Sumerland 1
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Schwer zu beurteilen: der Anfang war recht schleppend. Ich kam nicht gut in die Geschichte rein, weil es doch viele Schauplätze gibt, die man erst einmal versuchen muss auseinander zu halten. Sobald das geschafft war, war ich total drin. Die Geschichte hat mir gefallen und auch die Charaktere/Handlungsstränge waren interessant. Auf den letzten 100-150 Seiten hat das Buch mich leider wieder verloren, da unsere Erzählerin immer merkwürdiger wurde und Sachen nicht konsequent durchdacht hat. Auch wurde beim Prinzen gefühlt immer wieder das selbe erzählt, sodass er eigentlich nur auf der Stelle getreten ist. Und die Geschichte der Prinzessin hat man ja leider schon vom Klappentext gekannt. Der Handlungsstrang von Susanne war leider auch nur so mäh. Aber ich hoffe im zweiten Band auf Besserung. Von daher: gutes Mittelmaß mit 3* (Das Buch wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt)
Das Buch beleuchtet vier verschiedene Perspektiven. Aus der einer unbekannte Erzählerin, die in der Realität lebt und über ihren Alltag und ihren Job berichtet. Außerdem wird sie nach einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit von Schuldgefühlen geplagt. Sie kann in eine Art Parallelwelt blicken und dort die Ereignisse im sogenannten Sumerland beobachten. Ihre Nichte Susanne behauptet Sumerland erfunden zu haben, weil sie die Spielzeughersteller boykottieren wollte, in dem sie eine Beschäftigung für Kinder ganz ohne Gegenstände erschafft. Ihr Spiel sei jedoch außer Kontrolle geraten und hätte auf die ganze Welt übergegriffen. Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland, welches sich mit den Einwohnern des babylonischen Stadtkegels von Waylhaghiri im Krieg befindet. Serisada begibt sich als Spionin in den Turm, um dort eine Revolution zu entfachen. Dessen Herrscher Zazamael ist auf der Suche nach dem “Wilden Wein”, der seine Stadt retten soll. Außerdem sieht er in Serisada seine Seelenverwandte. Diese Charaktere sind unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Allerdings wirkt vor allem die unbekannte Erzählerin in ihren Ausführungen sehr wirr und gleichzeitig langweilig. Serisada und Zazamaels Geschichte ist sehr interessant und auch spannungsgeladen. Im Buch wird Wirklichkeit und Fiktion bunt gemischt und man fragt sich oft, was jetzt tatsächlich real ist. Das ist stellenweise sehr verwirrend. Die Geschichte ist jedoch sehr phantasie- und facettenreich. Sie enthält auch einiges an Gesellschaftskritik, denn Waylhaghiri ist unserer Welt sehr ähnlich, doch wird diese maximal überspitzt dargestellt. Leider hatte ich große Schwierigkeiten beim Lesen. Mich hat das Buch einfach nicht gepackt. Die Idee der Story fand ich sehr gut, aber für mich hat es an der Umsetzung gehapert. Die ständigen Wiederholungen empfand ich als störend und überflüssig. Die Story wird aus mehreren Perspektiven nahezu ähnlich berichtet. Daraus resultieren einige Längen, die das dran bleiben echt schwer machen. Als besonders unbefriedigend kann man auch das Ende bezeichnen, welches einfach mitten in der Handlung endet. Gut, dass ich direkt den zweiten Teil zur Hand hatte.
Sumerland ist eine Fantasy-Reihe der ganz besonderen Art. Als ich gefragt wurde, ob ich die Bücher gerne lesen und rezensieren würde, habe ich mich sehr gefreut. Denn das Buch hat mich total angesprochen. Die Idee von realer und virtueller Welt in ein Buch zu packen, fand ich sehr faszinierend. Als ich dann gesehen habe, dass es eine Augmented-Reality-App zum Buch gibt, war meine Begeisterung noch größer und ich wusste: das Buch muss ich lesen! Das Buch hat ein wunderschönes Cover, was wirklich sehr gut zum Inhalt des Buches passt. Es ist sehr liebevoll gestaltet worden, mit Sinn fürs Detail. Zu Beginn des Buches viel es mir leider recht schwer in die Geschichte rein zukommen. Gefühlt gab es 20 verschiedene handelnde Personen, aus deren Sichten die Geschichte geschrieben war. Vor allem gibt es eine Ich-Erzählerin, deren Namen man nicht erfährt. Ich dachte zu Beginn, dass es mehrere Ich-Erzähler geben würde. Dann habe ich doch herausgefunden, wie der Aufbau dieses Buches gestaltet ist: es gibt eine Ich-Erzählerin, die oftmals mit einem verstorbenen Nahestehenden, namens Andi redet. Diese namenlose Ich-Erzählerin lebt in unserer Welt, wie wir sie kennen. Schnell erfährt man jedoch, dass es sich bei unserer Welt lediglich um eine Illusion handelt. Die Wirklichkeit, die Welt des Sumerlands, bekommen wir in der Regel nicht zu Gesicht. Die Ich-Erzählerin ist eine von wenigen eingeweihten und hat die Fähigkeit in die uns verborgene, reale Welt zu blicken. Hier beobachtet sie zum einen den Prinzen Zazamael, der über die Stadt Waylhaghiri herrscht und zum anderen die Prinzessin Serisada, die über das wilde Umland herrscht. In dieser Welt herrscht ein Krieg zwischen den beiden Parteien. Prinz Zazamael will die Alleinherrschaft über diese Welt und dringt immer weiter in das wilde Umland ein. Der Schreibstil im Buch hat mir sehr gut gefallen, trotz anfänglicher Verwirrungen, hat mir das Lesen Spaß gemacht. Je weiter die Geschichte fortschritt, desto besser wurde auch immer mein Gesamteindruck. Dennoch konnten sich die Charaktere für mich bis zum Ende nicht richtig entfalten. Sie haben kaum an Tiefe gewonnen und wurden für mich nicht so greifbar, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe kaum das Gefühl gehabt mit ihnen mitzufiebern und sie auf ihrer Reise zu begleiten. Aber auch das wurde zum Ende hin immer besser. Ich bin deshalb sehr gespannt auf Band 2, wo ich hoffentlich von Anfang an in der Geschichte drin sein kann und meine Probleme mit Band 1 aushebeln kann. Eine große Bedeutung für dieses Buch spielen die Yin und Yang ähnlichen Zeichen, die im Buch abgedruckt sind. Sie geben jeweils an, wenn die Sichtweise der Geschichte wechselt. Diese Symbole haben auch für die zugehörige App eine große Bedeutung. Die App "Apparatu" regt dazu an, sich in unserer Welt zu bewegen, diese Symbole zu finden und durch diese Zeichen einen Blick in die Welt des Sumerlands zu erhaschen. Dazu sind an bestimmten Standorten diese Symbole versteckt, die dann mit dem Smartphone abgescannt werden können. Leider gab es in meiner Nähe keines der Symbole, weshalb ich darauf zurückgreifen musste, die Symbole von der Webseite abzuscannen. Die Umsetzung dieses Blickes in die andere Welt, wurde meiner Meinung nach wunderbar umgesetzt. Hat man einige der Symbole gescannt, so kann man für jedes Symbol ein Rätsel lösen. Meiner Meinung nach eine sehr schöne Idee, die das Buch wunderbar ergänzt. Einziges Manko hierbei, dass es tatsächlich relativ wenig Standorte gibt, an denen tatsächlich diese Symbole vorhanden sind. Dennoch ist die App sehr schön mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Zusammenfassend, eine grundsätzlich wunderbare Idee mit einer sehr schön umgesetzten zugehörigen App. Hier steckt großes Potential für den zweiten Band drin, bei dem die anfänglichen Schwierigkeiten dann hoffentlich keine Rolle mehr spielen.
