Das Haus über dem Fjord
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Beschreibung
Als Elin in ihr Heimatdorf an der norwegischen Küste zurückkehrt, ahnt sie nicht, welchen Stein sie damit ins Rollen bringt. Eigentlich möchte sie nach dem Tod ihrer Mutter bloß das Haus am Fjord ausräumen, in dem sie aufgewachsen ist und über dem ein dunkler Schatten liegt seit jenem düsteren Tag, als Elin zehn Jahre alt war. Doch plötzlich stößt Elin auf Ungereimtheiten im Leben ihrer Eltern, die ein ganz anderes Licht auf die damaligen Ereignisse werfen. Gemeinsam mit ihrer Jugendliebe Ola begibt sie sich auf eine Spurensuche, die sie bis in ein französisches Dorf führt. Schafft es Elin, sich mit ihrer Vergangenheit – und jener ihrer Eltern – zu versöhnen?
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Kristin Valla, aufgewachsen im norwegischen Nordland, ist Autorin, Journalistin und Lektorin und schreibt u.a. für das "Dagbladet Magasinet" und das "Kulturmagazin K" der Zeitung "Aftenposten". "Das Haus über dem Fjord" ist ihr dritter Roman und war nominiert für den Preis des norwegischen Buchhandels.
Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beiträge
"Wer unsere Eltern wirklich waren, werden wir vielleicht nie erfahren. Aber wer sie für uns sind, entscheiden wir zum Glück selbst." Elin kommt aus Oslo zurück in ein norwegisches Dorf, um ihr Elternhaus nach dem Tod ihrer Mutter auszuräumen und zu verkaufen. Dort holt sie die Vergangenheit ein und sie findet nach und nach mehr über das Leben und den Tod ihrer Familie heraus. Es liegt eine dunkle Stimmung über der gesamten Handlung und alle Protagonisten des Buches bleiben ziemlich unnahbar. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt und mit seinen Wendungen und Themen überrascht, die ich so nicht erwartet hatte.

Hm - was soll ich sagen? 🤔 Ich fand die Geschichte lang recht zäh. Wenn auch einfach zu lesen. Den Schreibstil der Autorin mag ich, sie hat eine schöne Sprache/Ausdrucksweise. Die Geschichte wurde zum letzten Drittel hin interessanter . Davor hat es sich für mich zu sehr gezogen. Man hätte sicher ein paar mehr Spannungsfäden einflechten können. Das hätte die Geschichte hergegeben. Alles in allem war das Buch für mich also o.k. aber nicht herausragend. Die Idee dahinter interessant.
Elin, eine norwegische Journalistin, kehrt mit Anfang dreißig in ihr Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter das Elternhaus zu räumen und zu verkaufen. Während sie die Vergangenheit aufarbeitet, gelingt es der Schriftstellerin dies so spannend zu erzählen, dass es sich fast wie ein Krimi anfühlt. Doch auch die skandinavische Lebensart und Natur kommen nicht zu kurz. Zum Ende überrascht die Geschichte, erscheint aber auch leicht überfrachtet. Trotzdem gut geschrieben, spannend, lesenswert.
Elin, eine norwegische Journalistin, kehrt mit Anfang dreißig in ihr Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter das Elternhaus zu räumen und zu verkaufen. Ihre beiden Brüder und ihr Vater sind bereits bei einem Erdrutsch tödlich verunglückt, als sie 10 Jahre alt war. In Rückblicken erfahren wir die Geschicht der Familie, während wir Elin bei der Trauerbewältigung begleiten und der Suche nach ihrem Platz im Leben, nach Liebe, Sinn und Selbsterkenntnis. Man spürt, wie sie bestimmte Situationen nicht an sich heran lassen kann, ist doch ihr Leben von diesen Erfahrungen überschattet. Während sie die Vergangenheit aufarbeitet und der Geschichte ihrer Eltern nachspürt, gelingt es der Schriftstellerin dies so spannend zu erzählen, dass es sich fast wie ein Krimi anfühlt. Doch auch die skandinavische Lebensart und Natur kommen nicht zu kurz. Und ob und wie es ihr gelingt sich der Liebe zu öffnen ist fesselnd beschrieben. Zum Ende überrascht die Geschichte, erscheint aber auch leicht überfrachtet. Trotzdem gut geschrieben, spannend, lesenswert.
