Justins Heimkehr

Justins Heimkehr

Hardcover
3.86
DramaOpferGerechtigkeitEntführung

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Beschreibung

Mit psychologischem Feingefühl und sehr spannend erzählt Bret Anthony Johnston in seinem Debütroman von einer Familie unter Schock. Vor vier Jahren ist Justin Campbell, damals 12 Jahre alt, entführt worden.
Seine Eltern und sein Bruder, die nie aufgehört hatten, nach ihm zu suchen, haben unterschiedliche Wege gefunden, mit diesem Erlebnis umzugehen. Wege, die die Familie eher auseinanderdriften lassen. Da wird Justin wie durch ein Wunder ganz in der Nähe entdeckt und seinem Entführer entwunden – der inzwischen 16jährige kehrt in die Familie zurück. Aber ist der Wiedergefundene nicht doch verloren? Und was geschieht mit dem Täter, der vor Gericht gestellt wird und auf „nicht schuldig“ plädieren will?
Bret Anthony Johnston zeigt sich in diesem Roman als hoch begabter, raffinierter und kluger Erzähler, der glaubwürdige und faszinierende Charaktere zeichnen kann und ohne Effekthascherei ins Herz der Dinge vorstößt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Generationenromane
Format
Hardcover
Seitenzahl
420
Preis
22.60 €

Autorenbeschreibung

Bret Anthony Johnston, 1971 geboren, veröffentlichte den Erzählungsband "Corpus Christi" (2004), gab 2008 den Band "Naming the World and other Exercises for the Creative Writer" heraus und schrieb das Drehbuch zum Dokumentarfilm "Waiting for Lightning" (2012). "Justins Heimkehr" ist sein Romandebüt. Johnston unterrichtet Fiction Writing an der Harvard University. Sylvia Spatz arbeitet als freie Lektorin und Übersetzerin aus dem Französischen, Englischen und Italienischen.

Beiträge

1
Alle
4

Familienstudie Das Buch: Vier Jahre sind vergangen, seit Justin einfach so verschwand. Seine Familie hörte nie auf zu kämpfen und zu suchen, doch sie wurde einfach zerstört. Sie leben nur noch im Trance. Doch dann wird zufällig Justin gefunden. Und das nicht allzu weit weg vom Heimatort. Der Entführer wird schnell gefasst und auch schnell wieder freigelassen. Damit wird ein zweites Mal das Leben der Familie zerstört. Können sie auch dieses Mal zusammenhalten? Wie gelingt die Rückkehr von Justin in die Familie? Das Fazit: Das Buch hat eine wirklich trostlose und traurige Stimmung. Die Familie ist nach Justins Verschwinden zwar noch existent. Doch kaum mehr am Leben. Der Vater geht fremd, die Mutter hütet kranke Delphine, der Bruder skatet in die erste Liebe und der Opa hat alle Hoffnung verloren. Das Leben verkommt. Doch plötzlich wird Justin durch einen Zufall gefunden. Und die Familie erwacht aus dem Trance. Und fängt wieder an zu leben, als wäre Justin nie einen Tag weg gewesen. Das führt zu Missverständnissen, Ängsten und Wut. Der Leser merkt, wie die Stimmung kippt. Und der Autor schafft es, dass die Stimmung noch ein paar Mal kippt. Z.B. dann, wenn der Entführer auf Kaution aus dem Gefängnis kommt. Dann herrscht wieder dieser Trance, diese Ungemütlichkeit. Und der Leser spürt diese Verzweiflung. Verzweifelt, schon fast manisch verhält sich die Familie. Und was ist mit Justin? Dieser bleibt durchweg undurchsichtig. Nie wird der Leser warm mit ihm. Und man wird das Gefühl nicht los, dass seine Familie auch nicht warm mit ihm wird. Es natürlich klar, dass er ein schweres Trauma erlitten hat. Aber man weiß zu keinem Zeitpunkt, wie er wirklich fühlt. Oft hat der Leser das Gefühl, dass Justin noch einige böse Sachen mit seiner Familie vorhat. Ob das passiert? Lest selbst. Schon diese immense Spannung auf jeder Seite; dieses Gefühl, es könnte gleich etwas passieren – das macht dieses Buch aus. Den viel Story bekommt man hier nicht. Man begleitet die Familienmitglieder (außer Justin) abwechselnd durch den Alltag und den Geschehnissen. Unbewusst wird diese Familiensituation sehr genau studiert. Es ist dieses Bittere, diese Hilflosigkeit und Machtlosigkeit der Familie. Zusammenfassend geht es in diesem Buch weniger um die Geschichte. Es wird das Leben einer Familie erzählt, wo der verschollene Sohn plötzlich wieder vor der Tür steht. Und man sieht diesen innerlichen Zerfall aller. Es ist dieses unnahbare Gefühl. Diese Ungewissheit, obwohl der Sohn wieder da ist. Lest es. Schon alleine wegen der Stimmung. https://booksoftination.wordpress.com/2018/01/10/bret-anthony-johnston-justins-heimkehr/

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