Lost Lambs
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Beschreibung
The instant Sunday Times bestseller
'I LOVED IT . . . Masterfully and totally realised' PANDORA SYKES
'The most wildly original book of the year' HARPER'S BAZAAR
'Required reading in the same way that Normal People was' JACK EDWARDS
'The debut novel for 2026 that has undoubtedly been the most shouted about.' THE SUNDAY TIMES STYLE
'The year's brightest literary star' INDEPENDENT
'Get ready to laugh out loud' ELLE
'A darkly funny family saga' BUSTLE
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Think your family is dysfunctional? Meet the Flynns.
For the three Flynn daughters, it's been disastrous since their parents opened up their marriage. Abigail, the eldest, is dating an ex-soldier several years her senior nicknamed 'War Crimes Wes'. Louise, the middle child, maintains a secret correspondence with an online terrorist. And the brilliant youngest, Harper, is being sent to a wilderness reform camp due to her insistence that someone - or something - is monitoring the town's citizens.
Casting a shadow across their lives is Paul Alabaster, a nefarious local billionaire. Rumours of corruption circulate, but no one dares dig too deep. No one except Harper, whose obsession with Alabaster's machinations sends the family hurtling into a criminal conspiracy - one that may just, finally, bring them closer together.
'As bold and assured a debut as Zadie Smith's White Teeth or Jeffrey Eugenides' The Virgin Suicides' MEGAN NOLAN
'An instant classic and a comic novel about family you could recommend to just about anyone' SHORTLIST
'Manages to capture something we can all universally relate to: how normal it is to have a dysfunctional family' SUNDAY TIMES
Readers love LOST LAMBS
'What a ROMP!'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'The hype is real!'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'Hilarious, weird, original and addictive!'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'If Wes Anderson wrote Little Women.'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'I'm shouting it from every rooftop: THIS IS THE BOOK OF THE YEAR!'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'Perhaps the funniest book I've ever read.'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
Buchinformationen
Beiträge
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash war für mich als Hörbuch auf jeden Fall unterhaltsam. Die Geschichte rund um die Familie Flynn, die nach außen fast wie eine typische Vorstadtfamilie wirken könnte, innerlich aber komplett auseinanderdriftet, hat mich schnell abgeholt. Mutter Catherine stellt ihre Ehe auf den Kopf, Vater Bud zieht sich in die Garage zurück und sucht Halt bei den „Verlorenen Schäfchen“, während auch die drei Töchter ihre ganz eigenen Krisen durchleben. Das Ganze ist schräg, teilweise herrlich überzogen und oft wirklich lustig. Gerade dieser trockene, absurde Humor hat für mich sehr gut funktioniert. Ich mochte die teils überzeichneten Figuren und Situationen, weil sie der Geschichte etwas Eigenes geben und sie sich deutlich von klassischen Familienromanen abhebt. Auch als Hörbuch ließ sich das Ganze sehr angenehm hören und hatte für mich einen guten Unterhaltungswert. Leider hatte ich ungefähr ab der Mitte immer stärker das Gefühl, dass die Überzeichnung irgendwann ein bisschen zu viel des Guten wird. Was anfangs noch charmant skurril war, wirkte später stellenweise fast zu gewollt. Vor allem das Ende konnte mich nicht komplett überzeugen. Da hätte ich mir mehr Nachhall, mehr Konsequenzen und vielleicht auch etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt sind die Charaktere. Sie sind interessant angelegt, bleiben mir aber teilweise zu flach. Vieles passiert, vieles eskaliert, aber am Ende hatte ich nicht immer das Gefühl, dass die Figuren wirklich aus dem Erlebten etwas mitnehmen oder sich spürbar weiterentwickeln. Trotzdem: Verlorene Schäfchen ist ein sehr unterhaltsames, ungewöhnliches und oft witziges Hörbuch, das mit seiner absurden Familiengeschichte definitiv Spaß macht. Für mich kein perfektes Buch, aber eines, das ich gerne gehört habe.
Eine Vereinigung von Skurilität und Tiefgang!
Gerne beginne ich meine Rezensionen damit, den Inhalt in einem kurzen Satz zumindest ganz grob zu erfassen. Bei dem Buch habe ich jedoch keinen blassen Schimmer, wie ich das anstellen soll. Denn nichts, was ich schreiben könnte, wird diesem Buch gerecht. "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash (übersetzt von Sophie Zeitz) begleitet dabei eine Familie, die Flynns, in der sich niemand so wirklich gesehen fühlt. Das Buch wird dabei aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, welche sich nicht nur auf die Familie beschränken. Gerade dadurch wird einem nochmal so richtig vor Augen geführt, dass jeder Probleme mit sich herumträgt, die wir manchmal nicht erahnen. Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm modern gehalten, wodurch es sich sehr leicht lesen lässt. Jedoch wird dieses Buch vermutlich nicht jeden glücklich machen. Um diese Geschichte der Flynns genießen zu können, muss man schon skurrile und absurde, satirische und überzogene Geschichten mögen. Gerade zum Ende hin wird dies auf die Spitze getrieben, so sehr, dass selbst ich mir schon nicht mehr sicher war, ob mir das nicht etwas zu viel ist. Die Figuren sind trotz ihrer Eigenheiten jedoch auf ihre jeweils ganz eigene Art liebenswürdig. Es sind zwar nicht die klassischen Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann, jedoch sind sie alle nachvollziehbar geschrieben. Die schon angesprochenen Probleme, die all die Bewohner der Kleinstadt mit sich tragen, umfassen dabei ein sehr breites Spektrum. Dazu zählen (fehlende) Kommunikation, Religion, Suizidgedanken, Verschwörungstheorien, (dysfunktionale) Familienbeziehungen, Liebe, Erwachsenwerden und das (nicht) Durchbrechen vorgelebter Muster. Manches wird intensiver diskutiert, über manches fällt nur ein Kommentar am Rande. Alles in allem versucht dieses Buch jedoch, den aktuellen Zeitgeist satirisch wiederzugeben. "Verlorene Schäfchen" ist auf eine ganz unscheinbare Art etwas ganz Besonderes. Man kann es mögen, man kann es hassen. Hier würde ich wirklich dazu raten, in die Leseprobe reinzuschnuppern. Wem das gefällt, dem kann ich nur sagen: Das Buch wird nicht enttäuschen!
Witzig, aber plotarm
Skurrile Figuren, scharfer Humor und eine wunderbar ironische Sprache machen Verlorene Schäfchen zu einem sehr unterhaltsamen Familienroman. Die exzentrischen Mitglieder der Familie Flynn sind das eigentliche Herzstück der Geschichte, allen voran die großartige Harper. Leider tritt der Plot so weit in den Hintergrund, dass mir am Ende etwas Tiefe und Nachwirkung gefehlt haben. Trotzdem ein kluges, witziges Buch für alle, die Figuren mehr lieben als Handlung.

Spannender Einblick in eine skurrile Familie
Madeline Cash zeichnet eine Familie, die völlig chaotisch und zerrüttet wirkt, letztlich aber doch eine Einheit ist, wenn es darauf ankommt - auf ihre eigene Weise. Familie Flynn wird mit viel Situationskomik dargestellt. Der Roman liest sich leicht weg und hat mich richtig gut unterhalten. Gegen Ende wurde er durch seltsame Verstrickungen mit einem durchgeknallten Milliardär sogar sehr spannend. Die Charaktere waren wohl alle etwas überspitzt, aber dennoch authentisch dargestellt und ich mochte jeden irgendwie auf seine eigene schrullige Art. Tolles Buch, um aus einer Leseflaute rauszukommen.
Dieses Buch sprüht vor Sarkasmus, Ironie und Biss - entweder man liebt es, oder man ..mag es nicht. Mir persönlich war innerhalb der ersten Seiten klar: das ist genau mein Humor. Ich hab jede einzelne Seite geliebt und musste oft herzhaft lachen. Unsere Protagonisten, die 3 Mädchen der Familie Flynn und ihre beiden Eltern sind dabei so herrlich schräg, dass man wirklich absolut nie weiß, was als nächstes passiert. Während der Großteil des Buches wie eine Satire anmutet, blitzt unter all dem Witz auch immer wieder leise Gesellschaftskritik heraus. Fazit Ich hatte keine Erwartungen an das Buch und wurde super positiv überrascht. Ich mochte es wirklich sehr, von mir gibts eine klare Leseempfehlung und 5/5 verrückte Flynns 💣
“Verlorene Schäfchen” von Madeline Cash (ins Deutsche übersetzt von Sophie Zeitz) handelt von der Familie Flynn, die angelehnt sein soll an die us-amerikanische Durchschnittsfamilie. Der Vater ist suizidal und nachlässig in seinem Job, die Mutter will die Ehe öffnen, weil sie unzufrieden ist, die älteste Tochter datet einen Soldaten, “Kriegsverbrecher-Wes”, die mittlere hat einen Online-Freund und ist dabei, sich dem IS anzuschließen und die jüngste ist hochintelligent und kommt einer Verschwörung auf die Spur. Die Hörbuchfassung wird gelesen von Britta Steffenhagen, die perfekt zu diesem Fiebertraum von Geschichte passt. Die vielen skurillen Details ergeben ein überzeichnetes Mosaik der zerfallenden Kleinfamilie und Gesellschaft. Ein Buch wie eine Achterbahnfahrt, man weiß nicht, was einen auf der nächsten Seite erwartet. Insgesamt mochte ich den bizarren Humor und Geschichte sehr - allerdings haben mich dann Geschehnisse in der zweiten Hälfte des Buches zu sehr an die Ep**ein-Files erinnert - das hat dann einen faden Beigeschmack hinterlassen, insbesondere, weil ich nicht einschätzen konnte, in welche Richtung sich die Handlung weiter entwickelt. Letztlich passte es als Gesellschaftssatire aber wohl perfekt zur Geschichte. “Verlorene Schäfchen” ist für mich definitiv ein Buch, das mir aus verschiedensten Gründen im Gedächtnis bleiben wir, wenn auch alles andere als leichte Kost. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Die perfekte Vorstadtfamilie? Natürlich nicht. Wäre ja langweilig. 😂🐑 Die Flynns haben alles, was man für das klassische Familienidyll braucht: Eltern, drei Töchter, Kirche am Sonntag. Klingt ordentlich. Ist es nicht. Statt Harmonie gibt es Identitätskrisen, fragwürdige Entscheidungen, seltsame Bekanntschaften und genug Chaos, um mehrere Therapiesitzungen zu füllen. Und während jeder versucht, sein Leben irgendwie auf die Kette zu bekommen, wird alles nur noch ein kleines bisschen absurder. Was mir besonders gefallen hat: Die Figuren sind herrlich schräg. Nicht immer sympathisch, oft ziemlich anstrengend und manchmal möchte man sie nur kurz schütteln. Aber genau dadurch wirken sie lebendig und echt. Irgendwie wachsen einem diese menschlichen Katastrophen sogar ans Herz🥰 Dazu kommt ein trockener, leicht böser Humor, der perfekt zu dieser verrückten Familiengeschichte passt. Und gerade wenn man denkt, man wüsste, wohin das Ganze führt. Wirft das Buch die Landkarte aus dem Fenster und fährt einfach querfeldein weiter. 🐑 Verlorene Schäfchen ist ein Roman voller Chaos, skurriler Figuren und überraschender Wendungen. Nicht jede Entscheidung in diesem Buch war nachvollziehbar. Weder für die Charaktere noch für mich. Aber unterhaltsam war es allemal. 🤭😆 Und so ein kleines Bisschen hab ich meine eigene chaotische Familie wieder erkannt. "Normal" ist ja auch langweilig. Für mich ein Buch, dass ernste Themen behandelt, aber so schön sarkastisch darstellt, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Mega 🥰

Wer gerne skurrile Handlungen mit pointierten, überspitzten Dialogen liest, ist hier genau richtig. Madeline Cash und vor allem auch der Übersetzerin Sophie Zeitz ist hier eine spritzige Gesellschaftssatire gelungen, der ich gerne gefolgt bin. Man verfolgt die einzelnen Mitglieder der Familie Flynn, die in einem gottesfürchtigen Ort wohnen. Die Mutter Catherine beschließt eines Tages, dass sie ihre Ehe gerne öffnen möchte und beginnt eine Affäre mit dem Nachbarn. Der Vater zieht daraufhin in sein Auto in die Garage und schließt sich auf Druck seines Arbeitgebers der kirchlichen Selbsthilfegruppe „Verlorene Schäfchen“ an. Die drei Töchter der Familie haben auch ihre eigenen Sorgen. Abigail, die älteste Tochter, lernt bei einer Party einen Veteranen kennen und lieben. Louise, die mittlere Tochter, radikalisiert sich über eine Online-Liebesbeziehung und die jüngste Tochter, Harper, ist hochbegabt und geht gerne Verschwörungen auf den Grund. Die anderen Bewohner sind nicht weniger skurril, weswegen dieses Buch ein Feuerwerk an Sarkasmus, Situationskomik und Sprachwitz ist. Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was sehr abwechslungsreich und kurzweilig ist. Zwischen den humorigen Sätzen wird aber auch Gesellschaftskritik ausgeübt. Ernstere Themen werden angerissen. Es geht um Familie, Liebe, Vertuschung, Vergebung, Selbstoptimierung, Online-Dating und irgendwann entwickelt sich die Geschichte auch zu einem kleinen Krimi. Der Autorin gelingt es, ihren Charakteren auch Tiefe zu verleihen und sie durchaus liebevoll zu zeichnen, so dass man die Geschichte vergnügt verfolgt und immer weiterlesen möchte. Mir ist die Familie Flynn im Laufe des Buches sehr ans Herz gewachsen. Wer also gerne skurrile Geschichten mag, ist hier sehr gut aufgehoben. Man muss den Stil aber mögen. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und oft gelacht.
Skurrile Lebenskrisen einer US amerikanischen Familie 
Chaos und Turbulenzen – alles bei Familie Flynn toppt sich an Absurdität, seit Mutter Catherine in ihrer Sinnkrise beschließt, eine offene Ehe zu führen, was wiederum Vater Bud zunächst zum Umzug in die Garage nötigt und nachfolgend Mitglied der Selbsthilfegruppe „Die verlorenen Schäfchen“ werden lässt. Auch die drei pubertierenden Töchter, um die sich die Eltern inzwischen kaum noch kümmern, befinden sich in einer Abwärtsspirale. Wer Freude an einer durchgeknallten Familiengeschichte hat, die nur so strotzt vor Absurditäten und verrückten Situationen, kommt mit dieser Mischung aus Humor und Zynismus voll auf seine Kosten. Gleichzeitig sind die Charaktere und ihre Entwicklung so realistisch nachvollziehbar, dass man zwischendurch zweifelt, ob es wirklich eine Satire ist oder eigentlich alles ganz normal, nur eben in sehr geballter Form auf eine Familie und ihr Umfeld konzentriert. Zwischendurch blieb für mich aufgrund der durchgehenden Überzeichnung der Protagonisten die Handlung/Spannung ein bisschen auf der Strecke, daher ein * Abzug. Ein irres Romandebüt! 
Eine turbulente Familie
Ich kann mich kaum erinnern, wann ich zuletzt durch eine Lektüre geflogen bin und dabei so oft herzhaft lachen musste. Dieses Buch war für mich ein echtes Lese‑Highlight. Auf rund 317 Seiten begleitet man die fünfköpfige Familie Flynn: Vater Bud, Mutter Catherine und die drei Kinder Abigail, Louise und Harper. Bud schläft inzwischen im Minivan, seit Catherine die Ehe geöffnet hat und sich mit dem Nachbarn trifft. Abigail, fast volljährig, datet einen Mann, der „Kriegsverbrecher‑Wes“ genannt wird. Louise fühlt sich unsichtbar und unspektakulär, während die jüngste Schwester Harper überzeugt ist, einer groß angelegten Verschwörung auf der Spur zu sein – vielleicht sogar zurecht?! Alle suchen etwas: Orientierung, Zugehörigkeit, Liebe, Bedeutung. Nach und nach lernt man die einzelnen Charaktere und ihr Umfeld kennen, und immer schwingt eine leise Spannung mit – man spürt, dass etwas passieren wird. Doch was genau, kommt auf die Familie zu? Die Figuren sind so liebevoll und detailliert gezeichnet, dass ich sie während des Lesens mühelos vor mir sehen konnte. Der Roman ist modern, humorvoll, authentisch und voller Wärme. Ich hätte die Familie noch viele weitere Seiten begleiten können. Die Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch stammt von Sophie Zeitz und trägt viel zum gelungenen Lesefluss bei. Für mich war es ein großartiges Leseerlebnis. Wer eine Familie am Rand des Chaos begleiten möchte, ist hier absolut richtig – und wird bestens unterhalten.
Großartig! Willkommen in der schwarzen Herde
Das unterhaltsamste Buch, welches ich je in Zusammenhang mit Glauben und Gott gelesen hab. Pointiert, frech, unschlagbar ehrlich und fesselnd. Als Atheist fand ich den Sarkasmus, die Scheinheiligkeit und auch den entwaffnenden Humor großartig. Dazu ein bisschen Aktion, Romantik, persönliche Tiefen und Kontroversen... das Buch für schlechte Tage.
Das war anders!
Wie schillernd, humorvoll und einfach gut kann ein Buch sein?! Die Autorin erzählt in ihrem Debüt frisch und frech vom Leben der Familie Flynn, deren Charaktere unperfekter nicht sein könnten. Wer etwas Außergewöhnliches sucht, der ist hier definitiv richtig.  Es war irgendwie alles so absurd und übertrieben, dass mir das Buch noch lange in Erinnerung bleiben wird. Von mir eine absolute Empfehlung! 
Skurril, wild, drüber und absolut grandios
Hast du schon mal gedacht, dass du das schwarze Schaf der Familie bist? Herzlichen Glückwunsch, bei den Flynns wärst du damit vermutlich noch das angepassteste Familienmitglied. In Verlorene Schäfchen versammelt sich eine Truppe von Menschen, die allesamt irgendwo zwischen liebenswertem Chaos, emotionalem Totalschaden und grandioser Selbstsabotage unterwegs sind. Was zunächst wie eine skurrile Ansammlung von schrägen Charakteren wirkt, entwickelt sich schnell zu einer Geschichte voller überraschender Zusammenhänge. Nach und nach werden Geheimnisse aufgedeckt, Fäden miteinander verknüpft und plötzlich liest sich das Ganze stellenweise spannender als so mancher Krimi. Besonders begeistert hat mich die Situationskomik. Die Flynns schaffen es mit bemerkenswerter Zuverlässigkeit, sich gegenseitig ins Chaos zu stürzen, und ich musste mehr als einmal laut lachen. Dabei bleibt der Humor nie oberflächlich. Zwischen all den schrägen Szenen, den scharfzüngigen Dialogen und den herrlich absurden Verwicklungen steckt erstaunlich viel Tiefe. Die Figuren kämpfen mit ihren eigenen Problemen, machen Fehler, verletzen sich gegenseitig und wachsen einem gerade deshalb ans Herz. Verlorene Schäfchen ist absolut drüber, absolut wild und manchmal so skurril, dass man sich fragt, ob hier irgendjemand auch nur eine einzige vernünftige Entscheidung treffen kann. Die Antwort lautet meistens: nein. Und genau das macht dieses Buch so unterhaltsam. Eine herrlich verrückte Geschichte über Menschen, die nirgendwo so richtig hineinpassen und genau deshalb perfekt zusammengehören.

