Blick ins Buch

Romane

Montecristo

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Über das Buch

Als sein Intercity gewaltsam zum Stehen kommt, ahnt Jonas Brand noch nicht, in welches Abenteuer er gerade gerät. Die Weiterfahrt ist blockiert, draußen liegt ein Toter. Brand schultert die Kamera, hält die beklemmende Situation fest und befragt die Mitreisenden. Er ist freischaffender Videojournalist, der allerdings von Höherem träumt: Er möchte Filme machen – wenn ihm nur jemand eine Chance geben würde. Drei Monate später spielt ihm der Zufall wieder etwas Seltsames in die Hände: zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer – beide eindeutig echt. Und dann wird Brands Wohnung durchwühlt und er selbst auf offener Straße zusammengeschlagen und beraubt. Jemand soll offenbar eine Ungereimtheit aus der Welt schaffen – und damit zugleich Zweifel an der Glaubwürdigkeit einiger staatstragender Persönlichkeiten.

Editionen (4)

ISBN9783257692730
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum25.02.15

Rezensionen & Bewertungen

118 Bewertungen

11 Rezensionen

3,9

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  • robins
    robins

    157 Follower

    4,5

    Ein Thriller der leisen Töne – und doch voller Wucht. Montecristo hat mich von Anfang an gepackt. Was als scheinbar harmloser Zufall beginnt – ein beschädigter Geldschein – entfaltet sich zu einer raffiniert konstruierten Geschichte über Macht, Manipulation und mediale Abgründe. Martin Suter gelingt es, mit nüchterner Eleganz eine Hochspannung aufzubauen, die sich langsam, aber unerbittlich steigert. Besonders beeindruckt hat mich das Spiel mit Realität und Schein, Wahrheit und Vertuschung. Die Atmosphäre ist dicht, die Figuren glaubwürdig, und der Protagonist – ein Journalist mit Idealen – wirkt angenehm menschlich in seiner Suche nach der Wahrheit. Das Ende? Unerwartet. Und genau deshalb so gut. Spannung muss nicht laut sein – sondern präzise, klug und bis zur letzten Seite fesselnd. Das Buch hat mich exzellent unterhalten und dann nachdenklich zurückgelassen.

    12. Juli 2025

  • alocasia
    alocasia

    233 Follower

    4,0

    Unerwartet spannend

    Eigentlich ja gar nicht mein Thema, aber da ich das Buch in einem Bücherschrank gefunden habe und ich Martin Suter grundsätzlich immer gerne mag, habe ich dem Buch eine Chance gegeben und wurde nicht enttäuscht. Was langsam beginnt, entwickelt sich zu einem rasanten Thriller über die Abgründe der in der Finanz- und Medienwelt. Ich war durchgehend gefesselt und konnte das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende habe ich so nicht kommen sehen, wie ich es finde, weiß ich auch noch nicht so richtig. 😃 Aber eigentlich ist es ziemlich passend und gut. Wenn man schon viel von dem Autor gelesen hat, ähneln sich manche Geschichten irgendwann, aber das finde ich nicht dramatisch.

    17. Jan. 2026

  • franzalfons
    franzalfons

    57 Follower

    4,5

    Ein Journalist deckt einen Bankenskandal auf - und gerät selbst ins Visier mächtiger Hintermänner.

    Montecristo von Martin Suter ist elegant und flüssig geschrieben und verbindet einen realistischen Finanzskandal mit Spannung und Tempo. Die Handlung ist dramaturgisch geschickt aufgebaut und gut nachvollziehbar, bleibt jedoch in Teilen vorhersehbar. Das überraschend leise Ende wirkt eher verpuffend als nachhaltig.

    25. Dez. 2025

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Martin Suter

Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter ›Melody‹ und ›Der letzte Weynfeldt‹) und die ›Business-Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. 2022 feierte der Kinofilm von André Schäfer ›Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit‹ am Locarno Film Festival Premiere. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich.

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