Die Farben des Nachtfalters
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Beschreibung
Eine junge Frau schreibt um ihr Leben – vor dem Hintergrund der schillernden Geschichte Simbabwes erzählt Petina Gappah in ihrem hoch gelobten Debütroman vom Schicksal einer Außenseiterin
und davon, wie sehr die Erinnerung den Menschen trügen kann.
Sie heißt Memory, sitzt in der Todeszelle in Simbabwes berüchtigtem Gefängnis Chikurubi und schreibt für eine amerikanische Reporterin die Geschichte ihres Lebens auf. Memory ist eine weiße Schwarze, eine Albino-Frau, die bis zu ihrem neunten Lebensjahr in Armut aufwuchs. Dann, so glaubt sie, wurde sie von ihren Eltern an den wohlhabenden Weißen Lloyd Hendricks verkauft. Er kümmerte sich liebevoll um sie und ermöglichte ihr eine erstklassige Ausbildung. Jetzt ist Lloyd tot und Memory des Mordes angeklagt. Sie fühlt sich schuldig, aber worin besteht ihre Schuld? Wer war Lloyd Hendricks wirklich und kann Memory ihren Erinnerungen trauen?
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Petina Gappah wurde 1971 im damaligen Rhodesien (heute Simbabwe) geboren und gilt heute als eine der international erfolgreichsten und wichtigsten Autorinnen ihres Landes. Für ihr Debüt Im Herzen des Goldenen Dreiecks wurde sie mit dem Guardian First Book Award ausgezeichnet. Auf Deutsch liegt außerdem ihr Roman Die Farben des Nachtfalters (Arche, 2016) vor, sowie Die Schuldigen von Rotten Row, Stories (Arche, 2017).
Beiträge
Ein Frauenschicksal in Simbabwe
Memory sitzt im Gefängnis, in einer Todeszelle. Sie soll Lloyd ermordet haben, den weißen Mann, der sie als Kind ihren Eltern abkaufte. Für eine Journalistin schreibt sie nun ihre Geschichte auf. Doch eines ist besonders an Memory: sie ist eine Albino, umgeben von afrikanischen Frauen hat sie eine helle, empfindliche Haut, fast weiße Haare und ungewöhnlich helle Augen. Daher wird sie mit Hexerei, Flüchen, dem Teufel u.ä. in Verbindung gebracht und Heiler und Heilige versuchen sie zu erretten. Die Erzählung springt zwischen dem Leben im Gefängnis und Rückblicken in Memorys Kindheit und Jugend hin und her. Manchmal fand ich die Übergänge nicht gut gelungen und für meinen Geschmack nahm die Perspektive im Gefängnis zu viel Raum ein. Hier wurden viele weitere Themen aufgemacht, die mich häufig von der eigentlichen Geschichte abgelenkt haben. Die Autorin hat die Perspektive des Gefängnisalltags gewählt, um auf grundsätzliche Probleme im Simbabwe der letzten Jahrzehnte und politische Umbrüche aufmerksam zu machen. Dabei ging die eigentliche Geschichte um Memory und das Aufwachsen eines Albinokindes in einer damals noch sehr abergläubischen Gesellschaft oft unter. Im Text sind häufig Sätze, zum Teil ganze Absätze auf Shona, einer der Sprachen, die in Simbabwe gesprochen wird. Diese Passagen sind nicht übersetzt, ( das Original wurde m.E. auf englisch geschrieben ) dadurch wurde der Lesefluss häufig unterbrochen und ich bin regelrecht ins stolpern geraten. Die Auflösung des Mordes war für mich nicht besonders überraschend, die Geschichte um den "Verkauf" von Memory durch ihre Eltern fand ich aber um so spannender. Insgesamt ein Buch mit einer superspannenden Thematik, die selten literarisch beleuchtet wurde, durch dass ich mich aber abschnittsweise aufgrund o.a. Gründe auch durchquälen musste.
