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Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen habe, ich glaube es dürften fünf sein. Ihre Art, wie sie Geschichten erzählt mag ich einfach unglaublich gerne. Aber auf dieses Buch habe ich mich ganz besonders gefreut, da es in den Siebzigern spielt und ich mich sehr für Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg interessiere. Ich finde es unglaublich interessant und spannend, wie Deutschland geteilt war und sich dann wieder vereinigt hat. Deshalb war ich schon sehr gespannt, wie die Siebziger und der Ost-West-Gegensatz eine Rolle spielen würden. In dem Buch geht es um Nici und Kate, die Beide 17 sind und jedes Jahr den Sommer zusammen bei ihren Großmüttern verbringen. Ein kleines Dorf abgeschieden in den Bergen. Dort verbringen die Beiden Freundinnen ihre Sommerferien, doch dieses Jahr ist es anders. Denn der Sommer letztes Jahr endete nicht wie gewünscht. Etwas ist vorgefallen was nun zwischen den Beiden steht. Was ich von Anfang an mochte, waren die vielen Einblicke in das Leben in den 70er Jahren. Die Mädchen leben in den Ferien bei ihren Großmüttern und da merkt man deutlich die Entwicklungen. Die Ansichten ihrer Omis sind einfach ganz andere als die von den Beiden Teenagern. Hier wird nicht nur die Entwicklung der Rolle der Frau thematisiert, sondern auch die Entwicklung des Lebens. Eine Jeans zu tragen ist für Oma Lotti und Oma Anita unvorstellbar, für Nici und Kate ist es langsam alltäglicher. Die 68er-Bewegung hat die 70er geprägt und das hat man auch in diesem Buch gemerkt. Auch das Frauen nun, zumindest mit der Erlaubnis des Mannes, arbeiten gehen durften wurde hier thematisiert und viele andere Kleinigkeiten, die mir sehr gefallen haben. Das Buch zeigt, wie weit die Frauenbewegung gekommen ist und wie anders früher alles war. Diese ganzen Thematiken hat die Autorin in meinen Augen wirklich gut mit in die Geschichte eingebaut. Auch West-Berlin, die DDR etc. spielten hier eine Rolle, da die Protagonistin Kate aus West-Berlin kommt und Nici aus Bremen. Auch die Fahrt von Bremen nach West-Berlin wird hier im Laufe des Buches beschrieben und es fühlte sich für mich sehr authentisch an. Da ich ein Kind der 2000er bin, kann ich nicht sagen, wie authentisch einiges ist, aber mit meinem Wissen was ich zum Thema geteiltes Deutschland und die Rolle der Frau habe, fühlt es sich sehr authentisch an. Das mochte ich wirklich gerne. Die Geschichte ist relativ seicht und kommt meist ohne großes Drama aus. Es ist einfach eine ruhigere Geschichte und das mochte ich gerne. Das Drama, welches es hier dennoch gab, fühlte sich für mich zu aufgebauscht an, da der Rest der Geschichte doch ruhiger verlief. Es gibt einige Geheimnisse, denen die Mädchen auf die schliche kommen wollen, wodurch teilweise Spannung entsteht. Die meisten Geheimnisse bleiben allerdings Geheimnisse und da hätte ich mir vielleicht ein paar Antworten gewünscht. Zwischen den Mädchen entwickelt sich etwas. Da ist eine neue Verbindung zwischen ihnen, die weit über ihre jahrelange Freundschaft hinaus geht. Alles hat letzten Sommer angefangen und nun geht es weiter. Langsam. Kommen wir deshalb zu einem Punkt, über den ich in meinen Rezensionen normalerweise nicht schreibe: spicy Szenen. Ob ein Buch Spice oder keinen Spice hat, oder ob es viel oder wenig Spice enthält, ist mir eigentlich egal. Hier war es das erste Mal, dass ich mir tatsächlich gewünscht hätte, eine Szene wäre ein bisschen länger beschrieben. Zwischen den Mädchen wird es immer hitziger. Es kommt auf einem Berg dann zu einer Schlüsselszene, die so viel zwischen den Beiden verändert. Diese wird nur angedeutet, was ich nicht schlimm fand, auch wenn man so vielleicht mehr über die Charaktere und ihre Verbindung zueinander erfahren hätte. Ich dachte, vielleicht ist die Zielgruppe einfach eine jüngere, doch diese Vermutung wurde kurz vor dem Ende