Schöne Ausgabe des Mareverlag. Elin 30 Jährig wirkt trotz Job und Wohnung noch nicht angekommen im Leben. Sie muss nachdem Tod der Mutter das Haus an einem norwegischen Fjord auflösen. Zurück in der Provinz versucht sie though zu handeln, aber lässt sich von den Erinnerungen und der tragischen Familiengeschichte einholen. Hier wirkt das Buch spröde. Sie trifft Ola scheinbar den Mann ihres Lebens und dann fuhrrsie Arbeit und Familiengeschichte nach Frankreich. Eigentlich wirkt das ganze wie 2 bis 3 verschiedene Bücher.
War ganz ok…
Im Grunde hat mir dieser Roman schon ganz gut gefallen, ich mochte die Thematik und auch die Botschaft des Buches, allerdings fand ich die gesamte Schreibweise oft abschweifend… Fühlte mich als Leserin im Inhaltsverlauf oft hingehalten und deshalb war es für mich kein Pageturner. Empfehlen würde ich es nicht unbedingt, da ich andere Romane in diesem Jahr schon deutlich besser fand.

Was ein Buch!
Ein kehrt nach Hause zurück, um den Haushalt ihrer Eltern aufzulösen. Das wühlt einiges auf. Neben der Trauer, in der sie steckt, trifft sie auf Ungereimtheiten. Ein Kredit, obwohl das Haus abbezahlt war. Ein fast leerer Terminkalender, obwohl ihr Vater ein beschäftigter Geschäftsmann war. Ein Haus in Frankreich, von dem sie nichts wusste. Sind Familiengeheimnisse auch etwas wie Quickton, dass alles zum Einsturz bringen kann? Eine sehr eindringliche Geschichte, mit gigantischen Enthüllungen am Ende! Ein Buch das lange im Kopf bleibt und nachdenklich stimmt.
Wir kennen unsere Eltern nur als die, die sie für uns sind. Die Geschichte vor uns, ist jedoch ungewiss. Das denkt sich auch Elin, die schon in jungen Jahren erfahren musste was es heisst einen geliebten Menschen zu verlieren. Einige Jahre später macht sie sich auf die Reise um herauszufinden was damals wirklich passiert ist. Ein wundervoll geschriebenes Buch über Trauer und die Zeit danach. Es ist nicht immer alles so, wie es scheint. Ich liebe es vor allem wie sensibel die Autorin mit dem Thema umgegangen ist. 💚
Zieht sich gelegentlich, holt am Ende aber alles wieder raus.
📌 "Dann kam der Herbst. Leere Seiten, auf denen nichts passierte. Die Fortsetzung, die niemals folgte." (S. 37) 📌 "Mama war in Scherben gegangen. Jeden Tag stand sie auf und leimte sich von Neuem zusammen." (S. 46) 📌 "Wer unsere Eltern wirklich waren, werden wir vielleicht nie erfahren. Aber wer sie für uns sind, entscheiden wir zum Glück selbst." Elin kommt zurück in ihr Heimatdorf, um das Haus ihrer verstorbenen Mutter zu verkaufen. Bei der vorhergehenden Entrümplungsaktion arbeitet sie gleichzeitig ihre Vergangenheit auf, denn ihr Vater und ihre beiden Brüder sind in ihrer Kindheit auf tragische Weise ums Leben gekommen, was das Leben aller Verblieben geprägt und / oder verändert hat. Ein durch das Setting atmosphärischer Roman, der gelegentlich sehr ruhig dahinplätschert, am Ende aber noch einmal alles aus der Story herausholt.

