Commissario Tasso auf dünnem Eis
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Verschneite Berghänge. Dampfende Knödel. Holzskier an der Wand. Und eine Leiche im Hotel
Südtirol, 1962: Eigentlich hat Commissario Aurelio Tasso sich nur nach Bozen versetzen lassen, um einem alten Kollegen einen Gefallen zu tun. Obwohl er keinen Schnee mag. Aber wenigstens gibt es in Südtirol ausgezeichnetes Essen, vor allem Knödel. Dagegen wenige Verbrechen. Dachte er. Denn dass der Maler Carlo Colori erschlagen im Hotel Bellevue in Meran liegt, sieht nicht nach einem Unfall aus. Seine Ermittlungen führen Tasso weiter ins mondäne Cortina d‘Ampezzo. Dort wird eine zweite Leiche aus dem nahen Misurinasee gefischt. Gibt es eine Verbindung zwischen den Toten?
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gianna Milani ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die sich seit vielen Jahren für Südtirol und seine wechselvolle Geschichte interessiert. Dabei haben es ihr besonders die sagenhaften Dolomiten angetan. Ein Haus in Norditalien wäre ihr Traum, bis dahin schreibt sie Bücher über ihre Lieblingsregionen. www.seitenrauschen.de
Beiträge
Zwiespältig
Einerseits ist die Kriminalfall recht spannend, andererseits ist der Schreibstil unausgereift. So läuft beispielsweise der Kommissar durch einen Flur. Die Handlung wird in einem Satz beschrieben, der Flur in einem anderen, anstatt beides ineinander zu verweben. Immer wieder verschwinden Elemente der Geschichte in den Schatten und Seiten später wird erklärt, was passiert ist. Hatte die Autorin keine Unterstützung eines Lektors?
Verbrecherjagd in Eis und Schnee
Porca miseria, gerade erst wird Aurelio Tasso, Commissario bei der Polizei Bozen, die Tochter des Meraner Bürgermeisters als Praktikantin aufs Auge gedrückt und schon bekommt er es mit einem Mord zu tun. Unwillig muss er feststellen, dass Mara ihm doch helfen kann, denn das Opfer ist Carlo Colori, ein Maler aus der Region und in der Kunstszene kennt er sich im Gegensatz zu ihr überhaupt nicht aus. Die Suche nach Spuren und Motiv führt sie nach Cortina d‘Ampezzo - und zu einer weiteren Leiche. Da das Wetter mit Eis und Schnee eine Rückkehr nach Bozen verhindert, unterstützen sie die dort zuständige Polizei und dabei stoßen sie auf Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen… Die Autorin Gianna Milani führt uns in diesem Krimi ins Südtirol von 1962. Eine Zeit, die noch geprägt war von den Differenzen zwischen der deutschsprachigen Bevölkerung und den aus dem Süden neu zugezogenen Menschen. Die Separatisten auf der einen Seite und die Polizei, die gerne auch mit Gewalt Geständnisse erzwang auf der anderen, führten zu einem großen gegenseitigen Misstrauen. Auch war zu dieser Zeit eine so ehrgeizige und selbstbewusste Frau wie Mara nicht selbstverständlich. All dies und auch die unterschiedlichen kulinarischen Vorlieben hat die Autorin geschickt in die Story eingewoben. Ich werde auf alle Fälle den Weg von Commissario Tasso weiter verfolgen.
