Blick ins Buch

Romane

Wir gehen mal los

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Über das Buch

Nach dem Tod seiner Mutter geht Amedeo nicht mehr zur Schule. Er flüchtet sich in Videospiele, hört viel Musik und geht dem Vater aus dem Weg. Der besorgte Vater hofft, Amedeo auf einer Zweitageswanderung auf die Punta Liberté wieder näherzukommen. Doch es kommt alles ganz anders als geplant. Und bald ist es an Amedeo, in der Abgeschiedenheit der majestätischen, aber auch rauen Bergwelt Verantwortung zu übernehmen.

Editionen (2)

ISBN9783257073898
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum20.05.26
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

11 Bewertungen

5 Rezensionen

4,5

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  • 5,0

    Ein kleines, aber feines Buch

    Seit dem Tod seiner Mutter kann sich Amadeo zu nichts mehr aufraffen, es fällt ihm schwer, sich auf etwas zu konzentrieren. Dazu kommt, dass ihm sämtliche Lebensfreude abhanden gekommen ist. Sein Vater beschließt, dass sie eine Zwei-Tageswanderung auf die Punta Liberte unternehmen, nur sie beide, ohne Handy und Kopfhörer. Diese verläuft komplett anders als geplant. Ich habe dieses kleine Juwel sehr genossen. Raffaella Romagnolo versteht es ausgezeichnet, die Stimmung zwischen den beiden einzufangen. Die Beschreibungen der Wanderung sind so eindringlich, dass ich das Gefühl hatte, auch über den Klettersteig zu gehen, was eine veritable Beklemmung ausgelöst hat, da ich nicht schwindelfrei bin. Ich konnte extrem mit Amadeo mitzittern und war genauso froh, wie er, als sie am Gipfel angekommen sind. Einmal angefangen habe ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Sehr gerne empfehle ich dieses kleine, aber sehr feine Buch allen weiter, die gerne in die Berge gehen oder Bücher über Lebenskrisen mögen.

    3 Tage vor

  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    402 Follower

    5,0

    WIR GEHEN MAL LOS Rafaella Romagnolo ET: 20.05.26 Seit dem Tod seiner Mutter hat Amedeo auf nichts mehr Lust. Er verschanzt sich hinter seinem langen Pony, zockt, hört laut Musik und spricht nur das Nötigste. Als sein Vater ihn beim Schuleschwänzen erwischt, gibt es keine Diskussion: Gemeinsam sollen sie auf die Punta Liberté wandern. Widerrede lässt sein Vater nicht gelten, also packt Amedeo widerwillig seinen Rucksack und beide kehren der Zivilisation den Rücken. Ohne Musik auf den Ohren – sein Handy musste im Auto bleiben – versucht Amedeo, das unermüdliche Gerede seines Vaters auszublenden. Zu allem Überfluss muss er sich auch noch seiner Höhenangst stellen, um den Gipfel zu erreichen. Doch dann kommt alles anders als geplant, und Amedeo ist zum ersten Mal in seinem Leben gezwungen, eigene Entscheidungen zu treffen … Da habe ich doch glatt eine weitere Lesepraline in diesem Monat gefunden. Besonders gefallen haben mir die ruhige, intensive Atmosphäre und die stimmige Sprache. Amedeo, der versucht, den Verlust seiner Mutter zu verdrängen – eine Last, die für eine Kinderseele ohnehin kaum zu tragen ist – und gleichzeitig mit den Herausforderungen der Pubertät kämpft, wirkte auf mich durchweg authentisch. Fazit: Ein schmales, feines Buch, das einen so in seinen Bann zieht, dass man es kaum noch aus der Hand legen möchte. Für mich war es ein Roman, dessen Protagonisten ich gerne noch ein Stück länger begleitet hätte. Leise, berührend und rundum gelungen.

    29. Juni 2026

  • claudiax
    claudiax

    140 Follower

    ⛰️WIR GEHEN MAL LOS - Raffaella Romagnolo - Diogenes - ET 20.05.2026 - 168 Seiten - Ü: Peter Klöss Worum geht‘s? „Wir gehen mal los“ ist ein berührender, intensiver Roman über Verlust, Ängste, Mut und Hoffnung. Mein Leseeindruck: Nach dem Tod seiner Mutter zieht sich Amedeo in die Welt der Videospiele zurück, ertränkt seinen Schmerz in Musik und meidet den Kontakt zu seinem Vater. Besorgt um seinen Sohn, plant dieser eine 2-tägige Wanderung zur Punta Liberté, in der Hoffnung, die Verbindung zwischen ihnen wiederherzustellen. Doch die Reise nimmt eine unerwartete Wendung. Amedeo findet sich in der Abgeschiedenheit der majestätischen, aber auch rauen Bergwelt wieder, wo er Verantwortung übernehmen muss. Die Geschichte beleuchtet die Ängste, die jeder Mensch in sich trägt: die Angst vor der Dunkelheit, der Leere, der Einsamkeit und dem Urteil der anderen. Sie zeigt, dass es leichter ist, sich seinen Ängsten zu stellen, wenn man dies gemeinsam tut. Raffaella Romagnolo fängt auf wenigen Seiten meisterhaft die Ohnmacht des Vaters und Amedeos tiefen Schmerz über den Verlust seiner Mutter ein. Am Ende ihrer Wanderung sind Vater und Sohn innerlich gereift und erfüllt von Zuversicht und Dankbarkeit.

    16. Juni 2026

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Raffaella Romagnolo

Raffaella Romagnolo, geboren 1971 in Casale Monferrato, unterrichtet Geschichte und Italienisch an einem Gymnasium. Seit 2007 schreibt sie auch Romane – mit Erfolg. Sie wurde mehrmals für den Premio Strega nominiert und ihr Roman ›Bella Ciao‹ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Raffaella Romagnolo lebt in Rocca Grimalda im Piemont.

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