1848

1848

Hardcover
3.82

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Beschreibung

1848 – was für ein Jahr: Die Rufe nach Grundrechten und demokratischer Teilhabe wurden lauter, hitzige Debatten wurden zu Barrikadenkämpfen, der politische Status quo geriet endgültig ins Wanken. Letztendlich erreichten die Revolutionärinnen und Freiheitskämpfer ihre Ziele nicht, doch ein entscheidender Anfang war gemacht.
Die Historikerin Alexandra Bleyer erzählt von der einzigartigen Dynamik dieses Revolutionsjahrs in ganz Europa. Neben den politischen Geschehnissen nimmt sie auch den bewegten Alltag in den Blick und begleitet eine Vielzahl von Personen durch diese bewegten Zeiten – von der Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters über Verteidiger des Status quo wie Fürst Metternich bis hin zu Dichtern wie Johann Nestroy und der Tänzerin Lola Montez, die es als Revolutionsflüchtling in die USA verschlug. Eine atemberaubende Chronik, die die ganz besondere Aufbruchsstimmung jener Tage offenbart.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Geschichte & Archäologie
Format
Hardcover
Seitenzahl
336
Preis
26.80 €

Autorenbeschreibung

Alexandra Bleyer, geb. 1974, ist promovierte Historikerin und freie Autorin. Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind das Zeitalter Napoleons und der Vormärz. Bei Reclam erschienen zuletzt »Napoleon. 100 Seiten« und »Propaganda. 100 Seiten«.

Beiträge

1
Alle
4

Eine lesenswerte Übersicht über die deutsche Revolution

1848 – was für ein Jahr: Die Rufe nach Grundrechten und demokratischer Teilhabe wurden lauter, hitzige Debatten mündeten vor 175 Jahren in der Märzrevolution. Letztendlich erreichte die deutsche Revolution ihre Ziele nicht, doch ein entscheidender Anfang war gemacht. Alexandra Bleyer erzählt in "1848" von der einzigartigen Dynamik dieses Revolutionsjahrs in ganz Europa. Die Historikerin beleuchtet eine Vielzahl an Schauplätzen der Revolution und handelnde Akteure. Von Berlin über Paris und Wien bis Ungarn und Oberitalien. Parlamente, Vereine und Medien. Von Metternich, der Außenminister Österreichs, die Frauenrechtlerin Luise Otto-Peters, der Gesellschaftstheoretiker Karl Marx, der Politiker Robert Blum und viele mehr. Dabei geht die Autorin nicht chronologisch vor, sondern wirft Schlaglichter auf bestimmte Episoden und geht auf gesamteuropäische Prozesse ein. Dies macht das Buch einerseits interessant, da der Lesende einen umfassenden Blick auf die Revolution erhält, führte jedoch durch die Zeit- und Ortssprünge, sowie große Anzahl an Personen dazu, dass es an einigen Stellen unüberschaubar wird. An dieser Stelle hätte ich mir eine stärkere Gliederung und konkreter formulierte Fragestellungen gewünscht. Der Schreibstil der Autorin geht teilweise ins humoristische über, was die komplexen Handlungen der Revolution leichter vermittelte. Sehr gut gefallen hat mir, dass immer wieder Minderheiten in den Blick genommen werden und die von ihnen gestellte Forderung nach Gleichberechtigung. Seien es die Rechte jüdischer Menschen oder das Wahlrecht der Frau. Gleichzeitig lässt Alexandra Bleyer auch nicht den herrschenden Antisemitismus und Antijudaismus außer Acht und wie dieser auch schon damals alle Gesellschaftsschichten durchzog. „1848“ bietet eine lesenswerte Übersicht über die Deutsche Revolution, ihre Bedeutung und ihre Folgen.

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