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Romane

Die Vermesserin der Worte (ungekürzt)

4,2(100)
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Über das Buch

Wenn die Liebe zu Geschichten ein Licht im Dunkeln ist

Ida ist eine Autorin ohne Worte. Ihr Kopf ist so leer wie die weißen Blätter Papier auf ihrem Schreibtisch. Aus der Not heraus nimmt sie einen Haushaltsjob an und lebt fortan bei der älteren Dame Ottilie, die ungern spricht und mit jedem Tag ohne Worte und Silben ein wenig mehr zu verblassen scheint. In dem heruntergekommenen Herrenhaus findet Ida bald unter dicken Schichten aus Staub, Moder und Vergangenheit unzählige Schätze aus Papier und Erinnerungen; Erinnerungen eines Lebens in Glanz, der nach und nach abblättert. Bald erkennt Ida, dass Ottilies Faden zur Gegenwart zu reißen droht – und Ida Worte finden muss, um Ottilies Verblassen zu verhindern. Im Schein des Kaminfeuers beginnt Ida eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur Ottilies alte Wunden zu heilen vermag, sondern auch Ida eine Antwort auf ihre drängendste Frage liefert – jene nach dem Gewicht der Worte.

Editionen (1)

ISBN9783365006887
VerlagHarper Audio
Erscheinungsdatum19.03.24

Rezensionen & Bewertungen

100 Bewertungen

37 Rezensionen

4,2

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  • anja._liest
    anja._liest

    331 Follower

    4,0

    Poetisch

    Eine zarte und leise Geschichte gegen das Vergessen. Ida ist Schriftstellerin, doch ihr fehlen die Worte. Um weiterhin ihren Unterhalt bestreiten zu können nimmt sie einen Job als Haushaltshilfe bei einer älteren Dame an. Sehr schnell bemerkt sie, dass die Frau sehr zurückgezogen lebt und im Dorf als schwierig gilt. Ida hält durch und nähert sich immer mehr der alten Dame. Wunderschön poetisch geschrieben, man sollte dieses Buch in aller Ruhe und voller Genuss lesen. Die Handlung in dieser Geschichte war nicht unerwartet aber der Roman überzeugt durch diesen wunderbaren poetische Schreibstil der Autorin. Es geht um Demenz, Einsamkeit und der Liebe zur Literatur. Lebensbejahend und voller Mut aus der Routine auszubrechen. „Jene, die für alle anderen unsichtbar sind, hinterlassen oft die bedeutendsten Spuren auf der Welt.“

    28. Juni 2024

  • 4,0

    "Es ist eine Geschichte gegen das Vergessen. " Ida ist eine junge Autorin, der seit einigen Monaten die Inspiration fehlt. Nichts bekommt sie zu Papier. Täglich verbringt sie einsame Stunden in ihrer Wohnung, nur unterbrochen vom Klingeln des Postboten, pünktlich um 11 Uhr. "Die Leere in ihrem Kopf und die in ihrem Kühlschrank bewegten sich seit Wochen etwa auf dem selben Niveau." Da bringt ihr der Postbote ein Stellenangebot mit. Eine alte Dame sucht eine Haushaltshilfe.Aus Mangel an Alternativen und an Geld, nimmt sie die Stelle an. Ottilie lebt in einer papierenen Festung, einem Haus übervoll mit Büchern. Ida ist fasziniert, vom Haus, von den Büchern, von Ottilie und ihrer Vergangenheit. Doch nach und nach wird offensichtlich, daß mit Ottilie etwas nicht stimmt. Sie vergisst ständig Idas Namen und wirkt oft verloren. "Ja, von Zeit zu Zeit ist die Brücke von einem Gedanken zum nächsten einsturzgefährdet." Nach und nach kommt Ida hinter das Geheimnis von Ottilies Geschichte und warum diese ganz alleine in dem riesigen Haus lebt. Ida beginnt ihr eine Geschichte zu erzählen, die Geschichte von ihr selbst und den Menschen aus dem Dorf, die sie verloren hatte. Ein herzerwärmender Roman voller Leidenschaft für Wörter und Bücher, Demenz und der Vergebung und einer wunderbaren Geschichte in einer Geschichte. Für mich manchmal ein bisschen zu rührselig.

    30. Jan. 2025

  • lesefruechte
    lesefruechte

    127 Follower

    5,0

    Wenn ihr Bücher liebt, solltet ihr euch das Buch nicht entgehen lassen.

    Es gibt Bücher, die unter die Haut kriechen und sich tief im Herzen und der Erinnerung einnisten. „Die Vermesserin der Worte“ von Katharina Eck war eines davon. Ich bin eigentlich kein großer Fan davon, Autor*innen miteinander zu vergleichen, aber bei diesem Buch kann ich nicht anders: Die Art und Weise wie die Autorin über Worte, Bücher und Geschichten schreibt, erinnert an Cornelia Funkes Tintenwelt-Reihe. Feinfühlig, greifbar und berührend. Nachdem ich die ersten 10 Seiten gelesen habe, musste ich das Buch zur Seite legen und konnte erst weiterlesen, als ich einen Stift zur Hand hatte, mir all diese wunderbaren Sätze zu unterstreichen. Es geht um Ida, Autorin ohne Worte im Kopf, die einen Haushaltsjob bei der älteren Dame Ottilie annimmt. In dem Haus der Dame stößt sie nicht nur auf Erinnerungen und Konflikte aus der Vergangenheit, sondern steht auch vor der Herausforderung, ihre eigenen Worte wieder zu finden. Denn Ottilie verliert immer mehr den Halt in der Gegenwart und Idas Worte scheinen das Einzige zu sein, was sie vom davon driften abhält. Eine gewisse Schwere liegt über der Geschichte und wird aufgrund der Thematik auch nie vollständig verschwinden. Doch die Trostlosigkeit, die das Leben der Protagonistin gerade am Anfang begleitet, wird ersetzt durch Wärme und Zuneigung. Neben den Büchern geht es auch um das Vergessen. Die Angst vergessen zu werden. Die Suche und das Finden von Heimat. Weggehen. Bleiben und zurückkehren. Die Geschichte hat mich in vielerlei Hinsicht tief berührt. Nicht nur, weil es mein Bücherherz hat höherschlagen lassen, sondern auch weil Ottilies Geschichte nah an der Realität vieler Menschen ist. Dieses Buch verkörpert die Liebe zu Büchern. Es IST die Liebe zu Büchern. Und wenn ihr Bücher liebt, solltet ihr euch das Buch nicht entgehen lassen.

    Wenn ihr Bücher liebt, solltet ihr euch das Buch nicht entgehen lassen.

    7. Okt. 2024

3 von 37 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Katharina Seck

Katharina Seck wurde 1987 in Hachenburg geboren und wuchs in dieser mittelalterlichen, von einem Schloss gekrönten Kleinstadt im Westerwald auf, wo sie noch heute lebt und als Autorin arbeitet. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit ihren liebsten Menschen, Kunst und politischem Aktivismus sowie ihren Tieren. Mehr Infos zur Autorin finden sich auf katharinaseck.de

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