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Romane

Moorlande

3,3(34)
Hardcover24,00 €Softcover14,00 €
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Versteckt im Great Massasauga Sumpf in Michigan, liegt eine kleine Insel, die kein Mann zu betreten wagt. Hier lebt Hermine, von den Menschen der Region ehrfürchtig „Herself“ genannt, die schon Generationen von Frauen von ihren Leiden heilte und in dieser Wildnis selbst drei Töchter und eine Enkeltochter aufzog.

Donkey, benannt nach der Eselsmilch die ihr Leben als Säugling rettete, wächst fern ihrer eigensinnigen Mutter, umgeben von Insekten, wuchernden Pflanzen und Klapperschlangen auf. Fasziniert von allem, vor dem ihre Großmutter sie warnt, versinkt die elfjährige in Mathematikbüchern und Träumen von einem Vater. Doch Donkey ahnt nicht, wie gefährlich ihre Wünsche sind. Denn die Stammbäume im Great Massasauga Sumpf sind durchzogen von Missbrauch und Gewalt.

Editionen (1)

ISBN9783365009932
VerlagHarperCollins Hardcover
Erscheinungsdatum25.03.25
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

34 Bewertungen

12 Rezensionen

3,3

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  • fruggielicious
    fruggielicious

    2599 Follower

    2,0

    Richtig harter Tobak und leider gar nicht meins

    ✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein erstes Buch der Autorin und darum geht es: Hermine, genannt „Herself“, lebt auf einer kleinen Insel im Sumpf von Michigan. Sie hat 3 Töchter und eine Enkelin. Die Familienverhältnisse sind jedoch nicht, was sie zunächst scheinen. Wurde und wird die Familie der Heilerin schließlich mit Missbrauch und Gewalt konfrontiert. Ich bin mit diesem Buch leider nicht warm geworden. Rein theoretisch müsste es genau mein Geschmack sind. Vom Genre her ähnliche Bücher sind regelrechte Bibeln für mich, aber zwischen „Moorlande“ und mir stimmte von Anfang an die Chemie nicht. Ich liebe die grundsätzliche Idee zu diesem Buch, das Setting ist extrem atmosphärisch. Die Verbindung zwischen den weiblichen Charakteren und der Natur ist sehr schön ausgearbeitet. Der sehr ausschweifende, poetische Schreibstil hat es mir schwer gemacht, dem Plot zu folgen. Es gab auch nicht allzu viel Plot in meinen Augen, zumindest nicht genug für die vielen Seiten. Es gab sehr viele Lückenfüller Seiten, die einen nicht wirklich vorwärts gebracht haben. Die Charaktere waren mir am Ende dann alle unsympathisch. Die Männer in diesem Buch sind eine absolute Katastrophe, es war sehr sehr schwer, die „Inhalte“ (TW: SA) zu ertragen, weil ich auch finde, dass sie falsch rübergebracht wurden. Und es hätten mehr / andere Konsequenzen folgen müssen. Nach wie vor denke ich die ganze Zeit, dass es mir hätte gefallen müssen, aber manchmal muss man es so hinnehmen und weiterziehen. Das ist natürlich nur mein Eindruck, macht Euch gern ein eigenes Bild! 2/5⭐️⭐️

