Säuferkind

Säuferkind

Taschenbuch
4.410

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Beschreibung

St. Pauli, 70er Jahre: Cornelia Hoppe wächst mit alkoholkranken Eltern in bitterer Armut auf. Ihr Spielplatz sind triste Trinkerkneipen mit zwielichtigen Gestalten. Einerseits schämt sich Cornelia schon als kleines Kind für ihre Eltern, andererseits sorgt und kümmert sie sich um sie – als typisch Co-Abhängige.

In der Ehe mit einem erfolgreichen Banker scheint sie dann schließlich das Glück gefunden zu haben. Leider merkt Cornelia aber irgendwann, dass auch ihr Mann trinkt und der Teufelskreis von vorne beginnt: Sie leidet still, schämt sich, kümmert sich, hält trotz allem zu ihm. Irgendwann erkennt sie, dass auch ihre Kinder drohen, co-abhängig zu werden. Trotz wirtschaftlicher Abhängigkeit schafft es Cornelia schließlich, ihren Mann zu verlassen – und damit sich und ihre Kinder zu retten.

Säuferkind ist ein ehrlicher, schonungsloser Bericht, der gleichzeitig Mut macht und zeigt, dass es möglich ist, sich aus den Fesseln der Co-Abhängigkeit zu befreien.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Memoiren
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
272
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Cornelia Hoppe schreibt aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen unter einem geschlossenem Pseudonym.

Beiträge

1
Alle

Da dies ein biographischen Werk ist, möchte ich keine Punktebewertung abgeben - aber eine große Empfehlung für alle, die gern von Menschen lesen, die schwierige Lebenssituationen meistern müssen. Unbeschönigt und nüchtern erzählt die Autorin ihre Geschichte. Sie berichtet chronologisch, mit kleinen wissenschaftlichen Ergänzungen aus der Sucht- und Coabhäbgigkeit, weist auf Hilfsabgebote hin und zeigt, wieso es für Heranwachsende und auch Erwachsene so schwer ist, sich aus den Kreisläufen von Coabhängigkeit und Unterdrückung in der Partnerschaft zu befreien. Wie in einem Lebenslauf erzählt sie, wie sie in Hamburg 1968 als späte Tochter in eine Familie mit alkoholabhängigen Eltern geboren wird. Es ist erschüttert zu lesen, wie sie damit überwiegend allein fertig werden muss. Sie erzählt von Scham, Armut, Hilflosigkeit. Aber auch von Liebe zu den Eltern und Brüdern, von Befreiung und Mustern, denen sie auch als erwachsene Frau verfällt. Und von Stärke, Tatkraft und Hoffnung. Ein Buch, das sich leicht liest, obwohl schwierige Themen zugrundeliegen, das Mitgefühl und Verständnis weckt und das aufzeigt, wie schwer Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit zu überwinden sind. Das aber auch Hoffnung macht. Ich habe diesen Lebensbericht gern gelesen und wünsche dem Buch viele aufmerksame Leser.

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