Ein anderes Leben
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Beschreibung
Wer war Hanna? Diese Frau, die so oft aus der Rolle fiel, die nacheinander ihre drei Studienfreunde heiratete und drei Töchter bekam, immer mit Gedichten im Kopf, über die sie den Alltag vergaß, die ihren Platz suchte zwischen den Erwartungen der Familie an sie und den eigenen Ansprüchen — und nur selten für sich sein konnte. Viele Jahre nach Hannas Tod blickt die jüngste Tochter zurück auf das Leben ihrer Mutter, auf die eigene Kindheit im Rheinland der Siebziger und Achtziger, in der Hanna dafür sorgt, dass die Tage immer etwas anders sind als üblich. Ein Leben zwischen Bürgerlichkeit und Boheme: mit Champagner und Puschkin am Sonntagmorgen im Bett, Besuche nach der Schule in der Institutsbibliothek, wo die Mutter arbeitet und mit verschüchterten Studenten flirtet, Pokern unterm Weihnachtsbaum, abenteuerliche Fahrten in der Ente — bis sich Hanna entscheidet, die Familie zu verlassen und ihr Leben allein von vorn zu beginnen.
Mit großer Einfühlsamkeit und Leichtigkeit erzählt Caroline Peters von den Fragen einer Tochter an die verstorbene Mutter und an sich selbst — und davon, was es heißt, eigene Wege zu gehen. Ein sehr persönliches Buch, kraftvoll, berührend und von hinreißendem Humor.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Caroline Peters, geboren 1971, zählt zu den bekanntesten deutschen Schauspielerinnen. Nach einem Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken war sie Ensemblemitglied an den wichtigsten deutschsprachigen Theatern, unter anderem an der Berliner Schaubühne, am Hamburger Schauspielhaus und am Wiener Burgtheater. Sie spielt in Kino- und Fernsehproduktionen, etwa in der Krimiserie «Mord mit Aussicht» oder in Sönke Wortmanns «Der Vorname», und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie den Adolf-Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis, den Deutschen Schauspielpreis oder den Nestroy-Theaterpreis. 2016 und 2018 wurde Caroline Peters zur Schauspielerin des Jahres gewählt. «Ein anderes Leben» ist ihr erster Roman.
Beiträge
Seicht und entspannt
Ein schöner, seichter Generationenroman. Hier gehts um „alternative“ Lebens- und Familienmodelle. Hannah möchte unkonventionell, frei und erfolgreich sein. Eine Wissenschaftlerin die outside the box denkt und sich nichts vorschreiben lässt. Dazu drei Töchter von drei Männern. Die Erzählung findet aus Sicht der jüngsten Tochter statt. Es scheint gleichsam wie Verarbeitung der Beziehung zur verstorbenen Mutter und Suche nach sich selbst. In meinen Augen war die Erzählung sehr seicht und amüsant, mit wenigen Spannungsbögen. Es plätscherte eher vor sich hin. Dennoch humoristisch und authentisch präsentiert durch die Autorinnenlesung von Caroline Peters, die ich schon z.B. bei „Mord mit Aussicht“ super lustig finde.
Der Klappentext hat mich angesprochen, die Geschichte letztendlich nicht. Sie konnte mich nicht abholen. Zu wirr war der Schreibstil, oft wusste ich nicht genau, in welcher Zeit wir uns gerade befinden. Die Sprache hingegen ist bildgewaltig und klar. Die Charaktere sind mir fern geblieben und vor allem die Hauptprotagonistin war mir unsympathisch. Ein Buch, das mir leider nicht im Gedächtnis bleiben wird.
Aus der Sicht einer der drei Töchter von Hanna wird hier zunächst über die Beerdigung des Vaters, dann über das Leben nach der Trennung vom letzten Ehemann erzählt. Im letzten Kapitel aus der Sicht der Mutter. Wenig Handlung, viele Zwischentöne, die versuchen klar zu machen, wie das Verhältnis zwischen den Halbgeschwistern und den jeweiligen Eltern war. Hat überhaupt nicht meinen Lesegeschmack getroffen.
