewohnen.
Von einem Soldaten, der nach einer Verwundung nicht auf die Schlachtfelder zurückkehrt, sondern beschließt, sich in der Abgeschiedenheit dem Apfelanbau zu widmen. Von seinen Töchtern, Zwillingen, deren symbiotisches Leben mit dem Erwachsenwerden zunehmend Risse bekommt – und jäh in einer Tragödie endet. Von einem Reporter, der auf ein uraltes Massengrab stößt, und einem liebeskranken Maler, der einem geheimen und riskanten Verlangen nachgeht. Während sich die Bewohner des kleinen gelben Hauses mit der Schönheit und den Wundern ihrer Umgebung auseinandersetzen, beginnen sie zu erkennen, wie lebendig die Vergangenheit dieses Ortes ist. „Oben in den Wäldern“ erzählt vom Wandel der Zeit, der Sprache, der Natur, und zeigt, wie stark wir durch sie auch über Jahrhunderte miteinander verbunden bleiben. Ein so sprachmächtiger wie spannender Roman, der eine zeitlose Frage stellt, die uns alle beschäftigt: Wie leben wir weiter, auch wenn wir nicht mehr da sind?
Für mich ist es viel mehr eine Geistergeschichte und eine, die alle Zeiten überdauert und es geht un ein Haus, in der über Jahrhunderte Menschen leben. & um diese geht es in dem Buch. Zeitweise etwas zäh, weil ich nicht alle POVs mochte, aber das war vollkommen in Ordnung. Das Ende hat nochmal alles herum gerissen. Die Geschichte hat auch etwas melancholisches, sehnsüchtiges an einen Ort zu verweilen mitten in der Natur und voller Geister. Ich hatte sehr viel Spaß und das Buch wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
26. Dez. 2025
5,0
Was ganz anderes!
Für mich ist es viel mehr eine Geistergeschichte und eine, die alle Zeiten überdauert und es geht un ein Haus, in der über Jahrhunderte Menschen leben. & um diese geht es in dem Buch. Zeitweise etwas zäh, weil ich nicht alle POVs mochte, aber das war vollkommen in Ordnung. Das Ende hat nochmal alles herum gerissen. Die Geschichte hat auch etwas melancholisches, sehnsüchtiges an einen Ort zu verweilen mitten in der Natur und voller Geister. Ich hatte sehr viel Spaß und das Buch wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
Klasse Idee: ein Haus, seine Geschichte, die Geschichte der Bewohner über Jahrhunderte. Im Haus spukt es und durch die Geschichte der Bewohner wird nach und nach klar warum. Anhand der Geschichten der Generationen wird auch ein kleiner Abriss der amerikanischen Geschichte nebenbei mitgeliefert, hauptsächlich geht es aber um die Bewohner und die Natur rund um das Haus.
Empfehlenswert.
14. Dez. 2025
4,0
Klasse Idee: ein Haus, seine Geschichte, die Geschichte der Bewohner über Jahrhunderte. Im Haus spukt es und durch die Geschichte der Bewohner wird nach und nach klar warum. Anhand der Geschichten der Generationen wird auch ein kleiner Abriss der amerikanischen Geschichte nebenbei mitgeliefert, hauptsächlich geht es aber um die Bewohner und die Natur rund um das Haus.
Empfehlenswert.
„Manchmal ist sie so überwältigt, dass sie sich in die Wälder der Vergangenheit zurückzieht. Diese betrachtet sie inzwischen als Privatarchiv und sich selbst als Archivarin. Sie hat festgestellt, dass man nur auf zweierlei Weise die Welt sehen kann: als Geschichte des Verlust oder als Geschichte des Wandels. Ihr ganzes Leben lang hat sie von diesen uralten Wäldern geträumt, aber was sie hier vorfindet, ist so prachtvoll, dass es ihre Vorstellungskraft übersteigt.“ (S.420)
Ein Buch dieser Art habe ich noch nie gelesen und weiß auch garnicht, in welche Kategorie ich es einordnen soll. Es kommt alles zusammen:
Historischer Roman, Gesellschaftskritischer Roman, Schauerroman, Naturnahe Erzählungen, Crime…
Genauso schwer lässt sich der grobe Inhalt des Buchs wiedergeben.
Im Prinzip begleiten wir einen Landstrich in Massachusetts, das Haus was dort steht (bzw. gebaut wird), die Apfelbäume und den Wald ringsherum.