Sternebewertung fiktiv
Manchmal greife ich zu einem Buch allein wegen des Covers. Und seien wir ehrlich, bei „Verlorene Schäfchen“ ist Chaos praktisch schon im Titel und auf dem Umschlag angekündigt. Genau das hat mich neugierig gemacht. Eigentlich hatte ich einfach Lust auf einen Familienroman. Bekommen habe ich eine Familie, die man vermutlich nicht einmal mit einer Gebrauchsanweisung vollständig verstehen würde. Wir lernen die Familie Flynn kennen: Eltern, drei Töchter, jede Menge Probleme und noch mehr Eigenheiten. Als Catherine beschließt, eine offene Ehe führen zu wollen, zieht ihr Ehemann Bud kurzerhand in den Minivan in der Garage. Allein dieser Ausgangspunkt hat mich schon zum Schmunzeln gebracht. Doch auch die drei Töchter stehen ihren Eltern in Sachen Skurrilität in nichts nach. Abigail datet einen jungen Mann mit dem Spitznamen „Kriegsverbrecher-Wes“, Louise fühlt sich von der gesamten Welt konsequent übersehen und träumt nebenbei vom Sturz des Kapitalismus. Und dann ist da noch Harper, mein persönlicher Lieblingscharakter. Zwölf Jahre alt, hochintelligent, chronisch neugierig und wahrscheinlich die Einzige in der Familie, die den Überblick hat. Während die Erwachsenen ihr Leben vor die Wand fahren, liest Harper die Unterlagen ihres Vaters, deckt Ungereimtheiten auf und versucht auf ihre ganz eigene Weise, Ordnung ins Chaos zu bringen. Was mir besonders gefallen hat, war der Humor. Die Geschichte nimmt ihre Figuren ernst, macht sich aber gleichzeitig liebevoll über ihre Macken lustig. Jeder Charakter ist ein bisschen seltsam, manchmal sogar anstrengend, aber genau dadurch wirken sie lebendig. Die Familie Flynn ist keine Bilderbuchfamilie, sie ist chaotisch, dysfunktional und stellenweise völlig absurd. Und genau das macht ihren Reiz aus. Wer einen tiefgründigen literarischen Roman erwartet, wird hier vielleicht nicht vollständig fündig. Wer aber Freude an schrägen Figuren, skurrilen Familiendynamiken und einem Humor hat, der irgendwo zwischen trocken, bissig und herzlich liegt, könnte mit diesem Buch sehr viel Spaß haben. Mich hat „Verlorene Schäfchen“ vor allem eines: hervorragend unterhalten. Ich habe es zum Zeitpunkt des Lesens genau so gebraucht.
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash Crazy 🤣♥️ Die Familie Flynn wirkt nach außen wie das klassische Vorstadtidyll. Eltern, drei Töchter, sonntags Kirche. Doch hinter der Fassade bröckelt alles. Während Mutter Catherine nach dem Sinn des Lebens sucht und ihre Ehe auf ungewöhnliche Weise neu definiert, zieht sich Vater Bud in eine Selbsthilfegruppe namens „Verlorene Schäfchen“ zurück. Auch die drei Töchter kämpfen mit ihren ganz eigenen Baustellen Harper verliert sich in Verschwörungstheorien, Louise gerät in eine fragwürdige Online Beziehung und Abigail trifft sich mit einem Jungen, der nicht ohne Grund den Spitznamen „Kriegsverbrecher-Wes“ trägt. Das ist nur der Anfang 😅 Mit diesem Buch hatte ich anfangs tatsächlich ein bisschen Probleme. Es hat etwas gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Doch je besser ich die Familie Flynn kennenlernte, desto mehr konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Figuren sind herrlich schräg, überzeichnet und gleichzeitig erstaunlich menschlich. Jeder von ihnen sucht auf seine eigene Weise nach Zugehörigkeit, Anerkennung und einem Platz, an dem er gesehen wird. Besonders gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven. Dadurch entsteht ein wunderbar vielschichtiges Bild dieser chaotischen Familie und ihrer Verstrickungen. Es war viel aber ich kam super damit zurecht. Der Humor ist trocken und skurril 😂 Doch zwischen all den verrückten Situationen verstecken sich auch ernstere Themen wie Ehekrisen, Einsamkeit, Identität, familiäre Erwartungen und die Sehnsucht nach Nähe. Ich hatte wirklich keine Ahnung, wohin die Geschichte führen würde. Weder Cover noch Klappentext bereiten auf das vor, was einen erwartet. Gegen Ende entwickelt sich die Handlung sogar in eine deutlich spannendere Richtung, die nicht jedem gefallen wird. Ich fand es gut 🤣 Verlorene Schäfchen ist ein ungewöhnlicher Familienroman voller skurriler Charaktere, scharfem Humor und überraschender Wendungen. Nicht jedes Detail wird jedem gefallen, vor allem der eigenwillige Schreibstil dürfte Geschmackssache sein. Wer jedoch Geschichten liebt, die sich nicht an typische Erzählmuster halten und deren Figuren herrlich „durch“ sind, sollte dieses Buch unbedingt auf dem Schirm haben. Für mich war es eines dieser Bücher, bei denen ich nie wusste, was auf der nächsten Seite passiert und genau solche Geschichten liebe ich. 🐑❤️
Zwischen Chaos, Überforderung und einer Familie, die kaum noch funktioniert
"Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash klang (und wird auch so angepriesen) nach einem dieser schrägen Bücher, die gleichzeitig bissig, klug und völlig drüber sind. Es geht um eine Familie, die irgendwo zwischen Verwahrlosung, Überforderung und emotionalem Ausnahmezustand lebt. 3 Kinder, die irgendwie sich selbst überlassen sind und Eltern, die offensichtlich selbst kaum klarkommen und in einer Stimmung, die zwischen Satire und Tragik pendelt. Eigentlich lese ich sowad mal ganz gern. Schwarzer Humor, gesellschaftliche Spitzen, Figuren mit Ecken und Kanten statt Hochglanz. Deshalb hab ich mich auch so auf dieses Buch gefreut. Umso irritierter bin ich jetzt nach dem Lesen, weil ich das Gefühl habe, ein komplett anderes Buch gelesen zu haben als viele andere. Obwohl das Buch überall so gefeiert wird, hat es mich leider überhaupt nicht richtig erreicht. Gerade am Anfang hab ich mich extrem schwergetan. Ich wusste zwischendrin teilweise überhaupt nicht, worauf das Ganze hinauswill, wer jetzt eigentlich welche Rolle spielt und warum manche Szenen so geschrieben sind, wie sie geschrieben sind. Dieses absurde Durcheinander war anfangs eher anstrengend als interessant. Dabei hatte das Buch durchaus Momente, in denen ich verstanden habe, was wahrscheinlich beabsichtigt war. Manche Situationen waren schon schräg und lustig. Aber dieses angebliche „Feuerwerk aus Witz, Intelligenz und Energie“, … sorry, aber wo denn? Ich kann mit schwarzem Humor wirklich etwas anfangen und auch mit böser Satire. Aber hier hat vieles bei mir einfach nicht gezündet. Die lustigen Stellen kann ich an einer Hand abzählen. Trotzdem wollte ich nach 100 Seiten dann auch nicht mehr abbrechen, weil das Ganze plötzlich doch angefangen hat, sich langsam aufzudröseln. Da war auf einmal doch sowas wie Spannung da. Nicht im klassischen Sinn, eher dieses: „Okay… was stimmt hier eigentlich alles nicht?“ Und genau das fand ich dann stellenweise interessant. Dieses kaputte Familienkonstrukt und das eigentlich niemand wirklich hinsieht. Ich glaube nämlich schon, dass zwischen den ganzen seltsamen Szenen etwas steckt. Die Mutter ist kaum präsent, völlig auf sich fixiert und achon auch narzistisch. Der Vater macht auf mich den Eindruck, als würde er selbst komplett in irgendwas festhängen und ist Depressiv aber versucht zumindest die Vaterrolle irgendwie auszufüllen. Gleichzeitig fehlt es der Familie gefühlt an allem. Essen, Aufmerksamkeit, Struktur. Und mittendrin diese hochbegabte Tochter, die offensichtlich Potenzial hat, aber einfach niemanden, der sie auffängt oder ernsthaft begleitet. Dann ist da noch Abigail… ein Teenager, der längst aufgegeben hat, noch brav mitzuschwimmen. Dieses permanente Auflehnen kam für mich gar nicht so überraschend. Wenn sich zuhause alles nur halbherzig anfühlt und keiner wirklich da ist, wundert mich nicht, dass sie irgendwann einfach rebelliert und nur noch genervt ist von allem. Die Botschaft zwischen den Zeilen hab ich also durchaus verstanden. Unterschiedliche Charaktere, jeder kämpft irgendwie für sich allein und am Ende hält man trotzdem auf eine verdrehte Art zusammen. Das kam schon bei mir an. Aber dann dieses Ende. Ich saß wirklich nur da und dachte: Hä? Ernsthaft jetzt? Erst hatte ich Angst, dass jetzt NOCH ein schlimmes Thema oben draufgeworfen wird und das Buch komplett eskaliert. Gott sei Dank wurde das dann nicht mehr in die Richtung gezogen, aber verwirrend fand ich es trotzdem. Für mich hat sich das eher angefühlt wie ein abruptes „So, fertig“, statt wie ein runder Abschluss. Und vielleicht ist genau das mein Hauptproblem mit dem Buch: Es schwurbelt ewig vor sich hin, alles wirkt bewusst chaotisch und plötzlich wird einem irgendwas mit voller Wucht um die Ohren gehauen. Oder wie hab ich es zu @geschichten_sammlerin im buddyRead geschrieben? Als wäre es im Vollrausch geschrieben worden (sorry 🙈) Manche feiern genau das wahrscheinlich. Für mich hat es leider eher dazu geführt, dass ich emotional nie richtig drin war. Am Ende ist es für mich einfach ein Buch, das mir leider nicht viel gegeben hat. Ist eben alles Geschmackssache

So amüsant und immer unerwartet. Gleich zu Beginn als die kleine dem Pfarrer ihre Sünden beichtet habe ich mich so köstlich amüsiert Was für eine kuriose Geschichte, dieser Humor, diese Figuren 😅😅 herrlich. Wie kommt man auf sowas amüsantes verrücktes Das schöne ist das man nie zu viel hat von diesem Humor sondern immer mehr davon will und natürlich auch bekommt Grandios auch die Sprecherin, wie sie das liest ohne sich kaputt zu lachen, Chapeau 👏👏 Absolut empfehlenswert ⭐⭐⭐⭐
𝗭𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘀𝗰𝗵𝗿ä𝗴𝗲𝗿 𝗦𝗮𝘁𝗶𝗿𝗲, 𝗪𝗮𝗵𝗻𝘀𝗶𝗻𝗻 & 𝗖𝗵𝗮𝗼𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗰𝗵 𝘄𝗲𝗶ß 𝗲𝗰𝗵𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗮𝘀 𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗮𝘃𝗼𝗻 𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻 𝘀𝗼𝗹𝗹 🤔 Wir stürzen hier in den Scherbenhaufen einer zerrütteten & dysfunktionalen Familie. Einfach „Chaos pur“ dachte ich mir gleich zu Beginn 🤓. Jeder hatte seine Ecken und Kanten, was mir die Charaktere aber sofort sehr liebenswert gemacht hat. Vorallem die Kids sorgten für einige Schmunzler!! Sie könnten unterschiedlicher nicht sein & diese Gegensätzlichkeit hat zunächst echt Schwung in die Story gebracht, was mich richtig gut unterhalten hat 😂. Der Schreibstil ist humorvoll und stellenweise einfach absurd. Im Verlauf der Story wirkte er oft sehr abgehakt, was meinen Lesefluss leider echt negativ beeinträchtigtigt hat. Im Mittelteil kam ich dann stellenweise nicht mehr mit & hab oft auch einfach nur noch die Augenbrauen nach oben gezogen, kann gar nicht so richtig wiedergeben was ich da gelesen habe❓Einige Kapitel wirkten sehr skurril, zusammengewürfelt und einfach nur absurd. Ein Buch, wo mir eine Bewertung in dem Sinne echt schwer fällt, weil ich gar nicht so richtig weiß was ich mit dieser Geschichte anfangen soll. ❓ 𝑩𝒆𝒊 𝒘𝒆𝒍𝒄𝒉𝒆𝒎 𝑩𝒖𝒄𝒉 𝒅𝒂𝒄𝒉𝒕𝒆𝒕 𝒊𝒉𝒓 𝒆𝒖𝒄𝒉 𝒛𝒖𝒍𝒆𝒕𝒛𝒕: „𝑾𝒂𝒔 𝒉𝒂𝒃 𝒊𝒄𝒉 𝒅𝒂 𝒆𝒊𝒈𝒆𝒏𝒕𝒍𝒊𝒄𝒉 𝒈𝒆𝒓𝒂𝒅𝒆 𝒈𝒆𝒍𝒆𝒔𝒆𝒏?“ 🤭 Von mir gibt’s daher leider keine Lesempfehlung, aber für alle, die auf Satire stehen, es aber nicht stört, wenn es zahlreiche Kapitel gibt, die wirklich sehr fragwürdig sind & der Schreibstil stellenweise sehr abgehackt wirkt: bildet euch selbst eure Meinung🤭