Auf dieses Buch war ich unglaublich gespannt, allein schon das Cover überzeugte mich sofort. Doch auch der Klappentext konnte meine Neugierde wecken. Und so stand meinen Lesevergnügen nichts mehr im Weg. Die Sumerland Reihe besteht aus zwei Bänden, doch damit nicht genug denn mit diesen Büchern hat es noch etwas anderes auf sich, diese Bücher beruhen auf einem Online Fantasy Game, die App dazu und alle wichtigen Infos findet ihr *Hier*. Zum Inhalt werde ich an dieser Stelle nichts weiter verraten denn ich denke der ausführliche Klappentext verrät mehr als genug. Eine kleine Anmerkung möchte ich noch machen, man sollte beide Bände am besten hintereinander lesen, denn eine längere Pause zwischen beiden Büchern halte ich für nicht sinnvoll. Auch ich habe es so gemacht und beide Bände hintereinander verschlungen. Das Buch spielt in drei verschiedenen Welten, die Perspektive wechselt immer wieder so das sich ein ziemlich großer Spannungsbogen aufbaut, ich für meinen Teil habe geradezu mitgefiebert. Allerdings muss ich zugeben das es mich am Anfang doch etwas verwirrte, ich brauchte etwas bis ich wirklich in die Story rein kam. Durch diese vielen Welten lernt der Leser hier auch einige Charaktere kennen. Auch hier wechselt der Erzählstil immer wieder zwischen den verschiedenen Charakteren. Auch hier musste ich mich erst einmal wieder gewöhnen. Allerdings muss ich gestehen das mich die Ereignisse um Prinzessin Serisada am meisten gefesselt hatten. Die Fantasy und die hier aufkommenden Welten sind ziemlich komplex und sicherlich nicht jedermanns Sache aber ich war einfach völlig in diesen Welten versunken. Es sind eben doch die unscheinbaren Bücher die mich wirklich begeistern. So auch hier, was für ein grandioses Fantasy Abenteuer. Ich für meinen Teil bin begeistert, daher kann ich euch dieses Buch nur empfehlen. Solltet ihr euch noch nicht sicher sein ob euch das Buch gefällt so lest doch die Leseprobe auf der Verlagshomepage, diese habe ich euch oben verlinkt. Fazit: Mit "Sumerland 1 - Prinzessin Serisada" ist dem Autoren ein tolles Fantasybuch gelungen welches mich gut unterhalten konnte und welches mich geradezu packte. Dieses Buch bekommt von mir 4 Punkte.
Da der Klappentext sehr gut und sehr viel der Story wieder gibt, wird es dieses Mal keine Zusammenfassung der Handlung mit meinen eigenen Worten geben. Hier wurde bereits alles Wichtige erwähnt. Bei dem Buch handelt es sich um den 1. Teil einer Reihe, die auf einem Online Fantasy Game beruht. Dieses Reality Online Spiel kann man als App auf seinem Handy laden. Weitere Infos zum Spiel findet ihr hier. Es gibt sogar einen Track für das Spiel, der von der Gruppe Qntal produziert wurde. All diese Dinge und die wirklich tollen Grafiken für das Buch, haben mich wirklich sehr fasziniert und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven und wechselt immer wieder zwischen unserer Realität, Sumerland und der Stadt Waylhaghiri. Ich weiß gar nicht, ob man das ganze als Fantasy-Roman bezeichnen kann, für mich passt das eher in den Bereich Science Fiction, denn auch in Sumerland und Waylhaghiri hat der technische Fortschritt nicht halt gemacht. Immer wieder wechselt die Handlung zwischen den verschiedenen und Personen, was sehr gut gekennzeichnet ist. Die Geschichte ist sehr komplex, der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang doch arge Probleme mit dem Schreibstil hatte.Er ist einerseits sehr ausschweifend, aber gleichzeitig auch nüchtern und kalt. Auch gibt es wenig wörtliche Rede, was einem als Leser das Gefühl gibt, dass man nicht direkt dabei ist, sondern das Ganze nur nacherzählt bekommt. Besonders die Abschnitte in unserer Realität fand ich sehr seltsam. Hier wird die Handlung in der Ich-Perspektive erzählt aus der Sicht eines weiblichen Charakters. Über sie weiß man nicht viel und sie wirkt auf mich sehr unsympathisch. Ihre Handlungen wirken mechanisch, ständig führt sie Selbstgespräche mit ihrem verstorbenen Freund. Das fand ich teilweise recht befremdlich und manchmal auch etwas nervig. Auch wenn mir die Grundidee sehr gut gefallen hat, konnte mich das Buch insgesamt leider nicht ganz überzeugen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es Leser gibt, die es mögen werden. Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.
Das Sumerland: die Welt hinter unserer Wirklichkeit Nur wenige Eingeweihte wissen, dass unsere Welt nur eine Scheinwelt ist. Eigentlich ist das Sumerland mit der einzigen Stadt Waylhaghiri die wahre Welt. Eine der Erzählerinnen des Buches ist eine Halbeingeweihte. Neben Informationen zu ihrem Alltag bekommt der Leser durch sie Einblicke in das Sumerland. Hier wird die Geschichte von Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael erzählt. Serisada herrscht über das Sumerland und begibt sich nach Waylhaghiri um dort eine Revolution zu entfachen. Zazamael ist der Herrscher von Waylhaghiri. Sein Ziel ist es im Sumerland den „Wilden Wein“ zu finden um in Waylhaghiri die große Fusion zu vollenden: wie ein Perpetuum mobile sollen sich Wohlstand und Glamour immer weiter vermehren. Die vierte Erzählperspektive ist von einem Kind namens Susanne. Sie ist überzeugt davon, dass sie das Sumerland und Waylhaghiri erfunden hat. Der Leser wird mit in eine erstaunliche Welt genommen und erlebt einige Abenteuer mit den Personen: Serisada muss unbemerkt nach Waylhaghiri kommen und muss dort unter einer falschen Identität leben um nicht entdeckt zu werden. Zazamael muss gegen einen Feind kämpfen, den keiner seiner Krieger je gesehen hat, der aber immer wieder seine Leute umbringt. Das Buch hat mir gut gefallen. Als ich eine E-Mail mit dem Angebot die Bücher als Rezensionsexemplare zu bekommen bekommen habe, habe ich sofort zugesagt, da ich die Idee wirklich super fand. Ein großes Dankeschön an den Autor an dieser Stelle für die Bücher. Ich liebe das Cover des Buches. Es passt perfekt und ist wirklich mit sehr viel Liebe gemacht. Auch die Handlung fand ich echt toll. Sie war zwar sehr komplex, da teilweise 4 Geschichten gleichzeitig erzählt wurden, aber allein die Idee war schon super. Generell war die Geschichte auch echt anders, als normale Fantasy-Bücher. Es gab viele gewagte Stellen und Gegensätze. So sind Zazamael und seine Leute in wilder Natur mit Pferden unterwegs und dann kommen auf einmal Hubschrauber und suchen nach ihnen. Oder der „Senior Stratetegic Securty Advisor“ will dem Prinzen einen Ratschlag geben. Aber gerade diese skurrilen Stellen machen das Buch auch interessant, gerade die vielen anderen untypischen Stellen führen dazu, dass man weiterlesen will. Was auch besonders an der Handlung war, ist, dass mehr ausgesagt wird als man auf den ersten Blick ahnen würde, das Buch ist sehr gesellschaftskritisch. Auch die Figuren waren sehr interessant. Die Ich-Erzählerin, die durch das Buch führt war ausgefallen. Zum einen erzählt sie ihr Leben. Hier kommt sie aber leider oft sehr gelangweilt rüber, da sie mehr am Sumerland interessiert ist als an ihrem Leben. Zum anderen wird sie von einem Ereignis aus der Vergangenheit verfolgt, das ihr Denken und Handeln stark beeinflusst. Auch ihr Wissen über das Sumerland macht sie besonders. Sie hat mir also insgesamt gut gefallen auch wenn ich trotzdem nicht wirklich bei ihr mitgefiebert habe. Susanne fand ich komisch. Sie ist dafür, dass sie noch ein Kind ist eigenartig. Ihr Verhalten mit ihrem Spiel Dinge herbeizudenken und Anführerin sein zu wollen würde mir vermutlich als Mutter schon etwas Angst mache. Sie ist interessant; sympathisch wurde sie mir aber nicht. Prinzessin Serisada war mir leider auch nicht so sympathisch. Sie war mir zu naiv und kindlich. Irgendwie habe ich nie so wirklich gewusst was ich von ihr halten soll. Prinz Zazamael mochte ich am liebsten. Seine kämpferische und ausdauernde Art hat mir gefallen, bei seiner Reise habe ich am meisten mitgefiebert und ich fand es auch am spannendsten wie es mit ihm weiterging. Den Schreibstil fand ich genau passend für das Buch. Die Handlung war echt komplex und teilweise musste man sich konzentrieren um bei der Sache zu bleiben. Der Schreibstil jedoch genau passend: er war ziemlich einfach und flüssig, wodurch man die Handlung trotzdem noch gut verfolgen konnte. Was mir an dem Buch nicht gefallen hat ist zum einen der Klappentext. Dieser ist so ausführlich, dass man das Buch schon fast nichtmehr lesen bräuchte. Auch die teilweise verwirrende Handlung habe ich als negativ empfunden. Manchmal geschahen nämlich Sachen, die erst später aufgeklärt wurden, was mich persönlich sehr verwirrt hat. Außerdem konnte ich für den Großteil der Figuren keine richtige Sympathie entwickeln. Ich wollte das Buch zwar immer weiterlesen, das lag jedoch nicht an den Figuren, sondern an der besonderen Welt und Handlung. Insgesamt bekommt der erste Teil der Sumerland Dilogie 4 Sterne von mir. Ich habe lange überlegt, ob ich 3 oder 4 Sterne vergeben soll, habe mich dann aber trotz der teilweise verwirrenden Handlung und den mir leider nicht sympathischen Figuren für 4 Sterne entschieden, da die Idee super war, das Buch gut ausgearbeitet wurde, ich immer weiterlesen wollte und das Buch irgendwie echt positiv verrückt war. Auch wenn mich das Ende nicht zu 100% überzeugt hat, kann ich kaum abwarten, den nächsten Teil zu lesen!
