The Power and the Glory
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Beschreibung
'Epic in scope, awesomely rich in detail, and compulsively entertaining' TOM HOLLAND
'So much of what we know of football's history we know thanks to Wilson' SIMON KUPER
'Wilson is football's pre-eminent popular historian' OBSERVER
The football World Cup is the most watched sporting event on the planet. It has become a global obsession: 211 nations initially entered the 2022 edition. It has been running for almost a century. Yet there is no comprehensive history of the tournament: based on fresh interviews and meticulously researched this book will change that.
By 1930, football had outgrown the Olympic Games. A new competition, run by Fifa, would take international football to the next level. After a shambolic start to the first cup in Uruguay - an incomplete stadium, shoddy refereeing and physios accidentally injuring players - the thrilling final saw Uruguay take on Argentina, beating them 4-2.
From those chaotic beginnings grew the modern World Cup, a cultural phenomenon that draws the world together like nothing else, and that gives it a profound importance. Ask a random person on a random street to name a moment in the history of Senegal and they may well say Pape Bouba Diop's winner against France in the 2002 World Cup, a goal not only against the defending champions but against the former colonial masters.
The World Cup has political significance. West Germany's success in 1954 was a moment of reintegration into global society. Progress to the semi-finals in 1998 gave a huge boost to Croatia's sense of national self. But football is an unpredictable sport. In the so-called Soccer War of 1969 tensions between El Salvador and Honduras were ignited by a World Cup qualifier. More recently, the focus for governments seeking to political gain has been hosting the tournament, with the World Cups in Russia and Qatar clear examples of sportswashing, staging a tournament to project an image of a thriving society.
There has never been a comprehensive history of the World Cup that has considered not only the matches and goals, the players and coaches, the tales of scandal and genius, the haggling and skulduggery of the bidding process, but has also placed the tournaments within a socio-political framework. The story of the World Cup is also the story of the world; this book tells its definitive history.
Buchinformationen
Beiträge
Im Jahre 1927 rief der damalige Präsident der FIFA, Jules Rimet, die Fußball-Weltmeisterschaft ins Leben. Vorrangig war das Amateurismuskonzept der Olympischen Spiele für den Sport schwierig geworden, da in mehreren Verbände zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren professionell gespielt wurde. Zum anderen sah der Franzose in der Weltmeisterschaft ein Instrument der Völkerverständigung und des interkulturellen Austausches. Bereits drei Jahre später fand in Uruguay, dem Heimatland der damals dominanten Nationalmannschaft, die zuvor zweimal Gold bei den Olympischen Spielen gewann, ein Einladungsturnier statt. Fortan wurde im Intervall von vier Jahren, mit Ausnahme des Zweiten Weltkriegs, die beste Mannschaft der Welt ermittelt. In den darauffolgenden knapp 100 Jahren wurde aus dem Turnier das größte Sportereignis der Welt, das mittlerweile auf allen Kontinenten abgehalten wurde und trotz aller Kontroversen Millionen an Zuschauern in seinen Bann zieht. Dabei wird die Veranstaltung regelmäßig dafür kritisiert mittlerweile kommerzialisiert zu sein und mit seiner Strahlkraft oftmals Event-Fans anzusprechen, die ansonsten kaum Berührungspunkte mit dem Sport haben. Über den Autoren Jonathan Wilson muss wahrscheinlich nicht mehr viel geschrieben werden. In vergangenen zwanzig Jahren hat Wilson bereits zig Bücher über Taktiken und Fußballgeschichte veröffentlicht, die von der Journaille und Lesern