Hui, was für ein unerwarteter Twist
DAS HAUS ÜBER DEM FJORD von Kristin Valla | mareverlag | 320 S. | 2022 Wie gut kennen wir eigentlich unsere Eltern? Elin hat mit 10 Jahren bei einem Erdrutsch an der norwegischen Küste ihren Vater und ihre beiden Brüder verloren. Ungefähr 20 Jahre später stirbt ihre Mutter und Elin kehrt in ihr Heimatdorf zurück, um ihr Elternhaus aufzulösen. Beim Aussortieren der persönlichen Sachen ihrer Eltern fallen ihr Ungereimtheiten im Leben ihres Vaters auf und sie beginnt, Nachforschungen anzustellen, die sie bis nach Frankreich bringen werden.. In Rückblenden erfahren wir mehr über Elins Kindheit und ihre (Kinder-) Sicht auf ihre Eltern und erkennen durch ihre aktuellen Recherchen, wie falsch sie mit manchem gelegen hat. Streckenweise zog sich das Buch, nahm zum Ende hin aber ordentlich Fahrt auf, was mir teilweise sogar etwas zu schnell ging und das in eine Richtung, mit der ich zu Beginn des Buches nicht gerechnet hatte. Alle losen Enden werden miteinander verknüpft und es bleiben keine Fragen offen. Dank des bewegenden letzten Drittels hat mir das Buch doch noch gut gefallen.
Ein literarisches Gesamtkunstwerk. Bewegend, tiefgründig, bildhaft und spannend. Ja, sogar etwas fesselnd wie ein Krimi. Diese Geschichte über ein Mädchen, welches ein schreckliches Schicksal in ihrer Kindheit erlebt und danach nicht nur auf der Suche nach sich selbst, sondern auch auf der Suche nach dem Warum ist. Der Schauplatz, ein kleines Dorf in Norwegen, wird genauso beschrieben, wie ich diese kleinen Orte auf einer Reise durch das Land erlebt habe. Jeder kennt jeden und es gibt Geheimnisse. Dunkle Geheimnisse. Die Schreibweise der Autorin ist wundervoll! Leicht, aber dich mit vielen Stellen zum nachdenken und tiefer abtauchen, analysieren. Liebe und Verfall schlängeln sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Zu Beginn nimmt die Story Fahrt auf, plätschert leider im Mittelteil sehr lange vor sich hin und steigert sich dann zu einem grandiosen Ende! Das Weiterlesen hat sich mehr als gelohnt. Ein fantastisch, spannende Thematik, die ich nicht verrate, sonst kann man sich das Buch schenken.
Bildgewaltig, einfühlsam, spannend
Das Lesejahr 2024 beginnt so gut, wie bisher kaum eins zuvor. Auch das 3.Buch, das ich dieses Jahr beendete ist ein echter Volltreffer. Ich habe mich gerne auf die Reise nach Fjordnorwegen gewagt und bin mit Elin in diese großartige Natur mit den charismatischen Menschen eingetauscht. Fast jede Familie hat ein Geheimnis und so folgte eine spannende Geschichte. Lediglich die „Flucht“ von Björn ins Hospiz wirkte für mich ein bisl konstruiert. Dennoch ein sehr schön geschriebenes und bewegendes Buch über eine Krankheit mit ihren Folgen, von der ansonsten wenig geschrieben wird. Stärkster Satz: „Wer unsere Eltern wirklich waren, werden wir vielleicht nie erfahren. Aber wer sie für uns sind, entscheiden wir zum Glück selbst.“
Großartig
Kristin Valla - Das Haus über dem Fjord Elin, Anfang 30 und Journalistin in Oslo, kehrt in ihr norwegisches Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter ihr Elternhaus zu entrümpeln und zu verkaufen. Damit stellt sich Elin auch ihrer Vergangenheit, dem Trauma, dass der Verlust des Vaters und der beiden Brüder, Vegard und Thomas, auslöste. Alle drei kamen bei einem Unfall, einem Erdrutsch, ums Leben und in Folge dessen, war auch die Mutter nicht mehr sie selbst. Die Leichen der beiden Brüder werden gefunden, doch der Vater bleibt unauffindbar. Nach all den Jahren möchte Elin nun mit der Vergangenheit abschließen und dabei kommen nicht nur Erinnerungen an ihre Kindheit hoch, sondern sie kommt auch einem Geheimnis auf die Spur, dass ihre Eltern jahrzehntelang gehütet haben. Auf der Suche nach Antworten führt sie ihr Weg bis nach Frankreich. Und dann ist da auch noch Ola, der beste Freund ihres Bruders und ihre Jugendliebe. Ola lebt noch immer in dem kleinen Dorf, unterstützt Elin bei der Suche nach Antworten und ist an ihrer Seite. Ein wunderbares Buch, bildgewaltig und wortgewaltig. Ich liebe Bücher über Familiengeheimnisse und Norwegen als Kulisse passt hier perfekt. Erzählt wird in der Ich-Form und die Story hat mich von Anfang an abgeholt und nicht wieder los gelassen. Sie ist spannend, aber nicht nervenaufreibend, gefühlvoll, aber nicht kitschig. Ich mochte Elin, ich mochte Ola und ich habe großen Respekt vor Elins Mutter. Für mich ein tolles Buch, ich habe die Stimmung sehr genossen und von mir gibt es eine große Leseempfehlung.