Eine bitterböse, warmherzige Satire über eine herrlich dysfunktionale Familie im Spätkapitalismus.
Eine Familie kurz vor dem Kollaps – und man liebt sie trotzdem Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorzeige-Vorstadtfamilie sein: Mutter, Vater, drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer, jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet Zuflucht in der Selbsthilfegruppe, die am wenigsten nach Sekte klingt: den „Verlorenen Schäfchen“. Auch die drei Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise. Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise verstrickt sich in einen ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover. Und Abigail lässt sich mit einem schweigsamen jungen Mann ein. Während Bud nebenbei den krummen Geschäften seiner Firma auf die Spur kommt, taumelt die ganze Familie durch eine Gegenwart, die einfach zu viel ist. Das absolute Herzstück des Buches, und der Grund, warum ich es so liebe, sind die Figuren. Jede einzelne der Familie Flynn ist eine kleine Welt für sich, schräg, kaputt und auf wundersame Weise liebenswert. Cash gelingt das Kunststück, Menschen zu erschaffen, die maximal dysfunktional sind und denen man trotzdem zutiefst zugeneigt ist. Man lacht über sie, man leidet mit ihnen, man möchte sie schütteln und gleichzeitig umarmen. Besonders die jüngste Tochter Harper hat es mir angetan – ein „seltsames Kind, klein, aber knallhart“, das schon mit acht Jahren behauptete, ihre Stofftiere hätten die Todesstrafe eingeführt, und jetzt einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Aber auch Vater Bud, der in der Garage haust und in einer Pseudo-Sekte Halt sucht, oder Mutter Catherine, die vom Spätkapitalismus glauben gemacht wurde, sie sei „eine Leerstelle“ – sie alle sind so präzise gezeichnet, dass sie zum Greifen real wirken, obwohl ihre Welt komplett überdreht ist. Madeline Cash schreibt mit einer hinreißenden Lakonie, die einen sofort packt. Ihre Sprache ist knackig, pointiert, voller Sprachwitz – Thea Dorn nannte die Dialoge im „Literarischen Quartett“ zu Recht „funkelnd vor Sprachwitz und Schlagfertigkeit“. Die Sätze sitzen, die Pointen treffen, und immer wieder gibt es Formulierungen, bei denen man kurz innehält, weil sie so treffend-böse sind. Was mich besonders beeindruckt: Cash schafft es, all den Wahnsinn und das Melodram einer Familientragikomödie in ausgefeilte, kontrollierte Prosa zu packen. Hinter der scheinbaren Leichtigkeit steckt enorme literarische Präzision. Die deutsche Übersetzung von Sophie Zeitz transportiert diesen Ton hervorragend, der trockene, lakonische Humor zündet auch auf Deutsch. Was „Verlorene Schäfchen“ über reine Unterhaltung hinaushebt: Cash nutzt Komik nicht als Entlastung, sondern als Erkenntnisform. Die Übertreibung legt frei, was im Realistischen verborgen bliebe. Ein Milliardär, der an Unsterblichkeit arbeitet. Eine Tochter, die sich in digitalen Abgründen verirrt. Ein Vater, der sich aus dem eigenen Leben entfernt, ohne es ganz zu verlassen. Das wirkt absurd, und genau darin liegt die Präzision. Cash zeichnet eine Gegenwart, die zu viel ist: Informationen, Bilder, Bedrohungen, alles gleichzeitig, alles verfügbar. Orientierung entsteht daraus nicht, im Gegenteil, die Welt wird unlesbar. Die Familie Flynn ist ein Spiegelbild unserer Zeit, verzerrt und dadurch umso genauer. Diese Doppelbödigkeit – herrlich komisch und gleichzeitig gesellschaftskritisch scharf – ist die große Stärke des Buches. Die Vergleiche mit den „Royal Tenenbaums“ oder den frühen Werken von Bret Easton Ellis kommen nicht von ungefähr. Cash nimmt das amerikanische Vorstadtleben im Spätkapitalismus aufs Korn – die Fassade der heilen Welt, die kirchliche Spießigkeit, die Selbstoptimierungs-Zwänge, die Konsum-Leere. Aber sie tut das nie überheblich oder kalt, sondern mit einer warmherzigen Zuneigung zu ihren kaputten Figuren. Genau diese Mischung aus bissiger Satire und echter Wärme macht das Buch so besonders. Es wäre einfach gewesen, die Flynns nur lächerlich zu machen. Stattdessen schenkt Cash ihnen Würde, lässt sie scheitern und wieder aufstehen, zeigt ihre Verletzlichkeit hinter der absurden Fassade. Das hebt „Verlorene Schäfchen“ über die reine Gesellschaftssatire hinaus zu echter Literatur. Spannend fand ich auch, wie Cash verschiedene Erzählebenen verwebt. Vater Bud kommt den krummen Geschäften seiner Firma auf die Spur, das gibt dem Roman einen leichten Krimi-Einschlag. Tochter Harpers Verschwörungsglaube und Louises Verstrickung mit einem fundamentalistischen Online-Lover spiegeln hochaktuelle Phänomene wider: Radikalisierung im Netz, die Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten in einer unübersichtlichen Welt. Diese verschiedenen Stränge laufen geschickt zusammen und ergeben ein Gesamtbild, das mal urkomisch, mal beklemmend ist. Cash beherrscht das Spiel mit den Tonlagen meisterhaft – sie kann auf einer Seite zum Lachen bringen und auf der nächsten einen Stich versetzen. Ganz ehrlich: Der überdrehte, grelle Ton ist nicht für jede:n. Cash übertreibt bewusst, lässt die Absurdität ins Extreme kippen. Wer realistische, ruhige Familienromane bevorzugt, könnte den überzeichneten Stil anstrengend finden. Auch springt die Erzählung zwischen den Figuren und Ebenen, was Konzentration verlangt. Mich hat genau das begeistert, aber es ist ein Buch, das polarisiert. Für mich überwiegen die Stärken aber so klar, dass es bei der vollen Sternzahl bleibt. Mein Fazit: „Verlorene Schäfchen“ ist eine brillante Familientragikomödie, die mich mit ihren herrlich schrägen Figuren komplett für sich eingenommen hat. Madeline Cash beweist mit ihrem Debüt, dass sie zu den spannendsten neuen Stimmen der Gegenwartsliteratur gehört: bissig, witzig, respektlos und gleichzeitig warmherzig. Wer Satire mit Substanz liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Die Familie Flynn ist mir trotz all ihrer Macken so ans Herz gewachsen, dass ich sie nur ungern wieder verlassen habe. Ich bin gespannt, was Madeline Cash als Nächstes schreibt – diese Autorin hat sich definitiv auf meine Watchlist gespielt. Empfehlenswert für Fans bissiger Gegenwartssatire und literarischer Tragikomödien wie Bret Easton Ellis, George Saunders, Ottessa Moshfegh oder Fredrik Backman in seiner dunkleren Variante. Für alle, die schräge, dysfunktionale Familien lieben und kluge Gesellschaftskritik mit Humor schätzen. Auch eine spannende Lektüre für Lesekreise – die überdrehte Familie Flynn bietet jede Menge Diskussionsstoff. Eher nichts für Leser:innen, die ruhige, realistische Familienromane bevorzugen, mit überdrehtem, grellem Satire-Ton wenig anfangen können oder klare, geradlinige Erzählstrukturen brauchen – Cash springt bewusst zwischen Figuren und Ebenen und setzt auf Absurdität statt auf Realismus.
Eines der schlechtesten Bücher, die ich in der letzen Zeit gelesen habe.
⭐⭐ (2 von 5 Sternen) 📚✨ Selten bin ich mit so viel Vorfreude in ein Buch gestartet wie bei „Verlorene Schäfchen“. Die Geschichte versprach genau das, was ich gerne lese: schwarzen Humor, bissige Gesellschaftskritik, schräge Charaktere und eine Handlung, die überrascht und zum Nachdenken anregt. Umso größer war leider die Enttäuschung, als sich all das für mich kaum im Buch wiederfand. 😔 😅 Der hochgelobte Humor blieb für mich weitgehend auf der Strecke. Viele Szenen, die vermutlich witzig oder satirisch wirken sollten, haben bei mir bestenfalls ein müdes Lächeln hervorgerufen. Von dem versprochenen schwarzen Humor war für meinen Geschmack viel zu wenig zu spüren, und auch der oft erwähnte Wortwitz wollte sich mir nicht erschließen. 📖 Hinzu kommt eine Handlung, die bereits früh erkennen lässt, wohin die Reise geht. Überraschungen sind Mangelware, und vieles entwickelt sich genau so, wie man es erwartet. Auch die Figuren konnten mich nicht überzeugen, da sie häufig wie überzeichnete Klischees wirken. Die Töchter lassen sich beinahe auf einfache Rollenbilder reduzieren: die Hübsche, die Unauffällige und die hochintelligente, unverstandene Außenseiterin. Die Eltern wiederum stecken beide in ihren persönlichen Midlife-Crisis-Szenarien fest, ohne dabei wirklich Tiefe oder Entwicklung zu gewinnen. 🤷♀️ Besonders schade fand ich, dass die Geschichte mit zunehmender Seitenzahl immer mehr an Schärfe verliert. Was zunächst wie eine bissige und kluge Betrachtung amerikanischer Vorstadt- und Kleinstadtprobleme beginnt, verflacht zunehmend. Konflikte werden angerissen, aber selten konsequent ausgearbeitet. Die vermeintlich große Bedrohung, auf die alles hinauszulaufen scheint, löst sich am Ende ins Lächerliche auf. Die emotionalen und psychischen Probleme der Figuren verschwinden zudem erstaunlich unkompliziert, wodurch viele Entwicklungen wenig glaubwürdig wirken. 🎭 Gerade das Finale hat mich enttäuscht. Der große Showdown hinterlässt keine nachhaltige Spuren bei den Charakteren und wirkt letztlich fast bedeutungslos. Statt einer cleveren Auflösung erhält man ein Ende den kompletten bullshit. ❓ Was mich am meisten verwundert, ist der enorme Hype um dieses Buch. Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber für mich blieb die Geschichte weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Grundidee hatte enormes Potenzial für eine scharfzüngige, intelligente und vielleicht auch böse Satire. Stattdessen bekam ich eine vorhersehbare Handlung, recht eindimensionale Figuren und einen Humor, der bei mir leider überhaupt nicht zündete. 💭 Insgesamt bleibt für mich vor allem ein Gefühl zurück: Enttäuschung. Nicht, weil die Idee schlecht gewesen wäre, ganz im Gegenteil. Gerade weil so viel Potenzial vorhanden war, fällt es umso mehr auf, wie wenig daraus gemacht wurde. Schade. ⭐⭐📉

Ein wilder Ritt durch Absurditäten
INHALT Eine Familie, Mutter Catherine, Vater Bud und ihre Kinder. Eine ziemlich normale Familie - aber der Schein trügt. Mutter Catherine beschließt die Ehe zu öffnen und trifft sich mit einem anderen Mann. Vater Bud ist wutentbrannt und schläft seit dem in der Garage des Hauses. Er landet anschließend in der Gruppe der „verlorenen Schäfchen“, eine Art Selbsthilfegruppe für Menschen, die vom Weg abkamen. Jedes Familienmitglied fühlt sich auf eine andere Art und Weise verloren. Ein wildes Buch über abstruse Geschichten; Verschwörungstheorien, fragwürdige Gemeinschaften und den Sinn des Lebens. EINDRUCK UND FAZIT Ich habe das Buch begonnen zu lesen und musste dann auf das Hörbuch umsteigen. Mir war bewusst, dass dieses Buch wild wird - aber ich muss feststellen, dass es gut auszuhalten war. Einge Stellen waren wirklich komisch - und andere super absurd. Ein ziemlich vielschichtiges Buch mit ordentlich Themen. Wenn man genauer hinschaut, kann man diese auch erkennen - und sieht, dass dieses Buch ordentlich Gesprächsbedarf bietet. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich bei den verlorenen Schäfchen sehen und wohlfühlen würde - aber ich bin prinzipiell für den Besuch sämtlicher Selbsthilfegruppen.
Um Himmels Willen! Was für eine Familie!
„Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander.“ Die Mutter: Catherine. Unzufrieden mit ihrer Ehe, ihrem Ehemann, ja, eigentlich am meisten mit sich selbst, flieht sie in eine Affäre mir dem Nachbar. Der Vater: Bud. Völlig verstört ob der (für ihn) merkwürdigen Anwandlungen seiner Gattin, zieht er sich die meiste Zeit in sein Auto zurück, liebäugelt mit dem Gedanken seinem Leben ein Ende zu setzen und wird Mitglied einer Pseudo-Selbsthilfegruppe… Die Töchter: Harper. Die jüngste, aber die hat es faustdick hinter den Ohren! Absolut frühreif, nicht auf den Mund gefallen, hochbegabt und mit einer Vehemenz, die ihresgleichen sucht, ist sie überzeugt davon, einer riesigen Verschwörung auf der Spur zu sein. Abigail. Die älteste, die Hübsche, ein pubertierender Teenager und frisch verliebt in einen Typen namens „Kriegsverbrecher-Wes“. Louise. Als mittlere Tochter steht sie zwischen allem, fühlt sich als „graue Maus“ die von allen übersehen wird, sucht Zuflucht in den unendlichen Weiten des Internets und verbringt hier ihre Zeit mit ihrem fundamentalistischen Chat-Lover. Und dann ist da noch dieser Millionär… Um Himmels Willen! Was für eine Familie! Das muss doch phänomenal schief gehen…. Mir waren die Charaktere etwas „zu drüber“. Etwas zu übertrieben dargestellt. Ich sehe die Intention der Autorin, kann erkennen, was sie uns zeigen, worauf sie uns aufmerksam machen möchte. Aber mir hat die Umsetzung nicht gefallen. Die Familienmitglieder sind mir einfach zu überspitzt gezeichnet, ihre Problemchen zu übertrieben, zu konstruiert, was dazu führte, dass ich absolut keinen Zugang zu ihnen finden konnte. Und das Ende der Geschichte war für mich dann auch einfach viel zu unglaubwürdig. Fazit: Der Klappentext versprach viel, die Umsetzung entsprach jedoch einfach nicht meinem Geschmack, meinem Humor.
"Die physische und die digitale Welt waren nicht die letzten eroberbaren Welten. Es gab auch noch die Innenwelt der Menschen. Eine Welt, in der Richtig und Falsch so klar waren wie Tag und Nacht." (S. 198) "Verlorene Schäfchen" nimmt die "trügerische" Vorstadtidylle und deren Bewohner genauer unter die Lupe. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Familie Flynn, deren Mitglieder mehr oder weniger vom Weg abkommen. Mutter Catherine, ist in ihrer Rolle unzufrieden und möchte eine offene Beziehung, in der sie ihre Affäre mit dem Nachbar ausleben kann, woraufhin ihr Mann Bud erst einmal ins Auto zieht und zudem ein Verhältnis mit Miss Winkle, der Leiterin seiner Selbsthilfegruppe, beginnt. Nebenbei versucht er Unklarheiten an seinem Arbeitsplatz aufzudecken, auf die ihn seine jüngste Tochter Harper hinweist, was jedoch nicht zum Erfolg führt, bis seine Kinder das Zepter selbst in die Hand nehmen und die fragwürdigen und äußerst kuriosen Machenschaften des Millionärs Paul Alabaster aufdecken. Insgesamt ziemlich viel Personen und auch erstaunlich viel Handlung, die gar nicht mal so leicht daherkommt, da zwischendurch irgendwie der rote Faden abhanden zu kommen scheint. Irgendwie mochte ich die Art der überspitzten Darstellung und auch den teilweise unterschwellig bösen Humor. Auch den Facettenreichtum, mit dem die Autorin die Protagonisten gezeichnet hat fand ich gut und das skurrile Verhalten der ein oder anderen Person hat mich zwischendurch sehr erheitert, jedoch fehlte mir ein wenig Struktur und die gerade Linie, so dass es mir nicht immer leicht fiel der Handlung zu folgen. Von mir gibt es an dieser Stelle deswegen nur eine eingeschränkte Leseempfehlung. Ich könnte mir das Ganze aber tatsächlich gut als Film vorstellen.
Super skurril
Was genau habe ich da gelesen? Ich bin bis heute nicht sicher, ob ich das Buch mochte oder nicht und es fällt mir wahnsinnig schwer es zu bewerten. Wir haben es hier mit einer sehr skurrilen Familiengeschichte zu tun. Allen voran geht das Öffnen der Beziehung der Eltern, die kurz vor dem Aus steht. Und mitten drin drei Schwestern, die auf unterschiedliche Weisen verarbeiten. Diese Satire über eine dysfunktionale Familie war komplett absurd zu lesen. Und wenn man sich hier manch einen Beitrag von mir anguckt, weiß man, dass ich gerne mal abgedrehte Geschichten lese, über die andere nur den Kopf schütteln. Bei "Verlorene Schäfchen" bin ich nun zwigespalten und kann euch weder Lobeshymne noch Rant liefern. Noch nicht mal während des Lesens wusste ich, ob ich Spaß an der Sache habe. Die Geschichte kommt mit jeder Menge schwarzem Humor und Siuationskomik. Witze waren manchmal so stumpf, dass mich gefragt habe "Darf man so?". Die Art von Humor gefällt mir tatsächlich sehr gut. Aber immer wieder musste ich mich bewusst dazu entscheiden das Buch weiterzulesen, weil stellenweise der Impuls fehlte, der Geschichte weiterhin zu folgen. In der zweiten Hälfte des Buches wurde es dann auch so abgedreht, dass es mich sprachlos gemacht hat. An Stelle des größeren Plots, hätte ich mir eher gewünscht ganz bei der Familie und ihrer Sinneskrise zu bleiben. Nichtsdestotrotz mochte ich wie die einzelnen Familienmitglieder mit ihren jeweiligen Charakterzüge und Handlungsträngen ausgearbeitet wurden. An den Eigenarten der Schwestern hatte ich jede Menge Spaß und konnte auf abgedrehte Art und Weise mitfühlen.