Beschreibung
Eine junge Frau schreibt um ihr Leben – vor dem Hintergrund der schillernden Geschichte Simbabwes erzählt Petina Gappah in ihrem hoch gelobten Debütroman vom Schicksal einer Außenseiterin
und davon, wie sehr die Erinnerung den Menschen trügen kann.
Sie heißt Memory, sitzt in der Todeszelle in Simbabwes berüchtigtem Gefängnis Chikurubi und schreibt für eine amerikanische Reporterin die Geschichte ihres Lebens auf. Memory ist eine weiße Schwarze, eine Albino-Frau, die bis zu ihrem neunten Lebensjahr in Armut aufwuchs. Dann, so glaubt sie, wurde sie von ihren Eltern an den wohlhabenden Weißen Lloyd Hendricks verkauft. Er kümmerte sich liebevoll um sie und ermöglichte ihr eine erstklassige Ausbildung. Jetzt ist Lloyd tot und Memory des Mordes angeklagt. Sie fühlt sich schuldig, aber worin besteht ihre Schuld? Wer war Lloyd Hendricks wirklich und kann Memory ihren Erinnerungen trauen?
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Petina Gappah wurde 1971 im damaligen Rhodesien (heute Simbabwe) geboren und gilt heute als eine der international erfolgreichsten und wichtigsten Autorinnen ihres Landes. Für ihr Debüt Im Herzen des Goldenen Dreiecks wurde sie mit dem Guardian First Book Award ausgezeichnet. Auf Deutsch liegt außerdem ihr Roman Die Farben des Nachtfalters (Arche, 2016) vor, sowie Die Schuldigen von Rotten Row, Stories (Arche, 2017).
Beiträge
Ein Frauenschicksal in Simbabwe
Memory sitzt im Gefängnis, in einer Todeszelle. Sie soll Lloyd ermordet haben, den weißen Mann, der sie als Kind ihren Eltern abkaufte. Für eine Journalistin schreibt sie nun ihre Geschichte auf. Doch eines ist besonders an Memory: sie ist eine Albino, umgeben von afrikanischen Frauen hat sie eine helle, empfindliche Haut, fast weiße Haare und ungewöhnlich helle Augen. Daher wird sie mit Hexerei, Flüchen, dem Teufel u.ä. in Verbindung gebracht und Heiler und Heilige versuchen sie zu erretten. Die Erzählung springt zwischen dem Leben im Gefängnis und Rückblicken in Memorys Kindheit und Jugend hin und her. Manchmal fand ich die Übergänge nicht gut gelungen und für meinen Geschmack nahm die Perspektive im Gefängnis zu viel Raum ein. Hier wurden viele weitere Themen aufgemacht, die mich häufig von der eigentlichen Geschichte abgelenkt haben. Die Autorin hat die Perspektive des Gefängnisalltags gewählt, um auf grundsätzliche Probleme im Simbabwe der letzten Jahrzehnte und politische Umbrüche aufmerksam zu machen. Dabei ging die eigentliche Geschichte um Memory und das Aufwachsen eines Albinokindes in einer damals noch sehr abergläubischen Gesellschaft oft unter. Im Text sind häufig Sätze, zum Teil ganze Absätze auf Shona, einer der Sprachen, die in Simbabwe gesprochen wird. Diese Passagen sind nicht übersetzt, ( das Original wurde m.E. auf englisch geschrieben ) dadurch wurde der Lesefluss häufig unterbrochen und ich bin regelrecht ins stolpern geraten. Die Auflösung des Mordes war für mich nicht besonders überraschend, die Geschichte um den "Verkauf" von Memory durch ihre Eltern fand ich aber um so spannender. Insgesamt ein Buch mit einer superspannenden Thematik, die selten literarisch beleuchtet wurde, durch dass ich mich aber abschnittsweise aufgrund o.a. Gründe auch durchquälen musste.