Eine schöne Geschichte mit allerlei Wendungen, vor allem in der zweiten Hälfte des Buches. Die Sprache und die Umgebung, in der die Handlung stattfindet gehen beinah poetisch Hand in Hand. Zwischendurch fühlten sich die Kapitel etwas träge und inhaltslos an, dafür waren dann die letzten Seiten eine Achterbahnfahrt. Schönes Buch, ungewöhnlich, etwas überzeichnet, aber wunderbar zu lesen.
Dieses wunderbare Buch fing leise und langsam an. Ich wusste lange nicht, wohin mich die Geschichte von Elin und den anderen sympathisch unaufgeregten Charakteren führt. Erst im letzten Drittel woben sich die einzelnen Fäden zu einem Netz zusammen, was eine wunderbare Geschichte über Liebe, Verlust, Familie und Toleranz ergab.
Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beschreibung
Als Elin in ihr Heimatdorf an der norwegischen Küste zurückkehrt, ahnt sie nicht, welchen Stein sie damit ins Rollen bringt. Eigentlich möchte sie nach dem Tod ihrer Mutter bloß das Haus am Fjord ausräumen, in dem sie aufgewachsen ist und über dem ein dunkler Schatten liegt seit jenem düsteren Tag, als Elin zehn Jahre alt war. Doch plötzlich stößt Elin auf Ungereimtheiten im Leben ihrer Eltern, die ein ganz anderes Licht auf die damaligen Ereignisse werfen. Gemeinsam mit ihrer Jugendliebe Ola begibt sie sich auf eine Spurensuche, die sie bis in ein französisches Dorf führt. Schafft es Elin, sich mit ihrer Vergangenheit – und jener ihrer Eltern – zu versöhnen?
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Kristin Valla, aufgewachsen im norwegischen Nordland, ist Autorin, Journalistin und Lektorin und schreibt u.a. für das "Dagbladet Magasinet" und das "Kulturmagazin K" der Zeitung "Aftenposten". "Das Haus über dem Fjord" ist ihr dritter Roman und war nominiert für den Preis des norwegischen Buchhandels.
Beiträge
"Wer unsere Eltern wirklich waren, werden wir vielleicht nie erfahren. Aber wer sie für uns sind, entscheiden wir zum Glück selbst." Elin kommt aus Oslo zurück in ein norwegisches Dorf, um ihr Elternhaus nach dem Tod ihrer Mutter auszuräumen und zu verkaufen. Dort holt sie die Vergangenheit ein und sie findet nach und nach mehr über das Leben und den Tod ihrer Familie heraus. Es liegt eine dunkle Stimmung über der gesamten Handlung und alle Protagonisten des Buches bleiben ziemlich unnahbar. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt und mit seinen Wendungen und Themen überrascht, die ich so nicht erwartet hatte.