Monatshighlight!
Dieser Roman handelt von Familie Flynn, einer fünfköpfigen höchst skurrilen Familie, die in einer religiös geprägter amerikanischen Vorstadt lebt. In den ersten Kapiteln werden die Familienmitglieder nach und nach vorgestellt. Ich war immer wieder überrascht, dass keines von ihnen weniger schräg ist als die anderen. Schon die Persönlichkeit jeder einzelnen Figur ist äußerst unterhaltsam, total überspitzt, aber auf eine vollkommen gelungene Art. Die Dialoge sind auf den Punkt, und der Roman ist an wirklich vielen Stellen sehr witzig. Hier möchte ich ein großes Shout-out an die Übersetzerin aussprechen, Sophie Zeitz, denn absolut jeder Gag funktioniert in dieser deutschen Übersetzung. Auch die Geschichte entwickelt sich "wild", im Sinne von, passiert dir im echten Leben nicht, ist hier aber trotzdem total glaubhaft. Zwischendurch wird es so spannend, dass mir die Lacher im Hals stecken blieben. Neben viel Humor steckt im Roman auch richtig viel Gesellschaftskritik. Aber zum Glück sind die Entwicklungen nicht zu krass. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Roman von allen ohne Triggerwarnung gelesen werden kann. Ich kann nur empfehlen, das auch zu tun.
Eine Familie kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Seit es in der Ehe der Fynns kriselt, geht es für sämtliche Familienmitglieder bergab – und es ist herrlich spaßig, sie dabei zu begleiten! Was ich gleich zu Beginn hervorheben möchte, ist der unglaublich gelungene Schreibstil. Madeline Cash schreibt herrlich trocken-humorig nicht nur über die Abwege der Fynns, sondern über sämtliche handelnde Figuren dieses Romans. Da ist der Pfarrer, der gegen eine Mückenplage in seiner Kirche kämpft, da ist ein Milliardär mit Größenwahn (nicht ganz so abwegig), da ist die Leiterin der Selbsthilfegruppe »Die verlorenen Schäfchen«, die für die Mückenplage in der Kirche verantwortlich ist ... Eine ganz Menge skurriler Figuren bevölkern die amerikanische Vorstadt, in der sich das absurde Geschehen entfaltet. Diese Figuren sind eine weitere Stärke des Buches. Obwohl jede einzelne von ihren alle komplett überzeichnet ist, erwecken sie den Eindruck, eigenständig handelnde und fühlende Individuen zu sein. Als Leser fiebert und leidet man unwillkürlich mit ihnen mit. Gerade die 3 Töchter der Flynns wachsen einem ans Herz, in ihren Versuchen, sich als Teenager in einer Welt zurechtzufinden, in der nichts garantiert zu sein scheint und sich alles stets im Wandel befindet. Ich hätte den Eskapaden der Flynns noch länger folgen können, doch etwa ab der Hälfte bekommt die Story sowohl einen leicht anderen Ton als auch eine anderen Schwerpunkt. Für mich hätte es die im Klappentext erwähnte Verschwörung nicht gebraucht, die Story war auch so packend genug. Da hat mich der Text dann auch stellenweise verloren, das war mir insgesamt dann doch eine Spur zu drüber. Die Präzision, mit der besonders in der ersten Hälfte Familien- und Kleinstadtdynamiken seziert wurden, leidet anschließend meiner Ansicht nach unter dem Plot und verliert an Witz und Schärfe. Dennoch eine Leseempfehlung für alle, die skurille Figuren, unkonventionell Familienmodelle und trockenen Humor lieben! Gleichzeitig Tragikömodie, Coming-of-Age-Story und Portrait einer ziemlich (un)gewöhnlichen Familie sorgt »Verlorene Schäfchen« für gute Unterhaltung – wenn mit ein paar Abstrichen in der zweiten Romanhälfte.
Skurril, chaotisch und stellenweise ziemlich absurd. Leider hat mich der angekündigte Humor nicht ganz erreicht
Ich bin an dieses Buch mit der Erwartung einer skurrilen Komödie herangegangen, hatte aber ansonsten kaum eine Vorstellung davon, was mich erwartet. Nach vielen positiven Stimmen war ich neugierig geworden. Die Geschichte rund um die Familie Flynn ist definitiv ungewöhnlich. Zwischen Sinnkrisen, fragwürdigen Beziehungen, Verschwörungstheorien und einem zwielichtigen Milliardär entfaltet sich eine ziemlich absurde Handlung mit vielen Figuren und verschiedenen Erzählsträngen. Gerade deshalb würde ich empfehlen, das Buch möglichst ohne längere Pausen zu lesen, da viele Zusammenhänge sonst leicht verloren gehen. Was mir allerdings etwas gefehlt hat, war der Humor. Obwohl das Buch oft als skurril und komisch beschrieben wird, gab es für mich nur wenige Szenen, die wirklich lustig waren. Manche Passagen waren mir sogar etwas zu viel des Guten und haben die Geschichte stellenweise eher ausgebremst. Dafür gab es aber immer wieder Momente, die durch ihre Absurdität im Gedächtnis bleiben – allen voran die inzwischen berüchtigte Kellerszene. Insgesamt fand ich Verlorene Schäfchen unterhaltsam und interessant, aber es konnte mich nicht vollständig überzeugen. Ich hatte erwartet, schneller durch die knapp 320 Seiten zu kommen und etwas häufiger schmunzeln zu müssen. Kein schlechtes Buch, aber leider auch kein Highlight für mich.
Chaosfamilie
Dieses Buch ist definitiv mal was anderes. Bud und Catherine stecken mitten in einer Midlife-Crisis-Ehekrise und müssen sich gleichzeitig um ihre drei ungestümen Töchter kümmern. Dabei bieten sich die einzelnen Erzählstränge den reinsten Schlagabtausch, was Wahnwitzigkeit und Absurdität angeht! Und teilweise ist es so urkomisch, Madeline Cashs Schreibstil ist herrlich trocken und wortgewandt, das war wirklich mein Highlight. Eventuell ein MINI-Spoiler und ich will auch nicht zu viel vorwegnehmen, jedoch finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass inmitten von all dem Chaos und Humor die Story gegen Ende einen ziemlich düsteren Abstecher macht. Nur so als kleine Warnung. Ich bin nach dem Lesen etwas unschlüssig, was ich aus der Geschichte mitnehme. Es war unterhaltsam, und die Charaktere sehr originell. Trotzdem hat es mich nicht zu 100 Prozent erreicht, obwohl die Formel dazu da war. 3,5/5
Ein Buch, so schnell und verrückt wie ein Kinofilm
Ich babe angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Die Familie Flynn ist schon ejn bisschen speziell. Eine kaputte Ehe mit einer speziellen "Vereinbarung" und drei Töchter, jede für sich speziell. Die große steht kurz vor Ihrem Schulabschluss, probiert sich nebenbei mit Drogen aus und ist verliebt, ausgerechnet in den stillen Kriegsverbrecher Wes. Die mittlere ist auch verliebt, online und tauscht sich mit ihrem Crush zu merkwürdigen Themen, wie der Frage, welche chemikalie besonders gut brennt aus. Die jüngste spricht viel zu viele Sprachen, langweilt sich in der Schule und wittert überall Verschwörungen. Vor allem bei dem merkwürdigen superreichen Boss Ihres Vaters. Ob da was dran ist? Die Autorin wechselt in schnellen Schnitten von Person zu Person, von Szene zu Szene. Und obwohl alles irgendwie völlig absurd wirkt, verliebt man sich doch schnell in die Karaktäre und will wissen, wie es für sie weiter geht. Denn niemand ist perfekt, niemand komplett böse. Sie sind alle nicht schwarz-weiß. Das alles mit einer guten Priese Humor und alle wirken sehr real. Alle leben alle für sich und sind dann doch eng miteinander verbunden.
Urkomische Reise in das Leben einer fast normalen Vorstadtfamilie
Das ist mal ein Buch, das richtig Gas gibt: von Seite 1 werden wir mit den schrulligen und abstrus liebenswerten Mitgliedern der Familie Flynn konfrontiert. Hier hat jeder ganz eigene Herausforderungen, sei es das Aufdecken von Verschwörungen, außereheliche (Fast-)Affären oder das Bauen einer Bombe im Namen der Liebe. Ist das albern und überzeichnet? Ja. Macht es trotzdem Spaß? Definitiv! Ich habe das Buch trotz einiger Fragezeichen zum Ende sehr geliebt, es hat einfach viel Spaß gemacht.
Hat Potenzial, ist aber auch anstrengend 
Ich finde es sehr wichtig, die Übersetzenden zu nennen, denn ihre Arbeit ist für mich sehr von großer Bedeutung. Ich kann mich erst in ein Buch fallen lassen, wenn ich merke, dass die deutsche Sprache genau meinen Nerv trifft. Bei diesem Roman wurde das einmal mehr deutlich. Satire zu übersetzen und den ironischen Ton genau zu treffen, stelle ich mir unglaublich schwer vor. Sophie Zeitz ist das grandios gelungen. Es könnte eine glückliche, amerikanische Familie sein. Doch Catherine und Bud Flynn zerschlagen, ein Konstrukt, das zu funktionieren schien. Cathrines Libido schreit nach Selbstverwirklichung und Bud geht da nicht mit. Stattdessen zieht er ins Auto. Die drei Töchter haben unterschiedliches Potenzial, und da sie mehr oder minder emotional auf sich alleine gestellt sind, probieren Sie sich aus. Abigail führt eine optimistische Beziehung zu einem Typen namens „Kriegsverbrecher Wes“, Harper ist hochbegabt, lernt Sprachen in kürzester Zeit und hat ein Näschen für Verschwörungen und Louise, die damit kämpft grau und unscheinbar zu sein, gerät in eine fundamentalistische Online-Kommunikation, die sie zum Bombenbau animiert. Da wo sie erzieherischen Support bräuchten, experimentieren die Mädchen und das geht nicht immer gut aus. Eingeflochten in diesen Familyplot sind viele zeitgenössische Themen. Milliardäre, die sich über Grenzen und Regeln hinweg setzen, weil Ihnen die Welt gehört, Radikalisierung, christlich geprägte Heuchelei und die Vernunft, die an ihre Grenzen stößt. Das Bild, dem die Flynns gerne entsprechen möchten, hängt sehr schief. Mit Intelligenz und einem Sack voll Sarkasmus hat Madeline Cash eine Geschichte geschrieben, mit einer Dynamik, die der der Addams Family gleicht. Alle mögen sich irgendwie und tolerieren sich, obwohl sie zum Teil echt schräg sind. Leider hat die Geschichte für mich nur zur Hälfte funktioniert. Während ich die Dialoge sehr genossen habe und den Sprachwitz feiere, verliert die Handlung an Struktur. In der zweiten Hälfte wird es wild. Eine kriminelle Handlung steht im Mittelpunkt und obwohl man da was richtig Großes hätte draus machen können, verdunstet das Potenzial wie Sprühregen in der Wüste. Damit kippte für mich der unterhaltsame Ton ins Anstrengende. Ich konnte den Ideen kaum noch folgen. Sobald ich gedanklich bei einer Aktion angekommen war, passierte schon wieder was anderes. Am Ende gibt es eine Überraschung, deren Richtung mir ganz gut gefallen hat. Ich hab der Familie Flynn wirklich gerne bei ihrem chaotischen Leben zugeschaut. Entspannend war das allerdings nicht. Wenn ihr also satirische Romane mögt und überspitzte Dialoge gerne lest, dann seid ihr bei diesem Roman sicherlich einem Highlight auf der Spur. Für mich war es ein unterhaltsamer Read, bei dem ich allerdings erleichtert war, als er endete.
Das Buch hätte so gut und amüsant angefangen. Irgendwann wurde es schräg und manchmal hat mir auch die Ausdrucksweise nicht gefallen, vor allem bei Sexszenen, die absolut nicht dazu gepasst haben. Irgendwann kam dann noch eine Vampirszene dazu und das Ende wiederum war wieder richtig nett. War okay, würde ich sagen!
Schräg, aber lustig
Ich hab anfangs ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, aber ab dem Punkt war es für mich purer Genuss. Es ist eines der wenigen Bücher mit wirklich lustigen Dialogen, und das in einer Familie, in der jeder seine ganz eigene Krise zu bewältigen versucht. Die drei Töchter und die Eltern sind großartig beschrieben. In jeder Rolle war ich drin und hab mitgefiebert, auch wenn es manchmal richtig skurril wurde. Das Buch besticht für mich eher durch seine Sprache als durch die Handlung, aber genau das macht den Reiz aus. Ein super lesenswertes Buch, das ich tatsächlich gerne noch länger gelesen hätte. Sehr erfrischend!

Skurril
Eine skurrile Satire mit sehr speziellen Humor und vielen überspitzten Passagen. Die Charaktere sind durchaus interessant, aber speziell. Stellenweise fand ich es unpassend vulgär und niveaulos. Vor allem der Anfang zeigt einfach nur Eltern, die ihre Kinder komplett vernachlässigen und verwahrlosen lassen, was in keinerlei Kontext lustig ist. Ich konnte einige Parallelen zu Bobs Burger erkennen, womöglich ist die Autorin ja ein Fan der Serie.
how unhinged? „lost lambs“ von madeline cash beantwortet das ganze einfach nur mit „ja“. die storyline ist auf den ersten blick super simpel - dysfunktionale familie, eltern entscheiden sich, ihre ehe zu öffnen, um doch noch etwas aus dem leben raus zu holen. meanwhile gehen die drei töchter komplett crashout, jede auf ihre eigene art und weise. sonstige storyline? vorhanden, aber gar nicht so relevant. alle familienmitglieder müssen sich durch ihre eigenen struggles hindurch manövrieren. manchmal zusammen, manchmal gegeneinander, meistens auch für sich allein. und um es in eindeutigen worten zu sagen: i loved everything that is wrong with this family. madeline cash hat super eigenartige, spezielle charaktere entwickelt, die irgendwie nicht so richtig sympathisch sind, diese aber durch ihre weirdness und lost lamb-ness dennoch zu super likeable persona macht. so nahbar und out of this world gleichzeitig. die toxische beziehung, aus der man aber nicht so richtig raus will, denn eigentlich hat man doch eine ziemlich gute zeit. und vor allem eine witzige. ES IST SO WITZIG, period. super gespannt bin ich übrigens auf die deutsche übersetzung - wie dieses fantastische gnats-wortspiel umgesetzt wird kann ich mir stand jetzt nicht vorstellen, aber es ist chef‘s kiss. mücken weg, wortspiel weg. impressive. es ist smart, es ist satire, es ist ein bisschen drüber und einfach voll mit popkulturellen kleinen hints. „lost lambs“ von madeline cash ist einfach nur hilarious und eine absolute empfehlung.