Sumerland - Prinzessin Serisada ist definitv ein Buch mit (für mich verwirrenden) Tiefgang. Die Story war für mich von Anfang an etwas undurchsichtig. Die verschiedenen Perspektiven erleichterten mir das nicht unbedingt, besonders die Geschichte von Susanne verwirrte mich mehr und mehr, wurde irgendwann sogar undurchdringbar für mich. Da ich das Buch nicht abbrechen wollte, hielt ich weiter durch und mit der Zeit kam ich in die Story rein. Ich gewöhnte mich an den Schreibstil, der immer wieder mich ins Grübeln brachte, besonders in der Perspektive von Susanne, ob so Kinder reden (würden). Das Alter der vorkommenden Kinder in dieser Perspektive und Susanne selbst kann ich anhand der Handlung nur schätzen, für mich sind die Kinder dennoch etwas zu erwachsen. Mit der Zeit gewöhnte ich mich auch an die - manchmal sehr schnellen - Perspektivwechsel. Die Geschichte nimmt irgendwann Fahrt auf, jedoch erst relativ zum Ende des Buches. Der Anfang war für mich äußerst zäh, die Geschichte zog sich wie Kaugummi. Das Ende hingegen überschlägt sich von Ereignissen, man kommt kaum noch hinterher und will dann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Man hat das Verlangen, sofort den zweiten band zu beginnen, da man natürlich wissen will, ob der Cliffhanger sich bewahrheitet. Das begleitende AR-Game ist auch äußerst knifflig. Leider habe ich (noch) nicht alle Rätsel gelöst, die es durchaus in sich haben. Wer nicht in der Nähe von scanbaren Motiven wohnt, kann sich auf der Webseite die Motive anzeigen lassen und somit die Rätsel lösen. Alles in allem gibt es drei Sterne, wobei mir die Bewertung wirklich schwer fällt. Abzug gibt es aufgrund des Aufbau der Story, die sich - wie schon oben geschrieben - zieht. Mit Sicherheit kann man nicht eine so komplexe Welt innerhalb weniger Seiten erklären, aber einige Nebenhandlungen kamen mir einfach suspekt und unwillkürlich, manchmal einfach nur als "Platzhalter" vor. Für Fans von Fantasy ist dieses Buch trotzdem lesenswert.
Ich habe das Buch als Leseexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, was mir vorher noch nie passiert ist. Dankeschön dafür. Zum Glück bin ich kein Klappentext-Leser, denn eigentlich steht 90% des Inhalts im Klappentext. Soll das wirklich so sein? Ist mir jedenfalls zum Glück erst am Ende des Buches aufgefallen. Ich hatte meine Startschwierigkeiten mit dem Buch. Der Beginn ist verwirrend und war für mich etwas holprig. Was ist Realität, was ist nur Illusion? Genau um diese Frage geht es in Sumerland. Unsere Zivilisation ist nur eine Illusion in der die Menschen leben, arbeiten und probieren immer weiter aufzusteigen um möglichst weit nach oben in Waylhaghiri aufzusteigen, wo sie am meisten Macht haben. Waylhaghiri ist eine Stadt, die einzige Stadt auf der Welt und um Waylhaghiri herum befindet sich die Wildnis, das Sumerland. Prinz Zazamael herrscht über Waylhaghiri, Prinzessin Serisada über das Sumerland. Dann gibt es noch die ICH-Erzählerin der Geschichte, die beherrscht wird von ihrer Vergangenheit in Form eines Ex-Freundes und für das Volk in Waylhaghiri steht und ihre Nichte Susanne, die uns etwas mehr zur Entstehung von Sumerland und Waylhaghiri erzählt. Zwischen diesen Ebenen stecken wir, die Leser, und versuchen zu verstehen, was die Wahrheit ist. Ich hatte ca. 100 Seiten Anlaufschwierigkeiten. Nicht so stark, dass ich das Buch am liebsten weggelegt hätte, aber es machte sich Unsicherheit breit, ob es vielleicht zu "abgefahren" für mich ist. Sind Geschichten zu vielschichtig, verliere ich oft den Überblick und damit den Spaß. Hier war das aber nicht der Fall, im Gegenteil. Wenn man sich erstmal auf die Geschichte einlässt, packt sie einen und man möchte unbedingt hinter die Geheimnisse des Buches kommen. Allerdings muss man sich schon, gerade zu Beginn, auf die Handlung konzentrieren. Wenn einem wichtige Details entgehen, dürfte es kompliziert werden. So aber fragt man sich: Wird eine Fusion, Traum und Wirklichkeit werden eins, gelingen? Schafft Serisada es, eine Revolution in Waylhaghiri anzuzetteln? Findet Zazamael den wilden Wein, den er meint für die Fusion zu brauchen? Das Buch bleibt spannend bis zur letzten Seite, was allerdings auch daran liegt, dass es einfach mittendrin aufhört. Leider. Ich habe den zweiten Teil hier liegen und werde ihn direkt als nächstes lesen, aber ich verstehe nicht warum man nicht einfach nur ein Buch aus der Geschichte gemacht hat. Egal ... Die Sprache ist ebenfalls "speziell", sehr blumig, aber auch daran gewöhnt man sich fix und möchte es danach auch nicht anders haben. Ein bisschen schade ist es, dass ich mit keinem Charakter wirklich sympathisieren konnte, aber ich glaube das soll auch gar nicht sein, um die Geschichte objektiver erfassen zu können. Entweder das oder die Beschreibung der Charaktere hätte noch verbessert werden können um ihnen mehr Tiefe zu geben. Zum Buch gibt es eine App, die aber im Buch gar nicht erwähnt wird und die ich mir auch nicht geladen habe. Dazu kann ich also nichts sagen. Bei dieser Reihe handelt es sich nicht einfach nur um Unterhaltungsliteratur, zwischen den Zeilen findet man eine große Portion Kritik an unserer heutigen Zeit und ihrer auf Erfolg ausgerichteten Lebensweise. Toll, wie der Autor es schafft, diese Gedanken in so ein abstraktes Konstrukt zu verwandeln. Respekt dafür! Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich ziehe einen Stern ab, weil es keinen Charakter gibt, den ich gerne mag und ich gerade den Anfang relativ unübersichtlich fand.