Das Leben in einer Familie! Bewegend erzählt.
**** Worum geht es? **** Wer war eigentlich diese Hanna? Drei Kinder aus drei Ehen – mit drei besten Freunden. Nun ist Hanna verstorben, und die jüngste Tochter blickt zurück. **** Mein Eindruck **** Menschen machen Fehler. Diese Lektüre unterstreicht das auf eine liebenswerte und zutiefst menschliche Weise. Ein Buch zwischen Trauer und Leben. Wir begleiten die gesamte Familie aus der Perspektive der jüngsten Tochter, erleben ihre Wahrheit und werden sprachlich wie stilistisch auf hohem Niveau abgeholt. Zwischen „Das kenne ich“, „Oh nein, wie schade“ und „Was, wie kann man nur?“ wurde ich Stück für Stück mitgenommen und habe beim Lesen viele Emotionen durchlebt. Ich bin in eigene Erinnerungen eingetaucht und konnte mich ganz in die Sicht der Hauptfigur hineinversetzen. Ihre Gefühle und Handlungen – und die der anderen Figuren – waren für mich nachvollziehbar, obwohl alles durch ihre Perspektive erzählt wird. Hin und wieder huschte mir ein Schmunzeln über die Lippen, der Text blieb trotz der Schwere des Themas angenehm leicht. Ein Buch, das berührt und bewegt – vorausgesetzt, man lässt sich darauf ein. Viele Gedanken kamen mir vertraut vor, und es war schön, sie in einem Buch wiederzufinden. **** Empfehlung? **** Ein Buch, das sich mit den wohl schwersten Themen des Lebens auseinandersetzt – einnehmend, reflektierend und versöhnlich. Für bewegende Lesestunden absolut empfehlenswert.
»«Keine Sorge, wir werden den besten Auftritt haben. Niemand, der etwas auf sich hält, macht es so wie alle anderen und ist pünktlich.»Hannas Verachtung für diese schwächlichste aller Verhaltensweisen: es so machen wie alle anderen.« (S.190f) 💥 Drei Schwestern stehen am Grab des gemeinsamen Papas, Bow. Die gemeinsame Mutter Hanna ist bereits seit einigen Jahren Tod und die jüngste Schwester denkt, dass sich mit dem Tod des Vaters ein Perspektivwechsel auf die Geschichte über die Mutter ergeben kann. So beginnt sie sich, an Hanna und die Familiengeschichten zu erinnern, und blickt zurück auf ihre Kindheit und Jugend in den 1970er/80er Jahren. Ihre Mutter hatte nacheinander ihre drei besten Freunde seit Studienzeiten geheiratet und mit jedem ein Kind bekommen. Wer war diese selbstbewusste, schlagfertige, depressive, promovierte, schreibende Frau neben ihrer Mutterrolle? Für die Protagonistin war ihre Mutter am glücklichsten, wenn sie in der Uni-Bib mit Studenten flirten und ihrem Wissen kokettieren konnte, Gedichte schrieb oder Übersetzungen fachlich auseinander nahm. Dennoch war ihre Mutter in das gesellschaftlich Korsett von Erwartungen geschnürt und hatte regelmäßig ‚Mittagswut‘, wenn das Essen um 14 Uhr für Mann und Töchter auf dem Tisch stehen musste. Ihre beiden Schwestern Laura und Lotta erinnern sich anders, liegt das an dem Altersunterschied oder ist ureigene Charakteristik von Erinnerungen? Wie gut kennen wir unsere Eltern als Person? »Wir wissen alle drei, dass jeder in der Familie sich anders erinnert, und sind gewillt, das zu akzeptieren. Wir bemühen uns, abweichende Versionen der Familiengeschichte auszuhalten, nur gelingt uns das nicht oft.« (S.177) Mit ihrem Debütroman »Ein anderes Leben« 🫧 schreibt sich Caroline Peters* direkt mit viel Charme, Humor, Sarkasmus, feiner Beobachtungsgabe und teilweise fast schon poetischer Sprache direkt in die Herzen von Literaturfans. 💘 Der Roman — bei dem ich mich mit Blick auf die Biografie der Autorin frage, wie viel Persönliches hineingeflossen ist — erzählt fragmentarisch, springt gradlinig in der Zeit zu anderen Erinnerungen und Ereignissen und stellt dabei immer wieder kluge Fragen. Der Roman beleuchtet Schwesternschaft, Mutterschaft in den 70/80 Jahren, Erinnerungen und der Umgang mit abweichenden Perspektiven auf die Familiengeschichten mal sarkastisch, mal fragend, mal erörternd, mal nachdenklich, mal kritisch. Alles in allem ein schöner Familienroman, der sehr viel Spaß zu lesen macht. Ja, DIE Schauspielerin Caroline Therese Aksinia Peters (*1971) 👱🏼♀️

Schwierige Mutter-Tochter- und Schwestern-Beziehungen
Ein Buch, das scheinbar „leicht“ daherkommt, mit witzigen, überzeichneten Situationsbeschreibungen. Das allerdings tief anrührt und nicht zuletzt die Frage aufwirft, warum man manche Fragen nie gestellt hat. Erst als es zu spät ist. Und man sich diese nur noch selbst beantworten kann.