Familie Flynn fällt auseinander. Jüngste Tochter Harper ist genauso hochbegabt wie von Gewalt fasziniert, mittlere Tochter Louise schreibt online mit einem islamistischen Terroristen und die älteste Tochter Abigail dated einen Kerl den alle „War Crimes Wes“ nennen. Die Eltern sind nicht besser dran, Mutter Catherine ist arbeitslos, trinkt zu viel und dated den Nachbarn. Vater Bud tritt einer katholischen Selbsthilfegruppe bei und fängt eine Beziehung mit der Gruppenleiterin an. Gleichzeitig scheint Bud‘s Arbeitgeber, der skrupellose und mysteriöse Milliardär Paul Alabaster, nichts Gutes im Schilde zu führen. Das Buch ist im Grunde wie die Simpsons, total chaotisch und lustig mit richtig cleveren Dialogen. Nur die Handlung hat für mich im Laufe des Buches immer mehr nachgelassen und ich war am Ende schon ein wenig enttäuscht, weil es viel stärker und besser anfing und ich dann hohe Erwartungen hatte. Trotzdem ein ganz witziges und leichtes Buch für zwischendurch. 7.5/10
Beschreibung
The instant Sunday Times bestseller
'I LOVED IT . . . Masterfully and totally realised' PANDORA SYKES
'The most wildly original book of the year' HARPER'S BAZAAR
'Required reading in the same way that Normal People was' JACK EDWARDS
'The debut novel for 2026 that has undoubtedly been the most shouted about.' THE SUNDAY TIMES STYLE
'The year's brightest literary star' INDEPENDENT
'Get ready to laugh out loud' ELLE
'A darkly funny family saga' BUSTLE
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Think your family is dysfunctional? Meet the Flynns.
For the three Flynn daughters, it's been disastrous since their parents opened up their marriage. Abigail, the eldest, is dating an ex-soldier several years her senior nicknamed 'War Crimes Wes'. Louise, the middle child, maintains a secret correspondence with an online terrorist. And the brilliant youngest, Harper, is being sent to a wilderness reform camp due to her insistence that someone - or something - is monitoring the town's citizens.
Casting a shadow across their lives is Paul Alabaster, a nefarious local billionaire. Rumours of corruption circulate, but no one dares dig too deep. No one except Harper, whose obsession with Alabaster's machinations sends the family hurtling into a criminal conspiracy - one that may just, finally, bring them closer together.
'As bold and assured a debut as Zadie Smith's White Teeth or Jeffrey Eugenides' The Virgin Suicides' MEGAN NOLAN
'An instant classic and a comic novel about family you could recommend to just about anyone' SHORTLIST
'Manages to capture something we can all universally relate to: how normal it is to have a dysfunctional family' SUNDAY TIMES
Readers love LOST LAMBS
'What a ROMP!'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'The hype is real!'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'Hilarious, weird, original and addictive!'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'If Wes Anderson wrote Little Women.'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'I'm shouting it from every rooftop: THIS IS THE BOOK OF THE YEAR!'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
'Perhaps the funniest book I've ever read.'¿ ¿ ¿ ¿ ¿
Buchinformationen
Beiträge
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash war für mich als Hörbuch auf jeden Fall unterhaltsam. Die Geschichte rund um die Familie Flynn, die nach außen fast wie eine typische Vorstadtfamilie wirken könnte, innerlich aber komplett auseinanderdriftet, hat mich schnell abgeholt. Mutter Catherine stellt ihre Ehe auf den Kopf, Vater Bud zieht sich in die Garage zurück und sucht Halt bei den „Verlorenen Schäfchen“, während auch die drei Töchter ihre ganz eigenen Krisen durchleben. Das Ganze ist schräg, teilweise herrlich überzogen und oft wirklich lustig. Gerade dieser trockene, absurde Humor hat für mich sehr gut funktioniert. Ich mochte die teils überzeichneten Figuren und Situationen, weil sie der Geschichte etwas Eigenes geben und sie sich deutlich von klassischen Familienromanen abhebt. Auch als Hörbuch ließ sich das Ganze sehr angenehm hören und hatte für mich einen guten Unterhaltungswert. Leider hatte ich ungefähr ab der Mitte immer stärker das Gefühl, dass die Überzeichnung irgendwann ein bisschen zu viel des Guten wird. Was anfangs noch charmant skurril war, wirkte später stellenweise fast zu gewollt. Vor allem das Ende konnte mich nicht komplett überzeugen. Da hätte ich mir mehr Nachhall, mehr Konsequenzen und vielleicht auch etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt sind die Charaktere. Sie sind interessant angelegt, bleiben mir aber teilweise zu flach. Vieles passiert, vieles eskaliert, aber am Ende hatte ich nicht immer das Gefühl, dass die Figuren wirklich aus dem Erlebten etwas mitnehmen oder sich spürbar weiterentwickeln. Trotzdem: Verlorene Schäfchen ist ein sehr unterhaltsames, ungewöhnliches und oft witziges Hörbuch, das mit seiner absurden Familiengeschichte definitiv Spaß macht. Für mich kein perfektes Buch, aber eines, das ich gerne gehört habe.
Eine Vereinigung von Skurilität und Tiefgang!
Gerne beginne ich meine Rezensionen damit, den Inhalt in einem kurzen Satz zumindest ganz grob zu erfassen. Bei dem Buch habe ich jedoch keinen blassen Schimmer, wie ich das anstellen soll. Denn nichts, was ich schreiben könnte, wird diesem Buch gerecht. "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash (übersetzt von Sophie Zeitz) begleitet dabei eine Familie, die Flynns, in der sich niemand so wirklich gesehen fühlt. Das Buch wird dabei aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, welche sich nicht nur auf die Familie beschränken. Gerade dadurch wird einem nochmal so richtig vor Augen geführt, dass jeder Probleme mit sich herumträgt, die wir manchmal nicht erahnen. Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm modern gehalten, wodurch es sich sehr leicht lesen lässt. Jedoch wird dieses Buch vermutlich nicht jeden glücklich machen. Um diese Geschichte der Flynns genießen zu können, muss man schon skurrile und absurde, satirische und überzogene Geschichten mögen. Gerade zum Ende hin wird dies auf die Spitze getrieben, so sehr, dass selbst ich mir schon nicht mehr sicher war, ob mir das nicht etwas zu viel ist. Die Figuren sind trotz ihrer Eigenheiten jedoch auf ihre jeweils ganz eigene Art liebenswürdig. Es sind zwar nicht die klassischen Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann, jedoch sind sie alle nachvollziehbar geschrieben. Die schon angesprochenen Probleme, die all die Bewohner der Kleinstadt mit sich tragen, umfassen dabei ein sehr breites Spektrum. Dazu zählen (fehlende) Kommunikation, Religion, Suizidgedanken, Verschwörungstheorien, (dysfunktionale) Familienbeziehungen, Liebe, Erwachsenwerden und das (nicht) Durchbrechen vorgelebter Muster. Manches wird intensiver diskutiert, über manches fällt nur ein Kommentar am Rande. Alles in allem versucht dieses Buch jedoch, den aktuellen Zeitgeist satirisch wiederzugeben. "Verlorene Schäfchen" ist auf eine ganz unscheinbare Art etwas ganz Besonderes. Man kann es mögen, man kann es hassen. Hier würde ich wirklich dazu raten, in die Leseprobe reinzuschnuppern. Wem das gefällt, dem kann ich nur sagen: Das Buch wird nicht enttäuschen!
Witzig, aber plotarm
Skurrile Figuren, scharfer Humor und eine wunderbar ironische Sprache machen Verlorene Schäfchen zu einem sehr unterhaltsamen Familienroman. Die exzentrischen Mitglieder der Familie Flynn sind das eigentliche Herzstück der Geschichte, allen voran die großartige Harper. Leider tritt der Plot so weit in den Hintergrund, dass mir am Ende etwas Tiefe und Nachwirkung gefehlt haben. Trotzdem ein kluges, witziges Buch für alle, die Figuren mehr lieben als Handlung.

Spannender Einblick in eine skurrile Familie
Madeline Cash zeichnet eine Familie, die völlig chaotisch und zerrüttet wirkt, letztlich aber doch eine Einheit ist, wenn es darauf ankommt - auf ihre eigene Weise. Familie Flynn wird mit viel Situationskomik dargestellt. Der Roman liest sich leicht weg und hat mich richtig gut unterhalten. Gegen Ende wurde er durch seltsame Verstrickungen mit einem durchgeknallten Milliardär sogar sehr spannend. Die Charaktere waren wohl alle etwas überspitzt, aber dennoch authentisch dargestellt und ich mochte jeden irgendwie auf seine eigene schrullige Art. Tolles Buch, um aus einer Leseflaute rauszukommen.
Dieses Buch sprüht vor Sarkasmus, Ironie und Biss - entweder man liebt es, oder man ..mag es nicht. Mir persönlich war innerhalb der ersten Seiten klar: das ist genau mein Humor. Ich hab jede einzelne Seite geliebt und musste oft herzhaft lachen. Unsere Protagonisten, die 3 Mädchen der Familie Flynn und ihre beiden Eltern sind dabei so herrlich schräg, dass man wirklich absolut nie weiß, was als nächstes passiert. Während der Großteil des Buches wie eine Satire anmutet, blitzt unter all dem Witz auch immer wieder leise Gesellschaftskritik heraus. Fazit Ich hatte keine Erwartungen an das Buch und wurde super positiv überrascht. Ich mochte es wirklich sehr, von mir gibts eine klare Leseempfehlung und 5/5 verrückte Flynns 💣
“Verlorene Schäfchen” von Madeline Cash (ins Deutsche übersetzt von Sophie Zeitz) handelt von der Familie Flynn, die angelehnt sein soll an die us-amerikanische Durchschnittsfamilie. Der Vater ist suizidal und nachlässig in seinem Job, die Mutter will die Ehe öffnen, weil sie unzufrieden ist, die älteste Tochter datet einen Soldaten, “Kriegsverbrecher-Wes”, die mittlere hat einen Online-Freund und ist dabei, sich dem IS anzuschließen und die jüngste ist hochintelligent und kommt einer Verschwörung auf die Spur. Die Hörbuchfassung wird gelesen von Britta Steffenhagen, die perfekt zu diesem Fiebertraum von Geschichte passt. Die vielen skurillen Details ergeben ein überzeichnetes Mosaik der zerfallenden Kleinfamilie und Gesellschaft. Ein Buch wie eine Achterbahnfahrt, man weiß nicht, was einen auf der nächsten Seite erwartet. Insgesamt mochte ich den bizarren Humor und Geschichte sehr - allerdings haben mich dann Geschehnisse in der zweiten Hälfte des Buches zu sehr an die Ep**ein-Files erinnert - das hat dann einen faden Beigeschmack hinterlassen, insbesondere, weil ich nicht einschätzen konnte, in welche Richtung sich die Handlung weiter entwickelt. Letztlich passte es als Gesellschaftssatire aber wohl perfekt zur Geschichte. “Verlorene Schäfchen” ist für mich definitiv ein Buch, das mir aus verschiedensten Gründen im Gedächtnis bleiben wir, wenn auch alles andere als leichte Kost. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Die perfekte Vorstadtfamilie? Natürlich nicht. Wäre ja langweilig. 😂🐑 Die Flynns haben alles, was man für das klassische Familienidyll braucht: Eltern, drei Töchter, Kirche am Sonntag. Klingt ordentlich. Ist es nicht. Statt Harmonie gibt es Identitätskrisen, fragwürdige Entscheidungen, seltsame Bekanntschaften und genug Chaos, um mehrere Therapiesitzungen zu füllen. Und während jeder versucht, sein Leben irgendwie auf die Kette zu bekommen, wird alles nur noch ein kleines bisschen absurder. Was mir besonders gefallen hat: Die Figuren sind herrlich schräg. Nicht immer sympathisch, oft ziemlich anstrengend und manchmal möchte man sie nur kurz schütteln. Aber genau dadurch wirken sie lebendig und echt. Irgendwie wachsen einem diese menschlichen Katastrophen sogar ans Herz🥰 Dazu kommt ein trockener, leicht böser Humor, der perfekt zu dieser verrückten Familiengeschichte passt. Und gerade wenn man denkt, man wüsste, wohin das Ganze führt. Wirft das Buch die Landkarte aus dem Fenster und fährt einfach querfeldein weiter. 🐑 Verlorene Schäfchen ist ein Roman voller Chaos, skurriler Figuren und überraschender Wendungen. Nicht jede Entscheidung in diesem Buch war nachvollziehbar. Weder für die Charaktere noch für mich. Aber unterhaltsam war es allemal. 🤭😆 Und so ein kleines Bisschen hab ich meine eigene chaotische Familie wieder erkannt. "Normal" ist ja auch langweilig. Für mich ein Buch, dass ernste Themen behandelt, aber so schön sarkastisch darstellt, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Mega 🥰

Wer gerne skurrile Handlungen mit pointierten, überspitzten Dialogen liest, ist hier genau richtig. Madeline Cash und vor allem auch der Übersetzerin Sophie Zeitz ist hier eine spritzige Gesellschaftssatire gelungen, der ich gerne gefolgt bin. Man verfolgt die einzelnen Mitglieder der Familie Flynn, die in einem gottesfürchtigen Ort wohnen. Die Mutter Catherine beschließt eines Tages, dass sie ihre Ehe gerne öffnen möchte und beginnt eine Affäre mit dem Nachbarn. Der Vater zieht daraufhin in sein Auto in die Garage und schließt sich auf Druck seines Arbeitgebers der kirchlichen Selbsthilfegruppe „Verlorene Schäfchen“ an. Die drei Töchter der Familie haben auch ihre eigenen Sorgen. Abigail, die älteste Tochter, lernt bei einer Party einen Veteranen kennen und lieben. Louise, die mittlere Tochter, radikalisiert sich über eine Online-Liebesbeziehung und die jüngste Tochter, Harper, ist hochbegabt und geht gerne Verschwörungen auf den Grund. Die anderen Bewohner sind nicht weniger skurril, weswegen dieses Buch ein Feuerwerk an Sarkasmus, Situationskomik und Sprachwitz ist. Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was sehr abwechslungsreich und kurzweilig ist. Zwischen den humorigen Sätzen wird aber auch Gesellschaftskritik ausgeübt. Ernstere Themen werden angerissen. Es geht um Familie, Liebe, Vertuschung, Vergebung, Selbstoptimierung, Online-Dating und irgendwann entwickelt sich die Geschichte auch zu einem kleinen Krimi. Der Autorin gelingt es, ihren Charakteren auch Tiefe zu verleihen und sie durchaus liebevoll zu zeichnen, so dass man die Geschichte vergnügt verfolgt und immer weiterlesen möchte. Mir ist die Familie Flynn im Laufe des Buches sehr ans Herz gewachsen. Wer also gerne skurrile Geschichten mag, ist hier sehr gut aufgehoben. Man muss den Stil aber mögen. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und oft gelacht.
Skurrile Lebenskrisen einer US amerikanischen Familie 
Chaos und Turbulenzen – alles bei Familie Flynn toppt sich an Absurdität, seit Mutter Catherine in ihrer Sinnkrise beschließt, eine offene Ehe zu führen, was wiederum Vater Bud zunächst zum Umzug in die Garage nötigt und nachfolgend Mitglied der Selbsthilfegruppe „Die verlorenen Schäfchen“ werden lässt. Auch die drei pubertierenden Töchter, um die sich die Eltern inzwischen kaum noch kümmern, befinden sich in einer Abwärtsspirale. Wer Freude an einer durchgeknallten Familiengeschichte hat, die nur so strotzt vor Absurditäten und verrückten Situationen, kommt mit dieser Mischung aus Humor und Zynismus voll auf seine Kosten. Gleichzeitig sind die Charaktere und ihre Entwicklung so realistisch nachvollziehbar, dass man zwischendurch zweifelt, ob es wirklich eine Satire ist oder eigentlich alles ganz normal, nur eben in sehr geballter Form auf eine Familie und ihr Umfeld konzentriert. Zwischendurch blieb für mich aufgrund der durchgehenden Überzeichnung der Protagonisten die Handlung/Spannung ein bisschen auf der Strecke, daher ein * Abzug. Ein irres Romandebüt! 
Eine turbulente Familie
Ich kann mich kaum erinnern, wann ich zuletzt durch eine Lektüre geflogen bin und dabei so oft herzhaft lachen musste. Dieses Buch war für mich ein echtes Lese‑Highlight. Auf rund 317 Seiten begleitet man die fünfköpfige Familie Flynn: Vater Bud, Mutter Catherine und die drei Kinder Abigail, Louise und Harper. Bud schläft inzwischen im Minivan, seit Catherine die Ehe geöffnet hat und sich mit dem Nachbarn trifft. Abigail, fast volljährig, datet einen Mann, der „Kriegsverbrecher‑Wes“ genannt wird. Louise fühlt sich unsichtbar und unspektakulär, während die jüngste Schwester Harper überzeugt ist, einer groß angelegten Verschwörung auf der Spur zu sein – vielleicht sogar zurecht?! Alle suchen etwas: Orientierung, Zugehörigkeit, Liebe, Bedeutung. Nach und nach lernt man die einzelnen Charaktere und ihr Umfeld kennen, und immer schwingt eine leise Spannung mit – man spürt, dass etwas passieren wird. Doch was genau, kommt auf die Familie zu? Die Figuren sind so liebevoll und detailliert gezeichnet, dass ich sie während des Lesens mühelos vor mir sehen konnte. Der Roman ist modern, humorvoll, authentisch und voller Wärme. Ich hätte die Familie noch viele weitere Seiten begleiten können. Die Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch stammt von Sophie Zeitz und trägt viel zum gelungenen Lesefluss bei. Für mich war es ein großartiges Leseerlebnis. Wer eine Familie am Rand des Chaos begleiten möchte, ist hier absolut richtig – und wird bestens unterhalten.
Großartig! Willkommen in der schwarzen Herde
Das unterhaltsamste Buch, welches ich je in Zusammenhang mit Glauben und Gott gelesen hab. Pointiert, frech, unschlagbar ehrlich und fesselnd. Als Atheist fand ich den Sarkasmus, die Scheinheiligkeit und auch den entwaffnenden Humor großartig. Dazu ein bisschen Aktion, Romantik, persönliche Tiefen und Kontroversen... das Buch für schlechte Tage.
Das war anders!
Wie schillernd, humorvoll und einfach gut kann ein Buch sein?! Die Autorin erzählt in ihrem Debüt frisch und frech vom Leben der Familie Flynn, deren Charaktere unperfekter nicht sein könnten. Wer etwas Außergewöhnliches sucht, der ist hier definitiv richtig.  Es war irgendwie alles so absurd und übertrieben, dass mir das Buch noch lange in Erinnerung bleiben wird. Von mir eine absolute Empfehlung! 
Skurril, wild, drüber und absolut grandios
Hast du schon mal gedacht, dass du das schwarze Schaf der Familie bist? Herzlichen Glückwunsch, bei den Flynns wärst du damit vermutlich noch das angepassteste Familienmitglied. In Verlorene Schäfchen versammelt sich eine Truppe von Menschen, die allesamt irgendwo zwischen liebenswertem Chaos, emotionalem Totalschaden und grandioser Selbstsabotage unterwegs sind. Was zunächst wie eine skurrile Ansammlung von schrägen Charakteren wirkt, entwickelt sich schnell zu einer Geschichte voller überraschender Zusammenhänge. Nach und nach werden Geheimnisse aufgedeckt, Fäden miteinander verknüpft und plötzlich liest sich das Ganze stellenweise spannender als so mancher Krimi. Besonders begeistert hat mich die Situationskomik. Die Flynns schaffen es mit bemerkenswerter Zuverlässigkeit, sich gegenseitig ins Chaos zu stürzen, und ich musste mehr als einmal laut lachen. Dabei bleibt der Humor nie oberflächlich. Zwischen all den schrägen Szenen, den scharfzüngigen Dialogen und den herrlich absurden Verwicklungen steckt erstaunlich viel Tiefe. Die Figuren kämpfen mit ihren eigenen Problemen, machen Fehler, verletzen sich gegenseitig und wachsen einem gerade deshalb ans Herz. Verlorene Schäfchen ist absolut drüber, absolut wild und manchmal so skurril, dass man sich fragt, ob hier irgendjemand auch nur eine einzige vernünftige Entscheidung treffen kann. Die Antwort lautet meistens: nein. Und genau das macht dieses Buch so unterhaltsam. Eine herrlich verrückte Geschichte über Menschen, die nirgendwo so richtig hineinpassen und genau deshalb perfekt zusammengehören.

