Geständnis einer Maske

Geständnis einer Maske

Taschenbuch
4.043
AußenseiterKlassikerModerneSelbstentdeckung

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Beschreibung

Der große japanische Autor Yukio Mishima stellt in seinem Roman mit analytischer und erzählerischer Kraft ein Seelendrama dar: die allmähliche Selbstentdeckung eines Außenseiters, eines Homosexuellen. In der Rückschau des Erzählers, die die eigene Kindheit und Jugend erforscht, werden frühe Züge seiner Veranlagung deutlich. Die ersten berührungen mit dem anderen Geschlecht werden durch ein Gefühl der Befremdung, der kritischen Distanz irritiert. Um zu der Welt des Normalen eine Beziehung herzustellen, greift er zur Maske. Die Maske ist ihm aber nicht Mittel zur Täuschung und Möglichkeit des Verstecks, sondern der Versuch, eine neue Identität zu gewinnen: er befreundet sich mit dem Mädchen Sonoko und denkt an Heirat. Aber zugleich wird er sich bewußt, daß seine Veranlagung unüberwindlich ist. Der Roman mit autobiographischen Zügen gilt als ein bedeutendes Zeugnis der poetischen Kraft Yukio Mishimas.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
160
Preis
5.10 €

Autorenbeschreibung

Geboren 1925 in Tokio. Studierte deutsches Recht an der Universität Tokio und arbeitete anschließend als Finanzbeamter. Nach acht Monaten kündigte er, um freier Schriftsteller zu werden. 1949 erschien Geständnis einer Maske, gefolgt von weiteren Romanen, Stücken, Reiseberichten, Essays und über 50 Kurzgeschichten, die vielfach ausgezeichnet wurden und japanische Traditionen mit westlichen Einflüssen verbinden. Künstlerisch eine schillernde und politisch eine umstrittene Erscheinung, nahm er sich 1970 durch öffentlich angekündigtes Harakiri das Leben. 1985 widmete ihm der US-amerikanische Regisseur Paul Schrader mit dem Film Mishima eine Hommage.

Beiträge

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Alle
3

Diese Buch und ich wir sind irgendwie nicht so richtig warm geworden. Und dabei klang es so viel versprechend, sodass es eigentlich gematched haben müsste zwischen uns. Aber irgendwie bin ich nicht richtig rein gekommen. Der Schreibstil hat es mir schwer gemacht eine richtige Verbindung aufzubauen. Es hat sich für mich irgendwie sperrig gelesen. Ich hatte etwas anderes erhofft. Stattdessen war dieses Buch herausfordernd. Duch die Gewalt und Todestenarien war es für mich irgendwie bizzarr und ich konnte den Autor nicht immer nachvollziehen. Dennoch war ich auch irgendwie fasziniert und der Autor hat es geschafft, dass man dran bleibt und weiterliest. Sonst bin ich eher die, die dann gerne auch mal ein Buch abbricht. Ich bin froh dass ich es durchgezogen habe. Weil ich diese Buch auf seine Art dennoch wichtig finde. Vielleicht war es nur der falsche Zeitpunkt für mich mit diesem Buch. Ganz gebe ich den Autor aber noch nicht auf und werde mich an ein anderes Buch von ihm wagen. Wer weiß, vielleicht kann mich das dann ja mehr überzeugen. Ich werde berichten.

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Voller Poesie, schwermütig, leidend und niemals selbstmitleidig.

Yukio Mishima: Bekenntnisse einer Maske Protagonist Kochan kommt im erzkonservativen Japan im Jahr 1925 zur Welt. Seine Entwicklung, Vorlieben und Wünsche unterscheiden sich komplett denen seiner Altersgenossen. Homosexuelle Wünsche die er nicht ausleben kann und darf, dazu eine Faszination für Gewalt und Blut die er in Tagträumen durchlebt - all das schützt er mit einer unsichtbaren Maske die Kochan sich im bürgerlichen Leben aufsetzt. Doch immer mehr wird ihm seine selbst gewählte Maskerade zur Last. Als er zum Krieg eingezogen wird wünscht er sich nichts mehr als dass ihn der Feind doch endlich von seinem Leid erlösen und ihm einen Tod an der Front bescheren möge. Als er die junge Sonoko kennenlernt versucht er ein weiteres Mal seine Maske zum Leben zu erwecken und entwickelt tatsächlich so etwas wie eine Art Zuneigung, gar Liebe zu der jungen Frau. Diese etwas groteske Art der Beziehung kommt jedoch ohne jeglichen körperlichen Kontakt aus. Denn Kochan ist nicht im Stande Begehren gegenüber Frauen zu entwickeln. So sehr er es auch versucht, der weibliche Körper setzt in ihm keinerlei Lust frei. Und so weiß er, dass hinter seiner Maske ganz andere Bedürfnisse und Begierden warten. Aber diese Maske ist er nun scheinbar nicht mehr im Stande abzunehmen. --- Yukio Mishimas Sprache ist direkt, niemals von Selbstmitleid geprägt und voller Poesie. Der Autor der im Jahr 1970 nach einem gescheiterten Putschversuch öffentlich rituellen Suizid in Form von Seppuku beging, diente u.a. als Inspiration für viele Musiker. So auch natürlich im Neofolk. Douglas Pearce der mit seinem Projekt Death in June zu den Mitbegründern des Neofolk gilt, verwendete Motive und Textzeilen von Mishima als Inspiration für sein Album "The Wörld Thät Sümmer". So handelt dieses Werk, ähnlich wie die Texte von Mishima von der Zerstörung des Schönen und der Todessehnsucht welche in seinen Werken Bestandteil der Lust ist. So hört man beispielsweise im Song "Death of a Man" die Hymne der "Schildwache", Yukio Mishimas Privatarmee die er seinerzeit für seinen Putschversuch einsetzte.

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Ein mitreissendes Meisterwerk. In dieser autobiographisch angelegten Geschichte schildert Mishima in schlichten teils poetischen teils brutalen Sätzen die Kinder- und Jugendjahre von Kochan. Hauptthema ist die Entdeckung seiner Homosexualität und sein Ringen mit ihr, wobei er zwischen Akzeptanz/Stolz und Verdammung/Selbstverachtung schwankt. Dieser Seiltanz sowie das soziale Tabu der Homosexualität bewegen Kochan dazu, sich in eine heterosexuelle Beziehung zu stürzen. Denn nur mit seiner sozialen Maske ist er gesellschaftstauglich. Neben der präzisen Sprache besticht die Geschichte durch die scharfsinnige Selbstanalyse des Erzählers sowie dessen Hang zur exzessiven Gewalt. Vor dem Hintergrund des 2. Weltkriegs und Mishimas eigenem rituellen Selbstmord (seppuku) gewinnen diese Aspekte an grauenhafter Tragik. Mehr zum Buch in meiner Video-Rezension: https://youtu.be/tM6Y9eb1B08

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Ein sehr bedrückendes Zeugnis eines in der Zeit um den Zweiten Weltkrieg in Japan aufwachsenden jungen Mannes, der sich, aufgrund seiner als Perversion wahrgenommenen sexuellen Orientierung, gezwungen sieht, sein wahres Ich hinter einer sorgfältig konstruierten Maske zu verbergen.

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Interessanter Einblick in die japanische Gesellschaft (v.a. die Jugend) in der Zeit des zweiten Weltkrieges. Apokalyptik und Todessehnsucht durch die Augen eines jungen schwulen Mannes. Ich bin sicher, sprachlich geht in der Übersetzung einiges verloren - der Wiederholungsdrang der Maskerade ließ mich allerdings stellenweise nur matt zurück.

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