nicht bestätigt. Normalerweise mache ich mir aus spicy Szenen nichts, aber ich denke hier hätte es tatsächlich zur Handlung beigetragen. Allerdings ist dies kein Kritikpunkt, sondern nur eine persönliche Anmerkung meinerseits. Am Ende gibt es eine Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Ich bin mir ehrlich gesagt auch gar nicht so sicher, ob sie für mich zum Rest der Geschichte passt, auch wenn sie so noch eine weitere Thematik mit aufgreift. Für mich war es einfach nicht ganz rund, auch wenn ich das Ende wirklich süß fand. Die Liebesgeschichte geht meiner Meinung nach durch das Ende ein wenig unter und ich hätte mir da ein bisschen mehr gewünscht. Ein bisschen mehr von Nici und Kate. Denn das Ende ist relativ offen und verrät nicht unbedingt, wo die Charaktere nun stehen. Da Band 2 der Reihe am Ende mit dieser Geschichte zusammenläuft bin ich nun noch gespannter, ob wir da noch ein bisschen was zu den Charakteren und ihrem Ende erfahren. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig. So konnte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit lesen und beenden. Ich mochte die Thematik der 70er wirklich gerne und auch, dass die Geschichte etwas ruhiger war. Es passte einfach zur Story. Ich möchte nun unbedingt den zweiten Teil der „Einer dieser Sommer“-Reihe lesen, in dem es um eine andere Protagonistin geht und wir in die 80er zurückversetzt werden. Ich freue mich schon darauf. Außerdem freue ich mich schon auf weitere Werke aus der Feder der Autorin. Das Buch wird immer wieder durch Zeichnungen unterbrochen und das liebe ich so sehr an dem Buch und auch an anderen Werken der Autorin. Ich finde die Illustrationen untermalen die Geschichte einfach ganz zauberhaft und jede einzelne Illustration ist wunderschön geworden. „Einer dieser Sommer: 1974“ ist ein ruhiger Roman, der die 70er Jahre authentisch aufgreift und viele Thematiken rund um die Rolle der Frau mit einbezieht, was mir sehr gefallen hat.

5. Apr. 2024
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen habe, ich glaube es dürften fünf sein. Ihre Art, wie sie Geschichten erzählt mag ich einfach unglaublich gerne. Aber auf dieses Buch habe ich mich ganz besonders gefreut, da es in den Siebzigern spielt und ich mich sehr für Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg interessiere. Ich finde es unglaublich interessant und spannend, wie Deutschland geteilt war und sich dann wieder vereinigt hat. Deshalb war ich schon sehr gespannt, wie die Siebziger und der Ost-West-Gegensatz eine Rolle spielen würden. In dem Buch geht es um Nici und Kate, die Beide 17 sind und jedes Jahr den Sommer zusammen bei ihren Großmüttern verbringen. Ein kleines Dorf abgeschieden in den Bergen. Dort verbringen die Beiden Freundinnen ihre Sommerferien, doch dieses Jahr ist es anders. Denn der Sommer letztes Jahr endete nicht wie gewünscht. Etwas ist vorgefallen was nun zwischen den Beiden steht. Was ich von Anfang an mochte, waren die vielen Einblicke in das Leben in den 70er Jahren. Die Mädchen leben in den Ferien bei ihren Großmüttern und da merkt man deutlich die Entwicklungen. Die Ansichten ihrer Omis sind einfach ganz andere als die von den Beiden Teenagern. Hier wird nicht nur die Entwicklung der Rolle der Frau thematisiert, sondern auch die Entwicklung des Lebens. Eine Jeans zu tragen ist für Oma Lotti und Oma Anita unvorstellbar, für Nici und Kate ist es langsam alltäglicher. Die 68er-Bewegung hat die 70er geprägt und das hat man auch in diesem Buch gemerkt. Auch das Frauen nun, zumindest mit der Erlaubnis des Mannes, arbeiten gehen durften wurde hier thematisiert und viele andere Kleinigkeiten, die mir sehr gefallen haben. Das Buch zeigt, wie weit die Frauenbewegung gekommen ist und wie anders früher alles war. Diese ganzen Thematiken hat die Autorin in meinen Augen wirklich gut mit in die Geschichte eingebaut. Auch West-Berlin, die DDR etc. spielten