Sternebewertung fiktiv
Manchmal greife ich zu einem Buch allein wegen des Covers. Und seien wir ehrlich, bei „Verlorene Schäfchen“ ist Chaos praktisch schon im Titel und auf dem Umschlag angekündigt. Genau das hat mich neugierig gemacht. Eigentlich hatte ich einfach Lust auf einen Familienroman. Bekommen habe ich eine Familie, die man vermutlich nicht einmal mit einer Gebrauchsanweisung vollständig verstehen würde. Wir lernen die Familie Flynn kennen: Eltern, drei Töchter, jede Menge Probleme und noch mehr Eigenheiten. Als Catherine beschließt, eine offene Ehe führen zu wollen, zieht ihr Ehemann Bud kurzerhand in den Minivan in der Garage. Allein dieser Ausgangspunkt hat mich schon zum Schmunzeln gebracht. Doch auch die drei Töchter stehen ihren Eltern in Sachen Skurrilität in nichts nach. Abigail datet einen jungen Mann mit dem Spitznamen „Kriegsverbrecher-Wes“, Louise fühlt sich von der gesamten Welt konsequent übersehen und träumt nebenbei vom Sturz des Kapitalismus. Und dann ist da noch Harper, mein persönlicher Lieblingscharakter. Zwölf Jahre alt, hochintelligent, chronisch neugierig und wahrscheinlich die Einzige in der Familie, die den Überblick hat. Während die Erwachsenen ihr Leben vor die Wand fahren, liest Harper die Unterlagen ihres Vaters, deckt Ungereimtheiten auf und versucht auf ihre ganz eigene Weise, Ordnung ins Chaos zu bringen. Was mir besonders gefallen hat, war der Humor. Die Geschichte nimmt ihre Figuren ernst, macht sich aber gleichzeitig liebevoll über ihre Macken lustig. Jeder Charakter ist ein bisschen seltsam, manchmal sogar anstrengend, aber genau dadurch wirken sie lebendig. Die Familie Flynn ist keine Bilderbuchfamilie, sie ist chaotisch, dysfunktional und stellenweise völlig absurd. Und genau das macht ihren Reiz aus. Wer einen tiefgründigen literarischen Roman erwartet, wird hier vielleicht nicht vollständig fündig. Wer aber Freude an schrägen Figuren, skurrilen Familiendynamiken und einem Humor hat, der irgendwo zwischen trocken, bissig und herzlich liegt, könnte mit diesem Buch sehr viel Spaß haben. Mich hat „Verlorene Schäfchen“ vor allem eines: hervorragend unterhalten. Ich habe es zum Zeitpunkt des Lesens genau so gebraucht.
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash Crazy 🤣♥️ Die Familie Flynn wirkt nach außen wie das klassische Vorstadtidyll. Eltern, drei Töchter, sonntags Kirche. Doch hinter der Fassade bröckelt alles. Während Mutter Catherine nach dem Sinn des Lebens sucht und ihre Ehe auf ungewöhnliche Weise neu definiert, zieht sich Vater Bud in eine Selbsthilfegruppe namens „Verlorene Schäfchen“ zurück. Auch die drei Töchter kämpfen mit ihren ganz eigenen Baustellen Harper verliert sich in Verschwörungstheorien, Louise gerät in eine fragwürdige Online Beziehung und Abigail trifft sich mit einem Jungen, der nicht ohne Grund den Spitznamen „Kriegsverbrecher-Wes“ trägt. Das ist nur der Anfang 😅 Mit diesem Buch hatte ich anfangs tatsächlich ein bisschen Probleme. Es hat etwas gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Doch je besser ich die Familie Flynn kennenlernte, desto mehr konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Figuren sind herrlich schräg, überzeichnet und gleichzeitig erstaunlich menschlich. Jeder von ihnen sucht auf seine eigene Weise nach Zugehörigkeit, Anerkennung und einem Platz, an dem er gesehen wird. Besonders gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven. Dadurch entsteht ein wunderbar vielschichtiges Bild dieser chaotischen Familie und ihrer Verstrickungen. Es war viel aber ich kam super damit zurecht. Der Humor ist trocken und skurril 😂 Doch zwischen all den verrückten Situationen verstecken sich auch ernstere Themen wie Ehekrisen, Einsamkeit, Identität, familiäre Erwartungen und die Sehnsucht nach Nähe. Ich hatte wirklich keine Ahnung, wohin die Geschichte führen würde. Weder Cover noch Klappentext bereiten auf das vor, was einen erwartet. Gegen Ende entwickelt sich die Handlung sogar in eine deutlich spannendere Richtung, die nicht jedem gefallen wird. Ich fand es gut 🤣 Verlorene Schäfchen ist ein ungewöhnlicher Familienroman voller skurriler Charaktere, scharfem Humor und überraschender Wendungen. Nicht jedes Detail wird jedem gefallen, vor allem der eigenwillige Schreibstil dürfte Geschmackssache sein. Wer jedoch Geschichten liebt, die sich nicht an typische Erzählmuster halten und deren Figuren herrlich „durch“ sind, sollte dieses Buch unbedingt auf dem Schirm haben. Für mich war es eines dieser Bücher, bei denen ich nie wusste, was auf der nächsten Seite passiert und genau solche Geschichten liebe ich. 🐑❤️
Zwischen Chaos, Überforderung und einer Familie, die kaum noch funktioniert
"Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash klang (und wird auch so angepriesen) nach einem dieser schrägen Bücher, die gleichzeitig bissig, klug und völlig drüber sind. Es geht um eine Familie, die irgendwo zwischen Verwahrlosung, Überforderung und emotionalem Ausnahmezustand lebt. 3 Kinder, die irgendwie sich selbst überlassen sind und Eltern, die offensichtlich selbst kaum klarkommen und in einer Stimmung, die zwischen Satire und Tragik pendelt. Eigentlich lese ich sowad mal ganz gern. Schwarzer Humor, gesellschaftliche Spitzen, Figuren mit Ecken und Kanten statt Hochglanz. Deshalb hab ich mich auch so auf dieses Buch gefreut. Umso irritierter bin ich jetzt nach dem Lesen, weil ich das Gefühl habe, ein komplett anderes Buch gelesen zu haben als viele andere. Obwohl das Buch überall so gefeiert wird, hat es mich leider überhaupt nicht richtig erreicht. Gerade am Anfang hab ich mich extrem schwergetan. Ich wusste zwischendrin teilweise überhaupt nicht, worauf das Ganze hinauswill, wer jetzt eigentlich welche Rolle spielt und warum manche Szenen so geschrieben sind, wie sie geschrieben sind. Dieses absurde Durcheinander war anfangs eher anstrengend als interessant. Dabei hatte das Buch durchaus Momente, in denen ich verstanden habe, was wahrscheinlich beabsichtigt war. Manche Situationen waren schon schräg und lustig. Aber dieses angebliche „Feuerwerk aus Witz, Intelligenz und Energie“, … sorry, aber wo denn? Ich kann mit schwarzem Humor wirklich etwas anfangen und auch mit böser Satire. Aber hier hat vieles bei mir einfach nicht gezündet. Die lustigen Stellen kann ich an einer Hand abzählen. Trotzdem wollte ich nach 100 Seiten dann auch nicht mehr abbrechen, weil das Ganze plötzlich doch angefangen hat, sich langsam aufzudröseln. Da war auf einmal doch sowas wie Spannung da. Nicht im klassischen Sinn, eher dieses: „Okay… was stimmt hier eigentlich alles nicht?“ Und genau das fand ich dann stellenweise interessant. Dieses kaputte Familienkonstrukt und das eigentlich niemand wirklich hinsieht. Ich glaube nämlich schon, dass zwischen den ganzen seltsamen Szenen etwas steckt. Die Mutter ist kaum präsent, völlig auf sich fixiert und achon auch narzistisch. Der Vater macht auf mich den Eindruck, als würde er selbst komplett in irgendwas festhängen und ist Depressiv aber versucht zumindest die Vaterrolle irgendwie auszufüllen. Gleichzeitig fehlt es der Familie gefühlt an allem. Essen, Aufmerksamkeit, Struktur. Und mittendrin diese hochbegabte Tochter, die offensichtlich Potenzial hat, aber einfach niemanden, der sie auffängt oder ernsthaft begleitet. Dann ist da noch Abigail… ein Teenager, der längst aufgegeben hat, noch brav mitzuschwimmen. Dieses permanente Auflehnen kam für mich gar nicht so überraschend. Wenn sich zuhause alles nur halbherzig anfühlt und keiner wirklich da ist, wundert mich nicht, dass sie irgendwann einfach rebelliert und nur noch genervt ist von allem. Die Botschaft zwischen den Zeilen hab ich also durchaus verstanden. Unterschiedliche Charaktere, jeder kämpft irgendwie für sich allein und am Ende hält man trotzdem auf eine verdrehte Art zusammen. Das kam schon bei mir an. Aber dann dieses Ende. Ich saß wirklich nur da und dachte: Hä? Ernsthaft jetzt? Erst hatte ich Angst, dass jetzt NOCH ein schlimmes Thema oben draufgeworfen wird und das Buch komplett eskaliert. Gott sei Dank wurde das dann nicht mehr in die Richtung gezogen, aber verwirrend fand ich es trotzdem. Für mich hat sich das eher angefühlt wie ein abruptes „So, fertig“, statt wie ein runder Abschluss. Und vielleicht ist genau das mein Hauptproblem mit dem Buch: Es schwurbelt ewig vor sich hin, alles wirkt bewusst chaotisch und plötzlich wird einem irgendwas mit voller Wucht um die Ohren gehauen. Oder wie hab ich es zu @geschichten_sammlerin im buddyRead geschrieben? Als wäre es im Vollrausch geschrieben worden (sorry 🙈) Manche feiern genau das wahrscheinlich. Für mich hat es leider eher dazu geführt, dass ich emotional nie richtig drin war. Am Ende ist es für mich einfach ein Buch, das mir leider nicht viel gegeben hat. Ist eben alles Geschmackssache

So amüsant und immer unerwartet. Gleich zu Beginn als die kleine dem Pfarrer ihre Sünden beichtet habe ich mich so köstlich amüsiert Was für eine kuriose Geschichte, dieser Humor, diese Figuren 😅😅 herrlich. Wie kommt man auf sowas amüsantes verrücktes Das schöne ist das man nie zu viel hat von diesem Humor sondern immer mehr davon will und natürlich auch bekommt Grandios auch die Sprecherin, wie sie das liest ohne sich kaputt zu lachen, Chapeau 👏👏 Absolut empfehlenswert ⭐⭐⭐⭐
𝗭𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘀𝗰𝗵𝗿ä𝗴𝗲𝗿 𝗦𝗮𝘁𝗶𝗿𝗲, 𝗪𝗮𝗵𝗻𝘀𝗶𝗻𝗻 & 𝗖𝗵𝗮𝗼𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗰𝗵 𝘄𝗲𝗶ß 𝗲𝗰𝗵𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗮𝘀 𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗮𝘃𝗼𝗻 𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻 𝘀𝗼𝗹𝗹 🤔 Wir stürzen hier in den Scherbenhaufen einer zerrütteten & dysfunktionalen Familie. Einfach „Chaos pur“ dachte ich mir gleich zu Beginn 🤓. Jeder hatte seine Ecken und Kanten, was mir die Charaktere aber sofort sehr liebenswert gemacht hat. Vorallem die Kids sorgten für einige Schmunzler!! Sie könnten unterschiedlicher nicht sein & diese Gegensätzlichkeit hat zunächst echt Schwung in die Story gebracht, was mich richtig gut unterhalten hat 😂. Der Schreibstil ist humorvoll und stellenweise einfach absurd. Im Verlauf der Story wirkte er oft sehr abgehakt, was meinen Lesefluss leider echt negativ beeinträchtigtigt hat. Im Mittelteil kam ich dann stellenweise nicht mehr mit & hab oft auch einfach nur noch die Augenbrauen nach oben gezogen, kann gar nicht so richtig wiedergeben was ich da gelesen habe❓Einige Kapitel wirkten sehr skurril, zusammengewürfelt und einfach nur absurd. Ein Buch, wo mir eine Bewertung in dem Sinne echt schwer fällt, weil ich gar nicht so richtig weiß was ich mit dieser Geschichte anfangen soll. ❓ 𝑩𝒆𝒊 𝒘𝒆𝒍𝒄𝒉𝒆𝒎 𝑩𝒖𝒄𝒉 𝒅𝒂𝒄𝒉𝒕𝒆𝒕 𝒊𝒉𝒓 𝒆𝒖𝒄𝒉 𝒛𝒖𝒍𝒆𝒕𝒛𝒕: „𝑾𝒂𝒔 𝒉𝒂𝒃 𝒊𝒄𝒉 𝒅𝒂 𝒆𝒊𝒈𝒆𝒏𝒕𝒍𝒊𝒄𝒉 𝒈𝒆𝒓𝒂𝒅𝒆 𝒈𝒆𝒍𝒆𝒔𝒆𝒏?“ 🤭 Von mir gibt’s daher leider keine Lesempfehlung, aber für alle, die auf Satire stehen, es aber nicht stört, wenn es zahlreiche Kapitel gibt, die wirklich sehr fragwürdig sind & der Schreibstil stellenweise sehr abgehackt wirkt: bildet euch selbst eure Meinung🤭

