Verbrecherjagd in Eis und Schnee
Porca miseria, gerade erst wird Aurelio Tasso, Commissario bei der Polizei Bozen, die Tochter des Meraner Bürgermeisters als Praktikantin aufs Auge gedrückt und schon bekommt er es mit einem Mord zu tun. Unwillig muss er feststellen, dass Mara ihm doch helfen kann, denn das Opfer ist Carlo Colori, ein Maler aus der Region und in der Kunstszene kennt er sich im Gegensatz zu ihr überhaupt nicht aus. Die Suche nach Spuren und Motiv führt sie nach Cortina d‘Ampezzo - und zu einer weiteren Leiche. Da das Wetter mit Eis und Schnee eine Rückkehr nach Bozen verhindert, unterstützen sie die dort zuständige Polizei und dabei stoßen sie auf Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen… Die Autorin Gianna Milani führt uns in diesem Krimi ins Südtirol von 1962. Eine Zeit, die noch geprägt war von den Differenzen zwischen der deutschsprachigen Bevölkerung und den aus dem Süden neu zugezogenen Menschen. Die Separatisten auf der einen Seite und die Polizei, die gerne auch mit Gewalt Geständnisse erzwang auf der anderen, führten zu einem großen gegenseitigen Misstrauen. Auch war zu dieser Zeit eine so ehrgeizige und selbstbewusste Frau wie Mara nicht selbstverständlich. All dies und auch die unterschiedlichen kulinarischen Vorlieben hat die Autorin geschickt in die Story eingewoben. Ich werde auf alle Fälle den Weg von Commissario Tasso weiter verfolgen.