Leider nicht mein Humor. Das Buch ist so chaotisch wie Hannas Charakter. Empfunden habe ich beim Lesen viel Mitleid.
Leider war und ist Hanna mir nicht sympathisch. Viel kann man hier nicht schreiben, ohne viel vorweg zu nehmen. Mir kommen alle Personen nicht ehrlich genug miteinander vor und viele innere Kinder sind sehr verletzt. Es geht viel um Vernachlässigung und sich Miteinandermessen. Die Erzählung hat zu viele Zeitsprünge für mich und man weiß auf Anhieb nicht immer wann man gerade ist. Mich konnte es nicht abholen, auch wenn die Autorin gut gelesen hat.
Berührende Geschichte
Das Buch fühlt sich wie ein Gespräch an, in dem es um eine verstorbene Person geht und während man über sie spricht, fallen einem Anekdoten aus dem früheren Leben ein, die miteingebaut werden. Es ist anders als das, was ich sonst lese, aber dadurch nicht gleich schlecht. Es ist anfangs etwas verwirrend, da es irgendwie gleichzeitig einen und keinen roten Faden gibt. Trotzdem ist es eine berührende Geschichte über eine Frau, die selbstständig sein möchte und Vieles ausprobiert, bis sie da hinkommt, wo sie sein möchte. Besonders ist, dass viele Dinge nicht ausgesprochen werden, sondern wie in einem Zwischenraum in der Luft hängen und als Gefühl aufgenommen werden.
Es hat etwas gedauert, bis ich ins Buch reingekommen bin. Die Zeitsprünge und Familienverhältnisse waren zu Beginn zu ungeordnet für mich. Im Laufe des Buches gewöhnt man sich daran, dennoch würde ich empfehlen, es möglichst durchgängig zu lesen, um dem Gedankenfluss der Erzählerin bestmöglich zu folgen. Ein intensiver Einblick in eine ungewöhnliche Familienkonstellation.
Ein Roman über eine vielseitige Familie - Die jüngste Tochter berichtet beginnend mit dem Tod des letzten Elternteils, aus ihrer Perspektive, von der Familiengeschichte. Auffallend, dass die älteren Geschwister diese teilweise anders in Erinnerung haben. Ich habe es als Hörbuch gehört, teils verwirrend durch die vielen Zeitsprünge, die keine Reihenfolge sichtbar machten. Die Sprache dafür sehr gewaltig und ausdrucksstark. Leider konnte mich das Buch nicht emotional catchen, konnte mich nur schwer in die Protagonist:innen hineinversetzen.
Sehr gut geschrieben!