Hm - was soll ich sagen? 🤔 Ich fand die Geschichte lang recht zäh. Wenn auch einfach zu lesen. Den Schreibstil der Autorin mag ich, sie hat eine schöne Sprache/Ausdrucksweise. Die Geschichte wurde zum letzten Drittel hin interessanter . Davor hat es sich für mich zu sehr gezogen. Man hätte sicher ein paar mehr Spannungsfäden einflechten können. Das hätte die Geschichte hergegeben. Alles in allem war das Buch für mich also o.k. aber nicht herausragend. Die Idee dahinter interessant.
Elin, eine norwegische Journalistin, kehrt mit Anfang dreißig in ihr Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter das Elternhaus zu räumen und zu verkaufen. Während sie die Vergangenheit aufarbeitet, gelingt es der Schriftstellerin dies so spannend zu erzählen, dass es sich fast wie ein Krimi anfühlt. Doch auch die skandinavische Lebensart und Natur kommen nicht zu kurz. Zum Ende überrascht die Geschichte, erscheint aber auch leicht überfrachtet. Trotzdem gut geschrieben, spannend, lesenswert.
Elin, eine norwegische Journalistin, kehrt mit Anfang dreißig in ihr Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter das Elternhaus zu räumen und zu verkaufen. Ihre beiden Brüder und ihr Vater sind bereits bei einem Erdrutsch tödlich verunglückt, als sie 10 Jahre alt war. In Rückblicken erfahren wir die Geschicht der Familie, während wir Elin bei der Trauerbewältigung begleiten und der Suche nach ihrem Platz im Leben, nach Liebe, Sinn und Selbsterkenntnis. Man spürt, wie sie bestimmte Situationen nicht an sich heran lassen kann, ist doch ihr Leben von diesen Erfahrungen überschattet. Während sie die Vergangenheit aufarbeitet und der Geschichte ihrer Eltern nachspürt, gelingt es der Schriftstellerin dies so spannend zu erzählen, dass es sich fast wie ein Krimi anfühlt. Doch auch die skandinavische Lebensart und Natur kommen nicht zu kurz. Und ob und wie es ihr gelingt sich der Liebe zu öffnen ist fesselnd beschrieben. Zum Ende überrascht die Geschichte, erscheint aber auch leicht überfrachtet. Trotzdem gut geschrieben, spannend, lesenswert.
Schöne Ausgabe des Mareverlag. Elin 30 Jährig wirkt trotz Job und Wohnung noch nicht angekommen im Leben. Sie muss nachdem Tod der Mutter das Haus an einem norwegischen Fjord auflösen. Zurück in der Provinz versucht sie though zu handeln, aber lässt sich von den Erinnerungen und der tragischen Familiengeschichte einholen. Hier wirkt das Buch spröde. Sie trifft Ola scheinbar den Mann ihres Lebens und dann fuhrrsie Arbeit und Familiengeschichte nach Frankreich. Eigentlich wirkt das ganze wie 2 bis 3 verschiedene Bücher.
War ganz ok…
Im Grunde hat mir dieser Roman schon ganz gut gefallen, ich mochte die Thematik und auch die Botschaft des Buches, allerdings fand ich die gesamte Schreibweise oft abschweifend… Fühlte mich als Leserin im Inhaltsverlauf oft hingehalten und deshalb war es für mich kein Pageturner. Empfehlen würde ich es nicht unbedingt, da ich andere Romane in diesem Jahr schon deutlich besser fand.

Was ein Buch!
Ein kehrt nach Hause zurück, um den Haushalt ihrer Eltern aufzulösen. Das wühlt einiges auf. Neben der Trauer, in der sie steckt, trifft sie auf Ungereimtheiten. Ein Kredit, obwohl das Haus abbezahlt war. Ein fast leerer Terminkalender, obwohl ihr Vater ein beschäftigter Geschäftsmann war. Ein Haus in Frankreich, von dem sie nichts wusste. Sind Familiengeheimnisse auch etwas wie Quickton, dass alles zum Einsturz bringen kann? Eine sehr eindringliche Geschichte, mit gigantischen Enthüllungen am Ende! Ein Buch das lange im Kopf bleibt und nachdenklich stimmt.
