Zauber des Haiku

Zauber des Haiku

von
Hardcover
3.51

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Beschreibung

Ein literarischer Schatz - von den alten Meistern bis zu modernen Stimmen

Gedichte zu schreiben hat eine lange Tradition in Japan. Die hier vorgelegte Auswahl streift einige der bedeutendsten Entwicklungen in der Geschichte der japanischen Lyrik. Als Sammlung bietet sie eine bunte Mischung unterschiedlichster Themen. Das Spektrum reicht von einer Kaiserin, die vor mehr als tausend Jahren regierte, über Hofbeamte, Hofdamen und Einsiedler unterschiedlicher Epochen bis in die Neuzeit mit Feministinnen und Hausfrauen, die sich zum Dichten Zeit nehmen. Gedichte wurden von Literaten und von Angehörigen literaturferner Berufe, wie Gynäkologen und Bankangestellten, Medizinprofessoren und Gymnasiallehrern, auch Tapeziermeistern, Soldaten und Bauern, geschrieben - vom nördlichsten Hokkaido bis zum südlichsten Okinawa.

Japanische Gedichte sind generell zwar sehr kurz, enthalten dennoch reichlich Anmut, Witz, intensive Gefühle, nachdenklich stimmende Gedanken und wirken oft sehr unterhaltsam. Dank ihrer Kürze und der einprägsamen Formulierungen bleiben ihre Inhalte im Gedächtnis hängen. Man mag sie wieder und wieder lesen, oft auch mitsummen, wenn sie trotz ihrer Kürze klangvoll geraten. Miki Sakamoto hat für die vorliegende Auswahl ihre Heimat durchreist und die schönsten japanischen Gedichte gesammelt, neu übersetzt und mit hilfreichen Kommentierungen und klugen Nachgedanken versehen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Lyrik & Dramen
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
189
Preis
22.70 €

Beiträge

1
Alle
3.5

Ein Schatz Japanischer Dicht-Kultur

„Der Wind verweht den Rauch des Fuji, bis er himmelwärts entschwindet, genauso orientierungslos sind meine Gedanken“ (S.13) Als großer Fan der Japanischen Kultur konnte ich mir dieses wunderschöne Büchlein aus dem C.H.Beck-Verlag mit Japanischen Gedichten natürlich nicht entgehen lassen. Gedichte besitzen in Japan eine lange Tradition und das Haiku (Gedicht mit 17 Silben) dürfte einem schon mal hier und da begegnet sein. Miki Sakamoto hat in diesem Sammelband ihre liebsten Haikus frei übersetzt und niedergeschrieben. Nach einer Einführung in die Japanische Dicht-Tradition und der drei Japanischen Schriftzeichen, beinhaltet der Band auf 132 Seiten die unterschiedlichsten Haikus; manchmal nur Zweizeiler, aber auch ein paar längere Gedichte sind dabei, gegliedert in unterschiedliche Themenbereiche. Ich muss ehrlich sagen, dass die Haikus mich nicht ganz so verzaubert haben, wie erhofft, und ich glaube auch den Grund dafür zu kennen. Die Japanaische Schrift ist eine bildhafte Sprache (die Kanjis) und eine Silbensprache (Hiragana+Katakana). Haikus reimen sich nicht, sondern charakterisieren sich durch ihren Silben-Rhythmus; und diesen kann man nun mal nicht übersetzen. Daher glaube ich, dass der wahre „Zauber des Haiku“ sich im Original offenbart, in der bildhaften Beschreibung durch die Kanji und dem Silbenrhythmus des Hiragana. Das Nachwort im Buch fand ich sehr wertvoll und hat für mich auch diese These bestätigt. In der Übersetzung findet sich „nur“ der Inhalt des Haiku wieder, kein Sprachrhythmus oder dergleichen, dies ist nun mal einfach so; wenn ich es mit deutschen Gedichten vergleiche, besitzen diese ja meist auch zumindest einen gewissen Rhythmus oder einen Reim. Und das fehlte mir hier einfach, da mich allein der „Inhalt“ des Haikus großenteils nicht abholen konnte. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch natürlich ein wahrer Schatz Japanischer Dicht-Kultur und fand ich es hochspannend hier einzutauchen und wird das Buch natürlich auch einen festen Platz in meinem Japan-Bücherregal bekommen.

Ein Schatz Japanischer Dicht-Kultur
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