Im zauberhaften Park von Schloss Lütetsburg wird eine weibliche Leiche gefunden. Der Mörder hat sie wie eine Elfe in den blühenden Sträuchern drapiert - eine Botschaft für Hauptkommissarin Ann-Kathrin Klaasen. Unter Hochdruck versuchen die Kommissarin und ihr Team weitere Morde zu verhindern, während die Liebe zwischen Ann-Kathrin und ihrem Kollegen Frank Weller in den Ermittlungen mehr Raum einzunehmen scheint, als gut für sie ist.
Autor Klaus-Peter Wolf spricht seinen Krimi um eine sympathische Kommissarin und schaurige Morde vor der atemberaubenden Kulisse Ostfrieslands mit Charme und Humor.
Das gleichnamige Buch ist im Fischer Taschenbuch Verlag erschienen.
Band 3 einer Reihe. Na ja. Band 2 hatte ich toll gefunden. Dieser hier hat sich sehr geschleppt und war vorhersehbar. Aber irgendwie hat mir das Setting am eigenen Urlaubsort dann doch irgendwie gefallen. Aber nur da.
1 Tage vor
3,0
Band 3 einer Reihe. Na ja. Band 2 hatte ich toll gefunden. Dieser hier hat sich sehr geschleppt und war vorhersehbar. Aber irgendwie hat mir das Setting am eigenen Urlaubsort dann doch irgendwie gefallen. Aber nur da.
Ich sage es mal so: mit einem anders/besser ausgearbeiteten Ende wären es mindestens 4 Sterne geworden.
Der Fall an ist sehr spannend, man bekommt genügend Gelegenheit zu Rätseln, wer der Täter ist und die wiederkehrenden Figuren bekommen immer mehr Tiefe.
Das Ende, beziehungsweise der Endkampf ist dann aber wirklich…sagen wir mal unrealistisch.
Noch dazu sehr plötzlich und auch dem Rest der Geschichte nicht würdig.
Sehr schade, steuerte darauf zu das bisherige Highlight der Reihe zu werden.
23. Jan. 2026
3,0
Starker Beginn- seltsames Ende
Ich sage es mal so: mit einem anders/besser ausgearbeiteten Ende wären es mindestens 4 Sterne geworden.
Der Fall an ist sehr spannend, man bekommt genügend Gelegenheit zu Rätseln, wer der Täter ist und die wiederkehrenden Figuren bekommen immer mehr Tiefe.
Das Ende, beziehungsweise der Endkampf ist dann aber wirklich…sagen wir mal unrealistisch.
Noch dazu sehr plötzlich und auch dem Rest der Geschichte nicht würdig.
Sehr schade, steuerte darauf zu das bisherige Highlight der Reihe zu werden.
Der Kampf um Anerkennung ohne rücksicht auf Verluste.
Also, ich muss es einfach wieder sagen: Klaus-Peter Wolf schafft es mit jedem Band, mich noch tiefer in diese Welt hineinzuziehen. „Ostfriesengrab“ ist nun schon der dritte Fall von Ann Kathrin Claasen – und ich ertappe mich immer öfter bei dem Gedanken, dass ich die Bücher gar nicht mehr nur lese, sondern in ihnen lebe. Diese Reihe greift bei mir im Kopf immer mehr um sich, wie eine Flutwelle, gegen die ich mich nicht wehren kann – und ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht.
In diesem Fall beginnt alles mit einer grausigen, aber zugleich verstörend schönen Inszenierung: Eine tote Frau, im Schlosspark aufgebahrt wie ein Engel. Diese Mischung aus Schönheit und Tod hat mich sofort gepackt – es war, als würde der Täter die Leserinnen und Leser genauso herausfordern wie die Ermittler. Und genau das gelingt Klaus-Peter Wolf meisterhaft: Er stellt uns vor ein Rätsel, das nicht nur Ann Kathrin und Weller an ihre Grenzen bringt, sondern auch mich als Leserin emotional völlig aufwühlt.