Aurelio Tasso braucht einen neuen Assistenten. Er kann sich aber nicht wirklich entscheiden und ist daher nicht begeistert, als ihm sein Chef Bruno Visconti plötzlich eine Praktikantin unterschiebt. Und dann auch noch die Tochter der Meraner Bürgermeisters, Mara Oberhöller. Dummerweise werden die beiden dann auch noch gleich zu einem Mord in einem Meraner Nobelhotel gerufen. Erst ist noch unklar, wer der Tote ist, doch bald zieht der Fall weitere Kreise und Tasso und Mara müssen ihre Ermittlungen am Misurina See fortsetzen. Das Buch ist der Auftakt zu einer Krimiserie, die im Südtirol der 1960er Jahre spielt. Die Separatisten Bewegung ist sehr aktiv und die Anschläge werden immer brutaler. Die Autorin schildert die Stimmung in Südtirol sehr ausgeglichen, nimmt weder für die Südtiroler noch für die Italiener Partei. Aurelio Tasso ist eigentlich gebürtiger Römer, der nur seinem Freund, dem Questore Bruno Visconti in Bozen zuliebe in Südtirol arbeitet. Mara Oberhöller ist dagegen Südtirolerin, die aber perfekt italienisch sprich, da sie Jura studieren will. So treffen hier beide Welten aufeinander. Ich fand die Geschichte sehr gelungen. Tasso ist etwas eigenbrötlerisch und will niemanden an sich heranlassen, besonders Mara nicht. Trotzdem entwickeln die beiden sich zu einem guten Gespann, besonders weil Mara sich sehr bemüht von Tasso akzeptiert zu werden. Sie kann auch, dank ihres Kunstverstandes, einiges zur Lösung des Falls beitragen, auch wenn Tasso das nur ungern eingesteht. Schön fand ich immer die Szenen, in denen Tasso plötzlich einmal sein Inneres hinter seinen Mauern hervorscheinen lässt. Immer wenn er Südtiroler Knödel isst, was ich gut verstehen kann
Jeder ist natürlich frei, einen Kriminalroman zu schreiben. Aber wenn man sich in ein unbekanntes Genre wagt, so wie die Autorin, sollte man noch mehr Sorgfalt walten lassen, sollte mehr selbstkritische Reflexion geübt werden. Das hat hier deutlich gefehlt. Die Grundidee der Geschichte ist ganz passabel, aber die Ausführung schwach. Bis zum Ende bauen sich ganze Batterien von unbeantworteten Fragen auf und das Ende ist mehr als unbefriedigend. Mir wird in diesem Roman zu viel gegessen und getrunken und zu wenig systematische Polizeiarbeit geleistet. Das exakte Abarbeiten von Sachfragen mag manchmal öde sein, aber das ist die Realität. Während des Lesens fühlte ich mich beständig in der Rolle des Fahrlehrers, der fortlaufend korrigieren muss. Halt, erst die Befragung beenden! Halt, was ist aus dem Beweisstück geworden? Halt, wieso erzählt der Ermittler das? Und so weiter...
Beschreibung
Verschneite Berghänge. Dampfende Knödel. Holzskier an der Wand. Und eine Leiche im Hotel
Südtirol, 1962: Eigentlich hat Commissario Aurelio Tasso sich nur nach Bozen versetzen lassen, um einem alten Kollegen einen Gefallen zu tun. Obwohl er keinen Schnee mag. Aber wenigstens gibt es in Südtirol ausgezeichnetes Essen, vor allem Knödel. Dagegen wenige Verbrechen. Dachte er. Denn dass der Maler Carlo Colori erschlagen im Hotel Bellevue in Meran liegt, sieht nicht nach einem Unfall aus. Seine Ermittlungen führen Tasso weiter ins mondäne Cortina d‘Ampezzo. Dort wird eine zweite Leiche aus dem nahen Misurinasee gefischt. Gibt es eine Verbindung zwischen den Toten?
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gianna Milani ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die sich seit vielen Jahren für Südtirol und seine wechselvolle Geschichte interessiert. Dabei haben es ihr besonders die sagenhaften Dolomiten angetan. Ein Haus in Norditalien wäre ihr Traum, bis dahin schreibt sie Bücher über ihre Lieblingsregionen. www.seitenrauschen.de
Beiträge
Zwiespältig
Einerseits ist die Kriminalfall recht spannend, andererseits ist der Schreibstil unausgereift. So läuft beispielsweise der Kommissar durch einen Flur. Die Handlung wird in einem Satz beschrieben, der Flur in einem anderen, anstatt beides ineinander zu verweben. Immer wieder verschwinden Elemente der Geschichte in den Schatten und Seiten später wird erklärt, was passiert ist. Hatte die Autorin keine Unterstützung eines Lektors?