Wir kennen unsere Eltern nur als die, die sie für uns sind. Die Geschichte vor uns, ist jedoch ungewiss. Das denkt sich auch Elin, die schon in jungen Jahren erfahren musste was es heisst einen geliebten Menschen zu verlieren. Einige Jahre später macht sie sich auf die Reise um herauszufinden was damals wirklich passiert ist. Ein wundervoll geschriebenes Buch über Trauer und die Zeit danach. Es ist nicht immer alles so, wie es scheint. Ich liebe es vor allem wie sensibel die Autorin mit dem Thema umgegangen ist. 💚
Zieht sich gelegentlich, holt am Ende aber alles wieder raus.
📌 "Dann kam der Herbst. Leere Seiten, auf denen nichts passierte. Die Fortsetzung, die niemals folgte." (S. 37) 📌 "Mama war in Scherben gegangen. Jeden Tag stand sie auf und leimte sich von Neuem zusammen." (S. 46) 📌 "Wer unsere Eltern wirklich waren, werden wir vielleicht nie erfahren. Aber wer sie für uns sind, entscheiden wir zum Glück selbst." Elin kommt zurück in ihr Heimatdorf, um das Haus ihrer verstorbenen Mutter zu verkaufen. Bei der vorhergehenden Entrümplungsaktion arbeitet sie gleichzeitig ihre Vergangenheit auf, denn ihr Vater und ihre beiden Brüder sind in ihrer Kindheit auf tragische Weise ums Leben gekommen, was das Leben aller Verblieben geprägt und / oder verändert hat. Ein durch das Setting atmosphärischer Roman, der gelegentlich sehr ruhig dahinplätschert, am Ende aber noch einmal alles aus der Story herausholt.

Hui, was für ein unerwarteter Twist
DAS HAUS ÜBER DEM FJORD von Kristin Valla | mareverlag | 320 S. | 2022 Wie gut kennen wir eigentlich unsere Eltern? Elin hat mit 10 Jahren bei einem Erdrutsch an der norwegischen Küste ihren Vater und ihre beiden Brüder verloren. Ungefähr 20 Jahre später stirbt ihre Mutter und Elin kehrt in ihr Heimatdorf zurück, um ihr Elternhaus aufzulösen. Beim Aussortieren der persönlichen Sachen ihrer Eltern fallen ihr Ungereimtheiten im Leben ihres Vaters auf und sie beginnt, Nachforschungen anzustellen, die sie bis nach Frankreich bringen werden.. In Rückblenden erfahren wir mehr über Elins Kindheit und ihre (Kinder-) Sicht auf ihre Eltern und erkennen durch ihre aktuellen Recherchen, wie falsch sie mit manchem gelegen hat. Streckenweise zog sich das Buch, nahm zum Ende hin aber ordentlich Fahrt auf, was mir teilweise sogar etwas zu schnell ging und das in eine Richtung, mit der ich zu Beginn des Buches nicht gerechnet hatte. Alle losen Enden werden miteinander verknüpft und es bleiben keine Fragen offen. Dank des bewegenden letzten Drittels hat mir das Buch doch noch gut gefallen.
Ein literarisches Gesamtkunstwerk. Bewegend, tiefgründig, bildhaft und spannend. Ja, sogar etwas fesselnd wie ein Krimi. Diese Geschichte über ein Mädchen, welches ein schreckliches Schicksal in ihrer Kindheit erlebt und danach nicht nur auf der Suche nach sich selbst, sondern auch auf der Suche nach dem Warum ist. Der Schauplatz, ein kleines Dorf in Norwegen, wird genauso beschrieben, wie ich diese kleinen Orte auf einer Reise durch das Land erlebt habe. Jeder kennt jeden und es gibt Geheimnisse. Dunkle Geheimnisse. Die Schreibweise der Autorin ist wundervoll! Leicht, aber dich mit vielen Stellen zum nachdenken und tiefer abtauchen, analysieren. Liebe und Verfall schlängeln sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Zu Beginn nimmt die Story Fahrt auf, plätschert leider im Mittelteil sehr lange vor sich hin und steigert sich dann zu einem grandiosen Ende! Das Weiterlesen hat sich mehr als gelohnt. Ein fantastisch, spannende Thematik, die ich nicht verrate, sonst kann man sich das Buch schenken.
