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Kalmann und der schlafende Berg

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Über das Buch

Kalmann sitzt in der Tinte. Besser gesagt, er sitzt im FBI-Hauptquartier in Washington. Dabei wollte er eigentlich nur seinen amerikanischen Vater besuchen. Doch der lässt ihn hängen, und ehe Kalmann sichs versieht, sitzt er wieder im Flugzeug zurück nach Island. Im hohen Norden hat er aber auch keine Ruhe. Ein Mord ist geschehen, und die Spuren reichen zurück bis nach Amerika und in den Kalten Krieg. Und wer muss diesen explosiven Fall aufklären? Korrektomundo: Kalmann, der berühmte Sheriff von Raufarhöfn.

Editionen (4)

ISBN9783257695137
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum23.08.23

Rezensionen & Bewertungen

75 Bewertungen

20 Rezensionen

4,0

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  • 4,0

    Spannend bis zum Schluss mit kinoreifem Showdown (mir war‘s etwas zu viel)

    Kalmann hat seine Mauser nicht mehr, darf nicht mehr alleine aufs Meer, bereitet keinen Gammelhai mehr zu und lebt nicht mehr in Raufarhöfn. Kalmann lebt jetzt in der Stadt und hat einen Job im Supermarkt. Das Leben geht weiter. Aber einmal Sheriff, immer Sheriff. Genau das denkt er auch, als er Wind davon bekommt, dass sein Großvater wahrscheinlich nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Doch wer könnte es auf den griesgrämigen Fischer mit dem großen Herzen abgesehen haben? Freunde hatte er (fast) keine, Feinde dafür viele… Und welche Rolle spielen die russischen Worte, von Gefahr und einem fliegenden Berg, die er kurz vor seinem Tod immer wiederholte? Kalmann ermittelt und reist nebenbei mitten in der Pandemie in die USA, um seinen Vater zu besuchen. Ob das gut geht? Im vergleich zu Band 1 wartet die Fortsetzung mit weniger landschaftlichen Beschreibung zu Island auf, dafür viel Tempo und einem kinoreifen Showdown. Mehr dazu im Lesemonat Juli auf meinem YouTube Kanal „Japan Connect“. https://youtu.be/XgEJqP7LM6U?si=0TS6tYPlpVx6Sm28

    4. Sept. 2025

  • wassilkeliest
    wassilkeliest

    187 Follower

    In „Kalmann und der schlafende Berg“ entführt uns Joachim B. Schmidt erneut in die unkonventionelle Welt von Kalmann Óðinsson, dem selbsternannten Sheriff von Raufarhöfn. Mit seiner liebenswerten Naivität stolpert Kalmann in Situationen, die gleichermaßen absurd wie berührend sind. Diesmal führt ihn sein Weg nicht nur durch die rauen isländischen Landschaften, sondern auch in die USA, wo er plötzlich inmitten der politischen Wirren landet und sich einem FBI-Verhör gegenübersieht. Schmidts Stärke liegt darin, Kalmanns einzigartigen Blick auf die Welt in einer authentischen Ich-Erzählung darzustellen. Der direkte, unverblümte Erzählstil, der zwischen kindlichem Humor und tiefgründigen Gedanken pendelt, macht den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis. Kalmanns Perspektive ist stets von einer erfrischenden Einfachheit geprägt, die die Leser*innen sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken bringt. Die Handlung bewegt sich geschickt zwischen Komik und Tragik. Während Kalmanns Begegnungen mit den USA skurrile Momente voller Missverständnisse liefern, trifft die tiefe Trauer über den Verlust seines geliebten Großvaters mitten ins Herz. Besonders rührend ist die Szene, in der Kalmanns Mutter symbolisch seine Trauer auf sich nimmt, bis er selbst bereit ist, diese zu tragen – eine der vielen feinfühligen und emotional berührenden Episoden, die dieses Buch auszeichnen. Der Kriminalfall, den Kalmann in Island aufklären muss, steht zwar im Mittelpunkt, nimmt jedoch eine eher untergeordnete Rolle im Vergleich zu den persönlichen Entwicklungen des Protagonisten ein. Im Gegensatz zum ersten Band wirkt die Krimihandlung etwas langsamer und weniger überraschend, doch das tut der Lesefreude keinen Abbruch. Die charmanten Charaktere und das isländische Setting, das Schmidt so lebendig und atmosphärisch beschreibt, tragen die Geschichte mühelos. „Kalmann und der schlafende Berg" ist ein humorvoller, herzlicher Roman, der seine Leser*innen mit einer außergewöhnlichen Hauptfigur, viel Wärme und isländischem Lokalkolorit begeistert. Eine klare Leseempfehlung – Kalmann muss man einfach ins Herz schließen!

    14. Okt. 2024

  • ro_ke
    ro_ke

    484 Follower

    3,0

    Die Fortsetzung sorgt leider, aufgrund "merkwürdiger" Interpretation von Trauerbewältigung, nur bedingt für emotionale Berührungspunkte und auch der Schauplatzwechsel hat mir leider nicht gefallen.

    14. Apr. 2025

3 von 20 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Joachim B. Schmidt

Joachim B. Schmidt, geboren 1981, aufgewachsen im Schweizer Kanton Graubünden, ist 2007 nach Island ausgewandert. Seine Romane, darunter ›Kalmann‹ und ›Tell‹, sind Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Crime Cologne Award und zuletzt mit dem Glauser-Preis. Der Doppelbürger lebt mit seiner Frau und zwei gemeinsamen Kindern in Reykjavík.

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