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Zu viele Fäden für einen Fall 🕵️♀️🧩
In „Töte, wenn du kannst“ steigt Susanne Mischke mit einem klassischen Krimi-Setup ein: Am helllichten Tag wird ein kleines Mädchen mitten in Göteborg entführt. Vier Jahre später erhalten ihre Eltern den ersten Hinweis… Die Grundidee hat mir gefallen und auch die Auflösung führt die vielen darum gesponnenen Handlungsfäden nachvollziehbar zusammen. Allerdings wirkte der Roman für mich oft überladen. Die vielen Perspektivwechsel und Nebenhandlungen ergeben zwar ein logisches Gesamtbild, lassen die Handlung aber immer wieder abschweifen. Auch Göteborg als Handlungsort ging mir zu sehr unter. Das Buch hätte genau so gut in Hannover und an der mecklenburgischen Seenplatte spielen können. Irritierend fand ich außerdem die fehlenden Kapitel. Dadurch wirken die häufigen Szenen- und Perspektivwechsel sehr sprunghaft und erschweren den Lesefluss. Die Figuren sind spleenig-sympathisch, allerdings ist der Roman nicht allzu gut gealtert. Figurenbeschreibungen konzentrieren sich zu stark auf Äußerlichkeiten sowie auf vermeintlich geschlechtertypische (oder untypische) Eigenschaften, auch das hat mich immer wieder rausgekickt. Insgesamt ist „Töte, wenn du kannst“ ein solider Krimi, wollte aber einfach ein bisschen zu viel.
20. Juni 2026
Zu viele Fäden für einen Fall 🕵️♀️🧩
In „Töte, wenn du kannst“ steigt Susanne Mischke mit einem klassischen Krimi-Setup ein: Am helllichten Tag wird ein kleines Mädchen mitten in Göteborg entführt. Vier Jahre später erhalten ihre Eltern den ersten Hinweis… Die Grundidee hat mir gefallen und auch die Auflösung führt die vielen darum gesponnenen Handlungsfäden nachvollziehbar zusammen. Allerdings wirkte der Roman für mich oft überladen. Die vielen Perspektivwechsel und Nebenhandlungen ergeben zwar ein logisches Gesamtbild, lassen die Handlung aber immer wieder abschweifen. Auch Göteborg als Handlungsort ging mir zu sehr unter. Das Buch hätte genau so gut in Hannover und an der mecklenburgischen Seenplatte spielen können. Irritierend fand ich außerdem die fehlenden Kapitel. Dadurch wirken die häufigen Szenen- und Perspektivwechsel sehr sprunghaft und erschweren den Lesefluss. Die Figuren sind spleenig-sympathisch, allerdings ist der Roman nicht allzu gut gealtert. Figurenbeschreibungen konzentrieren sich zu stark auf Äußerlichkeiten sowie auf vermeintlich geschlechtertypische (oder untypische) Eigenschaften, auch das hat mich immer wieder rausgekickt. Insgesamt ist „Töte, wenn du kannst“ ein solider Krimi, wollte aber einfach ein bisschen zu viel.
20. Juni 2026






