Solange es eine Heimat gibt. Erika Mann

Solange es eine Heimat gibt. Erika Mann

Hardcover
4.65

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Beschreibung

Ein fulminante Zeitreise ins Jahr 1949 mit Erika Mann

1949: Erika, die älteste Tochter von Katia und Thomas Mann, begleitet die Eltern nach Jahren des Exils in den USA auf ihrer Europareise. Die zweifache Verleihung des Goethe-Preises an den Vater in Deutschland steht kurz bevor, als die Familie in Stockholm die erschütternde Nachricht von Klaus Manns Freitod ereilt. Während Erika beginnt, den Nachlass des geliebten Bruders zu ordnen, erinnert sie sich – an die behütete Kindheit in München, die wilden Zwanziger in Berlin, gemeinsame Werke und die Weltreise als Mann-Twins, das Engagement gegen die Nazis im Exil.

Unda Hörner verwebt die Lebenswege der Manns und die historischen Ereignisse virtuos zu einer atmosphärisch dichten Erzählung und entfaltet ein faszinierndes zeitgeschichtliches Panorama bis ins Schicksalsjahr 1949, in dem die Teilung Deutschlands für Jahrzehnte besiegelt wird.

Für alle Fans der Jahreszahlen-Trilogie »1919 – Das Jahr der Frauen«, »1929 – Frauen im Jahr Babylon« und »1939 – Exil der Frauen«.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Schriftsteller
Format
Hardcover
Seitenzahl
256
Preis
24.70 €

Autorenbeschreibung

Unda Hörner , geb. 1961, studierte Germanistik und Romanistik in Berlin und Paris und promovierte 1993 über die Schriftstellerin Elsa Triolet. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin, Herausgeberin, Journalistin und Übersetzerin in Berlin. Bei ebersbach & simon sind von ihr u. a. erschienen: »Brecht und die Frauen. Gefährtinnen, Geliebte, gute Geister«, »Auf nach Hiddensee! Die Boheme macht Urlaub« sowie »Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris«, außerdem die Romane »Kafka und Felice« und »Am Horizont der Meere. Gala Dalí« sowie ihre Jahreszahlen-Trilogie, »1919 – Das Jahr der Frauen«, »1929 – Frauen im Jahr Babylon« und »1939 – Exil der Frauen«.

Beiträge

1
Alle
5

Eindrucksvolles Porträt einer außergewöhnlichen mutigen Frau.

Kurz bevor Thomas Mann im Jahr 1949 zur Verleihung des Goethe-Preises in die ehemalige Deutschland zurückkehren soll, erreicht die Familie Mann in Stockholm die Nachricht, dass Klaus Mann sich das Leben genommen hat. Erika, die älteste Tochter der Manns und engste Freundin und Vertraute ihres Bruders Klaus, übernimmt die Aufgabe, seinen Nachlass zu ordnen. Und erinnert sich, an fröhliche Kindheitstage, verlorene Lieben und – vor allem – an die Flucht vor dem NS-Regime. Auf eindrucksvolle Weise versteht es Unda Hörner, die Geschichte der Familie Mann mit den Ereignissen jener Zeit zu verbinden. Dabei entsteht das Porträt einer außergewöhnlichen, mutigen Frau, die frühzeitig die Zeichen der drohenden Katastrophe erkannt hat und während des Krieges die gefährliche Aufgabe übernahm, als Kriegsberichterstatterin in London tätig zu sein. Das ist anspruchsvoll zu lesen, immer interessant und die Parallelen zu unserer heutigen Situation erfordern immer wieder Nachdenkpausen. Mein Fazit: Faszinierendes Porträt einer außergewöhnlichen Frau. Sehr lesenswert.

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