Die Tote von Rosewood Hall

Die Tote von Rosewood Hall

von Annis Bell·Buch 1 von 3
Taschenbuch
4.218
SpannungsromanLady JaneDownton AbbeyStarke Frauen

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

Wiltshire 1860: Lord Henry Pembroke hat sich alle Mühe mit der Ausrichtung eines Balls für seine geliebte Nichte Lady Jane in Rosewood Hall gegeben. Auf der Gästeliste stehen die begehrtesten Junggesellen der Londoner Gesellschaft, denn der kranke Lord möchte die Zukunft seiner Nichte, die ihm mehr eine Tochter ist, gesichert wissen. Doch der Abend nimmt einen gänzlich anderen Verlauf als geplant ...

Ein verletztes Mädchen stolpert in der winterlichen Ballnacht durch den Park von Rosewood Hall und wird von Lady Jane entdeckt. Jane, eine unkonventionelle und allzu selbstbewusste, junge Frau, bringt die Namenlose im Wintergarten unter. Mit ihrem letzten Atemzug bittet die Sterbende Jane darum, ihre Freundin, Mary, zu finden und vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Das Schicksal der gequälten Kreatur geht Jane nahe und sie verspricht, zu helfen. Unerwartete Unterstützung findet Jane durch Captain Wescott, einen verschwiegenen, eher düster wirkenden aber auch attraktiven Mann.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Historische Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
366
Preis
12.40 €

Beiträge

4
Alle
4.5

🇬🇧👒🔎 Was für ein erfolgversprechender Start in diese historische Kriminalreihe - Bridgerton meets Miss Marple. Zeitgeist und Konventionen im England des beginnenden 19. Jahrhunderts sind sehr realistisch beschrieben, ohne wehleidig oder zu melodramatisch zu wirken, und die Handlung ist wirklich spannend. Authentische Charaktere und eine sympathische, beherzte Protagonistin mit toller Entwicklung machen die Story rund. Teil 2 und 3 sind schon auf der Wunschliste.

5

Toller und spannender Auftakt der Lady Jean Trilogie.

Das Cover ist ganz hübsch, und obwohl im ersten Blick das Bild mit dem Inhalt nur wenig zu tun hat, verdeutlicht es die Stimmung und das Gefühl das Jane hat. Hat was sehnsüchtiges die Stimmung. Was den Schreibstil angeht, ich mochte ihn sehr, nicht zu gestelzt aber dennoch merkt man in welcher Zeit man sich befindet. Das Aristokratische halt. Aber wie gesagt, nicht zu übertrieben. Dazu ist er leicht und flüssig, so das man schnell durch die Geschichte kommt. Die Geschichte in diesem 1. Teil der Lady Jane Trilogie, ist eine düstere. Und überraschenderweise, auch heute noch sehr aktuelles Thema. Eigentlich will ich gar nicht zu viel verraten aber ich denke, es ist gut zu wissen um was es in dem Buch geht. So ne Art Triggerwarnung. Denn auch ich musste manchmal echt tief durchatmen und das Buch mal kurz auf die Seite legen. Es ging mir einfach sehr nahe. Es geht um Kinderhandel und um Kindsmissbrauch. Und trotz allem konnte ich das Buch nicht weg legen, ich wollte nicht, nicht nur weil es ein Licht auf eine düstere Zeit legt sondern weil das Thema so aktuell ist. Und ich find, man sollte da einfach nicht weg schauen. Ja, es ist ein Roman, aber es war damals oft so und es ist auch heute noch genau gleich. Wenn nicht sogar viel schlimmer weil das Ausmass noch viel grösser ist. Die Autorin hat eine wirklich spannende Story aus dem Thema gemacht, das ich trotz allem empfehlen kann. Auf dem Ball, den ihr Onkel ausrichten lies, ging es darum einen Ehemann für Jane zu finden. Denn sie war schon nicht mehr ganz jung und er hatte angst das sie unverheiratet bleiben würde wenn er schon bald mal sterben sollte. Tja, man kann sich ja denken was Jane sich dabei gedacht hat aber sie liebt ihren Onkel über alles und sie spielt das Spiel mit. Doch das dieser Ball so aufregend werden würde, und sie am ende des Balls mit einem Geheimnis konfrontiert um das sie sich kümmern mochte, hat sie sich zum beginn dessen Abends nie im Traum vorstellen können. Jean fand ein halb totes Mädchen hinter den Büschen im Park und verfrachtete es kurzerhand ins Gewächshaus wo es nicht ganz so kalt war wie draussen und hoffte es ihr so leichter machen zu können, doch leider verstarb dieses Mädchen, das ein geschundenen Körper hatte, in wenigen Minuten und bat in den letzten Atemzüge man möge doch Mary finden … Tja, Jane wär nicht Jane, wenn sie nicht schon beim auffinden einen Plan geschmiedet hätte. Und zu ihrer Überraschung kam ihr Captain Wescott zu Hilfe … Was die verschiedenen Charakteren angeht, egal wie kurz sie gestreift werden oder eben sie zu den Protagonisten und Antagonisten gehören, Annis Bell hat sie hervorragend beschrieben, man kann sie sehen, fühlen, sie wecken Abscheu, Wut, aber auch Zuneigung. Man kann it ihnen mit fühlen, mit fieber, das alles macht einfach eine gute Geschichte aus. Aber Jane, die Hauptprotagonistin ist einfach genial, sie ist mir schon auf den ersten Seiten ans Herz gewachsen, eine selbstbewusste und starke Frau. Schlagfertig, frech, aber auch offen und neugierig. Für diese Zeit war das für eine Frau nicht ganz so einfach, denn Frauen sprach man kein selbstständiges Handeln zu, also nicht ohne der Erlaubnis des Ehemannes oder Vormund / Eltern. Geschweige im alleingang Dinge zu unternehmen und schon gar nicht wenn die nicht sicher waren und schon an der Grenze der Legalität vorbei schrammten. Frau durfte nichts besitzen, wenn sie was hatte, ging das an den Vormund oder den Ehemann. Aber nicht mit Jane, sie weiss was sie will, und vor allem, was sie nicht will. Dann haben wir noch Hetti, die Zofe von Jean, auch sie nicht das typische Mädchen zu dieser Zeit. Sie steht loyal und tapfer Jane immer bei. Sie, eigentlich wie eine Freundin, begleitet sie bei allem. Und natürlich der Buttler ihres Onkels, der dann auch ihrer wurde. Und wen ich auch sehr mochte war Wescott, der attraktive und liebenswürdige Capain. Ja, sie sind mir wirklich alles ans Herz gewachsen. Wie gesagt, das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, ich kannte die Autorin zuvor nicht, weil eigentlich diese Zeitspanne nicht so meine ist, dennoch bin ich froh hab ich das Buch gelesen und ich werde mit Sicherheit mir die anderen 2 Bände auch noch holen.

