Auf überwachsenen Pfaden

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Taschenbuch
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Beschreibung

Zum 50. Todestag am 19.2.2001 Knut Hamsuns Tagebuch 1945-1947

»Ich habe niemals, in keinem Land, etwas mit der Polizei zu tun gehabt, soviel ich auch in der Welt herumgekommen bin ... und nun in meinem hohen Alter hat man mich arretiert. Nun, sollte es geschehen, so mußte es ja geschehen, bevor ich sterbe.«

Seine alte, bis in seine Jugend zurückreichende, schwärmerische Liebe zu Deutschland ist Hamsun in seinen letzten Lebensjahrzehnten fast zum Verhängnis geworden. Seine Blindheit für die Schreckensherrschaft der Nazis, seine Aufforderung an die Norweger, sich mit der deutschen Besatzung doch abzufinden, empörte seine Landsleute und führte dazu, daß ihm nach dem Krieg der Prozeß gemacht wurde.

Aus den Jahren 1945-1947, die er als über Achtzigjähriger zwangsweise unter Hausarrest, in Krankenhäusern und in einer psychiatrischen Anstalt verbringen mußte, stammt dieses Tagebuch. Es schildert Knut Hamsuns Erlebnisse von der Verhaftung bis zur Urteilsverkündung des Obersten Gerichts gegen ihn. Ein menschliches und ein zeitgeschichtliches Zeugnis von hohem Rang.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
128
Preis
9.30 €

Autorenbeschreibung

Knut Hamsun (eigentlich Knut Pedersen), geboren am 4. August 1859 in Lom/Gudbrandsdal, gestorben am 19. Februar 1952 in Norholm, durchlitt eine harte Jugend, übte verschiedene Berufe in Nordamerika und Norwegen aus, bis sich 1890 ein erster literarischer Erfolg mit dem autobiographischen Roman ›Hunger‹ einstellte. Hamsun lebte mehrere Jahre in Paris und bereiste Finnland, Russland, Persien und die Türkei. Einen Bruch in der Verehrung Norwegens für seinen Starautor gab es, als Hamsun die Besetzung durch die Nazis begrüßte und die Nazi-Herrschaft gut hieß. Nach dem Krieg wurde er deswegen für "vermindert zurechnungsfähig" erklärt und zu Reparationszahlungen verurteilt. Die Qualität seines literarischen Werkes und Hamsuns Einfluß auf die europäische Literatur nahmen daran jedoch keinen bleibenden Schaden. 1920 erhielt er für den Roman ›Segen der Erde‹ den Nobelpreis.