Ein Großteil der Weltbevölkerung bewohnt einen einzigen nach Epochen und technologischer Fortschrittlichkeit geschichteten Statdkegel, genannt Waylhaghiri. Ihn umgebend, befindet sich die endlos erscheinende Wildnis des Sumerlandes. Serisada, die Herrscherin dieses Landes, macht sich auf den Weg nach Waylhaghiri, um dort eine Rebellion zu entfachen. Zazamael, Prinz von Waylhaghiri, begiebt sich unterdessen auf eine gefährliche Mission ins Sumerland, um das fehlende Element zur "große Fusion" beider Welten zu finden. Innerhalb des Stadtkegels verfolgt der Leser das Leben einer namenlosen Protagonistin, deren Nichte Susanne behauptet, das Sumerland und Waylhaghiri frei erfunden zu haben. Insgesamt vier Erzählstränge, die unterschiedlicher nicht sein könnten, weben die Geschichte dieses Buches. Die Erzählstränge der beiden kindlichen Monarchen haben mir dabei bei Weitem am besten gefallen, denn im Gegensatz zu den beiden anderen Strängen, hatte man hierbei tatsächlich das Gefühl, ein Abenteuer zu verfolgen. Die beiden übrigen Erzählstränge sind derart verworren und abstrakt erzählt, dass ich mitunter Mühen hatte zu folgen und daher recht schnell das Interesse verloren habe. Der Schreibstil ist sehr bildgewaltig, teilweise jedoch wegen all der Details, der enthaltenen Gesellschaftskritik und der ständig wechselnden Perspektiven etwas überladen. Ich hatte an manchen Stellen das Gefühl, diese Vielzahl an Wirklichkeitsbezüge und Andeutungen garnicht adäquat aufnehmen und verstehen zu können, was mitunter recht frustirierend und dem Lesefluss nicht zuträglich war. Trotz des ausschweifenden Schreibstils blieben die einzelnen Charaktere jedoch recht blass und oberflächlich, was unter anderem dem Verworrenheit des Erzählstils geschuldet ist. Es schien mir, als hätten die Charaktere teilweise keinen klaren Gedanken fassen können. Ihre Persönlichkeit zu erfassen, fiel demnach schwer. Insbesondere unsere namenlose Protagonistin wurde mir zunehmend unsympathisch. Das Buch beinhaltet viele Wahrheiten darüber, welche teilweise absurden Funktions- und Denkweisen unserer Gesellschaft zugrunde liegen. Es kann dem Leser in manch einer Hinsicht die Augen öffnen. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob die Genrebeschreibung "Fantasy" geeignet ist, um ein solches Buch an den Mann zu bringen. Ich für meinen Teil hatte aufgrund des Genres und des Klappentextes etwas völlig Anderes erwartet. Die dem Buch zugrundeliegende Idee ist nach wie vor einmalig, innovativ und bietet eine Menge Potenzial, welches meiner Meinung nach leider nicht ausgeschöpft wurde. Es tut mir unendlich Leid für den Autoren, der sichtlich viel Mühen investiert hat, aber meinem Geschmack konnte diese Geschichte leider nicht entsprechen.
Die Rezension bezieht sich auf beide Bücher, weil ich froh bin, dass ich es geschafft habe, sie fertig zu lesen... Prinz Zazamael herrscht über die kegelförmige Stadt Waylhaghiri, die einzige Stadt seiner Welt. Sie umgibt das wilde und naturbelassene Sumerlands, an dessen Grenze seine Soldaten seit ewigen Zeiten im Krieg mit den Tierwesen. Auch in Waylhaghiri gibt es Unruhen. Alle Versuche, die „Große Fusion“ herbeizuführen, scheiterten. Für den Prinzen gibt es nur eine Lösung: Er muss sich auf die gefährliche Suche nach dem wilden Wein des Sumerlands begeben. Leider verläuft die Reise anders als erwartet. Die kindlich-naive Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland. Sie sorgt sich aufgrund der vielen Opfer der Kämpfe gegen die Soldaten des Prinzen. Um ihrerseits den Krieg zu beenden fasst sie den Beschluss nach Waylhaghiri zu reisen um im Inneren der Stadt eine Revolte anzuzetteln. Allein begibt sie sich auf die Reise in eine Stadt, die völlig anders ist als ihre Heimat. Die dort lauernden Verlockungen und Gefahren unterschätzt sie völlig. Die namenlose und nervende Ich-Erzählerin ist Eingeweihte einer Geheimgesellschaft. Sie vermag es nach Sumerland, die geheime Realität, zu blicken. Das Sumerland ist ihre Flucht aus dem öden Büroalltag der Marketingfirma, für die sie arbeitet. Sie verfolgt die Abenteuer der Herrscher und schaut sich so manche Technik ab: Das in Waylhaghiri praktizierte Zwecklügnertum zur Geschäftsmaximierung beschert ihr einen Karriereaufschwung. Sumerland handelt von zwei Welten, die einander beeinflussen. Die Ich-Erzählerin bezieht Informationen über das Prinzip des „maximierten Geschäftssinnes“ sowie Verhaltenstechniken aus Waylhaghiri, die auch in ihrer Welt Erfolg zu haben scheinen. Beruhen also beide Welten auf den gleichen Prinzipien? Andersherum scheinen die Eingeweihten die Geschehnisse im Sumerland nicht beeinflussen können. Die Frage ist also: Wie genau hängen die Welten zusammen? Unter dem Strich war mir die Detailliertheit, mit der die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgestellt wurden, zu viel des Guten. Die Kontraste, die es nicht immer leicht machen, den Lesefluss aufrecht zu erhalten: Vision/Realität, Stadt/Natur, Fantasie/Vernunft, ermüdeten mich irgendwann. Die verschachtelte und zum Teil krude Story über zwei Realitäten, Perspektiven und zahlreiche Schauplätze, die ganz eigenen Gesetzen folgen, bremst die Unterhaltung beim lesen immer wieder aus. Passend zu den Büchern gibt es eine App, die ich mir aber erspart habe. Die Idee hinter den Büchern ist toll, aber noch nicht ausgereift. Zuviele unwichtige Infos, zuviele Erzählstränge, zuviel Input, der einem erschlägt.
Cover: Es fällt sofort auf und die komplette Umschlaggestaltung ist wunderschön und voller Details. Der Turm, der eine Stadt darstellt für mich, hat sofort meine Neugierde geweckt. Farblich wirkt es sehr harmonisch. Das "A" bei Sumerland scheint ein Symbol zu sein, dessen Bedeutung ich hoffentlich beim Lesen erfahren. Erster Eindruck zum Buch: Zum Einstieg liest man Gedanken einer Protagonistin, ohne zu wissen, wer es ist. Der Stil ist etwas anspruchsvoller, als man erwartet und deshalb braucht man etwas um reinzufinden. Wenig Dialoge, immer aus der Ich-Form geschrieben. Die verschiedenen Erzählstränge wechseln innerhalb der Kapitel,aber man blickt schnell durch, wer gerade an der Reihe ist. Protagonisten: Eine unbekannte Frau, die Einblicke in die "andere" Welt, die Sumerlands hat. Ein Prinz und eine Prinzessin mit hohen Zielen. Die Charaktere bleiben sehr vage, man bekommt kleine EInblicke in die Persönlichkeiten, aber ganz greifbar werden sie nicht. Das hat mir etwas gefehlt, da ich mich so nicht mit ihnen identifizieren konnte. Meine Meinung: Die Symbole in den Kapiteln machen neugierig und man möchte entdecken was sie bedeuten. Dadurch wirken die Kapitel auch nicht so lang, wie sie tatsächlich sind, da es optisch mehrere Unterbrechnungen gibt. Der Schreibstil ist sehr komplex, aber dadurch auch etwas verwirrend. Ich habe mir etwas schwer getan dranzubleiben, da bei mir nicht der richtige Lesefluss aufkam. Durch Ideenreichtum hat der Autor eine interessante Welt geschaffen, die allerdings starke Protagonisten vermissen lässt. Band 2, so hoffe ich, wird mich vielleicht etwas mehr überzeugen.