Einige Jahre nach Hanna‘s Tod stellt ihre Tochter Laura sich die Frage, wer sie eigentlich war. Eine Frage, die vielschichtig ist und die ihre Mutter nicht mehr beantworten kann. Laura erinnert sich an sie - wie sie oft aus der Rolle fiel, nacheinander ihre drei Studienfreunde heiratete und von jedem ein Kind bekam. Sie erinnert sich an ihre eigene Kindheit, wie das Leben mit ihrer Mutter war und wie diese dafür sorgte, dass das Leben nie „ganz normal“ war, wie sie zwischen Boheme und Bürgerlichkeit schwankte und sie irgendwann entschied, dass sie die Familie verlässt und alleine nochmal von vorne beginnt… Bei „Ein anderes Leben“ von Caroline Peters handelt es sich mal wieder um einen Stöberfund, dessen Klappentext zum Kauf geführt hat. Aber so entdecke ich für gewöhnlich die interessantesten Romane! Was diese Geschichte so besonders macht, ist die töchterliche Sicht auf ihre Mutter. Erlebnisse, die jeder in der Familie anders in Erinnerung hat, die prägend waren und mich als Leser oft regelrecht befremdet haben. Hanna ist anders. Exzentrisch, schillernd, ja fast exklusiv und nicht gewillt, sich den Gepflogenheiten zu unterwerfen. Ihre Art die Welt zu sehen versucht sie natürlich ihren Töchtern weiterzugeben und mir kam es so vor, als hätte Hanna nur dafür gesorgt, dass ihre Aktionen eine nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben und nicht im positiven Sinn. Obwohl die Leichtigkeit des Romans auf dem Klappentext angepriesen wird, habe ich diese nicht verspürt. Ich empfand die Geschichte eher bedrückend, empfand Hanna als omnipräsent, besonders im Kopf ihrer Tochter Laura und es kam mir vor, als würde diese auch im Nachhinein noch von ihrer Mutter gelähmt. Mich hat die Story nachdenklich gestimmt und angestrengt. Sehr gut geschrieben! Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️
3/5 ⭐️ Irgendwie konnte mich das Buch nicht so sehr catchen, wie ich gehofft hatte. Die Charaktere waren mir leider alle, abgesehen von Hannah, zu flach, obwohl man das Gefühl hatte, dass sie genau das Gegenteil sein sollten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, jeder Charakter hat einfach zwei Eigenschaften zugeschrieben bekommen und dann wurde damit gearbeitet. Reinkommen in dieses Familienchaos fand ich auch relativ schwer. Ich habe bis zum Ende nicht verstanden, welche Oma jetzt wohin gehört, obwohl es eigentlich noch eine halbwegs überschaubare Anzahl an Personen war. Es wird viel durch verschiedenste Zeiten gesprungen, was mich ebenfalls irritiert hat, und ich fand wirklich ausnahmslos alle Charaktere irgendwie nervig. Vielleicht liegt das auch sehr an mir, aber ich kann Büchern nicht so viel abgewinnen, wenn man nicht weiß, was wirklich passiert ist und was nicht. Ich verstehe zu einem gewissen Grad, dass das hier die Quintessenz sein sollte (?), aber irgendwie hat mir dann dahingehend auch einfach der rote Faden gefehlt, der einen wenigsten irgendwie nachvollziehbar durchs Buch führt. Alles in allem auf keinen Fall ein schlechtes Buch, der Schreibstil selbst hat mir zum Beispiel relativ gut gefallen, aber für mich war es leider eher nichts.
Berührend
Eine Frau, die am Grab ihres Vaters anfängt ihr Leben rückblickend noch einmal mit anderen Augen zu betrachten. Jetzt, wo beide Elternteile tot sind, stellt sie ihnen all die Fragen, auf die sie keine Antwort mehr bekommen wird. Wir erleben was für ein spezieller Mensch ihre Mutter Hanna gewesen ist, wie sie ihre Fehler hatte und doch immer als Mutter geliebt wurde. Es geht auch darum, was passiert, wenn die Kinder ihre Eltern irgendwann nicht mehr blind verehren, sondern hinterfragen und mit den Augen von Erwachsenen auf Mutter und Vater blicken. Es ist insgesamt ein sehr berührendes Buch, das ich definitiv empfehlen kann.
