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Das Science-Fiction-Klassiker war für mich bereits das vierte Buch von Wells, nachdem ich zuvor schon Die Zeitmaschine, Der Unsichtbare und Die Insel des Dr. Moreau gelesen habe. Was mich immer wieder zu ihm zurückbringt, sind seine Themen: Wells hatte ein bemerkenswertes Talent dafür, große Ideen in Geschichten zu verpacken. Fast immer kreisen seine Romane um die Hybris des Menschen – sei es die Hybris einzelner Wissenschaftler oder der gesamten Menschheit. Auch hier steht genau dieser Gedanke im Mittelpunkt. Wells erinnert seine Leser daran, dass der Mensch weder allmächtig noch unantastbar ist. Der Fall kann schnell kommen – und manchmal sind es ausgerechnet die banalsten Dinge, die darüber entscheiden. Diese Idee finde ich nach wie vor sehr stark und erstaunlich zeitlos. Mit Wells’ Schreibstil tue ich mich allerdings oft schwer. Seine Texte wirken auf mich manchmal so trocken und berichtartig, dass das Lesen anstrengend werden kann. In Der Krieg der Welten funktioniert dieser Stil für mich allerdings besser als in einigen seiner anderen Bücher. Der erzählende Bericht eines Augenzeugen passt gut zu einer Invasionsgeschichte und lässt die Ereignisse fast wie eine Chronik erscheinen. Was bei mir allerdings nicht ganz angekommen ist, ist die Panik und Bedrohung, die man oft mit dieser Geschichte verbindet. Vielleicht liegt das auch daran, dass das legendäre Hörspiel von , das damals für echte Aufregung sorgte, meine Erwartungen geprägt hat. Beim Lesen blieb dieses Gefühl der unmittelbaren Katastrophe für mich eher aus. Auch die Figuren bleiben – wie so oft bei Wells – recht eindimensional. Sie dienen vor allem dazu, die Idee und das Szenario zu tragen, weniger dazu, als komplexe Charaktere im Gedächtnis zu bleiben. Trotz dieser Punkte bleibt Der Krieg der Welten ein interessantes Stück Literaturgeschichte mit einem starken zentralen Gedanken. Für mich steht das Buch thematisch jedoch etwas im Schatten von Die Insel des Dr. Moreau, die ich persönlich noch eindringlicher fand.
12. März 2026
Das Science-Fiction-Klassiker war für mich bereits das vierte Buch von Wells, nachdem ich zuvor schon Die Zeitmaschine, Der Unsichtbare und Die Insel des Dr. Moreau gelesen habe. Was mich immer wieder zu ihm zurückbringt, sind seine Themen: Wells hatte ein bemerkenswertes Talent dafür, große Ideen in Geschichten zu verpacken. Fast immer kreisen seine Romane um die Hybris des Menschen – sei es die Hybris einzelner Wissenschaftler oder der gesamten Menschheit. Auch hier steht genau dieser Gedanke im Mittelpunkt. Wells erinnert seine Leser daran, dass der Mensch weder allmächtig noch unantastbar ist. Der Fall kann schnell kommen – und manchmal sind es ausgerechnet die banalsten Dinge, die darüber entscheiden. Diese Idee finde ich nach wie vor sehr stark und erstaunlich zeitlos. Mit Wells’ Schreibstil tue ich mich allerdings oft schwer. Seine Texte wirken auf mich manchmal so trocken und berichtartig, dass das Lesen anstrengend werden kann. In Der Krieg der Welten funktioniert dieser Stil für mich allerdings besser als in einigen seiner anderen Bücher. Der erzählende Bericht eines Augenzeugen passt gut zu einer Invasionsgeschichte und lässt die Ereignisse fast wie eine Chronik erscheinen. Was bei mir allerdings nicht ganz angekommen ist, ist die Panik und Bedrohung, die man oft mit dieser Geschichte verbindet. Vielleicht liegt das auch daran, dass das legendäre Hörspiel von , das damals für echte Aufregung sorgte, meine Erwartungen geprägt hat. Beim Lesen blieb dieses Gefühl der unmittelbaren Katastrophe für mich eher aus. Auch die Figuren bleiben – wie so oft bei Wells – recht eindimensional. Sie dienen vor allem dazu, die Idee und das Szenario zu tragen, weniger dazu, als komplexe Charaktere im Gedächtnis zu bleiben. Trotz dieser Punkte bleibt Der Krieg der Welten ein interessantes Stück Literaturgeschichte mit einem starken zentralen Gedanken. Für mich steht das Buch thematisch jedoch etwas im Schatten von Die Insel des Dr. Moreau, die ich persönlich noch eindringlicher fand.
12. März 2026