Eine bitterböse, warmherzige Satire über eine herrlich dysfunktionale Familie im Spätkapitalismus.
Eine Familie kurz vor dem Kollaps – und man liebt sie trotzdem Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorzeige-Vorstadtfamilie sein: Mutter, Vater, drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer, jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet Zuflucht in der Selbsthilfegruppe, die am wenigsten nach Sekte klingt: den „Verlorenen Schäfchen“. Auch die drei Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise. Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise verstrickt sich in einen ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover. Und Abigail lässt sich mit einem schweigsamen jungen Mann ein. Während Bud nebenbei den krummen Geschäften seiner Firma auf die Spur kommt, taumelt die ganze Familie durch eine Gegenwart, die einfach zu viel ist. Das absolute Herzstück des Buches, und der Grund, warum ich es so liebe, sind die Figuren. Jede einzelne der Familie Flynn ist eine kleine Welt für sich, schräg, kaputt und auf wundersame Weise liebenswert. Cash gelingt das Kunststück, Menschen zu erschaffen, die maximal dysfunktional sind und denen man trotzdem zutiefst zugeneigt ist. Man lacht über sie, man leidet mit ihnen, man möchte sie schütteln und gleichzeitig umarmen. Besonders die jüngste Tochter Harper hat es mir angetan – ein „seltsames Kind, klein, aber knallhart“, das schon mit acht Jahren behauptete, ihre Stofftiere hätten die Todesstrafe eingeführt, und jetzt einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Aber auch Vater Bud, der in der Garage haust und in einer Pseudo-Sekte Halt sucht, oder Mutter Catherine, die vom Spätkapitalismus glauben gemacht wurde, sie sei „eine Leerstelle“ – sie alle sind so präzise gezeichnet, dass sie zum Greifen real wirken, obwohl ihre Welt komplett überdreht ist. Madeline Cash schreibt mit einer hinreißenden Lakonie, die einen sofort packt. Ihre Sprache ist knackig, pointiert, voller Sprachwitz – Thea Dorn nannte die Dialoge im „Literarischen Quartett“ zu Recht „funkelnd vor Sprachwitz und Schlagfertigkeit“. Die Sätze sitzen, die Pointen treffen, und immer wieder gibt es Formulierungen, bei denen man kurz innehält, weil sie so treffend-böse sind. Was mich besonders beeindruckt: Cash schafft es, all den Wahnsinn und das Melodram einer Familientragikomödie in ausgefeilte, kontrollierte Prosa zu packen. Hinter der scheinbaren Leichtigkeit steckt enorme literarische Präzision. Die deutsche Übersetzung von Sophie Zeitz transportiert diesen Ton hervorragend, der trockene, lakonische Humor zündet auch auf Deutsch. Was „Verlorene Schäfchen“ über reine Unterhaltung hinaushebt: Cash nutzt Komik nicht als Entlastung, sondern als Erkenntnisform. Die Übertreibung legt frei, was im Realistischen verborgen bliebe. Ein Milliardär, der an Unsterblichkeit arbeitet. Eine Tochter, die sich in digitalen Abgründen verirrt. Ein Vater, der sich aus dem eigenen Leben entfernt, ohne es ganz zu verlassen. Das wirkt absurd, und genau darin liegt die Präzision. Cash zeichnet eine Gegenwart, die zu viel ist: Informationen, Bilder, Bedrohungen, alles gleichzeitig, alles verfügbar. Orientierung entsteht daraus nicht, im Gegenteil, die Welt wird unlesbar. Die Familie Flynn ist ein Spiegelbild unserer Zeit, verzerrt und dadurch umso genauer. Diese Doppelbödigkeit – herrlich komisch und gleichzeitig gesellschaftskritisch scharf – ist die große Stärke des Buches. Die Vergleiche mit den „Royal Tenenbaums“ oder den frühen Werken von Bret Easton Ellis kommen nicht von ungefähr. Cash nimmt das amerikanische Vorstadtleben im Spätkapitalismus aufs Korn – die Fassade der heilen Welt, die kirchliche Spießigkeit, die Selbstoptimierungs-Zwänge, die Konsum-Leere. Aber sie tut das nie überheblich oder kalt, sondern mit einer warmherzigen Zuneigung zu ihren kaputten Figuren. Genau diese Mischung aus bissiger Satire und echter Wärme macht das Buch so besonders. Es wäre einfach gewesen, die Flynns nur lächerlich zu machen. Stattdessen schenkt Cash ihnen Würde, lässt sie scheitern und wieder aufstehen, zeigt ihre Verletzlichkeit hinter der absurden Fassade. Das hebt „Verlorene Schäfchen“ über die reine Gesellschaftssatire hinaus zu echter Literatur. Spannend fand ich auch, wie Cash verschiedene Erzählebenen verwebt. Vater Bud kommt den krummen Geschäften seiner Firma auf die Spur, das gibt dem Roman einen leichten Krimi-Einschlag. Tochter Harpers Verschwörungsglaube und Louises Verstrickung mit einem fundamentalistischen Online-Lover spiegeln hochaktuelle Phänomene wider: Radikalisierung im Netz, die Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten in einer unübersichtlichen Welt. Diese verschiedenen Stränge laufen geschickt zusammen und ergeben ein Gesamtbild, das mal urkomisch, mal beklemmend ist. Cash beherrscht das Spiel mit den Tonlagen meisterhaft – sie kann auf einer Seite zum Lachen bringen und auf der nächsten einen Stich versetzen. Ganz ehrlich: Der überdrehte, grelle Ton ist nicht für jede:n. Cash übertreibt bewusst, lässt die Absurdität ins Extreme kippen. Wer realistische, ruhige Familienromane bevorzugt, könnte den überzeichneten Stil anstrengend finden. Auch springt die Erzählung zwischen den Figuren und Ebenen, was Konzentration verlangt. Mich hat genau das begeistert, aber es ist ein Buch, das polarisiert. Für mich überwiegen die Stärken aber so klar, dass es bei der vollen Sternzahl bleibt. Mein Fazit: „Verlorene Schäfchen“ ist eine brillante Familientragikomödie, die mich mit ihren herrlich schrägen Figuren komplett für sich eingenommen hat. Madeline Cash beweist mit ihrem Debüt, dass sie zu den spannendsten neuen Stimmen der Gegenwartsliteratur gehört: bissig, witzig, respektlos und gleichzeitig warmherzig. Wer Satire mit Substanz liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Die Familie Flynn ist mir trotz all ihrer Macken so ans Herz gewachsen, dass ich sie nur ungern wieder verlassen habe. Ich bin gespannt, was Madeline Cash als Nächstes schreibt – diese Autorin hat sich definitiv auf meine Watchlist gespielt. Empfehlenswert für Fans bissiger Gegenwartssatire und literarischer Tragikomödien wie Bret Easton Ellis, George Saunders, Ottessa Moshfegh oder Fredrik Backman in seiner dunkleren Variante. Für alle, die schräge, dysfunktionale Familien lieben und kluge Gesellschaftskritik mit Humor schätzen. Auch eine spannende Lektüre für Lesekreise – die überdrehte Familie Flynn bietet jede Menge Diskussionsstoff. Eher nichts für Leser:innen, die ruhige, realistische Familienromane bevorzugen, mit überdrehtem, grellem Satire-Ton wenig anfangen können oder klare, geradlinige Erzählstrukturen brauchen – Cash springt bewusst zwischen Figuren und Ebenen und setzt auf Absurdität statt auf Realismus.
Eines der schlechtesten Bücher, die ich in der letzen Zeit gelesen habe.
⭐⭐ (2 von 5 Sternen) 📚✨ Selten bin ich mit so viel Vorfreude in ein Buch gestartet wie bei „Verlorene Schäfchen“. Die Geschichte versprach genau das, was ich gerne lese: schwarzen Humor, bissige Gesellschaftskritik, schräge Charaktere und eine Handlung, die überrascht und zum Nachdenken anregt. Umso größer war leider die Enttäuschung, als sich all das für mich kaum im Buch wiederfand. 😔 😅 Der hochgelobte Humor blieb für mich weitgehend auf der Strecke. Viele Szenen, die vermutlich witzig oder satirisch wirken sollten, haben bei mir bestenfalls ein müdes Lächeln hervorgerufen. Von dem versprochenen schwarzen Humor war für meinen Geschmack viel zu wenig zu spüren, und auch der oft erwähnte Wortwitz wollte sich mir nicht erschließen. 📖 Hinzu kommt eine Handlung, die bereits früh erkennen lässt, wohin die Reise geht. Überraschungen sind Mangelware, und vieles entwickelt sich genau so, wie man es erwartet. Auch die Figuren konnten mich nicht überzeugen, da sie häufig wie überzeichnete Klischees wirken. Die Töchter lassen sich beinahe auf einfache Rollenbilder reduzieren: die Hübsche, die Unauffällige und die hochintelligente, unverstandene Außenseiterin. Die Eltern wiederum stecken beide in ihren persönlichen Midlife-Crisis-Szenarien fest, ohne dabei wirklich Tiefe oder Entwicklung zu gewinnen. 🤷♀️ Besonders schade fand ich, dass die Geschichte mit zunehmender Seitenzahl immer mehr an Schärfe verliert. Was zunächst wie eine bissige und kluge Betrachtung amerikanischer Vorstadt- und Kleinstadtprobleme beginnt, verflacht zunehmend. Konflikte werden angerissen, aber selten konsequent ausgearbeitet. Die vermeintlich große Bedrohung, auf die alles hinauszulaufen scheint, löst sich am Ende ins Lächerliche auf. Die emotionalen und psychischen Probleme der Figuren verschwinden zudem erstaunlich unkompliziert, wodurch viele Entwicklungen wenig glaubwürdig wirken. 🎭 Gerade das Finale hat mich enttäuscht. Der große Showdown hinterlässt keine nachhaltige Spuren bei den Charakteren und wirkt letztlich fast bedeutungslos. Statt einer cleveren Auflösung erhält man ein Ende den kompletten bullshit. ❓ Was mich am meisten verwundert, ist der enorme Hype um dieses Buch. Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber für mich blieb die Geschichte weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Grundidee hatte enormes Potenzial für eine scharfzüngige, intelligente und vielleicht auch böse Satire. Stattdessen bekam ich eine vorhersehbare Handlung, recht eindimensionale Figuren und einen Humor, der bei mir leider überhaupt nicht zündete. 💭 Insgesamt bleibt für mich vor allem ein Gefühl zurück: Enttäuschung. Nicht, weil die Idee schlecht gewesen wäre, ganz im Gegenteil. Gerade weil so viel Potenzial vorhanden war, fällt es umso mehr auf, wie wenig daraus gemacht wurde. Schade. ⭐⭐📉

Ein wilder Ritt durch Absurditäten
INHALT Eine Familie, Mutter Catherine, Vater Bud und ihre Kinder. Eine ziemlich normale Familie - aber der Schein trügt. Mutter Catherine beschließt die Ehe zu öffnen und trifft sich mit einem anderen Mann. Vater Bud ist wutentbrannt und schläft seit dem in der Garage des Hauses. Er landet anschließend in der Gruppe der „verlorenen Schäfchen“, eine Art Selbsthilfegruppe für Menschen, die vom Weg abkamen. Jedes Familienmitglied fühlt sich auf eine andere Art und Weise verloren. Ein wildes Buch über abstruse Geschichten; Verschwörungstheorien, fragwürdige Gemeinschaften und den Sinn des Lebens. EINDRUCK UND FAZIT Ich habe das Buch begonnen zu lesen und musste dann auf das Hörbuch umsteigen. Mir war bewusst, dass dieses Buch wild wird - aber ich muss feststellen, dass es gut auszuhalten war. Einge Stellen waren wirklich komisch - und andere super absurd. Ein ziemlich vielschichtiges Buch mit ordentlich Themen. Wenn man genauer hinschaut, kann man diese auch erkennen - und sieht, dass dieses Buch ordentlich Gesprächsbedarf bietet. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich bei den verlorenen Schäfchen sehen und wohlfühlen würde - aber ich bin prinzipiell für den Besuch sämtlicher Selbsthilfegruppen.
Um Himmels Willen! Was für eine Familie!
„Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander.“ Die Mutter: Catherine. Unzufrieden mit ihrer Ehe, ihrem Ehemann, ja, eigentlich am meisten mit sich selbst, flieht sie in eine Affäre mir dem Nachbar. Der Vater: Bud. Völlig verstört ob der (für ihn) merkwürdigen Anwandlungen seiner Gattin, zieht er sich die meiste Zeit in sein Auto zurück, liebäugelt mit dem Gedanken seinem Leben ein Ende zu setzen und wird Mitglied einer Pseudo-Selbsthilfegruppe… Die Töchter: Harper. Die jüngste, aber die hat es faustdick hinter den Ohren! Absolut frühreif, nicht auf den Mund gefallen, hochbegabt und mit einer Vehemenz, die ihresgleichen sucht, ist sie überzeugt davon, einer riesigen Verschwörung auf der Spur zu sein. Abigail. Die älteste, die Hübsche, ein pubertierender Teenager und frisch verliebt in einen Typen namens „Kriegsverbrecher-Wes“. Louise. Als mittlere Tochter steht sie zwischen allem, fühlt sich als „graue Maus“ die von allen übersehen wird, sucht Zuflucht in den unendlichen Weiten des Internets und verbringt hier ihre Zeit mit ihrem fundamentalistischen Chat-Lover. Und dann ist da noch dieser Millionär… Um Himmels Willen! Was für eine Familie! Das muss doch phänomenal schief gehen…. Mir waren die Charaktere etwas „zu drüber“. Etwas zu übertrieben dargestellt. Ich sehe die Intention der Autorin, kann erkennen, was sie uns zeigen, worauf sie uns aufmerksam machen möchte. Aber mir hat die Umsetzung nicht gefallen. Die Familienmitglieder sind mir einfach zu überspitzt gezeichnet, ihre Problemchen zu übertrieben, zu konstruiert, was dazu führte, dass ich absolut keinen Zugang zu ihnen finden konnte. Und das Ende der Geschichte war für mich dann auch einfach viel zu unglaubwürdig. Fazit: Der Klappentext versprach viel, die Umsetzung entsprach jedoch einfach nicht meinem Geschmack, meinem Humor.
"Die physische und die digitale Welt waren nicht die letzten eroberbaren Welten. Es gab auch noch die Innenwelt der Menschen. Eine Welt, in der Richtig und Falsch so klar waren wie Tag und Nacht." (S. 198) "Verlorene Schäfchen" nimmt die "trügerische" Vorstadtidylle und deren Bewohner genauer unter die Lupe. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Familie Flynn, deren Mitglieder mehr oder weniger vom Weg abkommen. Mutter Catherine, ist in ihrer Rolle unzufrieden und möchte eine offene Beziehung, in der sie ihre Affäre mit dem Nachbar ausleben kann, woraufhin ihr Mann Bud erst einmal ins Auto zieht und zudem ein Verhältnis mit Miss Winkle, der Leiterin seiner Selbsthilfegruppe, beginnt. Nebenbei versucht er Unklarheiten an seinem Arbeitsplatz aufzudecken, auf die ihn seine jüngste Tochter Harper hinweist, was jedoch nicht zum Erfolg führt, bis seine Kinder das Zepter selbst in die Hand nehmen und die fragwürdigen und äußerst kuriosen Machenschaften des Millionärs Paul Alabaster aufdecken. Insgesamt ziemlich viel Personen und auch erstaunlich viel Handlung, die gar nicht mal so leicht daherkommt, da zwischendurch irgendwie der rote Faden abhanden zu kommen scheint. Irgendwie mochte ich die Art der überspitzten Darstellung und auch den teilweise unterschwellig bösen Humor. Auch den Facettenreichtum, mit dem die Autorin die Protagonisten gezeichnet hat fand ich gut und das skurrile Verhalten der ein oder anderen Person hat mich zwischendurch sehr erheitert, jedoch fehlte mir ein wenig Struktur und die gerade Linie, so dass es mir nicht immer leicht fiel der Handlung zu folgen. Von mir gibt es an dieser Stelle deswegen nur eine eingeschränkte Leseempfehlung. Ich könnte mir das Ganze aber tatsächlich gut als Film vorstellen.
Super skurril
Was genau habe ich da gelesen? Ich bin bis heute nicht sicher, ob ich das Buch mochte oder nicht und es fällt mir wahnsinnig schwer es zu bewerten. Wir haben es hier mit einer sehr skurrilen Familiengeschichte zu tun. Allen voran geht das Öffnen der Beziehung der Eltern, die kurz vor dem Aus steht. Und mitten drin drei Schwestern, die auf unterschiedliche Weisen verarbeiten. Diese Satire über eine dysfunktionale Familie war komplett absurd zu lesen. Und wenn man sich hier manch einen Beitrag von mir anguckt, weiß man, dass ich gerne mal abgedrehte Geschichten lese, über die andere nur den Kopf schütteln. Bei "Verlorene Schäfchen" bin ich nun zwigespalten und kann euch weder Lobeshymne noch Rant liefern. Noch nicht mal während des Lesens wusste ich, ob ich Spaß an der Sache habe. Die Geschichte kommt mit jeder Menge schwarzem Humor und Siuationskomik. Witze waren manchmal so stumpf, dass mich gefragt habe "Darf man so?". Die Art von Humor gefällt mir tatsächlich sehr gut. Aber immer wieder musste ich mich bewusst dazu entscheiden das Buch weiterzulesen, weil stellenweise der Impuls fehlte, der Geschichte weiterhin zu folgen. In der zweiten Hälfte des Buches wurde es dann auch so abgedreht, dass es mich sprachlos gemacht hat. An Stelle des größeren Plots, hätte ich mir eher gewünscht ganz bei der Familie und ihrer Sinneskrise zu bleiben. Nichtsdestotrotz mochte ich wie die einzelnen Familienmitglieder mit ihren jeweiligen Charakterzüge und Handlungsträngen ausgearbeitet wurden. An den Eigenarten der Schwestern hatte ich jede Menge Spaß und konnte auf abgedrehte Art und Weise mitfühlen.

