Blick ins Buch

Romane

Alles, was wir uns nicht sagen

4,3(53)
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Über das Buch

Drei beste Freundinnen. Viele ungesagte Dinge. Ein bewegender Roman über Freundschaft, Liebe und den Mut, eigene Wege zu gehen.

»Humorvoll, tiefgründig und unbedingt empfehlenswert!« WDR 5


Jenna, Kees und Malak – seit ihrer Kindheit sind sie befreundet. Zu dritt gegen die Welt, das haben sie sich geschworen. Täglich bewältigen sie den Spagat zwischen ihren eigenen Vorstellungen vom Leben und denen ihrer Familien, dabei sind sich die Freundinnen immer eine Stütze. Doch eine Nacht verändert plötzlich alles zwischen ihnen, und im Streit trennen sich ihre Wege. Malak reist Hals über Kopf nach Kairo, um endlich einen Mann zu finden, der ihre Wurzeln versteht. Kees zieht mit ihrem Freund Harry zusammen, doch ihre Eltern dürfen davon nichts erfahren, denn Harry ist weiß. Und Jenna stürzt sich ins Dating, aber das kann ihre Einsamkeit nicht überdecken. Die drei Freundinnen brauchen sich mehr denn je, doch werden sie sich verzeihen können?

»Dieser Roman macht süchtig – was für ein Geschenk!« Ashley Audrain

»Ich liebe diesen Roman. Er fängt die Tiefe weiblicher Freundschaft besser ein als alles, was ich je gelesen habe.« Beth O'Leary

»Ich kenne solche muslimischen Frauen mein ganzes Leben lang, aber ich habe sie nie so dargestellt gesehen, wie sie wirklich sind – schön, facettenreich, fehlerhaft, das Leben ergründend.« Poorna Bell

Editionen (2)

ISBN9783328602866
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum11.05.23
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

53 Bewertungen

18 Rezensionen

4,3

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  • lesefruechte
    lesefruechte

    127 Follower

    4,0

    Ein tolles Buch über die Freundschaft zwischen Frauen

    Bücher über Frauenfreundschaften gibt es aus meiner Sicht viel zu wenige auf dem deutschen Buchmarkt. Vorallem, wenn sich diese Freundschaften nicht in einer weißen Lebensrealität abspielen. Umso glücklicher war ich auf „Alles, was wir uns nicht sagen“ zu stoßen. Rückblickend kann ich sagen, dass ich vieles an dem Buch mochte, es aber auch einen Aspekt gab, der mir negativ aufgefallen ist. Die Freundschaft war, meinen Erwartungen entsprechend, das, was mich durch die Handlung getragen und gefesselt hat. Die Beziehung zwischen Jenna, Malak und Kees war nahbar, voller Humor, Ehrlichkeit und Offenheit, aber auch nicht ohne Konflikte, Streit, Lügen und Geheimnisse. Die Charaktere sind genauso komplex wie ihre Freundschaft, ihre Beziehung zu Gott und ihrer jeweiligen Heimat. Das hat mich an der Geschichte so begeistert. Nichts wird nur in Schwarz-weiß betrachtet, sondern in allen Farben, die der menschliche Charakter, die menschliche Beziehungen zu bieten haben. Positive wie negative. Das Buch hat mich sehr berührt und ich habe sicherlich nicht nur einmal geweint. Wenn nur jede Freundschaft in Büchern so tiefgehend wäre, wie in diesem… Kritisch jedoch sehe ich die Darstellung der Männer in dem Roman: während die weißen Männer als liebe, nette Retter dargestellt wurden, waren es die muslimischen und arabischen Männer, die mit negativen Charaktereigenschaften behaftet waren. Wo es der Autorin bei weiblichen Charakteren gelingt, Komplexität zu erschaffen, greift sie bei den Männern tief in die (rassistische) Stereotypenkiste. Wenn man dieses Buch liest, und das würde ich gerne allen ans Herz legen, muss man sich dessen auf jeden Fall bewusst sein.

