Gruppenbild mit Dame

Gruppenbild mit Dame

Hardcover
3.99
NationalsozialismusBombardierung KölnsKölner AusgabeLebensgeschichte

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Beschreibung

Gruppenbild mit Dame - Ein poetisch-dokumentarischer Roman über Schicksal, Liebe und die Suche nach Gerechtigkeit in Kriegszeiten

Leni Pfeiffer, geborene Gruyten, Jahrgang 1922, lernt während des Zweiten Weltkriegs den sowjetischen Kriegsgefangenen Boris kennen und lieben. Sie besorgt ihm einen deutschen Pass, doch er kommt tragischerweise in einem amerikanischen Lager um. Jahre später sitzt ihr gemeinsamer Sohn im Gefängnis, weil er auf seine Weise Gerechtigkeit für das an seiner Mutter begangene Unrecht sucht.

In Gruppenbild mit Dame rekonstruiert Heinrich Böll als ironisch eingeführter "Verf." anhand von hinterlassenen Zeugnissen, Gesprächen und Erinnerungen das Leben dieser bemerkenswerten Frau. Mit seinem unvergleichlichen Gespür für Beobachtung, Sensibilität und Phantasie schafft Böll ein gestalten- und episodenreiches Panorama der deutschen Vor- und Nachkriegsgeschichte.

Dieser zum Klassiker gewordene Roman ist ein Meisterwerk des Literaturnobelpreisträgers und zeigt eindrucksvoll die Schicksale der Zeit-Zeugen einer dramatischen Epoche. Gruppenbild mit Dame ist auch Teil der Kölner Ausgabe, dem größten editorischen Unternehmen in der Geschichte des Verlags Kiepenheuer & Witsch: Heinrich Böll, Werke 1 - 27.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Weitere Themen
Format
Hardcover
Seitenzahl
496
Preis
20.50 €

Autorenbeschreibung

Heinrich Böll, 1917 in Köln geboren, nach dem Abitur 1937 Lehrling im Buchhandel und Student der Germanistik. Mit Kriegsausbruch wurde er zur Wehrmacht eingezogen und war sechs Jahre lang Soldat. Seit 1947 veröffentlichte er Erzählungen, Romane, Hör- und Fernsehspiele, Theaterstücke und zahlreiche Essays. Zusammen mit seiner Frau Annemarie war er auch als Übersetzer englischsprachiger Literatur tätig. Heinrich Böll erhielt 1972 den Nobelpreis für Literatur. Er starb im Juli 1985 in Langenbroich/Eifel.

Beiträge

3
Alle
5

Ein beeindruckendes Panorama über eine Frau, geschrieben als Bericht eines Verfassers, das zusammengetragen ist aus verschiedenen Quellen. Dazu gehören ihr nahestehende Personen, aber auch Personen, die ihr nicht nahestanden. Dieses Buch umfasst die Zeit vor dem Krieg, während des Krieges und die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Verständlich und sehr gut lesbar geschrieben, eine absolute Weiterempfehlung.

4

Bölls "Gruppenbild mit Dame" ist ein scharfkantiges Panorama der deutschen Gesellschaft - während und nach dem Krieg. Leni Pfeiffer ist eine Frau, die sich weigert, nach den Regeln ihrer Zeit zu spielen – erst recht nicht während der NS-Diktatur. Das Besondere ist hier aber nicht nur die Hauptfigur, sondern die Art, wie Böll ihre Geschichte erzählt. Sie ist keine klassische Heldin, die Reden schwingt. Ihre Rebellion ist eher passiv und menschlich. Sie liebt, wen sie will (einen sowjetischen Kriegsgefangenen), und ignoriert gesellschaftliche Konventionen, was sie in dieser Zeit angreifbar macht.Böll nutzt einen fiktiven Berichterstatter („Verf.“), der wie ein Detektiv oder Journalist Zeugen befragt und Akten wälzt. Das gibt dem Ganzen einen dokumentarischen Touch, der die harten Fakten der deutschen Geschichte fast greifbar macht. Böll schreibt hier sehr detailliert; wer einen rasanten Plot erwartet, wird enttäuscht. Der sogenannte „Verfasser“ verliert sich oft in bürokratischen Details und Beschreibungen von Nebenfiguren. Das macht das Buch zeitweise etwas zäh, unterstreicht aber den Anspruch, ein lückenloses „Gruppenbild“ zu zeichnen.

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Bölls "Gruppenbild mit Dame" ist ein scharfkantiges Panorama der deutschen Gesellschaft - während und nach dem Krieg. Leni Pfeiffer ist eine Frau, die sich weigert, nach den Regeln ihrer Zeit zu spielen – erst recht nicht während der NS-Diktatur. Das Besondere ist hier aber nicht nur die Hauptfigur, sondern die Art, wie Böll ihre Geschichte erzählt. Sie ist keine klassische Heldin, die Reden schwingt. Ihre Rebellion ist eher passiv und menschlich. Sie liebt, wen sie will (einen sowjetischen Kriegsgefangenen), und ignoriert gesellschaftliche Konventionen, was sie in dieser Zeit angreifbar macht. Böll nutzt einen fiktiven Berichterstatter („Verf.“), der wie ein Detektiv oder Journalist Zeugen befragt und Akten wälzt. Das gibt dem Ganzen einen dokumentarischen Touch, der die harten Fakten der deutschen Geschichte fast greifbar macht. Böll schreibt hier sehr detailliert; wer einen rasanten Plot erwartet, wird enttäuscht. Der sogenannte „Verfasser“ verliert sich oft in bürokratischen Details und Beschreibungen von Nebenfiguren. Das macht das Buch zeitweise etwas zäh, unterstreicht aber den Anspruch, ein lückenloses „Gruppenbild“ zu zeichnen.

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