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Buchinformationen
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Schwer zu beurteilen: der Anfang war recht schleppend. Ich kam nicht gut in die Geschichte rein, weil es doch viele Schauplätze gibt, die man erst einmal versuchen muss auseinander zu halten. Sobald das geschafft war, war ich total drin. Die Geschichte hat mir gefallen und auch die Charaktere/Handlungsstränge waren interessant. Auf den letzten 100-150 Seiten hat das Buch mich leider wieder verloren, da unsere Erzählerin immer merkwürdiger wurde und Sachen nicht konsequent durchdacht hat. Auch wurde beim Prinzen gefühlt immer wieder das selbe erzählt, sodass er eigentlich nur auf der Stelle getreten ist. Und die Geschichte der Prinzessin hat man ja leider schon vom Klappentext gekannt. Der Handlungsstrang von Susanne war leider auch nur so mäh. Aber ich hoffe im zweiten Band auf Besserung. Von daher: gutes Mittelmaß mit 3* (Das Buch wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt)
Das Buch beleuchtet vier verschiedene Perspektiven. Aus der einer unbekannte Erzählerin, die in der Realität lebt und über ihren Alltag und ihren Job berichtet. Außerdem wird sie nach einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit von Schuldgefühlen geplagt. Sie kann in eine Art Parallelwelt blicken und dort die Ereignisse im sogenannten Sumerland beobachten. Ihre Nichte Susanne behauptet Sumerland erfunden zu haben, weil sie die Spielzeughersteller boykottieren wollte, in dem sie eine Beschäftigung für Kinder ganz ohne Gegenstände erschafft. Ihr Spiel sei jedoch außer Kontrolle geraten und hätte auf die ganze Welt übergegriffen. Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland, welches sich mit den Einwohnern des babylonischen Stadtkegels von Waylhaghiri im Krieg befindet. Serisada begibt sich als Spionin in den Turm, um dort eine Revolution zu entfachen. Dessen Herrscher Zazamael ist auf der Suche nach dem “Wilden Wein”, der seine Stadt retten soll. Außerdem sieht er in Serisada seine Seelenverwandte. Diese Charaktere sind unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Allerdings wirkt vor allem die unbekannte Erzählerin in ihren Ausführungen sehr wirr und gleichzeitig langweilig. Serisada und Zazamaels Geschichte ist sehr interessant und auch spannungsgeladen. Im Buch wird Wirklichkeit und Fiktion bunt gemischt und man fragt sich oft, was jetzt tatsächlich real ist. Das ist stellenweise sehr verwirrend. Die Geschichte ist jedoch sehr phantasie- und facettenreich. Sie enthält auch einiges an Gesellschaftskritik, denn Waylhaghiri ist unserer Welt sehr ähnlich, doch wird diese maximal überspitzt dargestellt. Leider hatte ich große Schwierigkeiten beim Lesen. Mich hat das Buch einfach nicht gepackt. Die Idee der Story fand ich sehr gut, aber für mich hat es an der Umsetzung gehapert. Die ständigen Wiederholungen empfand ich als störend und überflüssig. Die Story wird aus mehreren Perspektiven nahezu ähnlich berichtet. Daraus resultieren einige Längen, die das dran bleiben echt schwer machen. Als besonders unbefriedigend kann man auch das Ende bezeichnen, welches einfach mitten in der Handlung endet. Gut, dass ich direkt den zweiten Teil zur Hand hatte.
Sumerland ist eine Fantasy-Reihe der ganz besonderen Art. Als ich gefragt wurde, ob ich die Bücher gerne lesen und rezensieren würde, habe ich mich sehr gefreut. Denn das Buch hat mich total angesprochen. Die Idee von realer und virtueller Welt in ein Buch zu packen, fand ich sehr faszinierend. Als ich dann gesehen habe, dass es eine Augmented-Reality-App zum Buch gibt, war meine Begeisterung noch größer und ich wusste: das Buch muss ich lesen! Das Buch hat ein wunderschönes Cover, was wirklich sehr gut zum Inhalt des Buches passt. Es ist sehr liebevoll gestaltet worden, mit Sinn fürs Detail. Zu Beginn des Buches viel es mir leider recht schwer in die Geschichte rein zukommen. Gefühlt gab es 20 verschiedene handelnde Personen, aus deren Sichten die Geschichte geschrieben war. Vor allem gibt es eine Ich-Erzählerin, deren Namen man nicht erfährt. Ich dachte zu Beginn, dass es mehrere Ich-Erzähler geben würde. Dann habe ich doch herausgefunden, wie der Aufbau dieses Buches gestaltet ist: es gibt eine Ich-Erzählerin, die oftmals mit einem verstorbenen Nahestehenden, namens Andi redet. Diese namenlose Ich-Erzählerin lebt in unserer Welt, wie wir sie kennen. Schnell erfährt man jedoch, dass es sich bei unserer Welt lediglich um eine Illusion handelt. Die Wirklichkeit, die Welt des Sumerlands, bekommen wir in der Regel nicht zu Gesicht. Die Ich-Erzählerin ist eine von wenigen eingeweihten und hat die Fähigkeit in die uns verborgene, reale Welt zu blicken. Hier beobachtet sie zum einen den Prinzen Zazamael, der über die Stadt Waylhaghiri herrscht und zum anderen die Prinzessin Serisada, die über das wilde Umland herrscht. In dieser Welt herrscht ein Krieg zwischen den beiden Parteien. Prinz Zazamael will die Alleinherrschaft über diese Welt und dringt immer weiter in das wilde Umland ein. Der Schreibstil im Buch hat mir sehr gut gefallen, trotz anfänglicher Verwirrungen, hat mir das Lesen Spaß gemacht. Je weiter die Geschichte fortschritt, desto besser wurde auch immer mein Gesamteindruck. Dennoch konnten sich die Charaktere für mich bis zum Ende nicht richtig entfalten. Sie haben kaum an Tiefe gewonnen und wurden für mich nicht so greifbar, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe kaum das Gefühl gehabt mit ihnen mitzufiebern und sie auf ihrer Reise zu begleiten. Aber auch das wurde zum Ende hin immer besser. Ich bin deshalb sehr gespannt auf Band 2, wo ich hoffentlich von Anfang an in der Geschichte drin sein kann und meine Probleme mit Band 1 aushebeln kann. Eine große Bedeutung für dieses Buch spielen die Yin und Yang ähnlichen Zeichen, die im Buch abgedruckt sind. Sie geben jeweils an, wenn die Sichtweise der Geschichte wechselt. Diese Symbole haben auch für die zugehörige App eine große Bedeutung. Die App "Apparatu" regt dazu an, sich in unserer Welt zu bewegen, diese Symbole zu finden und durch diese Zeichen einen Blick in die Welt des Sumerlands zu erhaschen. Dazu sind an bestimmten Standorten diese Symbole versteckt, die dann mit dem Smartphone abgescannt werden können. Leider gab es in meiner Nähe keines der Symbole, weshalb ich darauf zurückgreifen musste, die Symbole von der Webseite abzuscannen. Die Umsetzung dieses Blickes in die andere Welt, wurde meiner Meinung nach wunderbar umgesetzt. Hat man einige der Symbole gescannt, so kann man für jedes Symbol ein Rätsel lösen. Meiner Meinung nach eine sehr schöne Idee, die das Buch wunderbar ergänzt. Einziges Manko hierbei, dass es tatsächlich relativ wenig Standorte gibt, an denen tatsächlich diese Symbole vorhanden sind. Dennoch ist die App sehr schön mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Zusammenfassend, eine grundsätzlich wunderbare Idee mit einer sehr schön umgesetzten zugehörigen App. Hier steckt großes Potential für den zweiten Band drin, bei dem die anfänglichen Schwierigkeiten dann hoffentlich keine Rolle mehr spielen.
