Kondorkinder

Kondorkinder

Buch
4.59
LamaMagisches BuchGeschichteAlpaka

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Beschreibung

»Geschichten sind wilde Tiere. Du kannst ihr Vertrauen gewinnen, aber du kannst sie nie ganz zähmen.« Malinka liebt zwei Dinge – das Erzählen phantastischer Geschichten und die Weiten Perus. Aber ihr Auslandsjahr liegt lange zurück und in ihrem Alltag finden die magischen Erzählungen keinen Platz mehr. Damit hat sie sich schweren Herzens abgefunden, bis plötzlich Matteo auftaucht. Damals im Studium hat er Malinkas Phantasiegeschichten verspottet, nun ist ausgerechnet ihm ein magisches Buch in die Hände gefallen, das ihn tödlich verflucht hat. Einzig Malinka kann sein Leben retten, doch dazu muss sie im Hochland der Anden die Geschichte finden, die dem lebendigen Buch einst verlorenging. Eine gefahrvolle Reise beginnt, die Matteo und Malinka nicht nur quer durch Peru führt, sondern auch auf die Spuren einer Geschichtenerzählerin, die vor langer Zeit den Zorn der Berggötter herausforderte. Nominiert für den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar 2022

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fantasy
Sub-Genre
Urban Fantasy
Format
Buch
Seitenzahl
576
Preis
16.00 €

Beiträge

4
Alle
3.5

Wunderschön geschrieben und eine tolle Reise durch Peru, die mich in einer Hinsicht aber etwas zwiegespalten zurücklässt.

Peru, Mitte 18. Jahrhundert. Einst gehörte Yawars Mutter zu den Kondorkindern, die in Peru das Spiegelbuch der Geschichten hüten, die nicht vergessen werden sollen. Doch durch das Buch verlor sie Yawars Vater. Als Yawar nun zum Hüter des Spiegelbuchs ernannt werden soll, zerreißt sie das Buch aus Panik - und zieht damit den Fluch des mächtigen Berggottes Mismi auf sich. Gegenwart. Die Studentin Malinka arbeitet in einer Bibliothek in Berlin und soll einen Stapel alter Bücher sortieren. Zufällig gerät eines der Bücher an ihre alte Nemesis Matteo - der sich prompt den Fluch des Spiegelbuches einfängt. Nun müssen die beiden nach Peru, denn nur dort können sie den Fluch lösen und Malinka eine verlorene Gabe wiederfinden: das Geschichten erzählen. Was mir gut gefallen hat: - Das Buch hat mich von der ersten Seite gecatcht. - Sämtliche Figuren sind super liebevoll gestaltet. - Das peruanische Setting kommt wunderbar herüber. - Die Mischung aus dem Glauben der Quechuas, historischen Begebenheiten und mystischem Abenteuer in der Gegenwart traf voll meinen Geschmack. - Der Schreibstil ist melodisch und passt sehr gut zum Thema „Geschichten schreiben“. Was weniger meins war: - Im Mittelteil gab es ein paar kleinere Längen. - Mein Hauptzwiespalt hängt an dem Trope „White Saviour“, den ich problematisch finde. (ACHTUNG: SPOILER) Etwa in der Mitte des Buches verschiebt sich im Strang des 18. Jh.s der Fokus von Yawar zur spanisch-stämmigen Isabel, der letztlich die entscheidende Aufgabe zukommt, die verlorenen Geschichten zu sammeln. Das finde ich besonders deshalb problematisch, weil indigene Bevölkerungsgruppen auch heutzutage oft noch wenig Raum erhalten, ihre Geschichten zu erzählen. Dass es nun einer Weißen Bedarf, damit die Geschichten erhalten bleiben, empfinde ich daher als bitter. Die Autorin reflektiert die Problematik im Gegenwarts-Strang, das kann die Aussage im Vergangenheits-Strang aber meiner Ansicht nach nicht retten. Fazit: Eine echt tolle Geschichte, die mir aber ohne den White-Saviour-Trope nochmal besser gefallen hätte.

5

Verlorene Geschichten, Peru, ein magisches Buch.. 'Kondorkinder' so gut, wie es der Klappentext versprochen hat. Ich hatte ein wenig Angst, dass Peru nicht authentisch rüberkommt, zu verklärt wird und nicht auf die Probleme des Landes, nicht auf den Kolonialismus eingegangen wird. Doch bei Železný hätte ich mir da keine Sorgen machen müssen. Als Kulturanthropologin und Altamerikanistin mit Besuchen in Peru, in denen sie das Land kennen und lieben gelernt hat, beleuchtet sie jeden Aspekt und scheut auch nicht, die grausame Vergangenheit des Landes zu thematisieren. Gespickt mit Folklore, Mythen und Sagen, voller Götter und historisch belegter Ereignisse, hat sie ihre Kondorkinder auferstehen lassen und eine Geschichte gesponnen, magisch und atmosphärisch. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, eine in der Gegenwart, eine im 18. Jahrhundert spielend. Wir reisen durch das Land, lernen Orte und Menschen kennen, die Sprache Quechua, landestypische Gerichte, Sitten und Bräuche. 'Kondorkinder' hat alles, was ich mir von einem Jugendfantasyroman erwarte!

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5

Eine magische und absolut schöne Geschichte.