Beschreibung
Wer war Hanna? Diese Frau, die so oft aus der Rolle fiel, die nacheinander ihre drei Studienfreunde heiratete und drei Töchter bekam, immer mit Gedichten im Kopf, über die sie den Alltag vergaß, die ihren Platz suchte zwischen den Erwartungen der Familie an sie und den eigenen Ansprüchen — und nur selten für sich sein konnte. Viele Jahre nach Hannas Tod blickt die jüngste Tochter zurück auf das Leben ihrer Mutter, auf die eigene Kindheit im Rheinland der Siebziger und Achtziger, in der Hanna dafür sorgt, dass die Tage immer etwas anders sind als üblich. Ein Leben zwischen Bürgerlichkeit und Boheme: mit Champagner und Puschkin am Sonntagmorgen im Bett, Besuche nach der Schule in der Institutsbibliothek, wo die Mutter arbeitet und mit verschüchterten Studenten flirtet, Pokern unterm Weihnachtsbaum, abenteuerliche Fahrten in der Ente — bis sich Hanna entscheidet, die Familie zu verlassen und ihr Leben allein von vorn zu beginnen.
Mit großer Einfühlsamkeit und Leichtigkeit erzählt Caroline Peters von den Fragen einer Tochter an die verstorbene Mutter und an sich selbst — und davon, was es heißt, eigene Wege zu gehen. Ein sehr persönliches Buch, kraftvoll, berührend und von hinreißendem Humor.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Caroline Peters, geboren 1971, zählt zu den bekanntesten deutschen Schauspielerinnen. Nach einem Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken war sie Ensemblemitglied an den wichtigsten deutschsprachigen Theatern, unter anderem an der Berliner Schaubühne, am Hamburger Schauspielhaus und am Wiener Burgtheater. Sie spielt in Kino- und Fernsehproduktionen, etwa in der Krimiserie «Mord mit Aussicht» oder in Sönke Wortmanns «Der Vorname», und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie den Adolf-Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis, den Deutschen Schauspielpreis oder den Nestroy-Theaterpreis. 2016 und 2018 wurde Caroline Peters zur Schauspielerin des Jahres gewählt. «Ein anderes Leben» ist ihr erster Roman.
Beiträge
Seicht und entspannt
Ein schöner, seichter Generationenroman. Hier gehts um „alternative“ Lebens- und Familienmodelle. Hannah möchte unkonventionell, frei und erfolgreich sein. Eine Wissenschaftlerin die outside the box denkt und sich nichts vorschreiben lässt. Dazu drei Töchter von drei Männern. Die Erzählung findet aus Sicht der jüngsten Tochter statt. Es scheint gleichsam wie Verarbeitung der Beziehung zur verstorbenen Mutter und Suche nach sich selbst. In meinen Augen war die Erzählung sehr seicht und amüsant, mit wenigen Spannungsbögen. Es plätscherte eher vor sich hin. Dennoch humoristisch und authentisch präsentiert durch die Autorinnenlesung von Caroline Peters, die ich schon z.B. bei „Mord mit Aussicht“ super lustig finde.
Der Klappentext hat mich angesprochen, die Geschichte letztendlich nicht. Sie konnte mich nicht abholen. Zu wirr war der Schreibstil, oft wusste ich nicht genau, in welcher Zeit wir uns gerade befinden. Die Sprache hingegen ist bildgewaltig und klar. Die Charaktere sind mir fern geblieben und vor allem die Hauptprotagonistin war mir unsympathisch. Ein Buch, das mir leider nicht im Gedächtnis bleiben wird.
Aus der Sicht einer der drei Töchter von Hanna wird hier zunächst über die Beerdigung des Vaters, dann über das Leben nach der Trennung vom letzten Ehemann erzählt. Im letzten Kapitel aus der Sicht der Mutter. Wenig Handlung, viele Zwischentöne, die versuchen klar zu machen, wie das Verhältnis zwischen den Halbgeschwistern und den jeweiligen Eltern war. Hat überhaupt nicht meinen Lesegeschmack getroffen.