Auf dieses Buch war ich unglaublich gespannt, allein schon das Cover überzeugte mich sofort. Doch auch der Klappentext konnte meine Neugierde wecken. Und so stand meinen Lesevergnügen nichts mehr im Weg. Die Sumerland Reihe besteht aus zwei Bänden, doch damit nicht genug denn mit diesen Büchern hat es noch etwas anderes auf sich, diese Bücher beruhen auf einem Online Fantasy Game, die App dazu und alle wichtigen Infos findet ihr *Hier*. Zum Inhalt werde ich an dieser Stelle nichts weiter verraten denn ich denke der ausführliche Klappentext verrät mehr als genug. Eine kleine Anmerkung möchte ich noch machen, man sollte beide Bände am besten hintereinander lesen, denn eine längere Pause zwischen beiden Büchern halte ich für nicht sinnvoll. Auch ich habe es so gemacht und beide Bände hintereinander verschlungen. Das Buch spielt in drei verschiedenen Welten, die Perspektive wechselt immer wieder so das sich ein ziemlich großer Spannungsbogen aufbaut, ich für meinen Teil habe geradezu mitgefiebert. Allerdings muss ich zugeben das es mich am Anfang doch etwas verwirrte, ich brauchte etwas bis ich wirklich in die Story rein kam. Durch diese vielen Welten lernt der Leser hier auch einige Charaktere kennen. Auch hier wechselt der Erzählstil immer wieder zwischen den verschiedenen Charakteren. Auch hier musste ich mich erst einmal wieder gewöhnen. Allerdings muss ich gestehen das mich die Ereignisse um Prinzessin Serisada am meisten gefesselt hatten. Die Fantasy und die hier aufkommenden Welten sind ziemlich komplex und sicherlich nicht jedermanns Sache aber ich war einfach völlig in diesen Welten versunken. Es sind eben doch die unscheinbaren Bücher die mich wirklich begeistern. So auch hier, was für ein grandioses Fantasy Abenteuer. Ich für meinen Teil bin begeistert, daher kann ich euch dieses Buch nur empfehlen. Solltet ihr euch noch nicht sicher sein ob euch das Buch gefällt so lest doch die Leseprobe auf der Verlagshomepage, diese habe ich euch oben verlinkt. Fazit: Mit "Sumerland 1 - Prinzessin Serisada" ist dem Autoren ein tolles Fantasybuch gelungen welches mich gut unterhalten konnte und welches mich geradezu packte. Dieses Buch bekommt von mir 4 Punkte.
Da der Klappentext sehr gut und sehr viel der Story wieder gibt, wird es dieses Mal keine Zusammenfassung der Handlung mit meinen eigenen Worten geben. Hier wurde bereits alles Wichtige erwähnt. Bei dem Buch handelt es sich um den 1. Teil einer Reihe, die auf einem Online Fantasy Game beruht. Dieses Reality Online Spiel kann man als App auf seinem Handy laden. Weitere Infos zum Spiel findet ihr hier. Es gibt sogar einen Track für das Spiel, der von der Gruppe Qntal produziert wurde. All diese Dinge und die wirklich tollen Grafiken für das Buch, haben mich wirklich sehr fasziniert und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven und wechselt immer wieder zwischen unserer Realität, Sumerland und der Stadt Waylhaghiri. Ich weiß gar nicht, ob man das ganze als Fantasy-Roman bezeichnen kann, für mich passt das eher in den Bereich Science Fiction, denn auch in Sumerland und Waylhaghiri hat der technische Fortschritt nicht halt gemacht. Immer wieder wechselt die Handlung zwischen den verschiedenen und Personen, was sehr gut gekennzeichnet ist. Die Geschichte ist sehr komplex, der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang doch arge Probleme mit dem Schreibstil hatte.Er ist einerseits sehr ausschweifend, aber gleichzeitig auch nüchtern und kalt. Auch gibt es wenig wörtliche Rede, was einem als Leser das Gefühl gibt, dass man nicht direkt dabei ist, sondern das Ganze nur nacherzählt bekommt. Besonders die Abschnitte in unserer Realität fand ich sehr seltsam. Hier wird die Handlung in der Ich-Perspektive erzählt aus der Sicht eines weiblichen Charakters. Über sie weiß man nicht viel und sie wirkt auf mich sehr unsympathisch. Ihre Handlungen wirken mechanisch, ständig führt sie Selbstgespräche mit ihrem verstorbenen Freund. Das fand ich teilweise recht befremdlich und manchmal auch etwas nervig. Auch wenn mir die Grundidee sehr gut gefallen hat, konnte mich das Buch insgesamt leider nicht ganz überzeugen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es Leser gibt, die es mögen werden. Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.
Das Sumerland: die Welt hinter unserer Wirklichkeit Nur wenige Eingeweihte wissen, dass unsere Welt nur eine Scheinwelt ist. Eigentlich ist das Sumerland mit der einzigen Stadt Waylhaghiri die wahre Welt. Eine der Erzählerinnen des Buches ist eine Halbeingeweihte. Neben Informationen zu ihrem Alltag bekommt der Leser durch sie Einblicke in das Sumerland. Hier wird die Geschichte von Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael erzählt. Serisada herrscht über das Sumerland und begibt sich nach Waylhaghiri um dort eine Revolution zu entfachen. Zazamael ist der Herrscher von Waylhaghiri. Sein Ziel ist es im Sumerland den „Wilden Wein“ zu finden um in Waylhaghiri die große Fusion zu vollenden: wie ein Perpetuum mobile sollen sich Wohlstand und Glamour immer weiter vermehren. Die vierte Erzählperspektive ist von einem Kind namens Susanne. Sie ist überzeugt davon, dass sie das Sumerland und Waylhaghiri erfunden hat. Der Leser wird mit in eine erstaunliche Welt genommen und erlebt einige Abenteuer mit den Personen: Serisada muss unbemerkt nach Waylhaghiri kommen und muss dort unter einer falschen Identität leben um nicht entdeckt zu werden. Zazamael muss gegen einen Feind kämpfen, den keiner seiner Krieger je gesehen hat, der aber immer wieder seine Leute umbringt. Das Buch hat mir gut gefallen. Als ich eine E-Mail mit dem Angebot die Bücher als Rezensionsexemplare zu bekommen bekommen habe, habe ich sofort zugesagt, da ich die Idee wirklich super fand. Ein großes Dankeschön an den Autor an dieser Stelle für die Bücher. Ich liebe das Cover des Buches. Es passt perfekt und ist wirklich mit sehr viel Liebe gemacht. Auch die Handlung fand ich echt toll. Sie war zwar sehr komplex, da teilweise 4 Geschichten gleichzeitig erzählt wurden, aber allein die Idee war schon super. Generell war die Geschichte auch echt anders, als normale Fantasy-Bücher. Es gab viele gewagte Stellen und Gegensätze. So sind Zazamael und seine Leute in wilder Natur mit Pferden unterwegs und dann kommen auf einmal Hubschrauber und suchen nach ihnen. Oder der „Senior Stratetegic Securty Advisor“ will dem Prinzen einen Ratschlag geben. Aber gerade diese skurrilen Stellen machen das Buch auch interessant, gerade die vielen anderen untypischen Stellen führen dazu, dass man weiterlesen will. Was auch besonders an der Handlung war, ist, dass mehr ausgesagt wird als man auf den ersten Blick ahnen würde, das Buch ist sehr gesellschaftskritisch. Auch die Figuren waren sehr interessant. Die Ich-Erzählerin, die durch das Buch führt war ausgefallen. Zum einen erzählt sie ihr Leben. Hier kommt sie aber leider oft sehr gelangweilt rüber, da sie mehr am Sumerland interessiert ist als an ihrem Leben. Zum anderen wird sie von einem Ereignis aus der Vergangenheit verfolgt, das ihr Denken und Handeln stark beeinflusst. Auch ihr Wissen über das Sumerland macht sie besonders. Sie hat mir also insgesamt gut gefallen auch wenn ich trotzdem nicht wirklich bei ihr mitgefiebert habe. Susanne fand ich komisch. Sie ist dafür, dass sie noch ein Kind ist eigenartig. Ihr Verhalten mit ihrem Spiel Dinge herbeizudenken und Anführerin sein zu wollen würde mir vermutlich als Mutter schon etwas Angst mache. Sie ist interessant; sympathisch wurde sie mir aber nicht. Prinzessin Serisada war mir leider auch nicht so sympathisch. Sie war mir zu naiv und kindlich. Irgendwie habe ich nie so wirklich gewusst was ich von ihr halten soll. Prinz Zazamael mochte ich am liebsten. Seine kämpferische und ausdauernde Art hat mir gefallen, bei seiner Reise habe ich am meisten mitgefiebert und ich fand es auch am spannendsten wie es mit ihm weiterging. Den Schreibstil fand ich genau passend für das Buch. Die Handlung war echt komplex und teilweise musste man sich konzentrieren um bei der Sache zu bleiben. Der Schreibstil jedoch genau passend: er war ziemlich einfach und flüssig, wodurch man die Handlung trotzdem noch gut verfolgen konnte. Was mir an dem Buch nicht gefallen hat ist zum einen der Klappentext. Dieser ist so ausführlich, dass man das Buch schon fast nichtmehr lesen bräuchte. Auch die teilweise verwirrende Handlung habe ich als negativ empfunden. Manchmal geschahen nämlich Sachen, die erst später aufgeklärt wurden, was mich persönlich sehr verwirrt hat. Außerdem konnte ich für den Großteil der Figuren keine richtige Sympathie entwickeln. Ich wollte das Buch zwar immer weiterlesen, das lag jedoch nicht an den Figuren, sondern an der besonderen Welt und Handlung. Insgesamt bekommt der erste Teil der Sumerland Dilogie 4 Sterne von mir. Ich habe lange überlegt, ob ich 3 oder 4 Sterne vergeben soll, habe mich dann aber trotz der teilweise verwirrenden Handlung und den mir leider nicht sympathischen Figuren für 4 Sterne entschieden, da die Idee super war, das Buch gut ausgearbeitet wurde, ich immer weiterlesen wollte und das Buch irgendwie echt positiv verrückt war. Auch wenn mich das Ende nicht zu 100% überzeugt hat, kann ich kaum abwarten, den nächsten Teil zu lesen!