Ann Kathrin und Weller tappen lange völlig im Dunkeln, und ich war ständig versucht, zwischen den Zeilen Hinweise zu suchen, Verdächtige auszumachen – doch nichts. Immer wieder hat Wolf mir den Boden unter den Füßen weggezogen, und ich fühlte mich genauso ratlos wie die Ermittler. Das ist eine der großen Stärken dieses Buches: Man ist mittendrin, man zweifelt, man bangt, man rätselt.
Doch was mich diesmal besonders getroffen hat, sind die Angriffe, die Ann Kathrin und Weller von den eigenen Kollegen ertragen müssen. Ihre Liebe wird nicht akzeptiert, ihre Nähe als Schwäche ausgelegt – und ich habe dabei richtig Wut gespürt. Dieses subtile Mobbing innerhalb der Polizei, dieses „gegen die eigenen Leute arbeiten“, hat mich wirklich aufgebracht. Ann Kathrin, die ohnehin schon genug trägt, muss sich immer wieder beweisen, und das geht mir wahnsinnig nah.
Und dann natürlich der alte Schmerz, der wie ein Schatten über ihrem Leben liegt: der Tod ihres Vaters. Wieder einmal kämpft sie damit, diesen Raubüberfall, diesen ungesühnten Verlust, in ihre Ermittlungen einzuweben. In jedem Band bisher ist sie der Wahrheit ein Stück nähergekommen, und doch blieb die Lösung immer fern. Aber hier, in „Ostfriesengrab“, scheint sich endlich etwas zu bewegen. Plötzlich tun sich Abgründe auf, Wahrheiten, die vielleicht welche sind – oder auch nicht. Klaus-Peter Wolf spielt mit unseren Erwartungen, und was er da ans Tageslicht bringt, ist haarsträubend. Ich musste beim Lesen immer wieder tief durchatmen, weil es so heftig war.
Die Aussage des Buches schwingt für mich ganz klar zwischen zwei Polen: Zum einen zeigt Wolf, wie zerstörerisch Geheimnisse und alte Verletzungen sein können, wie sie Menschen noch Jahre später zerreißen. Zum anderen aber geht es um das Festhalten an der Wahrheit, darum, dass man niemals aufgeben darf, auch wenn der Weg voller Hindernisse ist. Ann Kathrin Claasen ist hier die Verkörperung von Stärke und Verletzlichkeit zugleich – und genau das macht sie für mich so greifbar, so real.
Alte Freunde von Weller tauchen auf, dunkle Verbindungen werden sichtbar, und Ann Kathrin gerät mehr denn je in die Bredouille. Ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt, dass das Netz sich immer enger um sie schließt – und gleichzeitig habe ich mit ihr gehofft, dass sie einen Ausweg findet.
Am Ende bleibt für mich ein Eindruck, der stärker ist als bei den Bänden zuvor: „Ostfriesengrab“ ist nicht nur ein spannender Kriminalfall, sondern auch ein emotionales Psychogramm von Menschen, die um Liebe, Wahrheit und Anerkennung kämpfen. Es ist ein Buch über Verletzlichkeit, Verrat, über Schatten der Vergangenheit – und darüber, wie schwer es ist, loszulassen.
Und ja: Ich weiß, ich habe es schon oft gesagt, aber diesmal ist es wirklich so – das war ein absolut genialer Fall. Einer, der mich noch lange begleiten wird und mich nur noch sicherer macht: Ich muss die ganze Reihe lesen. Es gibt einfach keinen anderen Weg.
18. Sept. 2025
5,0
Der Kampf um Anerkennung ohne rücksicht auf Verluste.
Also, ich muss es einfach wieder sagen: Klaus-Peter Wolf schafft es mit jedem Band, mich noch tiefer in diese Welt hineinzuziehen. „Ostfriesengrab“ ist nun schon der dritte Fall von Ann Kathrin Claasen – und ich ertappe mich immer öfter bei dem Gedanken, dass ich die Bücher gar nicht mehr nur lese, sondern in ihnen lebe. Diese Reihe greift bei mir im Kopf immer mehr um sich, wie eine Flutwelle, gegen die ich mich nicht wehren kann – und ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht.