    Ein tolles Buch über die Freundschaft zwischen Frauen

    14. Nov. 2025

  • 3,5

    Kees, Jenna und Malak sind drei junge, moderne muslimische Frauen und seit vielen Jahren beste Freundinnen. Als Kees und Malak darüber in Streit geraten, ob Kees es Malak gleichtun und sich von ihrer großen Liebe, dem weißen Katholiken Harry, trennen soll, zerbricht die Freundschaft. Nun ist jede der drei Frauen auf sich gestellt um ihren Weg zu finden … Vorweg: Salma El-Wardany ist eine wundervolle Schriftstellerin. Ich liebe die Sprache und den Stil dieses Buches - modern und poetisch zugleich, mit wunderbarer Figurenzeichnung, intelligent und einfühlsam. Die drei Freundinnen kommen einem sehr nahe, im Guten und im Schlechten, man leidet mit ihnen, aber manchmal hat mich auch unglaublich geärgert, was gerade Malak am Anfang für Gedankengänge hatte. Dadurch versteht man auch den langen Bruch in der Freundschaft sehr gut, denn man fühlt sich tatsächlich eher mittendrin, nicht als unbeteiligte Zuschauerin. Zwei Dinge haben mich aber sehr gestört. Zum Einen ist es die sehr präsente Thematik Religion. Es ist natürlich klar, dass der Islam in diesem Roman einen großen Raum einnimmt, aber leider nicht in dem Sinne, dass ich nach der Lektüre die Gewissenskonflikte junger muslimischer Frauen besser nachvollziehen könnte. Im Gegenteil, bestätigt es eher das Vorurteil, dass die Religiosität hier nur Druck ausübt und den Frauen keinerlei spirituelle Hilfestellung gibt. Da war mir das ständige Beten und Koran lesen oder nicht lesen zu viel. Das zweite was mir nicht gefiel, ist die komplette Fixierung dieser gebildeten Frauen (eine ist immerhin Anwältin, eine studiert Medizin) auf Männer. Kennt ihr die Frage aus dem Bechdel-Test ob die Frauen in einem Film sich über etwas anderes als Männer unterhalten? Gut, hier ist es ein Buch, aber die Antwort lautet definitiv - Nein. Ich habe extra noch mal quer geblättert, es gibt in dem ganzen Roman keinen Dialog und kaum einen Gedankengang der Freundinnen, der sich nicht um Männer dreht. Ich finde dies in einem anspruchsvollen Roman, der feministischen Anspruch hat, irgendwie merkwürdig, aber vielleicht verstehe ich hier auch die Intention der Autorin nicht ganz. ‚Alles, was wir uns nicht sagten‘ regt aber dann gerade durch diese Punkte auch zum Nachdenken an und lohnt trotz allem, es zu lesen. Zumal man sich die wunderschöne Schreibsprache der Autorin nicht entgehen lassen sollte.

    7. März 2025

  • paulinafelice
    paulinafelice

    11 Follower

    5,0

    perfect story of female friendship and how god is found in the cracks of the foundations that a troubled life can cause

    22. Apr. 2026

3 von 18 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Salma El-Wardany

Salma El-Wardany ist Schriftstellerin, Dichterin und BBC-Radiomoderatorin. Als Halb-Ägypterin, Halb-Irin möchte sie die Geschichten von Frauen erzählen, ganz besonders die von Women of Color, die zu lange ignoriert wurden. Ihre Texte sind in der »Huffington Post« und »Metro« erschienen, und sie hat zwei TEDx Talks gehalten. Auf ihrem Instagram-Kanal begeistert sie ihre Fans, indem sie ausspricht, was viele Frauen denken, sich aber nicht zu sagen trauen. »All die ungesagten Dinge« ist ihr Romandebüt.

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