>> KONDORKINDER << Werbung Nach vielen Thrillern war es mal wieder an der Zeit etwas Fantasy zu lesen. Kondorkinder war ein Geschenk meiner Tochter und ich muss sagen es hat sich gelohnt zu lesen. . >> Klappentext << »Geschichten sind wilde Tiere. Du kannst ihr Vertrauen gewinnen, aber du kannst sie nie ganz zähmen.« Malinka liebt zwei Dinge – das Erzählen phantastischer Geschichten und die Weiten Perus. Aber ihr Auslandsjahr liegt lange zurück und in ihrem Alltag finden die magischen Erzählungen keinen Platz mehr. Damit hat sie sich schweren Herzens abgefunden, bis plötzlich Matteo auftaucht. Damals im Studium hat er Malinkas Phantasiegeschichten verspottet, nun ist ausgerechnet ihm ein magisches Buch in die Hände gefallen, das ihn tödlich verflucht hat. Einzig Malinka kann sein Leben retten, doch dazu muss sie im Hochland der Anden die Geschichte finden, die dem lebendigen Buch einst verlorenging. Eine gefahrvolle Reise beginnt, die Matteo und Malinka nicht nur quer durch Peru führt, sondern auch auf die Spuren einer Geschichtenerzählerin, die vor langer Zeit den Zorn der Berggötter herausforderte. . Was eine schöne, traurige und dramatische Geschichte. Ein Wechsel aus Vergangenheit und Gegenwart. Eine Geschichte in der es um Götter, Flüche und vergessene Geschichten geht. Und um ein verdammt cooles, sprechendes Alpaka. Wie, das gibt es alles nicht? Dann hoffe ich, dass du nie das Spiegelbuch in die Finger bekommst, denn Malinka und Matteo ist genau das passiert. Matteo wurde verflucht und muss sich ausgerechnet von Malinka, die nur Bücher im Kopf hat, helfen lassen. . Ganz besonders hat mir einfach der Wechsel aus Vergangenheit und Gegenwart gefallen. Wie die Geschichten aus beiden Zeiten am Ende ein ganzes ergaben. Wie sie mir Bilder in den Kopf gezaubert haben. Das ist etwas, was ich an Fantasy so mag. Die Protagonisten aus beiden Zeiten haben das Buch gefüllt mit ihrem ganz eigenen Charme. Eine mythologische Geschichte, die magisch schön ist. . Ich vergebe hier 🐝🐝🐝🐝🐝/5

Eine magische und absolut schöne Geschichte.
5

Zwei Zeitebenen, zwei Selbstfindungen und ganz viel Sprachmagie „Kondorkinder“ von Sabrina Železný erscheint 2021 im neuen Gewand, aber mit derselben wunderschönen Geschichte. Malinka hat vor Jahren das Geschichtenerzählen aufgegeben, nachdem Matteo ihre Geschichten verspottet hat. Nun ist ausgerechnet er von einem Fluch befallen, das ein magisches Buch aus Peru über ihn gewirkt hat – und braucht Malinkas Hilfe, für die Peru einst wie eine zweite Heimat war. Gemeinsam brechen sie auf, um den Fluch zu brechen und das magische Buch mit Geschichten zu füllen und dessen eigene Geschichte zu erfahren. Dabei folgen Sie der Spur einer Geschichtenerzählerin aus längst vergangener Zeit. „Kondorkinder – Das Spiegelbuch und die verlorenen Geschichten“ erschien bereits 2013 in zwei Bänden im Mondwolf Verlag. Die neue Ausgabe wurde nicht nur inhaltlich überarbeitet, sondern kombiniert auch beide Bände von 2013 und damit beide Zeit- und Handlungsebenen zu einer Geschichte. Wenn ich richtig informiert bin, ist „Kondorkinder“ auch ursprünglich so geschrieben worden und nur für die alte Veröffentlichung aufgeteilt worden. Jetzt zusammengefügt sieht man, wie viel besser die Geschichte so funktioniert, wie nah die Handlungsstränge aneinander sind und wie sie sich gegenseitig ergänzen. Alle Protagonisten haben eigene Stimmen, klare Ziele und Motivation und doch wird jede von ihnen von Sabrina Železnýs ganz eigener Sprachmagie getragen. Wie auch bei anderen Geschichten der Autorin spürt man in jedem Satz die Liebe zu Südamerika und besonders zu Peru. In „Kondorkinder“ werden wir als Leser mit auf eine Reise durch Peru und seine Geschichte und seine Geschichten genommen, sodass ich beim Lesen fast das Gefühl hatte, das Land selbst zu besuchen und selbst durch die Orte und Straßen zu laufen. Dass der Roman dabei eine schlicht wunderschöne Handlung erzählt und eine wunderschöne Entwicklung aller beteiligten Figuren präsentiert, macht „Kondorkinder“ einfach zu einem besonderen Lesevergnügen. Als besonderes Schmankerl finden sich viele Karten in dem Buch, sodass man die Reisen der Figuren auf beiden Zeitebenen bequem nachverfolgen kann. Für „Kondorkinder“ kann es von meiner Seite nichts anderes als eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben. Dieses Buch hat es einfach verdient, genossen zu werden und möglichst viele Lesenden zu verzaubern. Eine ganz klare 10/10 von mir.

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