Was man unter Wasser sehen kann

Was man unter Wasser sehen kann

Taschenbuch
3.910
BühlerhöheAnja BaumheierWestdeutschlandProvinz

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

»Ein spannender, intensiver Roman.« Büchermagazin. Als ihre Mutter verschwindet, kehrt die junge Luca in ihre Heimat zurück, nach Ronnbach, jenen kleinen Ort zwischen waldigen Hügeln und tiefhängendem Himmel, wo sie zwischen Mutter und Großmutter aufwuchs, zwischen zwei Frauen, die einander das Leben schwermachten. Luca verstand nie, warum, doch nun sucht sie nach Antworten, und bald erkennt sie, dass die Geschichte ihrer Familie ihren Anfang nahm, als das Ronnetal in den Sechzigern geflutet werden und ein ganzes Dorf versinken sollte. Henriette Dyckerhoff erzählt von drei Frauengenerationen und einer Liebe zwischen zwei Heimatlosen. »Dieses Debüt ist ein großartiges Stück Literatur von hoher Echtheit und zuweilen herber Poesie.« Wilhelmshavener Zeitung

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Generationenromane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
378
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Henriette Dyckerhoff, geboren 1977 im Sauerland, studierte Philosophie und Soziologie und arbeitete bei einem Hamburger Verlag. Heute ist sie freie Lektorin und schreibt Sachbücher. Für „Was man unter Wasser sehen kann“, ihren ersten Roman, erhielt sie ein Stipendium des Landes Niedersachsen. Sie lebt in Oldenburg.

Beiträge

2
Alle
4.5

Ein unbequemer Dorfroman mit unbequemen Figuren, die aber genau so sein m0ssen weil sie nur so in diese Familiengeschichte reinpassen. Die Sprache ist knapp, karg, teilweise hart und ebenfalls gut zur Geschichte passend. Gutes Ende, gute Bilder (der Stausee, die Brücke). Je länger ich drüber nachdenke, desto besser finde ich das Buch.

„Was man unter Wasser sehen kann“ von Henriette Dyckerhoff war ein Fund im öffentlichen Bücherschrank und klang auf den ersten Blick recht spannend und interessant. Es handelt sich hier um einen „Familien-Roman“, der in einem kleinen Dorf spielt, jedoch nicht als Wohlfühlbuch daher kommt, wie so viele andere Dorf-Geschichten. Erzählt wird die recht tragische, heftige Familiengeschichte der jungen Luca, die, als ihre Mutter Marion vermisst wird, von Berlin in ihr Heimatdorf zurückkehrt um ihre Mutter zu suchen. Marion und die Großmutter Grete haben sich nicht sonderlich gut verstanden und als sich Luca auf die Suche nach Antworten begibt, erfährt sie bisher unbekannte Dinge über ihre Familie. Ich gestehe, dass ich eigentlich nicht wirklich Lust auf das Buch hatte, als ich damit angefangen hatte. Ich dachte mir, das ist ein Fund aus dem Bücherschrank, der Roman hat dich nichts gekostet, wenn du damit nicht klar kommst, stell es zurück. Und der Anfang fiel mir auch nicht leicht. Ich habe einige Zeit benötigt, bis ich in die Geschichte von Luca, ihrer Mutter und ihrer Großmutter reingekommen bin, aber am Ende war es eine positive Überraschung für ein mir bis dato noch nie untergekommenes Buch. Die Geschichte hat Tiefgang, Tiefgang der sich schon im Buchtitel verbirgt, den ich richtig gut gewählt finde. Ich mag die Geschichte des Dorfes rund um den Bau des Staudamms, der mit einer Legende verknüpft ist, ich mag die Vorstellung, was in dem Staudamm verborgen liegt und musste hier ein wenig an das Buch „Ich bleibe hier“ von Marco Balzano denken, in dem ebenfalls ein Staudamm gebaut und ein Dorf geflutet wird. Der Roman ist selbst ist wie die Figuren unbequem, ungemütlich, teilweise knallhart, auch in kurzen prägnanten Sätzen knallhart, was die Stimmung sprachlich perfekt einfängt. Die Figuren sind unbequem, sperrig, ich mag sie nicht wirklich, und deshalb fiel es mir längere Zeit schwer das Buch zu mögen. Aber die Figuren hätten nicht anders sein dürfen, sie sind genau so gewollt. Es ist wie bei realen Menschen, die kann man auch nicht ändern. Man muss Luca, ihre Mutter Marion und ihre Großmutter Grete so hinnehmen wie sie sind, auch wenn ich Figuren, mit denen ich mich identifizieren kann, eigentlich lieber mag. Von der Geschichte ist recht viel im Gedächtnis geblieben. Ich mag zwar die blassen, fast schon kitschigen Farben des Covers nicht, finde sie nicht passend zu der herben, verbitterten und ungesunden Stimmung innerhalb der Familie und somit auch des Buches. Aber das Motiv des Covers ist wunderbar. Eine junge Frau, die auf einer Brücke am Geländer steht und auf den Stausee darunter blickt. Gerade diese Brücke ist ein zentraler Ort für die Geschichte, an dem vieles passiert, schönes und weniger schönes. Und natürlich ist so eine Brücke auch ein wunderbares Symbol, eine Brücke zwischen der Vergangenheit (Gretes Geschichte) und der Gegenwart, eine Brücke, die aber auch verfeindete Familien wieder miteinander verbinden kann. Je länger ich über das Buch nachdenke, desto besser gefällt es mir. Ich bin geneigt von 4 auf 4,5 Sterne zu gehen. Ein absolut positiver und überraschender Fund im öffentlichen Bücherschrank. Demnächst muss ich wieder hin und ein Buch wegbringen, wer weiß, was ich als nächstes finde.

3

Eine schnell zu lesende Geschichte, die Familiengeheimnisse offenbart. Mir persönlich hat ein bisschen der Zusammenhang gefehlt, einerseits zwischen den Kapiteln an sich, aber auch zwischen den beiden Zeitsträngen, die es hier gibt.

Beitrag erstellen