In diesem Fall beginnt alles mit einer grausigen, aber zugleich verstörend schönen Inszenierung: Eine tote Frau, im Schlosspark aufgebahrt wie ein Engel. Diese Mischung aus Schönheit und Tod hat mich sofort gepackt – es war, als würde der Täter die Leserinnen und Leser genauso herausfordern wie die Ermittler. Und genau das gelingt Klaus-Peter Wolf meisterhaft: Er stellt uns vor ein Rätsel, das nicht nur Ann Kathrin und Weller an ihre Grenzen bringt, sondern auch mich als Leserin emotional völlig aufwühlt.
Ann Kathrin und Weller tappen lange völlig im Dunkeln, und ich war ständig versucht, zwischen den Zeilen Hinweise zu suchen, Verdächtige auszumachen – doch nichts. Immer wieder hat Wolf mir den Boden unter den Füßen weggezogen, und ich fühlte mich genauso ratlos wie die Ermittler. Das ist eine der großen Stärken dieses Buches: Man ist mittendrin, man zweifelt, man bangt, man rätselt.
Doch was mich diesmal besonders getroffen hat, sind die Angriffe, die Ann Kathrin und Weller von den eigenen Kollegen ertragen müssen. Ihre Liebe wird nicht akzeptiert, ihre Nähe als Schwäche ausgelegt – und ich habe dabei richtig Wut gespürt. Dieses subtile Mobbing innerhalb der Polizei, dieses „gegen die eigenen Leute arbeiten“, hat mich wirklich aufgebracht. Ann Kathrin, die ohnehin schon genug trägt, muss sich immer wieder beweisen, und das geht mir wahnsinnig nah.
Und dann natürlich der alte Schmerz, der wie ein Schatten über ihrem Leben liegt: der Tod ihres Vaters. Wieder einmal kämpft sie damit, diesen Raubüberfall, diesen ungesühnten Verlust, in ihre Ermittlungen einzuweben. In jedem Band bisher ist sie der Wahrheit ein Stück nähergekommen, und doch blieb die Lösung immer fern. Aber hier, in „Ostfriesengrab“, scheint sich endlich etwas zu bewegen. Plötzlich tun sich Abgründe auf, Wahrheiten, die vielleicht welche sind – oder auch nicht. Klaus-Peter Wolf spielt mit unseren Erwartungen, und was er da ans Tageslicht bringt, ist haarsträubend. Ich musste beim Lesen immer wieder tief durchatmen, weil es so heftig war.
Die Aussage des Buches schwingt für mich ganz klar zwischen zwei Polen: Zum einen zeigt Wolf, wie zerstörerisch Geheimnisse und alte Verletzungen sein können, wie sie Menschen noch Jahre später zerreißen. Zum anderen aber geht es um das Festhalten an der Wahrheit, darum, dass man niemals aufgeben darf, auch wenn der Weg voller Hindernisse ist. Ann Kathrin Claasen ist hier die Verkörperung von Stärke und Verletzlichkeit zugleich – und genau das macht sie für mich so greifbar, so real.
Alte Freunde von Weller tauchen auf, dunkle Verbindungen werden sichtbar, und Ann Kathrin gerät mehr denn je in die Bredouille. Ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt, dass das Netz sich immer enger um sie schließt – und gleichzeitig habe ich mit ihr gehofft, dass sie einen Ausweg findet.
Am Ende bleibt für mich ein Eindruck, der stärker ist als bei den Bänden zuvor: „Ostfriesengrab“ ist nicht nur ein spannender Kriminalfall, sondern auch ein emotionales Psychogramm von Menschen, die um Liebe, Wahrheit und Anerkennung kämpfen. Es ist ein Buch über Verletzlichkeit, Verrat, über Schatten der Vergangenheit – und darüber, wie schwer es ist, loszulassen.
Und ja: Ich weiß, ich habe es schon oft gesagt, aber diesmal ist es wirklich so – das war ein absolut genialer Fall. Einer, der mich noch lange begleiten wird und mich nur noch sicherer macht: Ich muss die ganze Reihe lesen. Es gibt einfach keinen anderen Weg.