Die unsichtbaren Stimmen

Die unsichtbaren Stimmen

Hardcover
4.03
FamiliensagaDichterUnabhängigkgeitSelbstbestimmt Leben

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Beschreibung

Alles beginnt mit einem Wunder: Aus einem Baum, aus schwindelnder Höhe, fällt ein Mädchen. Man nennt sie Pajarita, „kleiner Vogel“. Aus dem verschlafenen Nest am Río Negro verschlägt es Pajarita nach Montevideo, wo sie ganz allein ihre vier Kinder großzieht. Ihre Tochter Eva geht nach Argentinien, findet ihre große Liebe und lebt als Dichterin in den Kreisen der Bohème von Buenos Aires. Evas Tochter Salomé schließt sich den Rebellen im Kampf gegen die Militärdiktatur in Uruguay an und verschwindet für viele Jahre hinter Gefängnismauern. Pajarita, Eva, Salomé – sie alle haben eines gemeinsam: den Hang zur Unabhängigkeit, den unbändigen Drang zu einem selbstbestimmten Leben – gegen alle Widerstände.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
464
Preis
25.90 €

Beiträge

2
Alle
3

2/3 habe ich zügig und gerne gelesen. Am Schluss ging mir etwas die Puste aus. Insgesamt lesenswert, aber erinnert von der Art her an Allende (insbesondere Das Geisterhaus) ohne dieselbe Sogwirkung zu haben.

4

4,5⭐️ Bis zur Hälfte war ich noch bei guten 3-3,5 Sternen. Im letzten Drittel zog die politische Dimension heftig an. Die letzten 100 Seiten nur noch brutal, da flossen sogar bei mir die Tränen. Eigentlich kann man dieses Familienepos, das gegen 1900 startet und in den 80er endet inhaltlich ein wenig mit für Brilka vergleichen. Die Stasia aus Brilka ist hier Pajarita. Uruguay als Hauptschauplatz, Nebenschauplatz Argentinien, Kuba spielt ebenfalls thematisch eine Rolle. Sprachlich ist das äußerst interessant gearbeitet. An sich nüchtern, auf den Punkt. Kein Drama, kein Pathos, kein Geschmachte, keine Opulenz. Keine unnötigen Schnörkel und Beschreibungen. Und trotzdem weht die ganze Zeit eine magische Note mit, etwas Ergreifendes, das mich komplett eingenommen hat. Das Leben der Menschen und die Stationen der politischen Ümbrüche kommen so nah an einen ran, dass es irgendwann nur noch schmerzt. Uruguay liegt heute im Demokratieindex 2 Plätze vor Deutschland. Ein Wahnsinn was dieses Land in den letzten Jahrzehnten gerissen hat.

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