Das Leben in einer Familie! Bewegend erzählt.
**** Worum geht es? **** Wer war eigentlich diese Hanna? Drei Kinder aus drei Ehen – mit drei besten Freunden. Nun ist Hanna verstorben, und die jüngste Tochter blickt zurück. **** Mein Eindruck **** Menschen machen Fehler. Diese Lektüre unterstreicht das auf eine liebenswerte und zutiefst menschliche Weise. Ein Buch zwischen Trauer und Leben. Wir begleiten die gesamte Familie aus der Perspektive der jüngsten Tochter, erleben ihre Wahrheit und werden sprachlich wie stilistisch auf hohem Niveau abgeholt. Zwischen „Das kenne ich“, „Oh nein, wie schade“ und „Was, wie kann man nur?“ wurde ich Stück für Stück mitgenommen und habe beim Lesen viele Emotionen durchlebt. Ich bin in eigene Erinnerungen eingetaucht und konnte mich ganz in die Sicht der Hauptfigur hineinversetzen. Ihre Gefühle und Handlungen – und die der anderen Figuren – waren für mich nachvollziehbar, obwohl alles durch ihre Perspektive erzählt wird. Hin und wieder huschte mir ein Schmunzeln über die Lippen, der Text blieb trotz der Schwere des Themas angenehm leicht. Ein Buch, das berührt und bewegt – vorausgesetzt, man lässt sich darauf ein. Viele Gedanken kamen mir vertraut vor, und es war schön, sie in einem Buch wiederzufinden. **** Empfehlung? **** Ein Buch, das sich mit den wohl schwersten Themen des Lebens auseinandersetzt – einnehmend, reflektierend und versöhnlich. Für bewegende Lesestunden absolut empfehlenswert.
»«Keine Sorge, wir werden den besten Auftritt haben. Niemand, der etwas auf sich hält, macht es so wie alle anderen und ist pünktlich.»Hannas Verachtung für diese schwächlichste aller Verhaltensweisen: es so machen wie alle anderen.« (S.190f) 💥 Drei Schwestern stehen am Grab des gemeinsamen Papas, Bow. Die gemeinsame Mutter Hanna ist bereits seit einigen Jahren Tod und die jüngste Schwester denkt, dass sich mit dem Tod des Vaters ein Perspektivwechsel auf die Geschichte über die Mutter ergeben kann. So beginnt sie sich, an Hanna und die Familiengeschichten zu erinnern, und blickt zurück auf ihre Kindheit und Jugend in den 1970er/80er Jahren. Ihre Mutter hatte nacheinander ihre drei besten Freunde seit Studienzeiten geheiratet und mit jedem ein Kind bekommen. Wer war diese selbstbewusste, schlagfertige, depressive, promovierte, schreibende Frau neben ihrer Mutterrolle? Für die Protagonistin war ihre Mutter am glücklichsten, wenn sie in der Uni-Bib mit Studenten flirten und ihrem Wissen kokettieren konnte, Gedichte schrieb oder Übersetzungen fachlich auseinander nahm. Dennoch war ihre Mutter in das gesellschaftlich Korsett von Erwartungen geschnürt und hatte regelmäßig ‚Mittagswut‘, wenn das Essen um 14 Uhr für Mann und Töchter auf dem Tisch stehen musste. Ihre beiden Schwestern Laura und Lotta erinnern sich anders, liegt das an dem Altersunterschied oder ist ureigene Charakteristik von Erinnerungen? Wie gut kennen wir unsere Eltern als Person? »Wir wissen alle drei, dass jeder in der Familie sich anders erinnert, und sind gewillt, das zu akzeptieren. Wir bemühen uns, abweichende Versionen der Familiengeschichte auszuhalten, nur gelingt uns das nicht oft.« (S.177) Mit ihrem Debütroman »Ein anderes Leben« 🫧 schreibt sich Caroline Peters* direkt mit viel Charme, Humor, Sarkasmus, feiner Beobachtungsgabe und teilweise fast schon poetischer Sprache direkt in die Herzen von Literaturfans. 💘 Der Roman — bei dem ich mich mit Blick auf die Biografie der Autorin frage, wie viel Persönliches hineingeflossen ist — erzählt fragmentarisch, springt gradlinig in der Zeit zu anderen Erinnerungen und Ereignissen und stellt dabei immer wieder kluge Fragen. Der Roman beleuchtet Schwesternschaft, Mutterschaft in den 70/80 Jahren, Erinnerungen und der Umgang mit abweichenden Perspektiven auf die Familiengeschichten mal sarkastisch, mal fragend, mal erörternd, mal nachdenklich, mal kritisch. Alles in allem ein schöner Familienroman, der sehr viel Spaß zu lesen macht. Ja, DIE Schauspielerin Caroline Therese Aksinia Peters (*1971) 👱🏼♀️

Schwierige Mutter-Tochter- und Schwestern-Beziehungen
Ein Buch, das scheinbar „leicht“ daherkommt, mit witzigen, überzeichneten Situationsbeschreibungen. Das allerdings tief anrührt und nicht zuletzt die Frage aufwirft, warum man manche Fragen nie gestellt hat. Erst als es zu spät ist. Und man sich diese nur noch selbst beantworten kann.