gefeiert wurden. Zudem tritt er regelmäßig in Podcasts auf und hält diverse Vorträge. In seinem neuesten Buch, „The Power And The Glory: A New History Of The World Cup“, nimmt Wilson die Leser mit auf eine Reise durch die vergangenen 22 Weltmeisterschaften. Allerdings stehen bei Wilson nicht die Ergebnisse im Vordergrund, sondern vielmehr die Geschichten rund um die Turniere. Wilson vermag es unheimlich gut die Endrunden in einen geschichtlichen Kontext zu rücken und zeigt deutlich auf, dass Sport und Politik seit Jahren untrennbar miteinander verknüpft sind. Bereits seit den Anfangstagen wurde die Ausrichtung des Turniers als Soft Power-Tool instrumentalisiert, um Regime zu legitimieren und von inneren Konflikten abzulenken. Frühe Beispiele hierfür sind die Endrunde in Italien 1934, die von der Propaganda der faschistischen Diktatur Benito Mussolinis überschattet wurden, oder die Weltmeisterschaft 1978, die während der Herrschaft der Militärjunta um General Jorge Rafael Videla in Argentinien abgehalten wurde. Unweit der Austragungsstätte des Finalspiels, dem Estadio Monumental, wurden Dissidenten gefoltert. Aktuellere Fälle hingegen sind die Vergaben der letzten Weltmeisterschaften an Russland sowie Katar. In beiden Fällen wurden massive Menschenrechtsverletzungen während der Vorbereitungen festgestellt, und auch die jeweilige politische Lage steht offen im Kontrast zu dem, wofür die FIFA offiziell steht. Allerdings ist dies nur die Spitze des Eisbergs, spätestens seit der Jahrtausendwende verlief keine Vergabe des Turniers ohne Kontroversen und halbseidene Hinterzimmerdeals, um sich Stimmen zu erkaufen. Gerade in Ländern, die bis zur Austragung keine bis wenige Stadien hatten, die den FIFA-Auflagen entsprachen, wurde auf Kosten der Bevölkerung eine Infrastruktur geschaffen, entweder durch Umsiedlung (z.B. Südafrika und Brasilien), um Weiße Elefanten zu erbauen, die kurz nach dem Turnier keinen Zweck mehr erfüllten und seitdem verfallen. Zudem zeichnet Wilson den sportlichen Weg der jeweiligen Hauptakteure des Turniers nach. Neben dem wichtigen zeithistorischen Rahmen bieten die Anekdoten wichtige Hintergrundinformationen. Spannend sind hier besonders jene Turniere, die aufgrund der Leistungen der Nationalmannschaften zumindest temporär das Klima in deren Heimatländern beeinflussen konnten, so etwa der Titelgewinn der Équipe Tricolore auf heimischem Boden 1998, als die französische Bevölkerung teilweise ihre Ressentiments gegenüber ihren Mitbürgern mit Wurzeln in den ehemaligen Kolonien ablegte. Wilson findet in „The Power And The Glory“ eine tolle Balance zwischen Narrativ und Analyse. Hierdurch erfährt der Leser unheimlich viel über die jeweiligen Turniere, die Lektüre ist aber stets kurzweilig. Wer noch einmal in Erinnerungen schwelgen oder sich fernab schnöder Statistiken über die vergangenen Weltmeisterschaften informieren möchte, sollte sich das neueste, nunmehr 14. Buch des Autors zulegen.
Irre Umfangreich mit roten Faden
Ich bin wie so oft mal wieder ein großer Fan von einem Buch zum Thema Fußball von Jonathan Wilson. Ich habe auch riesigen Respekt davor, wie viel Arbeit in eine Erzählung zu allen Fußballweltmeisterschaften, die es je gegeben hat, geflossen haben muss. Dass Wilson es den aber auch noch schafft mit einem durchgehenden roten Faden der politischen Einflussnahme auf den Sport arbeitet, zeugt von einem großen Talent als Autor. Dieses Buch hat für mich eines klargemacht, die ganze Diskussion rund um die WM in Katar war ein großer Schwachsinn des Westens. Klar man sollte die WM kritisieren, aber genauso harte Kritik hätte an der WM 2018 in Russland oder der WM 1978 in Argentinien geübt werden sollen. Große Sporturniere waren schon immer ein Spielball für Autokraten oder andere fragwürdige Regime. Uns vorzumachen, dass es rein um die Romantik des Wettbewerbs geht ist eine etwas naive Sichtweise.