hier eine Rolle, da die Protagonistin Kate aus West-Berlin kommt und Nici aus Bremen. Auch die Fahrt von Bremen nach West-Berlin wird hier im Laufe des Buches beschrieben und es fühlte sich für mich sehr authentisch an. Da ich ein Kind der 2000er bin, kann ich nicht sagen, wie authentisch einiges ist, aber mit meinem Wissen was ich zum Thema geteiltes Deutschland und die Rolle der Frau habe, fühlt es sich sehr authentisch an. Das mochte ich wirklich gerne. Die Geschichte ist relativ seicht und kommt meist ohne großes Drama aus. Es ist einfach eine ruhigere Geschichte und das mochte ich gerne. Das Drama, welches es hier dennoch gab, fühlte sich für mich zu aufgebauscht an, da der Rest der Geschichte doch ruhiger verlief. Es gibt einige Geheimnisse, denen die Mädchen auf die schliche kommen wollen, wodurch teilweise Spannung entsteht. Die meisten Geheimnisse bleiben allerdings Geheimnisse und da hätte ich mir vielleicht ein paar Antworten gewünscht. Zwischen den Mädchen entwickelt sich etwas. Da ist eine neue Verbindung zwischen ihnen, die weit über ihre jahrelange Freundschaft hinaus geht. Alles hat letzten Sommer angefangen und nun geht es weiter. Langsam. Kommen wir deshalb zu einem Punkt, über den ich in meinen Rezensionen normalerweise nicht schreibe: spicy Szenen. Ob ein Buch Spice oder keinen Spice hat, oder ob es viel oder wenig Spice enthält, ist mir eigentlich egal. Hier war es das erste Mal, dass ich mir tatsächlich gewünscht hätte, eine Szene wäre ein bisschen länger beschrieben. Zwischen den Mädchen wird es immer hitziger. Es kommt auf einem Berg dann zu einer Schlüsselszene, die so viel zwischen den Beiden verändert. Diese wird nur angedeutet, was ich nicht schlimm fand, auch wenn man so vielleicht mehr über die Charaktere und ihre Verbindung zueinander erfahren hätte. Ich dachte, vielleicht ist die Zielgruppe einfach eine jüngere, doch diese Vermutung wurde kurz vor dem Ende nicht bestätigt. Normalerweise mache ich mir aus spicy Szenen nichts, aber ich denke hier hätte es tatsächlich zur Handlung beigetragen. Allerdings ist dies kein Kritikpunkt, sondern nur eine persönliche Anmerkung meinerseits. Am Ende gibt es eine Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Ich bin mir ehrlich gesagt auch gar nicht so sicher, ob sie für mich zum Rest der Geschichte passt, auch wenn sie so noch eine weitere Thematik mit aufgreift. Für mich war es einfach nicht ganz rund, auch wenn ich das Ende wirklich süß fand. Die Liebesgeschichte geht meiner Meinung nach durch das Ende ein wenig unter und ich hätte mir da ein bisschen mehr gewünscht. Ein bisschen mehr von Nici und Kate. Denn das Ende ist relativ offen und verrät nicht unbedingt, wo die Charaktere nun stehen. Da Band 2 der Reihe am Ende mit dieser Geschichte zusammenläuft bin ich nun noch gespannter, ob wir da noch ein bisschen was zu den Charakteren und ihrem Ende erfahren. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig. So konnte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit lesen und beenden. Ich mochte die Thematik der 70er wirklich gerne und auch, dass die Geschichte etwas ruhiger war. Es passte einfach zur Story. Ich möchte nun unbedingt den zweiten Teil der „Einer dieser Sommer“-Reihe lesen, in dem es um eine andere Protagonistin geht und wir in die 80er zurückversetzt werden. Ich freue mich schon darauf. Außerdem freue ich mich schon auf weitere Werke aus der Feder der Autorin. Das Buch wird immer wieder durch Zeichnungen unterbrochen und das liebe ich so sehr an dem Buch und auch an anderen Werken der Autorin. Ich finde die Illustrationen untermalen die Geschichte einfach ganz zauberhaft und jede einzelne Illustration ist wunderschön geworden. „Einer dieser Sommer: 1974“ ist ein ruhiger Roman, der die 70er Jahre authentisch aufgreift und viele Thematiken rund um die Rolle der Frau mit einbezieht, was mir sehr gefallen hat.
5. Apr. 2024