    Richtig harter Tobak und leider gar nicht meins

    28. Juni 2025

  • er_lesen_es
    er_lesen_es

    253 Follower

    3,0

    ⭐️⭐️⭐️ Atmosphärisch und besonders

    Schon allein das Cover ist ein Hingucker. Das Auge wird übersättigt von einem Gewirr aus Pflanzen, aus dem wie kleine Inseln wunderschöne Blüten sprießen. Eine Metapher zum Inhalt des Buches? Denn der Roman erzählt von den weiblichen Mitgliedern einer Familie weitab in den Sümpfen von Michigan, auf einer kleinen Insel. Diese Frauen sind unabhängig, unbeugsam und frei. Doch Donkey, die nach der Eselsmilch benannt ist, mit der sie als Säugling aufgezogen wurde, hinterfragt die Geschichte und Geschichten der besonderen familiären Struktur. Und so entspinnt sich eine Geschichte, die kraftvoll ist und nicht immer angenehm, die anprangert, aber auch auffängt, die an- und abstößt. Es gibt viel, viel, viel Natur in diesem Buch - ich denke der oft gebrauchte Begriff „Nature Writing“ ist hier angebracht, denn Handlung und Rahmen (die Insel in den Sümpfen) bilden hier eine Einheit. Die Geschichte würde ohne die Natur nicht funktionieren, das Setting ist aber auch essentiell für die Eindringlichkeit des erzählten Plots. Mit dem Schreibstil hatte ich anfangs ein wenig Probleme, ich finde man muss sich einlassen auf die Erzählweise und auch auf die Art, wie die Autorin die Charaktere lebendig werden lässt. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt hatte und bis zum Schluss bin ich damit nicht so 100%ig warm geworden. Trotzdem kann ich verstehen, dass die Story genau so erzählt wird, denn dadurch gewinnt sie an Bedeutung. Die Hauptthemen des Romans - weibliche Selbstbestimmung, Familie und ihr Zusammenhalt sowie Natur(verbundenheit) - werden hier zu einem atmosphärischen Buch verflochten, das ich gern gelesen habe, auch wenn es mir beim Lesen Konzentration abgefordert hat und ich mit einigen Figuren nicht richtig warm geworden bin. Ich würde den Roman nicht unbedingt als „Entspannungslektüre“ empfehlen, sondern schon eher als Anreiz, um sich mit den Themen des Buches auseinanderzusetzen und zu hinterfragen, ob in der doch recht eigenwilligen Welt des Romans und ihrer Figuren nicht doch sehr viel von unserem Alltag und den Fragen unserer Zeit steckt.

    ⭐️⭐️⭐️
Atmosphärisch und besonders

    6. Juni 2025

  • siralexfelixson
    siralexfelixson

    324 Follower

    4,0

    Zauberhaft erzählte Frauengeschichte

    "Es stimmt, dass wir die am meisten lieben, derentwegen wir am meisten leiden." Mit ihrem Roman "Moorlande" hat uns die Autorin Bonnie Jo Campbell einen zauberhaften und poetischen Familienroman geschenkt. In sanften, ruhigen Tönen erzählt uns Campbell die Geschichte der Whiteheart-Frauen. Die Geschichte spielt in Michigan. Dort inmitten des Massasauga-Sumpfes gibt es eine kleine Insel auf der die alte Hermine lebt. Die Whitehearter haben Ehrfurcht vor Herself, wie sie sie nennen, wie auch schon vor ihrer Mutter, der alten Baba Rose. Herself hat schon viele Generationen von Frauen von ihren Leiden geheilt und ihnen auch das ein oder andere Mittel für ihre Männer mitgegeben. Inmitten des Sumpfes, umgeben von Insekten, wild wuchernden Pflanzen und gefährlichen Klapperschlangen, zog Herself drei Töchter groß. Nun steht ihre jüngste und eigensinnige Tochter Rose Thorn mit einem Baby im Arm vor der Tür und bittet sie um Hilfe. Und so wächst Donkey nun auch auf dieser Insel auf. Donkey, fasziniert von allem, was ihre Großmutter tut, ist besessen von der Mathematik und wünscht sich doch nichts sehnlicher als ihre Mutter und einen Vater. Doch schnell merkt Donkey, dass ihre Großmutter recht hat: Man sollte vorsichtig sein mit den Dingen, die man sich wünscht ... "Für Rose Thorn war das Baby eine Last gewesen, die sie niederzog, aber für Herself war das Wiegen des Babys in ihren Armen, als spürte sie ihr Einssein mit dem unendlichen Alles, verschmolzen zu reinem, gewichtslosem Licht." Ich war während des Lesens sehr fasziniert von dieser Familiengeschichte, von der Verbindung der Frauen untereinander und von dem ursprünglichen und naturverbundenen Leben, das Herself lebt. Von der Einfachheit ihres Lebens und ihrer Liebe und Achtsamkeit zu allem, das sie umgibt. Auch sprachlich bin ich sehr angetan von diesem Werk und die Gestaltung des Covers ist mindestens so magisch wie die Geschichte. Bei den Figuren hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Vieles, was sie betrifft konnte ich nur erahnen. Mir fehlte es etwas an ihrem Innenleben teilzuhaben - gerade im Bezug auf Herself, die für mich eigentlich die großartigste Figur des Romans ist. Insgesamt ist es aber für mich ein wirklich gelungener Roman, der mich in seine Geschichte hineingezogen hat und den ich sehr gerne gelesen habe. Übersetzt aus dem Englischen von Cornelia Holfelder-von der Tann.

    19. Mai 2025

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Bonnie Jo Campbell

Bonnie Jo Campbell ist Autorin mehrerer Romane und lebt außerhalb von Kalamazoo, Michigan, Sie ist Finalistin für den National Book Award und den National Book Critics Circle Award, Guggenheim-Stipendiatin, Preisträgerin des AWP Grace Paley Prize for Short Fiction und eines Pushcart Prize.

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