Verbrecherjagd in Eis und Schnee
Porca miseria, gerade erst wird Aurelio Tasso, Commissario bei der Polizei Bozen, die Tochter des Meraner Bürgermeisters als Praktikantin aufs Auge gedrückt und schon bekommt er es mit einem Mord zu tun. Unwillig muss er feststellen, dass Mara ihm doch helfen kann, denn das Opfer ist Carlo Colori, ein Maler aus der Region und in der Kunstszene kennt er sich im Gegensatz zu ihr überhaupt nicht aus. Die Suche nach Spuren und Motiv führt sie nach Cortina d‘Ampezzo - und zu einer weiteren Leiche. Da das Wetter mit Eis und Schnee eine Rückkehr nach Bozen verhindert, unterstützen sie die dort zuständige Polizei und dabei stoßen sie auf Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen… Die Autorin Gianna Milani führt uns in diesem Krimi ins Südtirol von 1962. Eine Zeit, die noch geprägt war von den Differenzen zwischen der deutschsprachigen Bevölkerung und den aus dem Süden neu zugezogenen Menschen. Die Separatisten auf der einen Seite und die Polizei, die gerne auch mit Gewalt Geständnisse erzwang auf der anderen, führten zu einem großen gegenseitigen Misstrauen. Auch war zu dieser Zeit eine so ehrgeizige und selbstbewusste Frau wie Mara nicht selbstverständlich. All dies und auch die unterschiedlichen kulinarischen Vorlieben hat die Autorin geschickt in die Story eingewoben. Ich werde auf alle Fälle den Weg von Commissario Tasso weiter verfolgen.
Aurelio Tasso braucht einen neuen Assistenten. Er kann sich aber nicht wirklich entscheiden und ist daher nicht begeistert, als ihm sein Chef Bruno Visconti plötzlich eine Praktikantin unterschiebt. Und dann auch noch die Tochter der Meraner Bürgermeisters, Mara Oberhöller. Dummerweise werden die beiden dann auch noch gleich zu einem Mord in einem Meraner Nobelhotel gerufen. Erst ist noch unklar, wer der Tote ist, doch bald zieht der Fall weitere Kreise und Tasso und Mara müssen ihre Ermittlungen am Misurina See fortsetzen. Das Buch ist der Auftakt zu einer Krimiserie, die im Südtirol der 1960er Jahre spielt. Die Separatisten Bewegung ist sehr aktiv und die Anschläge werden immer brutaler. Die Autorin schildert die Stimmung in Südtirol sehr ausgeglichen, nimmt weder für die Südtiroler noch für die Italiener Partei. Aurelio Tasso ist eigentlich gebürtiger Römer, der nur seinem Freund, dem Questore Bruno Visconti in Bozen zuliebe in Südtirol arbeitet. Mara Oberhöller ist dagegen Südtirolerin, die aber perfekt italienisch sprich, da sie Jura studieren will. So treffen hier beide Welten aufeinander. Ich fand die Geschichte sehr gelungen. Tasso ist etwas eigenbrötlerisch und will niemanden an sich heranlassen, besonders Mara nicht. Trotzdem entwickeln die beiden sich zu einem guten Gespann, besonders weil Mara sich sehr bemüht von Tasso akzeptiert zu werden. Sie kann auch, dank ihres Kunstverstandes, einiges zur Lösung des Falls beitragen, auch wenn Tasso das nur ungern eingesteht. Schön fand ich immer die Szenen, in denen Tasso plötzlich einmal sein Inneres hinter seinen Mauern hervorscheinen lässt. Immer wenn er Südtiroler Knödel isst, was ich gut verstehen kann
Jeder ist natürlich frei, einen Kriminalroman zu schreiben. Aber wenn man sich in ein unbekanntes Genre wagt, so wie die Autorin, sollte man noch mehr Sorgfalt walten lassen, sollte mehr selbstkritische Reflexion geübt werden. Das hat hier deutlich gefehlt. Die Grundidee der Geschichte ist ganz passabel, aber die Ausführung schwach. Bis zum Ende bauen sich ganze Batterien von unbeantworteten Fragen auf und das Ende ist mehr als unbefriedigend. Mir wird in diesem Roman zu viel gegessen und getrunken und zu wenig systematische Polizeiarbeit geleistet. Das exakte Abarbeiten von Sachfragen mag manchmal öde sein, aber das ist die Realität. Während des Lesens fühlte ich mich beständig in der Rolle des Fahrlehrers, der fortlaufend korrigieren muss. Halt, erst die Befragung beenden! Halt, was ist aus dem Beweisstück geworden? Halt, wieso erzählt der Ermittler das? Und so weiter...







