Der Rückzug: Novelle

Der Rückzug: Novelle

E-Book
5.03

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Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
E-Book
Seitenzahl
100
Preis
N/A

Beiträge

3
Alle
5

Total lesenswert ♡

Steffen leidet unter Burnout, weswegen er mit seiner Familie von Hamburg nach Clenze zieht. Abgelegen von all dem Trubel. Er und seine Frau Marion wagen den Neubeginn. Nur ihre Tochter Tessa ist sauer, weil sie überall die "Neue" ist. Steffen wirkt glücklich in der Situation des Alleinseins, doch seine Frau scheint mit den eigenen Problemen, mit denen sie allein gelassen wird, komplett überfordert. Leider wird dies von keinem so richtig wahrgenommen. Doch eines Tages, als Steffen die Gartenpforte öffnen will, prallt er gegen etwas hartes. Eine unsichtbare Barriere hat sich rings um sein Grundstück aufgebaut. Er kann nicht raus und keiner rein. Trotz Feuerwehr, THW und Spezialisten, die anrücken, keine Chance zu Steffen zu gelangen. Die Tage verstreichen, kein Strom und das Essen wird knapp. Es ist das eingetreten was er sich sehnlichst gewünscht hat - Absolute Isolation. Ich denke letztendlich hat Steffen sich selbst gerettet, indem er sich gewünscht hat nicht mehr allein zu sein und das alles gemeinsam mit seiner Familie durchzustehen. Der Schreibstil ist super angenehm und auch durch die kurzen Kapitel fliegt man nur so durch die Seiten. Die Protagonisten wurden mit viel Gefühl und ihrem Denken untermalt, so konnte man wirklich mit ihnen mitfiebern. Ich hatte auch wirklich Mitleid mit Marion, die so unter Steffens Krankheit und dessen Rückzug gelitten hat. Auch Tessa hatte es alles andere als leicht. Diese Geschichte hat mir sehr deutlich gemacht, dass man immer über alles miteinander reden soll. Und das man trotz allem auch was zurückgibt und nicht alles als selbstverständlich ansieht. Ein wirklich tolles Buch, was den inneren Kampf von depressiven Erkrankungen zeigt, aber uns auch gleichzeitig mitteilt wie falsch der Weg der Isolation ist. Von mir gibt es eine klare Empfehlung ❤️

5

Ein starkes Buch über ein schwer greifbares Thema

Mit „Der Rückzug“ hat Marko Hofer-Richter ein emotional packendes Werk geschaffen, das das Thema Burnout und Depression auf eine metaphorische Weise greifbar macht. Der Einstieg über die unsichtbare Barriere, die sich plötzlich um Steffens Grundstück im Wendland zieht, funktioniert perfekt als Sinnbild für die psychische Isolation. Dem Autor gelingt das Kunststück, die oft so schwer in Worte zu fassenden Gefühle einer Depression präzise und authentisch einzufangen. Durch seinen sehr bildhaften Schreibstil schafft er es, die innere Zerrissenheit des Protagonisten für den Leser spürbar zu machen. Besonders wertvoll ist dieses Buch für Angehörige, Freunde und Außenstehende. Die Novelle macht die Hilflosigkeit, das "Nicht-an-jemanden-Herankommen" und die Dynamik innerhalb einer Familie in einer solchen Krise extrem nachvollziehbar. Die Geschichte wird als Novelle erzählt, aber in der Grundidee steckt so unglaublich viel Potenzial, dass ich sie wahnsinnig gerne als voll ausformulierten Roman gelesen hätte. Fazit: Eine absolute Leseempfehlung! Besonders für alle, die im Umfeld mit dem Thema Burnout oder Depressionen konfrontiert sind und die unsichtbaren Mauern der Betroffenen besser verstehen wollen. Eine starke Geschichte, die nachhallt.

5

Steffen leidet unter einem Burnout und zieht mit seiner Familie ins Wendland, um Abstand von seinem bisherigen Leben zu gewinnen. Doch als er plötzlich durch eine unsichtbare Barriere von der Außenwelt und seiner Familie abgeschnitten wird, beginnt eine außergewöhnliche Geschichte über Isolation, Überforderung und die Frage, was Menschen wirklich miteinander verbindet. Der Roman ist flüssig geschrieben und erzählt die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, wodurch nicht nur Steffens Situation, sondern auch die seiner Frau und Tochter greifbar wird. Besonders beeindruckt hat mich die authentische Darstellung von Burnout und psychischer Erschöpfung. Die Gedanken, Zweifel und inneren Kämpfe wirken sehr glaubwürdig und haben mich oft nachdenklich gemacht. "Der Rückzug" ist eine ruhige, aber intensive Novelle mit viel emotionaler Tiefe. Sie behandelt ernste Themen einfühlsam und regt dazu an, über Belastungen, Erwartungen und familiären Zusammenhalt nachzudenken. Eine Geschichte, die noch lange nachhallt.

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