Sumerland - Prinzessin Serisada ist definitv ein Buch mit (für mich verwirrenden) Tiefgang. Die Story war für mich von Anfang an etwas undurchsichtig. Die verschiedenen Perspektiven erleichterten mir das nicht unbedingt, besonders die Geschichte von Susanne verwirrte mich mehr und mehr, wurde irgendwann sogar undurchdringbar für mich. Da ich das Buch nicht abbrechen wollte, hielt ich weiter durch und mit der Zeit kam ich in die Story rein. Ich gewöhnte mich an den Schreibstil, der immer wieder mich ins Grübeln brachte, besonders in der Perspektive von Susanne, ob so Kinder reden (würden). Das Alter der vorkommenden Kinder in dieser Perspektive und Susanne selbst kann ich anhand der Handlung nur schätzen, für mich sind die Kinder dennoch etwas zu erwachsen. Mit der Zeit gewöhnte ich mich auch an die - manchmal sehr schnellen - Perspektivwechsel. Die Geschichte nimmt irgendwann Fahrt auf, jedoch erst relativ zum Ende des Buches. Der Anfang war für mich äußerst zäh, die Geschichte zog sich wie Kaugummi. Das Ende hingegen überschlägt sich von Ereignissen, man kommt kaum noch hinterher und will dann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Man hat das Verlangen, sofort den zweiten band zu beginnen, da man natürlich wissen will, ob der Cliffhanger sich bewahrheitet. Das begleitende AR-Game ist auch äußerst knifflig. Leider habe ich (noch) nicht alle Rätsel gelöst, die es durchaus in sich haben. Wer nicht in der Nähe von scanbaren Motiven wohnt, kann sich auf der Webseite die Motive anzeigen lassen und somit die Rätsel lösen. Alles in allem gibt es drei Sterne, wobei mir die Bewertung wirklich schwer fällt. Abzug gibt es aufgrund des Aufbau der Story, die sich - wie schon oben geschrieben - zieht. Mit Sicherheit kann man nicht eine so komplexe Welt innerhalb weniger Seiten erklären, aber einige Nebenhandlungen kamen mir einfach suspekt und unwillkürlich, manchmal einfach nur als "Platzhalter" vor. Für Fans von Fantasy ist dieses Buch trotzdem lesenswert.
Ich habe das Buch als Leseexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, was mir vorher noch nie passiert ist. Dankeschön dafür. Zum Glück bin ich kein Klappentext-Leser, denn eigentlich steht 90% des Inhalts im Klappentext. Soll das wirklich so sein? Ist mir jedenfalls zum Glück erst am Ende des Buches aufgefallen. Ich hatte meine Startschwierigkeiten mit dem Buch. Der Beginn ist verwirrend und war für mich etwas holprig. Was ist Realität, was ist nur Illusion? Genau um diese Frage geht es in Sumerland. Unsere Zivilisation ist nur eine Illusion in der die Menschen leben, arbeiten und probieren immer weiter aufzusteigen um möglichst weit nach oben in Waylhaghiri aufzusteigen, wo sie am meisten Macht haben. Waylhaghiri ist eine Stadt, die einzige Stadt auf der Welt und um Waylhaghiri herum befindet sich die Wildnis, das Sumerland. Prinz Zazamael herrscht über Waylhaghiri, Prinzessin Serisada über das Sumerland. Dann gibt es noch die ICH-Erzählerin der Geschichte, die beherrscht wird von ihrer Vergangenheit in Form eines Ex-Freundes und für das Volk in Waylhaghiri steht und ihre Nichte Susanne, die uns etwas mehr zur Entstehung von Sumerland und Waylhaghiri erzählt. Zwischen diesen Ebenen stecken wir, die Leser, und versuchen zu verstehen, was die Wahrheit ist. Ich hatte ca. 100 Seiten Anlaufschwierigkeiten. Nicht so stark, dass ich das Buch am liebsten weggelegt hätte, aber es machte sich Unsicherheit breit, ob es vielleicht zu "abgefahren" für mich ist. Sind Geschichten zu vielschichtig, verliere ich oft den Überblick und damit den Spaß. Hier war das aber nicht der Fall, im Gegenteil. Wenn man sich erstmal auf die Geschichte einlässt, packt sie einen und man möchte unbedingt hinter die Geheimnisse des Buches kommen. Allerdings muss man sich schon, gerade zu Beginn, auf die Handlung konzentrieren. Wenn einem wichtige Details entgehen, dürfte es kompliziert werden. So aber fragt man sich: Wird eine Fusion, Traum und Wirklichkeit werden eins, gelingen? Schafft Serisada es, eine Revolution in Waylhaghiri anzuzetteln? Findet Zazamael den wilden Wein, den er meint für die Fusion zu brauchen? Das Buch bleibt spannend bis zur letzten Seite, was allerdings auch daran liegt, dass es einfach mittendrin aufhört. Leider. Ich habe den zweiten Teil hier liegen und werde ihn direkt als nächstes lesen, aber ich verstehe nicht warum man nicht einfach nur ein Buch aus der Geschichte gemacht hat. Egal ... Die Sprache ist ebenfalls "speziell", sehr blumig, aber auch daran gewöhnt man sich fix und möchte es danach auch nicht anders haben. Ein bisschen schade ist es, dass ich mit keinem Charakter wirklich sympathisieren konnte, aber ich glaube das soll auch gar nicht sein, um die Geschichte objektiver erfassen zu können. Entweder das oder die Beschreibung der Charaktere hätte noch verbessert werden können um ihnen mehr Tiefe zu geben. Zum Buch gibt es eine App, die aber im Buch gar nicht erwähnt wird und die ich mir auch nicht geladen habe. Dazu kann ich also nichts sagen. Bei dieser Reihe handelt es sich nicht einfach nur um Unterhaltungsliteratur, zwischen den Zeilen findet man eine große Portion Kritik an unserer heutigen Zeit und ihrer auf Erfolg ausgerichteten Lebensweise. Toll, wie der Autor es schafft, diese Gedanken in so ein abstraktes Konstrukt zu verwandeln. Respekt dafür! Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich ziehe einen Stern ab, weil es keinen Charakter gibt, den ich gerne mag und ich gerade den Anfang relativ unübersichtlich fand.