Und dann werden wir Zeuge von all den Dingen und Gräueltaten, die dort über 300 Jahrhunderte hinweg passieren. Teilweise begleiten wir die Personen direkt, dann erfahren wir die Ereignisse nur durch Briefe oder durch die Strophen eines Liedes, dann bekommen wir eine kleine biologische Abhandlung, die ebenfalls wichtig für die Handlung ist, wir lesen die Kolumne von einem True-Crime-Journalisten oder die schriftliche Vorbereitung einer Rede.
Die Jahre sind gesäumt von dunklen Zeiten, von Tod, Mord, Eifersucht, unerfüllten Träumen, und dem Wandel der Zeit und der Natur.
Das Buch entwickelt einen Sog beim Lesen; mal wusste ich Nichts damit anzufangen, was ich las, mal klebte ich gespannt an den Seiten und mehrmals stand mir der Mund offen und konnte ich nicht glauben, was ich da las.
Am Ende bin ich beeindruckt und geplättet, aber auch etwas ratlos, wie ich die Geschichte nun eigentlich finden soll.
Das Buch ist auf jeden Fall große Kunst und wer Lust auf ein Lese-Experiment und eine Lese-Erfahrung völlig anderer Art haben möchte, dem sei dieses Buch auf jeden Fall empfohlen! Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es für den Ein oder Anderen befremdlich ist und die Art der Erzählweise nicht Jedem liegt.
Abschließend sei noch gesagt, dass Daniel Mason auch der Autor von „Der Wintersoldat“ ist. Dieses Buch habe ich vor ein paar Jahren gelesen und fand es absolut großartig! Daniel Mason ist auf jeden Fall ein Ausnahmeautor mit vielen Facetten!
19. Mai 2024
4,0
Eine besondere und einzigartige Lese-Erfahrung
„Manchmal ist sie so überwältigt, dass sie sich in die Wälder der Vergangenheit zurückzieht. Diese betrachtet sie inzwischen als Privatarchiv und sich selbst als Archivarin. Sie hat festgestellt, dass man nur auf zweierlei Weise die Welt sehen kann: als Geschichte des Verlust oder als Geschichte des Wandels. Ihr ganzes Leben lang hat sie von diesen uralten Wäldern geträumt, aber was sie hier vorfindet, ist so prachtvoll, dass es ihre Vorstellungskraft übersteigt.“ (S.420)
Ein Buch dieser Art habe ich noch nie gelesen und weiß auch garnicht, in welche Kategorie ich es einordnen soll. Es kommt alles zusammen:
Historischer Roman, Gesellschaftskritischer Roman, Schauerroman, Naturnahe Erzählungen, Crime…
Genauso schwer lässt sich der grobe Inhalt des Buchs wiedergeben.
Im Prinzip begleiten wir einen Landstrich in Massachusetts, das Haus was dort steht (bzw. gebaut wird), die Apfelbäume und den Wald ringsherum.
Und dann werden wir Zeuge von all den Dingen und Gräueltaten, die dort über 300 Jahrhunderte hinweg passieren. Teilweise begleiten wir die Personen direkt, dann erfahren wir die Ereignisse nur durch Briefe oder durch die Strophen eines Liedes, dann bekommen wir eine kleine biologische Abhandlung, die ebenfalls wichtig für die Handlung ist, wir lesen die Kolumne von einem True-Crime-Journalisten oder die schriftliche Vorbereitung einer Rede.
Die Jahre sind gesäumt von dunklen Zeiten, von Tod, Mord, Eifersucht, unerfüllten Träumen, und dem Wandel der Zeit und der Natur.
Das Buch entwickelt einen Sog beim Lesen; mal wusste ich Nichts damit anzufangen, was ich las, mal klebte ich gespannt an den Seiten und mehrmals stand mir der Mund offen und konnte ich nicht glauben, was ich da las.
Am Ende bin ich beeindruckt und geplättet, aber auch etwas ratlos, wie ich die Geschichte nun eigentlich finden soll.
Das Buch ist auf jeden Fall große Kunst und wer Lust auf ein Lese-Experiment und eine Lese-Erfahrung völlig anderer Art haben möchte, dem sei dieses Buch auf jeden Fall empfohlen! Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es für den Ein oder Anderen befremdlich ist und die Art der Erzählweise nicht Jedem liegt.
Abschließend sei noch gesagt, dass Daniel Mason auch der Autor von „Der Wintersoldat“ ist. Dieses Buch habe ich vor ein paar Jahren gelesen und fand es absolut großartig! Daniel Mason ist auf jeden Fall ein Ausnahmeautor mit vielen Facetten!