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Voller Poesie, schwermütig, leidend und niemals selbstmitleidig.
Yukio Mishima: Bekenntnisse einer Maske Protagonist Kochan kommt im erzkonservativen Japan im Jahr 1925 zur Welt. Seine Entwicklung, Vorlieben und Wünsche unterscheiden sich komplett denen seiner Altersgenossen. Homosexuelle Wünsche die er nicht ausleben kann und darf, dazu eine Faszination für Gewalt und Blut die er in Tagträumen durchlebt - all das schützt er mit einer unsichtbaren Maske die Kochan sich im bürgerlichen Leben aufsetzt. Doch immer mehr wird ihm seine selbst gewählte Maskerade zur Last. Als er zum Krieg eingezogen wird wünscht er sich nichts mehr als dass ihn der Feind doch endlich von seinem Leid erlösen und ihm einen Tod an der Front bescheren möge. Als er die junge Sonoko kennenlernt versucht er ein weiteres Mal seine Maske zum Leben zu erwecken und entwickelt tatsächlich so etwas wie eine Art Zuneigung, gar Liebe zu der jungen Frau. Diese etwas groteske Art der Beziehung kommt jedoch ohne jeglichen körperlichen Kontakt aus. Denn Kochan ist nicht im Stande Begehren gegenüber Frauen zu entwickeln. So sehr er es auch versucht, der weibliche Körper setzt in ihm keinerlei Lust frei. Und so weiß er, dass hinter seiner Maske ganz andere Bedürfnisse und Begierden warten. Aber diese Maske ist er nun scheinbar nicht mehr im Stande abzunehmen. --- Yukio Mishimas Sprache ist direkt, niemals von Selbstmitleid geprägt und voller Poesie. Der Autor der im Jahr 1970 nach einem gescheiterten Putschversuch öffentlich rituellen Suizid in Form von Seppuku beging, diente u.a. als Inspiration für viele Musiker. So auch natürlich im Neofolk. Douglas Pearce der mit seinem Projekt Death in June zu den Mitbegründern des Neofolk gilt, verwendete Motive und Textzeilen von Mishima als Inspiration für sein Album "The Wörld Thät Sümmer". So handelt dieses Werk, ähnlich wie die Texte von Mishima von der Zerstörung des Schönen und der Todessehnsucht welche in seinen Werken Bestandteil der Lust ist. So hört man beispielsweise im Song "Death of a Man" die Hymne der "Schildwache", Yukio Mishimas Privatarmee die er seinerzeit für seinen Putschversuch einsetzte.
21. Juni 2025
Voller Poesie, schwermütig, leidend und niemals selbstmitleidig.
Yukio Mishima: Bekenntnisse einer Maske Protagonist Kochan kommt im erzkonservativen Japan im Jahr 1925 zur Welt. Seine Entwicklung, Vorlieben und Wünsche unterscheiden sich komplett denen seiner Altersgenossen. Homosexuelle Wünsche die er nicht ausleben kann und darf, dazu eine Faszination für Gewalt und Blut die er in Tagträumen durchlebt - all das schützt er mit einer unsichtbaren Maske die Kochan sich im bürgerlichen Leben aufsetzt. Doch immer mehr wird ihm seine selbst gewählte Maskerade zur Last. Als er zum Krieg eingezogen wird wünscht er sich nichts mehr als dass ihn der Feind doch endlich von seinem Leid erlösen und ihm einen Tod an der Front bescheren möge. Als er die junge Sonoko kennenlernt versucht er ein weiteres Mal seine Maske zum Leben zu erwecken und entwickelt tatsächlich so etwas wie eine Art Zuneigung, gar Liebe zu der jungen Frau. Diese etwas groteske Art der Beziehung kommt jedoch ohne jeglichen körperlichen Kontakt aus. Denn Kochan ist nicht im Stande Begehren gegenüber Frauen zu entwickeln. So sehr er es auch versucht, der weibliche Körper setzt in ihm keinerlei Lust frei. Und so weiß er, dass hinter seiner Maske ganz andere Bedürfnisse und Begierden warten. Aber diese Maske ist er nun scheinbar nicht mehr im Stande abzunehmen. --- Yukio Mishimas Sprache ist direkt, niemals von Selbstmitleid geprägt und voller Poesie. Der Autor der im Jahr 1970 nach einem gescheiterten Putschversuch öffentlich rituellen Suizid in Form von Seppuku beging, diente u.a. als Inspiration für viele Musiker. So auch natürlich im Neofolk. Douglas Pearce der mit seinem Projekt Death in June zu den Mitbegründern des Neofolk gilt, verwendete Motive und Textzeilen von Mishima als Inspiration für sein Album "The Wörld Thät Sümmer". So handelt dieses Werk, ähnlich wie die Texte von Mishima von der Zerstörung des Schönen und der Todessehnsucht welche in seinen Werken Bestandteil der Lust ist. So hört man beispielsweise im Song "Death of a Man" die Hymne der "Schildwache", Yukio Mishimas Privatarmee die er seinerzeit für seinen Putschversuch einsetzte.
21. Juni 2025