Ein Großteil der Weltbevölkerung bewohnt einen einzigen nach Epochen und technologischer Fortschrittlichkeit geschichteten Statdkegel, genannt Waylhaghiri. Ihn umgebend, befindet sich die endlos erscheinende Wildnis des Sumerlandes. Serisada, die Herrscherin dieses Landes, macht sich auf den Weg nach Waylhaghiri, um dort eine Rebellion zu entfachen. Zazamael, Prinz von Waylhaghiri, begiebt sich unterdessen auf eine gefährliche Mission ins Sumerland, um das fehlende Element zur "große Fusion" beider Welten zu finden. Innerhalb des Stadtkegels verfolgt der Leser das Leben einer namenlosen Protagonistin, deren Nichte Susanne behauptet, das Sumerland und Waylhaghiri frei erfunden zu haben. Insgesamt vier Erzählstränge, die unterschiedlicher nicht sein könnten, weben die Geschichte dieses Buches. Die Erzählstränge der beiden kindlichen Monarchen haben mir dabei bei Weitem am besten gefallen, denn im Gegensatz zu den beiden anderen Strängen, hatte man hierbei tatsächlich das Gefühl, ein Abenteuer zu verfolgen. Die beiden übrigen Erzählstränge sind derart verworren und abstrakt erzählt, dass ich mitunter Mühen hatte zu folgen und daher recht schnell das Interesse verloren habe. Der Schreibstil ist sehr bildgewaltig, teilweise jedoch wegen all der Details, der enthaltenen Gesellschaftskritik und der ständig wechselnden Perspektiven etwas überladen. Ich hatte an manchen Stellen das Gefühl, diese Vielzahl an Wirklichkeitsbezüge und Andeutungen garnicht adäquat aufnehmen und verstehen zu können, was mitunter recht frustirierend und dem Lesefluss nicht zuträglich war. Trotz des ausschweifenden Schreibstils blieben die einzelnen Charaktere jedoch recht blass und oberflächlich, was unter anderem dem Verworrenheit des Erzählstils geschuldet ist. Es schien mir, als hätten die Charaktere teilweise keinen klaren Gedanken fassen können. Ihre Persönlichkeit zu erfassen, fiel demnach schwer. Insbesondere unsere namenlose Protagonistin wurde mir zunehmend unsympathisch. Das Buch beinhaltet viele Wahrheiten darüber, welche teilweise absurden Funktions- und Denkweisen unserer Gesellschaft zugrunde liegen. Es kann dem Leser in manch einer Hinsicht die Augen öffnen. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob die Genrebeschreibung "Fantasy" geeignet ist, um ein solches Buch an den Mann zu bringen. Ich für meinen Teil hatte aufgrund des Genres und des Klappentextes etwas völlig Anderes erwartet. Die dem Buch zugrundeliegende Idee ist nach wie vor einmalig, innovativ und bietet eine Menge Potenzial, welches meiner Meinung nach leider nicht ausgeschöpft wurde. Es tut mir unendlich Leid für den Autoren, der sichtlich viel Mühen investiert hat, aber meinem Geschmack konnte diese Geschichte leider nicht entsprechen.
Die Rezension bezieht sich auf beide Bücher, weil ich froh bin, dass ich es geschafft habe, sie fertig zu lesen... Prinz Zazamael herrscht über die kegelförmige Stadt Waylhaghiri, die einzige Stadt seiner Welt. Sie umgibt das wilde und naturbelassene Sumerlands, an dessen Grenze seine Soldaten seit ewigen Zeiten im Krieg mit den Tierwesen. Auch in Waylhaghiri gibt es Unruhen. Alle Versuche, die „Große Fusion“ herbeizuführen, scheiterten. Für den Prinzen gibt es nur eine Lösung: Er muss sich auf die gefährliche Suche nach dem wilden Wein des Sumerlands begeben. Leider verläuft die Reise anders als erwartet. Die kindlich-naive Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland. Sie sorgt sich aufgrund der vielen Opfer der Kämpfe gegen die Soldaten des Prinzen. Um ihrerseits den Krieg zu beenden fasst sie den Beschluss nach Waylhaghiri zu reisen um im Inneren der Stadt eine Revolte anzuzetteln. Allein begibt sie sich auf die Reise in eine Stadt, die völlig anders ist als ihre Heimat. Die dort lauernden Verlockungen und Gefahren unterschätzt sie völlig. Die namenlose und nervende Ich-Erzählerin ist Eingeweihte einer Geheimgesellschaft. Sie vermag es nach Sumerland, die geheime Realität, zu blicken. Das Sumerland ist ihre Flucht aus dem öden Büroalltag der Marketingfirma, für die sie arbeitet. Sie verfolgt die Abenteuer der Herrscher und schaut sich so manche Technik ab: Das in Waylhaghiri praktizierte Zwecklügnertum zur Geschäftsmaximierung beschert ihr einen Karriereaufschwung. Sumerland handelt von zwei Welten, die einander beeinflussen. Die Ich-Erzählerin bezieht Informationen über das Prinzip des „maximierten Geschäftssinnes“ sowie Verhaltenstechniken aus Waylhaghiri, die auch in ihrer Welt Erfolg zu haben scheinen. Beruhen also beide Welten auf den gleichen Prinzipien? Andersherum scheinen die Eingeweihten die Geschehnisse im Sumerland nicht beeinflussen können. Die Frage ist also: Wie genau hängen die Welten zusammen? Unter dem Strich war mir die Detailliertheit, mit der die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgestellt wurden, zu viel des Guten. Die Kontraste, die es nicht immer leicht machen, den Lesefluss aufrecht zu erhalten: Vision/Realität, Stadt/Natur, Fantasie/Vernunft, ermüdeten mich irgendwann. Die verschachtelte und zum Teil krude Story über zwei Realitäten, Perspektiven und zahlreiche Schauplätze, die ganz eigenen Gesetzen folgen, bremst die Unterhaltung beim lesen immer wieder aus. Passend zu den Büchern gibt es eine App, die ich mir aber erspart habe. Die Idee hinter den Büchern ist toll, aber noch nicht ausgereift. Zuviele unwichtige Infos, zuviele Erzählstränge, zuviel Input, der einem erschlägt.
Cover: Es fällt sofort auf und die komplette Umschlaggestaltung ist wunderschön und voller Details. Der Turm, der eine Stadt darstellt für mich, hat sofort meine Neugierde geweckt. Farblich wirkt es sehr harmonisch. Das "A" bei Sumerland scheint ein Symbol zu sein, dessen Bedeutung ich hoffentlich beim Lesen erfahren. Erster Eindruck zum Buch: Zum Einstieg liest man Gedanken einer Protagonistin, ohne zu wissen, wer es ist. Der Stil ist etwas anspruchsvoller, als man erwartet und deshalb braucht man etwas um reinzufinden. Wenig Dialoge, immer aus der Ich-Form geschrieben. Die verschiedenen Erzählstränge wechseln innerhalb der Kapitel,aber man blickt schnell durch, wer gerade an der Reihe ist. Protagonisten: Eine unbekannte Frau, die Einblicke in die "andere" Welt, die Sumerlands hat. Ein Prinz und eine Prinzessin mit hohen Zielen. Die Charaktere bleiben sehr vage, man bekommt kleine EInblicke in die Persönlichkeiten, aber ganz greifbar werden sie nicht. Das hat mir etwas gefehlt, da ich mich so nicht mit ihnen identifizieren konnte. Meine Meinung: Die Symbole in den Kapiteln machen neugierig und man möchte entdecken was sie bedeuten. Dadurch wirken die Kapitel auch nicht so lang, wie sie tatsächlich sind, da es optisch mehrere Unterbrechnungen gibt. Der Schreibstil ist sehr komplex, aber dadurch auch etwas verwirrend. Ich habe mir etwas schwer getan dranzubleiben, da bei mir nicht der richtige Lesefluss aufkam. Durch Ideenreichtum hat der Autor eine interessante Welt geschaffen, die allerdings starke Protagonisten vermissen lässt. Band 2, so hoffe ich, wird mich vielleicht etwas mehr überzeugen.
















