Weißes Feuer (Darktown 2)

Weißes Feuer (Darktown 2)

von Thomas Mullen·Buch 2 von 2
Hardcover
4.213
Kings CountyFulton CountyGerechtigkeitColson Whitehead

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Beschreibung

Die Arbeit der schwarzen Cops Lucius Boggs und Tommy Smith wird täglich von Rassismus bestimmt. Sie haben kaum Befugnisse, und um Ermittlungen durchzuführen, sind sie auf die Hilfe weißer Polizisten angewiesen, die ihre Arbeit aber zumeist durch Schikanen und Willkür behindern. Als schwarze Familien – darunter die von Smiths Schwester – in ein ehemals rein weißes Viertel ziehen, beginnen die Rassenkonflikte in der sich rasant verändernden Stadt zu brodeln. Ein unkontrolliertes Ausbrechen der Gewalt scheint jederzeit möglich. Ausgerechnet in dieser aufgeheizten Atmosphäre werden Boggs und Smith durch eine Festnahme auf die Revierkämpfe zweier Schmugglerbanden aufmerksam. Ihre Nachforschungen führen sie nicht nur zu weißen Hintermännern, sondern auch zu ihren eigenen Familien. Bald sind beide persönlich so tief in den Fall verstrickt, dass nicht weniger als ihre moralische Integrität auf dem Spiel steht. »Moralisch komplex und mit fein gezeichneten Charakteren, vertieft diese hervorragende Fortsetzung von ›Darktown‹ Mullens Porträt von Amerika vor der Bürgerrechtsbewegung.« Library Journal

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Roman Noir
Format
Hardcover
Seitenzahl
480
Preis
24.00 €

Autorenbeschreibung

Thomas Mullen wurde 1974 in Rhode Island geboren und lebt mittlerweile mit seiner Familie in Atlanta. 2006 erschien sein Debütroman ›Die Stadt am Ende der Welt‹, der von der Zeitschrift USA Today als „Bester Debütroman des Jahres“ und von der Zeitung Chicago Tribune als eines ihrer „Books of the Year“ benannt wurde (DuMont 2020). Mit ›Lange Nacht‹ (DuMont 2020) legt er den Abschluss seiner preisnominierten und von der Presse gefeierten ›Darktown‹-Trilogie vor. Bei DuMont sind bereits die ersten

Beiträge

3
Alle
5

Ein Krimi mit gesellschaftlichem Lernfaktor

Teil 2 der Reihe macht dort weiter, wo Teil 1 aufgehört hat. Atlanta Anfang der 1950er Jahre: die ersten Negro-Cops sind nicht nur für Kriminellen auf der Spur, sondern auch Korruption und suchen nach Gerechtigkeit. Ein spannender Krimi, bei dem man „nebenbei“ noch unfassbar viel über die damalige Gesellschaft der USA und die Benachteiligung von POC lernen kann.

Ein Krimi mit gesellschaftlichem Lernfaktor
3.5

Wenn die eigene Nachbarschaft zum rassistischen Schlachtfeld wird.

In diesem Buch setzt sich die historische Tiefe fort. Es sind zwei Jahre vergangen seit den Ereignissen in „Darktown“, aber irgendwie hat sich nicht besonders viel für die Polizisten verändert. Rassistische Unruhen werden immer akuter, seit schwarze Familien in weiße Viertel umziehen, und auch die Spannungen innerhalb der Polizeieinheit werden immer stärker; der Frust über die eingeschränkten Möglichkeiten und die fehlende Gerechtigkeit nimmt immer mehr zu. Das Buch macht vieles genau so gut wie der erste Teil der Trilogie. Auch hier ist die allergrößte Stärke die Atmosphäre und die Welt, die geschaffen bzw. in diesem Teil erweitert wird. Auch das übergeordnete Thema der Hoffnungslosigkeit und der ewige und aussichtslose Kampf gegen Windmühlen – und dass man es eigentlich keiner Seite recht machen kann – ist sehr stark herauszulesen. Trotz aller Bemühungen wird der Hass auf den Straßen von Atlanta immer größer.

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