Toller und spannender Auftakt der Lady Jean Trilogie.
5

Wie naiv ich an dieses Buch herangegangen bin. Ich dachte, es wäre ein kleiner 08/15 historischer Liebesroman für zwischendurch, umso perplexer war ich über die Tiefe. Nix hier mit 08/15 Liebesroman. Humorvoller historischer Kriminalroman trifft es eher. Lady Jane hält nicht viel von Männern und von der Ehe sowieso nicht viel. Aber ihr Onkel geht es von Tag zu Tag schlechter, stirbt er, ist sie weiterhin unmündig und muss bei ihrem Cousin leben, dabei hat sie ein herrliches Heim. Aber um dieses zubekommen, muss ein Ehemann her. Da trifft es sich gut, dass Captain Wescott den Ball besucht. Doof nur, dass ihr aufeinandertreffen durch eine Tragödie überschattet wird. Jane findet ein junges Mädchen, halb tot im Park. Wescott und sie kümmern sich sofort um die arme Seele, doch zu spät. Die letzten Worte richten sich an Jane, sie solle Mary schützen. Doch war ist diese Mary und vor allem wer ist dieses Mädchen. Noch bevor der Captain über die Angelegenheit nachdenken kann, macht Lady Jane sich mit ihrer Zofe Hettie auf die Suche. Sie ermittelt in eigener Sache. Bevor Jane aber komplett abhanden kommt, macht Wescott ihr ein Angebot, welches sie nicht ausschlagen kann. Jane soll ihn heiraten, sie erlangt dadurch ihre Freiheit und kann auf ihrem Anwesen leben, während Wescott in höhere Reihen kommt. Alles rein platonisch. Jane macht sich auf die Suche, klappert verschiedene Waisenhäuser ab und sucht sogar in ganz dunklen Gassen. Das untereinander von Jane und dem Captain hat mir echt gut gefallen. Sie ist ziemlich tough und lässt sich so schnell nichts sagen, er bewundert diese Art an ihr und will sie auch gar nicht ändern. Nur fällt es ihr schwer, seine gut gemeinten Ratschläge anzunehmen. Jane gerät immer weiter in einen Strudel bis in die höchsten Kreise Londons, kann es wirklich sein, das Kinder ausgebeutet und misshandelt werden und danach einfach auf die Straße gesetzt werden? Ein ums andere Mal muss Wescott seine angetraute retten. Am Ende müssen sie leider einsehen, das sie den Vertrag untereinander ohne ihre Herzen geschlossen haben.

3.5

Ich weiß leider nicht genau, was ich von Lady Jane halten soll. Sie schwankt ständig zwischen zwei Charaktereigenschaften: barmherziger Samariter und egoistischer Snob. Der Krimi-Teil des Buches ist jedoch sehr gut gelungen, die Liebesgeschichte hingegen kaum der Rede wert.

Beitrag erstellen