Monatshighlight!
Dieser Roman handelt von Familie Flynn, einer fünfköpfigen höchst skurrilen Familie, die in einer religiös geprägter amerikanischen Vorstadt lebt. In den ersten Kapiteln werden die Familienmitglieder nach und nach vorgestellt. Ich war immer wieder überrascht, dass keines von ihnen weniger schräg ist als die anderen. Schon die Persönlichkeit jeder einzelnen Figur ist äußerst unterhaltsam, total überspitzt, aber auf eine vollkommen gelungene Art. Die Dialoge sind auf den Punkt, und der Roman ist an wirklich vielen Stellen sehr witzig. Hier möchte ich ein großes Shout-out an die Übersetzerin aussprechen, Sophie Zeitz, denn absolut jeder Gag funktioniert in dieser deutschen Übersetzung. Auch die Geschichte entwickelt sich "wild", im Sinne von, passiert dir im echten Leben nicht, ist hier aber trotzdem total glaubhaft. Zwischendurch wird es so spannend, dass mir die Lacher im Hals stecken blieben. Neben viel Humor steckt im Roman auch richtig viel Gesellschaftskritik. Aber zum Glück sind die Entwicklungen nicht zu krass. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Roman von allen ohne Triggerwarnung gelesen werden kann. Ich kann nur empfehlen, das auch zu tun.
Eine Familie kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Seit es in der Ehe der Fynns kriselt, geht es für sämtliche Familienmitglieder bergab – und es ist herrlich spaßig, sie dabei zu begleiten! Was ich gleich zu Beginn hervorheben möchte, ist der unglaublich gelungene Schreibstil. Madeline Cash schreibt herrlich trocken-humorig nicht nur über die Abwege der Fynns, sondern über sämtliche handelnde Figuren dieses Romans. Da ist der Pfarrer, der gegen eine Mückenplage in seiner Kirche kämpft, da ist ein Milliardär mit Größenwahn (nicht ganz so abwegig), da ist die Leiterin der Selbsthilfegruppe »Die verlorenen Schäfchen«, die für die Mückenplage in der Kirche verantwortlich ist ... Eine ganz Menge skurriler Figuren bevölkern die amerikanische Vorstadt, in der sich das absurde Geschehen entfaltet. Diese Figuren sind eine weitere Stärke des Buches. Obwohl jede einzelne von ihren alle komplett überzeichnet ist, erwecken sie den Eindruck, eigenständig handelnde und fühlende Individuen zu sein. Als Leser fiebert und leidet man unwillkürlich mit ihnen mit. Gerade die 3 Töchter der Flynns wachsen einem ans Herz, in ihren Versuchen, sich als Teenager in einer Welt zurechtzufinden, in der nichts garantiert zu sein scheint und sich alles stets im Wandel befindet. Ich hätte den Eskapaden der Flynns noch länger folgen können, doch etwa ab der Hälfte bekommt die Story sowohl einen leicht anderen Ton als auch eine anderen Schwerpunkt. Für mich hätte es die im Klappentext erwähnte Verschwörung nicht gebraucht, die Story war auch so packend genug. Da hat mich der Text dann auch stellenweise verloren, das war mir insgesamt dann doch eine Spur zu drüber. Die Präzision, mit der besonders in der ersten Hälfte Familien- und Kleinstadtdynamiken seziert wurden, leidet anschließend meiner Ansicht nach unter dem Plot und verliert an Witz und Schärfe. Dennoch eine Leseempfehlung für alle, die skurille Figuren, unkonventionell Familienmodelle und trockenen Humor lieben! Gleichzeitig Tragikömodie, Coming-of-Age-Story und Portrait einer ziemlich (un)gewöhnlichen Familie sorgt »Verlorene Schäfchen« für gute Unterhaltung – wenn mit ein paar Abstrichen in der zweiten Romanhälfte.
Skurril, chaotisch und stellenweise ziemlich absurd. Leider hat mich der angekündigte Humor nicht ganz erreicht
Ich bin an dieses Buch mit der Erwartung einer skurrilen Komödie herangegangen, hatte aber ansonsten kaum eine Vorstellung davon, was mich erwartet. Nach vielen positiven Stimmen war ich neugierig geworden. Die Geschichte rund um die Familie Flynn ist definitiv ungewöhnlich. Zwischen Sinnkrisen, fragwürdigen Beziehungen, Verschwörungstheorien und einem zwielichtigen Milliardär entfaltet sich eine ziemlich absurde Handlung mit vielen Figuren und verschiedenen Erzählsträngen. Gerade deshalb würde ich empfehlen, das Buch möglichst ohne längere Pausen zu lesen, da viele Zusammenhänge sonst leicht verloren gehen. Was mir allerdings etwas gefehlt hat, war der Humor. Obwohl das Buch oft als skurril und komisch beschrieben wird, gab es für mich nur wenige Szenen, die wirklich lustig waren. Manche Passagen waren mir sogar etwas zu viel des Guten und haben die Geschichte stellenweise eher ausgebremst. Dafür gab es aber immer wieder Momente, die durch ihre Absurdität im Gedächtnis bleiben – allen voran die inzwischen berüchtigte Kellerszene. Insgesamt fand ich Verlorene Schäfchen unterhaltsam und interessant, aber es konnte mich nicht vollständig überzeugen. Ich hatte erwartet, schneller durch die knapp 320 Seiten zu kommen und etwas häufiger schmunzeln zu müssen. Kein schlechtes Buch, aber leider auch kein Highlight für mich.
Chaosfamilie
Dieses Buch ist definitiv mal was anderes. Bud und Catherine stecken mitten in einer Midlife-Crisis-Ehekrise und müssen sich gleichzeitig um ihre drei ungestümen Töchter kümmern. Dabei bieten sich die einzelnen Erzählstränge den reinsten Schlagabtausch, was Wahnwitzigkeit und Absurdität angeht! Und teilweise ist es so urkomisch, Madeline Cashs Schreibstil ist herrlich trocken und wortgewandt, das war wirklich mein Highlight. Eventuell ein MINI-Spoiler und ich will auch nicht zu viel vorwegnehmen, jedoch finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass inmitten von all dem Chaos und Humor die Story gegen Ende einen ziemlich düsteren Abstecher macht. Nur so als kleine Warnung. Ich bin nach dem Lesen etwas unschlüssig, was ich aus der Geschichte mitnehme. Es war unterhaltsam, und die Charaktere sehr originell. Trotzdem hat es mich nicht zu 100 Prozent erreicht, obwohl die Formel dazu da war. 3,5/5
Ein Buch, so schnell und verrückt wie ein Kinofilm
Ich babe angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Die Familie Flynn ist schon ejn bisschen speziell. Eine kaputte Ehe mit einer speziellen "Vereinbarung" und drei Töchter, jede für sich speziell. Die große steht kurz vor Ihrem Schulabschluss, probiert sich nebenbei mit Drogen aus und ist verliebt, ausgerechnet in den stillen Kriegsverbrecher Wes. Die mittlere ist auch verliebt, online und tauscht sich mit ihrem Crush zu merkwürdigen Themen, wie der Frage, welche chemikalie besonders gut brennt aus. Die jüngste spricht viel zu viele Sprachen, langweilt sich in der Schule und wittert überall Verschwörungen. Vor allem bei dem merkwürdigen superreichen Boss Ihres Vaters. Ob da was dran ist? Die Autorin wechselt in schnellen Schnitten von Person zu Person, von Szene zu Szene. Und obwohl alles irgendwie völlig absurd wirkt, verliebt man sich doch schnell in die Karaktäre und will wissen, wie es für sie weiter geht. Denn niemand ist perfekt, niemand komplett böse. Sie sind alle nicht schwarz-weiß. Das alles mit einer guten Priese Humor und alle wirken sehr real. Alle leben alle für sich und sind dann doch eng miteinander verbunden.
Urkomische Reise in das Leben einer fast normalen Vorstadtfamilie
Das ist mal ein Buch, das richtig Gas gibt: von Seite 1 werden wir mit den schrulligen und abstrus liebenswerten Mitgliedern der Familie Flynn konfrontiert. Hier hat jeder ganz eigene Herausforderungen, sei es das Aufdecken von Verschwörungen, außereheliche (Fast-)Affären oder das Bauen einer Bombe im Namen der Liebe. Ist das albern und überzeichnet? Ja. Macht es trotzdem Spaß? Definitiv! Ich habe das Buch trotz einiger Fragezeichen zum Ende sehr geliebt, es hat einfach viel Spaß gemacht.
Hat Potenzial, ist aber auch anstrengend 
Ich finde es sehr wichtig, die Übersetzenden zu nennen, denn ihre Arbeit ist für mich sehr von großer Bedeutung. Ich kann mich erst in ein Buch fallen lassen, wenn ich merke, dass die deutsche Sprache genau meinen Nerv trifft. Bei diesem Roman wurde das einmal mehr deutlich. Satire zu übersetzen und den ironischen Ton genau zu treffen, stelle ich mir unglaublich schwer vor. Sophie Zeitz ist das grandios gelungen. Es könnte eine glückliche, amerikanische Familie sein. Doch Catherine und Bud Flynn zerschlagen, ein Konstrukt, das zu funktionieren schien. Cathrines Libido schreit nach Selbstverwirklichung und Bud geht da nicht mit. Stattdessen zieht er ins Auto. Die drei Töchter haben unterschiedliches Potenzial, und da sie mehr oder minder emotional auf sich alleine gestellt sind, probieren Sie sich aus. Abigail führt eine optimistische Beziehung zu einem Typen namens „Kriegsverbrecher Wes“, Harper ist hochbegabt, lernt Sprachen in kürzester Zeit und hat ein Näschen für Verschwörungen und Louise, die damit kämpft grau und unscheinbar zu sein, gerät in eine fundamentalistische Online-Kommunikation, die sie zum Bombenbau animiert. Da wo sie erzieherischen Support bräuchten, experimentieren die Mädchen und das geht nicht immer gut aus. Eingeflochten in diesen Familyplot sind viele zeitgenössische Themen. Milliardäre, die sich über Grenzen und Regeln hinweg setzen, weil Ihnen die Welt gehört, Radikalisierung, christlich geprägte Heuchelei und die Vernunft, die an ihre Grenzen stößt. Das Bild, dem die Flynns gerne entsprechen möchten, hängt sehr schief. Mit Intelligenz und einem Sack voll Sarkasmus hat Madeline Cash eine Geschichte geschrieben, mit einer Dynamik, die der der Addams Family gleicht. Alle mögen sich irgendwie und tolerieren sich, obwohl sie zum Teil echt schräg sind. Leider hat die Geschichte für mich nur zur Hälfte funktioniert. Während ich die Dialoge sehr genossen habe und den Sprachwitz feiere, verliert die Handlung an Struktur. In der zweiten Hälfte wird es wild. Eine kriminelle Handlung steht im Mittelpunkt und obwohl man da was richtig Großes hätte draus machen können, verdunstet das Potenzial wie Sprühregen in der Wüste. Damit kippte für mich der unterhaltsame Ton ins Anstrengende. Ich konnte den Ideen kaum noch folgen. Sobald ich gedanklich bei einer Aktion angekommen war, passierte schon wieder was anderes. Am Ende gibt es eine Überraschung, deren Richtung mir ganz gut gefallen hat. Ich hab der Familie Flynn wirklich gerne bei ihrem chaotischen Leben zugeschaut. Entspannend war das allerdings nicht. Wenn ihr also satirische Romane mögt und überspitzte Dialoge gerne lest, dann seid ihr bei diesem Roman sicherlich einem Highlight auf der Spur. Für mich war es ein unterhaltsamer Read, bei dem ich allerdings erleichtert war, als er endete.
Das Buch hätte so gut und amüsant angefangen. Irgendwann wurde es schräg und manchmal hat mir auch die Ausdrucksweise nicht gefallen, vor allem bei Sexszenen, die absolut nicht dazu gepasst haben. Irgendwann kam dann noch eine Vampirszene dazu und das Ende wiederum war wieder richtig nett. War okay, würde ich sagen!
Schräg, aber lustig
Ich hab anfangs ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, aber ab dem Punkt war es für mich purer Genuss. Es ist eines der wenigen Bücher mit wirklich lustigen Dialogen, und das in einer Familie, in der jeder seine ganz eigene Krise zu bewältigen versucht. Die drei Töchter und die Eltern sind großartig beschrieben. In jeder Rolle war ich drin und hab mitgefiebert, auch wenn es manchmal richtig skurril wurde. Das Buch besticht für mich eher durch seine Sprache als durch die Handlung, aber genau das macht den Reiz aus. Ein super lesenswertes Buch, das ich tatsächlich gerne noch länger gelesen hätte. Sehr erfrischend!

Skurril
Eine skurrile Satire mit sehr speziellen Humor und vielen überspitzten Passagen. Die Charaktere sind durchaus interessant, aber speziell. Stellenweise fand ich es unpassend vulgär und niveaulos. Vor allem der Anfang zeigt einfach nur Eltern, die ihre Kinder komplett vernachlässigen und verwahrlosen lassen, was in keinerlei Kontext lustig ist. Ich konnte einige Parallelen zu Bobs Burger erkennen, womöglich ist die Autorin ja ein Fan der Serie.
how unhinged? „lost lambs“ von madeline cash beantwortet das ganze einfach nur mit „ja“. die storyline ist auf den ersten blick super simpel - dysfunktionale familie, eltern entscheiden sich, ihre ehe zu öffnen, um doch noch etwas aus dem leben raus zu holen. meanwhile gehen die drei töchter komplett crashout, jede auf ihre eigene art und weise. sonstige storyline? vorhanden, aber gar nicht so relevant. alle familienmitglieder müssen sich durch ihre eigenen struggles hindurch manövrieren. manchmal zusammen, manchmal gegeneinander, meistens auch für sich allein. und um es in eindeutigen worten zu sagen: i loved everything that is wrong with this family. madeline cash hat super eigenartige, spezielle charaktere entwickelt, die irgendwie nicht so richtig sympathisch sind, diese aber durch ihre weirdness und lost lamb-ness dennoch zu super likeable persona macht. so nahbar und out of this world gleichzeitig. die toxische beziehung, aus der man aber nicht so richtig raus will, denn eigentlich hat man doch eine ziemlich gute zeit. und vor allem eine witzige. ES IST SO WITZIG, period. super gespannt bin ich übrigens auf die deutsche übersetzung - wie dieses fantastische gnats-wortspiel umgesetzt wird kann ich mir stand jetzt nicht vorstellen, aber es ist chef‘s kiss. mücken weg, wortspiel weg. impressive. es ist smart, es ist satire, es ist ein bisschen drüber und einfach voll mit popkulturellen kleinen hints. „lost lambs“ von madeline cash ist einfach nur hilarious und eine absolute empfehlung.

Familie Flynn fällt auseinander. Jüngste Tochter Harper ist genauso hochbegabt wie von Gewalt fasziniert, mittlere Tochter Louise schreibt online mit einem islamistischen Terroristen und die älteste Tochter Abigail dated einen Kerl den alle „War Crimes Wes“ nennen. Die Eltern sind nicht besser dran, Mutter Catherine ist arbeitslos, trinkt zu viel und dated den Nachbarn. Vater Bud tritt einer katholischen Selbsthilfegruppe bei und fängt eine Beziehung mit der Gruppenleiterin an. Gleichzeitig scheint Bud‘s Arbeitgeber, der skrupellose und mysteriöse Milliardär Paul Alabaster, nichts Gutes im Schilde zu führen. Das Buch ist im Grunde wie die Simpsons, total chaotisch und lustig mit richtig cleveren Dialogen. Nur die Handlung hat für mich im Laufe des Buches immer mehr nachgelassen und ich war am Ende schon ein wenig enttäuscht, weil es viel stärker und besser anfing und ich dann hohe Erwartungen hatte. Trotzdem ein ganz witziges und leichtes Buch für zwischendurch. 7.5/10





















