Beschreibung
'Epic in scope, awesomely rich in detail, and compulsively entertaining' TOM HOLLAND
'So much of what we know of football's history we know thanks to Wilson' SIMON KUPER
'Wilson is football's pre-eminent popular historian' OBSERVER
The football World Cup is the most watched sporting event on the planet. It has become a global obsession: 211 nations initially entered the 2022 edition. It has been running for almost a century. Yet there is no comprehensive history of the tournament: based on fresh interviews and meticulously researched this book will change that.
By 1930, football had outgrown the Olympic Games. A new competition, run by Fifa, would take international football to the next level. After a shambolic start to the first cup in Uruguay - an incomplete stadium, shoddy refereeing and physios accidentally injuring players - the thrilling final saw Uruguay take on Argentina, beating them 4-2.
From those chaotic beginnings grew the modern World Cup, a cultural phenomenon that draws the world together like nothing else, and that gives it a profound importance. Ask a random person on a random street to name a moment in the history of Senegal and they may well say Pape Bouba Diop's winner against France in the 2002 World Cup, a goal not only against the defending champions but against the former colonial masters.
The World Cup has political significance. West Germany's success in 1954 was a moment of reintegration into global society. Progress to the semi-finals in 1998 gave a huge boost to Croatia's sense of national self. But football is an unpredictable sport. In the so-called Soccer War of 1969 tensions between El Salvador and Honduras were ignited by a World Cup qualifier. More recently, the focus for governments seeking to political gain has been hosting the tournament, with the World Cups in Russia and Qatar clear examples of sportswashing, staging a tournament to project an image of a thriving society.
There has never been a comprehensive history of the World Cup that has considered not only the matches and goals, the players and coaches, the tales of scandal and genius, the haggling and skulduggery of the bidding process, but has also placed the tournaments within a socio-political framework. The story of the World Cup is also the story of the world; this book tells its definitive history.
Buchinformationen
Beiträge
Im Jahre 1927 rief der damalige Präsident der FIFA, Jules Rimet, die Fußball-Weltmeisterschaft ins Leben. Vorrangig war das Amateurismuskonzept der Olympischen Spiele für den Sport schwierig geworden, da in mehreren Verbände zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren professionell gespielt wurde. Zum anderen sah der Franzose in der Weltmeisterschaft ein Instrument der Völkerverständigung und des interkulturellen Austausches. Bereits drei Jahre später fand in Uruguay, dem Heimatland der damals dominanten Nationalmannschaft, die zuvor zweimal Gold bei den Olympischen Spielen gewann, ein Einladungsturnier statt. Fortan wurde im Intervall von vier Jahren, mit Ausnahme des Zweiten Weltkriegs, die beste Mannschaft der Welt ermittelt. In den darauffolgenden knapp 100 Jahren wurde aus dem Turnier das größte Sportereignis der Welt, das mittlerweile auf allen Kontinenten abgehalten wurde und trotz aller Kontroversen Millionen an Zuschauern in seinen Bann zieht. Dabei wird die Veranstaltung regelmäßig dafür kritisiert mittlerweile kommerzialisiert zu sein und mit seiner Strahlkraft oftmals Event-Fans anzusprechen, die ansonsten kaum Berührungspunkte mit dem Sport haben. Über den Autoren Jonathan Wilson muss wahrscheinlich nicht mehr viel geschrieben werden. In vergangenen zwanzig Jahren hat Wilson bereits zig Bücher über Taktiken und Fußballgeschichte veröffentlicht, die von der Journaille und Lesern gefeiert wurden. Zudem tritt er regelmäßig