Leider nicht mein Humor. Das Buch ist so chaotisch wie Hannas Charakter. Empfunden habe ich beim Lesen viel Mitleid.
Leider war und ist Hanna mir nicht sympathisch. Viel kann man hier nicht schreiben, ohne viel vorweg zu nehmen. Mir kommen alle Personen nicht ehrlich genug miteinander vor und viele innere Kinder sind sehr verletzt. Es geht viel um Vernachlässigung und sich Miteinandermessen. Die Erzählung hat zu viele Zeitsprünge für mich und man weiß auf Anhieb nicht immer wann man gerade ist. Mich konnte es nicht abholen, auch wenn die Autorin gut gelesen hat.
Berührende Geschichte
Das Buch fühlt sich wie ein Gespräch an, in dem es um eine verstorbene Person geht und während man über sie spricht, fallen einem Anekdoten aus dem früheren Leben ein, die miteingebaut werden. Es ist anders als das, was ich sonst lese, aber dadurch nicht gleich schlecht. Es ist anfangs etwas verwirrend, da es irgendwie gleichzeitig einen und keinen roten Faden gibt. Trotzdem ist es eine berührende Geschichte über eine Frau, die selbstständig sein möchte und Vieles ausprobiert, bis sie da hinkommt, wo sie sein möchte. Besonders ist, dass viele Dinge nicht ausgesprochen werden, sondern wie in einem Zwischenraum in der Luft hängen und als Gefühl aufgenommen werden.
Es hat etwas gedauert, bis ich ins Buch reingekommen bin. Die Zeitsprünge und Familienverhältnisse waren zu Beginn zu ungeordnet für mich. Im Laufe des Buches gewöhnt man sich daran, dennoch würde ich empfehlen, es möglichst durchgängig zu lesen, um dem Gedankenfluss der Erzählerin bestmöglich zu folgen. Ein intensiver Einblick in eine ungewöhnliche Familienkonstellation.
Ein Roman über eine vielseitige Familie - Die jüngste Tochter berichtet beginnend mit dem Tod des letzten Elternteils, aus ihrer Perspektive, von der Familiengeschichte. Auffallend, dass die älteren Geschwister diese teilweise anders in Erinnerung haben. Ich habe es als Hörbuch gehört, teils verwirrend durch die vielen Zeitsprünge, die keine Reihenfolge sichtbar machten. Die Sprache dafür sehr gewaltig und ausdrucksstark. Leider konnte mich das Buch nicht emotional catchen, konnte mich nur schwer in die Protagonist:innen hineinversetzen.
Sehr gut geschrieben!
