Heiss
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Stefanie de Velasco, geboren 1978 wuchs als Kind spanischer Einwanderer im Rheinland auf. Sie studierte Europäische Ethnologie in Bonn, Berlin und Warschau. 2013 erschien ihr Roman Tigermilch, der in zahlreiche Sprachen übersetzt und für das Kino verfilmt wurde. 2019 folgte der Roman Kein Teil der Welt und 2024 Das Gras auf unserer Seite. Sie lebt als freie Autorin in Berlin und schreibt regelmäßig für u.a. Dummy, FAS, Republik.
Beiträge
Schlaflos in Berlin Mit dem ersten grauen Antennenhaar fängt alles an. Weitere Symptome wie Schlaflosigkeit und Stimmungsschwankungen kommen dazu und so erfährt de Velasco von ihrer Frauenärztin, dass sie mitten in der Perimenopause steckt. Erst kann sie es kaum glauben, aber durchs Beobachten ihres Zyklus, stellt sie fest, dass es wirklich so sein muss. Die Autorin macht sich auf die Suche nach einem Umgang mit den Veränderungen. Der Austausch mit ihrer kranken Mutter ist eher ernüchternd. Sie erinnert sich jedoch an die prägende Zeit, als ihre Mutter im Wechsel und sie in der Pubertät war. Eine wichtige Person wird eine langjährige Freundin, die ebenfalls in der Perimenopause angekommen ist. Ihre Bewältigungsstrategie gegen die Schlaflosigkeit: Spaziergänge und Schaukeln im Bruce Lee Park. Nach und nach entdeckt sie zudem die positiven Aspekte, welche diese intensive Zeit mit sich bringt: Durchsetzungsvermögen, Klarheit, Wut, Energie oder die Kraft, Dinge anzugehen und das Leben auf neue und autonome Weise zu gestalten. Besonders gut gefällt mir ihr Blick der älter werdenden Frau in der Gesellschaft. Das Selbstbewusstsein und ihr Auftreten gegenüber Männern verändert sich. Ihr Verhalten und ihr Aussehen spielen keine Rolle mehr. De Velasco hat dabei deutlich die Vorteile des „unsichtbar Werdens“ von Frauen vor Augen: endlich kann sie sich selbst sein. „Ein grauer Wollball auf dem Weg ins Glück“.
Charmant, rotzig, informativ. Wir brauchen unbedingt mehr Bücher zu diesem Thema.
Absolut empfehlenswertes Buch über (Peri)-Menopause. Peri… was (Zeit vor der Menopause)? Erschreckenderweise kannte ich bis vor kurzem dieses Begriff noch gar nicht. Dabei ist das total beschämend für unsere Gesellschaft, dass diese wichtige Phase bei Frauen seit Ewigkeiten dermaßen tabuisiert wird. Geburt, Pubertät, Schwangerschaft - Phasen die in aller Munde sind, zu denen es eine regelrechte Kultur gibt. Wie besser würde es Frauen gehen wenn auch die Wechseljahre trotz ihrer anstrengenden Symptome gewürdigt werden würden und niemand sich dafür schämen müsste? Das erste Mal denke ich nicht so negativ über diese Zeit, sondern freue mich über die Stärken, die diese bringen kann. Der Erzählstil ist locker rotzig, was mir gut gefallen hat. Es braucht auf jeden Fall mehr Stimmen und Bücher wie dieses!
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Stefanie de Velasco, geboren 1978 wuchs als Kind spanischer Einwanderer im Rheinland auf. Sie studierte Europäische Ethnologie in Bonn, Berlin und Warschau. 2013 erschien ihr Roman Tigermilch, der in zahlreiche Sprachen übersetzt und für das Kino verfilmt wurde. 2019 folgte der Roman Kein Teil der Welt und 2024 Das Gras auf unserer Seite. Sie lebt als freie Autorin in Berlin und schreibt regelmäßig für u.a. Dummy, FAS, Republik.
Beiträge
Schlaflos in Berlin Mit dem ersten grauen Antennenhaar fängt alles an. Weitere Symptome wie Schlaflosigkeit und Stimmungsschwankungen kommen dazu und so erfährt de Velasco von ihrer Frauenärztin, dass sie mitten in der Perimenopause steckt. Erst kann sie es kaum glauben, aber durchs Beobachten ihres Zyklus, stellt sie fest, dass es wirklich so sein muss. Die Autorin macht sich auf die Suche nach einem Umgang mit den Veränderungen. Der Austausch mit ihrer kranken Mutter ist eher ernüchternd. Sie erinnert sich jedoch an die prägende Zeit, als ihre Mutter im Wechsel und sie in der Pubertät war. Eine wichtige Person wird eine langjährige Freundin, die ebenfalls in der Perimenopause angekommen ist. Ihre Bewältigungsstrategie gegen die Schlaflosigkeit: Spaziergänge und Schaukeln im Bruce Lee Park. Nach und nach entdeckt sie zudem die positiven Aspekte, welche diese intensive Zeit mit sich bringt: Durchsetzungsvermögen, Klarheit, Wut, Energie oder die Kraft, Dinge anzugehen und das Leben auf neue und autonome Weise zu gestalten. Besonders gut gefällt mir ihr Blick der älter werdenden Frau in der Gesellschaft. Das Selbstbewusstsein und ihr Auftreten gegenüber Männern verändert sich. Ihr Verhalten und ihr Aussehen spielen keine Rolle mehr. De Velasco hat dabei deutlich die Vorteile des „unsichtbar Werdens“ von Frauen vor Augen: endlich kann sie sich selbst sein. „Ein grauer Wollball auf dem Weg ins Glück“.
Charmant, rotzig, informativ. Wir brauchen unbedingt mehr Bücher zu diesem Thema.
Absolut empfehlenswertes Buch über (Peri)-Menopause. Peri… was (Zeit vor der Menopause)? Erschreckenderweise kannte ich bis vor kurzem dieses Begriff noch gar nicht. Dabei ist das total beschämend für unsere Gesellschaft, dass diese wichtige Phase bei Frauen seit Ewigkeiten dermaßen tabuisiert wird. Geburt, Pubertät, Schwangerschaft - Phasen die in aller Munde sind, zu denen es eine regelrechte Kultur gibt. Wie besser würde es Frauen gehen wenn auch die Wechseljahre trotz ihrer anstrengenden Symptome gewürdigt werden würden und niemand sich dafür schämen müsste? Das erste Mal denke ich nicht so negativ über diese Zeit, sondern freue mich über die Stärken, die diese bringen kann. Der Erzählstil ist locker rotzig, was mir gut gefallen hat. Es braucht auf jeden Fall mehr Stimmen und Bücher wie dieses!