in Podcasts auf und hält diverse Vorträge. In seinem neuesten Buch, „The Power And The Glory: A New History Of The World Cup“, nimmt Wilson die Leser mit auf eine Reise durch die vergangenen 22 Weltmeisterschaften. Allerdings stehen bei Wilson nicht die Ergebnisse im Vordergrund, sondern vielmehr die Geschichten rund um die Turniere. Wilson vermag es unheimlich gut die Endrunden in einen geschichtlichen Kontext zu rücken und zeigt deutlich auf, dass Sport und Politik seit Jahren untrennbar miteinander verknüpft sind. Bereits seit den Anfangstagen wurde die Ausrichtung des Turniers als Soft Power-Tool instrumentalisiert, um Regime zu legitimieren und von inneren Konflikten abzulenken. Frühe Beispiele hierfür sind die Endrunde in Italien 1934, die von der Propaganda der faschistischen Diktatur Benito Mussolinis überschattet wurden, oder die Weltmeisterschaft 1978, die während der Herrschaft der Militärjunta um General Jorge Rafael Videla in Argentinien abgehalten wurde. Unweit der Austragungsstätte des Finalspiels, dem Estadio Monumental, wurden Dissidenten gefoltert. Aktuellere Fälle hingegen sind die Vergaben der letzten Weltmeisterschaften an Russland sowie Katar. In beiden Fällen wurden massive Menschenrechtsverletzungen während der Vorbereitungen festgestellt, und auch die jeweilige politische Lage steht offen im Kontrast zu dem, wofür die FIFA offiziell steht. Allerdings ist dies nur die Spitze des Eisbergs, spätestens seit der Jahrtausendwende verlief keine Vergabe des Turniers ohne Kontroversen und halbseidene Hinterzimmerdeals, um sich Stimmen zu erkaufen. Gerade in Ländern, die bis zur Austragung keine bis wenige Stadien hatten, die den FIFA-Auflagen entsprachen, wurde auf Kosten der Bevölkerung eine Infrastruktur geschaffen, entweder durch Umsiedlung (z.B. Südafrika und Brasilien), um Weiße Elefanten zu erbauen, die kurz nach dem Turnier keinen Zweck mehr erfüllten und seitdem verfallen. Zudem zeichnet Wilson den sportlichen Weg der jeweiligen Hauptakteure des Turniers nach. Neben dem wichtigen zeithistorischen Rahmen bieten die Anekdoten wichtige Hintergrundinformationen. Spannend sind hier besonders jene Turniere, die aufgrund der Leistungen der Nationalmannschaften zumindest temporär das Klima in deren Heimatländern beeinflussen konnten, so etwa der Titelgewinn der Équipe Tricolore auf heimischem Boden 1998, als die französische Bevölkerung teilweise ihre Ressentiments gegenüber ihren Mitbürgern mit Wurzeln in den ehemaligen Kolonien ablegte. Wilson findet in „The Power And The Glory“ eine tolle Balance zwischen Narrativ und Analyse. Hierdurch erfährt der Leser unheimlich viel über die jeweiligen Turniere, die Lektüre ist aber stets kurzweilig. Wer noch einmal in Erinnerungen schwelgen oder sich fernab schnöder Statistiken über die vergangenen Weltmeisterschaften informieren möchte, sollte sich das neueste, nunmehr 14. Buch des Autors zulegen.
Irre Umfangreich mit roten Faden
Ich bin wie so oft mal wieder ein großer Fan von einem Buch zum Thema Fußball von Jonathan Wilson. Ich habe auch riesigen Respekt davor, wie viel Arbeit in eine Erzählung zu allen Fußballweltmeisterschaften, die es je gegeben hat, geflossen haben muss. Dass Wilson es den aber auch noch schafft mit einem durchgehenden roten Faden der politischen Einflussnahme auf den Sport arbeitet, zeugt von einem großen Talent als Autor. Dieses Buch hat für mich eines klargemacht, die ganze Diskussion rund um die WM in Katar war ein großer Schwachsinn des Westens. Klar man sollte die WM kritisieren, aber genauso harte Kritik hätte an der WM 2018 in Russland oder der WM 1978 in Argentinien geübt werden sollen. Große Sporturniere waren schon immer ein Spielball für Autokraten oder andere fragwürdige Regime. Uns vorzumachen, dass es rein um die Romantik des Wettbewerbs geht ist eine etwas naive Sichtweise.