Einige Jahre nach Hanna‘s Tod stellt ihre Tochter Laura sich die Frage, wer sie eigentlich war. Eine Frage, die vielschichtig ist und die ihre Mutter nicht mehr beantworten kann. Laura erinnert sich an sie - wie sie oft aus der Rolle fiel, nacheinander ihre drei Studienfreunde heiratete und von jedem ein Kind bekam. Sie erinnert sich an ihre eigene Kindheit, wie das Leben mit ihrer Mutter war und wie diese dafür sorgte, dass das Leben nie „ganz normal“ war, wie sie zwischen Boheme und Bürgerlichkeit schwankte und sie irgendwann entschied, dass sie die Familie verlässt und alleine nochmal von vorne beginnt… Bei „Ein anderes Leben“ von Caroline Peters handelt es sich mal wieder um einen Stöberfund, dessen Klappentext zum Kauf geführt hat. Aber so entdecke ich für gewöhnlich die interessantesten Romane! Was diese Geschichte so besonders macht, ist die töchterliche Sicht auf ihre Mutter. Erlebnisse, die jeder in der Familie anders in Erinnerung hat, die prägend waren und mich als Leser oft regelrecht befremdet haben. Hanna ist anders. Exzentrisch, schillernd, ja fast exklusiv und nicht gewillt, sich den Gepflogenheiten zu unterwerfen. Ihre Art die Welt zu sehen versucht sie natürlich ihren Töchtern weiterzugeben und mir kam es so vor, als hätte Hanna nur dafür gesorgt, dass ihre Aktionen eine nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben und nicht im positiven Sinn. Obwohl die Leichtigkeit des Romans auf dem Klappentext angepriesen wird, habe ich diese nicht verspürt. Ich empfand die Geschichte eher bedrückend, empfand Hanna als omnipräsent, besonders im Kopf ihrer Tochter Laura und es kam mir vor, als würde diese auch im Nachhinein noch von ihrer Mutter gelähmt. Mich hat die Story nachdenklich gestimmt und angestrengt. Sehr gut geschrieben! Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️
3/5 ⭐️ Irgendwie konnte mich das Buch nicht so sehr catchen, wie ich gehofft hatte. Die Charaktere waren mir leider alle, abgesehen von Hannah, zu flach, obwohl man das Gefühl hatte, dass sie genau das Gegenteil sein sollten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, jeder Charakter hat einfach zwei Eigenschaften zugeschrieben bekommen und dann wurde damit gearbeitet. Reinkommen in dieses Familienchaos fand ich auch relativ schwer. Ich habe bis zum Ende nicht verstanden, welche Oma jetzt wohin gehört, obwohl es eigentlich noch eine halbwegs überschaubare Anzahl an Personen war. Es wird viel durch verschiedenste Zeiten gesprungen, was mich ebenfalls irritiert hat, und ich fand wirklich ausnahmslos alle Charaktere irgendwie nervig. Vielleicht liegt das auch sehr an mir, aber ich kann Büchern nicht so viel abgewinnen, wenn man nicht weiß, was wirklich passiert ist und was nicht. Ich verstehe zu einem gewissen Grad, dass das hier die Quintessenz sein sollte (?), aber irgendwie hat mir dann dahingehend auch einfach der rote Faden gefehlt, der einen wenigsten irgendwie nachvollziehbar durchs Buch führt. Alles in allem auf keinen Fall ein schlechtes Buch, der Schreibstil selbst hat mir zum Beispiel relativ gut gefallen, aber für mich war es leider eher nichts.
Berührend
Eine Frau, die am Grab ihres Vaters anfängt ihr Leben rückblickend noch einmal mit anderen Augen zu betrachten. Jetzt, wo beide Elternteile tot sind, stellt sie ihnen all die Fragen, auf die sie keine Antwort mehr bekommen wird. Wir erleben was für ein spezieller Mensch ihre Mutter Hanna gewesen ist, wie sie ihre Fehler hatte und doch immer als Mutter geliebt wurde. Es geht auch darum, was passiert, wenn die Kinder ihre Eltern irgendwann nicht mehr blind verehren, sondern hinterfragen und mit den Augen von Erwachsenen auf Mutter und Vater blicken. Es ist insgesamt ein sehr berührendes Buch, das ich definitiv empfehlen kann.

























