Dürrst

Dürrst

Hardcover
3.813

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Beschreibung

Ein waghalsiger Roman, der den Bogen von James Baldwins »Giovanni’s Room« zu Fritz Zorns »Mars« und bis hin zu Édouard Louis’ »Im Herzen der Gewalt« spannt. »DÜRRST« – Simon Froehlings zweiter Roman entführt uns nach Athen, Kairo, Edinburgh, Berlin und Zürich, hinein in die Landschaft eines exzessiven, auseinanderbrechenden Lebens. In der paradoxen Realität scheinbarer Freiräume der Besetzer-, Kunst- und Schwulenszene mäandernd erzählt Simon Froehling den Weg einer brutal schmerzhaften Selbstfindung in Bildern von stupender Schönheit.

Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
266
Preis
24.70 €

Autorenbeschreibung

Simon Froehling wurde 1978 geboren, ist schweizerisch-australischer Doppelstaatsbürger und lebt in Zürich. Anfang der Nullerjahre machte er sich hauptsächlich als Lyriker und Dramatiker einen Namen – mit über einem Dutzend Theaterstücken und Hörspielen, die in der Schweiz, Deutschland und Österreich uraufgeführt oder ge- sendet wurden. Sein erster Roman »Lange Nächte Tag« erschien 2010 im Bilgerverlag. Für sein Werk wurde er mit diversen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Publikumspreis der St. Galler Autorentage, dem Dramatikerpreis der Schweizerischen Autorengesellschaft, einem Heinz-Weder-Anerkennungspreis für Lyrik und dem Network- Kulturpreis der schwulen Führungskräfte. Simon Froehling ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel. Neben seiner Tätigkeit als freier Autor und Übersetzer arbeitet er am Tanzhaus Zürich als Dramaturg und Kommunikator.

Beiträge

2
Alle
3.5

VerDichtung

Wir sind mit dem an einer bipolaren Affektstörung leidenden Künstler Dürrst unterwegs durch die schillernde Welt der vielen Möglichkeiten eines noch jungen Menschen. Dürrst erzählt selbst in einer Sprache, die sehr eindringlich ist und absolut nichts zurückhält. Er zieht sich vor uns aus und macht dies nicht immer raffiniert, spielt nicht mit seinen Reizen, ist einfach. Der schwule Protagonist beschreibt uns den Balanceakt zwischen übersprudelnder Manie und Verzweiflung, bringt dabei aber immer wieder den Mut zum Weitermachen auf und zeigt dabei auch jede Menge Eigenhumor. Dabei ist der Ton des Erzählens hauptsächlich aber ein sarkastischer. Wir befinden uns hauptsächlich in der Stadt Zürich, eine Stadt, die man, ist man mit ihr vertraut, leicht wiedererkennt. Es wird sowohl das Künstler- als auch das Queer-Milleu sehr authentisch wiedergegegeben. Hemmungslos berichtet Dürrst von seiner Sexualität, unzähligen Dates und hauptsächlich schnellem Sex. Auch die Erlebnisse durch die Aufenthalte in der Psychiatrie, Therapien sowie nötigen und unnötigen Medikamenten werden über den Leser ausgeschüttet und wirken so radikal ehrlich. Der Autor verzichtet hier auf jede Form von Intimsphäre. Schnell kann man so Gefahr laufen, überwältigt zu werden. Leider zeigt sich im Verlauf der Erzählung eine manische Atmosphäre immer mehr, es wird viel in der Zeit gesprungen, für mich zu schnell hier gewechselt. Ich konnte mich nur halbwegs orientieren, hauptsächlich anhand der Partner, die immer wieder gern genannt werden und selten zur gleichen Zeit auftauchen. Leider habe ich so den Autoren und den Faden oft verloren. Dennoch ein sehr wichtiges Buch, nicht nur als Dokument einer Selbstfindung und den Auswirkungen einer schweren, psychiatrischen Erkrankung, die oft von der Gesellschaft unbemerkt mitten unter uns geschieht. Wir kommen Dürrst persönlich nahe, eine Nähe, die länger noch nachwirken kann.

3.5

Ach ja… irgendwie haben es mir Romane die deprimierend, schwul und über Künstler sind in letzter Zeit ganz schön angetan. Mindestens zwei von drei dieser Attribute vorausgesetzt. Wenn man das jetzt als neues Subgenre begründen darf oder so xD Also. This was something. Es geht um Dürrst der Künstler ist und an mehreren schweren mentale Krankheiten leidet. Ich GLAUBE das war gut umgesetzt weil der Kopf dieses Protagonisten vermutlich ein verklemmtes Chaos sein sollte- und genau so war es eben geschrieben. Dadurch hat mir aber irgendwann der Zugang gefehlt. Bin einfach nicht mehr mitgekommen. Trotzdem hats mir irgendwas gegeben, nochmal lesen würde ichs aber nicht.

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