Bildgewaltig, einfühlsam, spannend
Das Lesejahr 2024 beginnt so gut, wie bisher kaum eins zuvor. Auch das 3.Buch, das ich dieses Jahr beendete ist ein echter Volltreffer. Ich habe mich gerne auf die Reise nach Fjordnorwegen gewagt und bin mit Elin in diese großartige Natur mit den charismatischen Menschen eingetauscht. Fast jede Familie hat ein Geheimnis und so folgte eine spannende Geschichte. Lediglich die „Flucht“ von Björn ins Hospiz wirkte für mich ein bisl konstruiert. Dennoch ein sehr schön geschriebenes und bewegendes Buch über eine Krankheit mit ihren Folgen, von der ansonsten wenig geschrieben wird. Stärkster Satz: „Wer unsere Eltern wirklich waren, werden wir vielleicht nie erfahren. Aber wer sie für uns sind, entscheiden wir zum Glück selbst.“
Großartig
Kristin Valla - Das Haus über dem Fjord Elin, Anfang 30 und Journalistin in Oslo, kehrt in ihr norwegisches Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter ihr Elternhaus zu entrümpeln und zu verkaufen. Damit stellt sich Elin auch ihrer Vergangenheit, dem Trauma, dass der Verlust des Vaters und der beiden Brüder, Vegard und Thomas, auslöste. Alle drei kamen bei einem Unfall, einem Erdrutsch, ums Leben und in Folge dessen, war auch die Mutter nicht mehr sie selbst. Die Leichen der beiden Brüder werden gefunden, doch der Vater bleibt unauffindbar. Nach all den Jahren möchte Elin nun mit der Vergangenheit abschließen und dabei kommen nicht nur Erinnerungen an ihre Kindheit hoch, sondern sie kommt auch einem Geheimnis auf die Spur, dass ihre Eltern jahrzehntelang gehütet haben. Auf der Suche nach Antworten führt sie ihr Weg bis nach Frankreich. Und dann ist da auch noch Ola, der beste Freund ihres Bruders und ihre Jugendliebe. Ola lebt noch immer in dem kleinen Dorf, unterstützt Elin bei der Suche nach Antworten und ist an ihrer Seite. Ein wunderbares Buch, bildgewaltig und wortgewaltig. Ich liebe Bücher über Familiengeheimnisse und Norwegen als Kulisse passt hier perfekt. Erzählt wird in der Ich-Form und die Story hat mich von Anfang an abgeholt und nicht wieder los gelassen. Sie ist spannend, aber nicht nervenaufreibend, gefühlvoll, aber nicht kitschig. Ich mochte Elin, ich mochte Ola und ich habe großen Respekt vor Elins Mutter. Für mich ein tolles Buch, ich habe die Stimmung sehr genossen und von mir gibt es eine große Leseempfehlung.
Eine schöne Geschichte mit allerlei Wendungen, vor allem in der zweiten Hälfte des Buches. Die Sprache und die Umgebung, in der die Handlung stattfindet gehen beinah poetisch Hand in Hand. Zwischendurch fühlten sich die Kapitel etwas träge und inhaltslos an, dafür waren dann die letzten Seiten eine Achterbahnfahrt. Schönes Buch, ungewöhnlich, etwas überzeichnet, aber wunderbar zu lesen.
Dieses wunderbare Buch fing leise und langsam an. Ich wusste lange nicht, wohin mich die Geschichte von Elin und den anderen sympathisch unaufgeregten Charakteren führt. Erst im letzten Drittel woben sich die einzelnen Fäden zu einem Netz zusammen, was eine wunderbare Geschichte über Liebe, Verlust, Familie und Toleranz ergab.





































