AUF MEINEM POSTEN

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Hardcover
4.29

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Beschreibung

Das große Buch des ehemaligen NATO-Generalsekretärs über seine zehn Jahre an der Spitze des Bündnisses

Über zehn Jahre lang hat Jens Stoltenberg die Nato als Generalsekretär durch eine hochdramatische Zeit geführt. Die russische Invasion der Krim, der Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan, der Krieg in der Ukraine oder das zunehmend angespannte Verhältnis zu Russland und China – bei all diesen Entwicklungen hat Stoltenberg die Sicherheitspolitik des Westens seit 2014 maßgeblich mitgeprägt.

In diesem Buch führt er uns hinter die Kulissen der Weltpolitik in Kriegszeiten. Packend erzählt Jens Stoltenberg von den dramatischen Ereignissen seiner Amtszeit und von seinen Begegnungen mit Staatslenkern wie Angela Merkel, Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymir Selenskyj. Und er zeigt, warum die Nato auch in Zukunft eine entscheidende Rolle dabei spielen wird, einen großen Krieg zu verhindern. Wer die gegenwärtige Weltlage verstehen will, muss dieses Buch lesen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Memoiren
Format
Hardcover
Seitenzahl
528
Preis
32.90 €

Autorenbeschreibung

Jens Stoltenberg, geboren 1959 in Oslo, war von 2000 bis 2001 sowie von 2005 bis 2013 Ministerpräsident Norwegens. Von 2014 bis 2024 amtierte er als NATO-Generalsekretär. Seit Februar 2025 ist er designierter Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz.

Beiträge

4
Alle
4.5

Wenn Weltpolitik plötzlich sehr nah wirkt

Auf meinem Posten ist kein Buch, das man mal eben nebenbei wegatmet wie einen leichten Krimi auf dem Sofa. Hier sitzt man eher mit Kaffee da, liest zwei Seiten und denkt sich: Junge, was in dieser Welt eigentlich alles gleichzeitig brennt, ist schon frech. Jens Stoltenberg nimmt einen mit hinter die Kulissen der NATO, und genau da wird es spannend. Nicht im Sinne von Actionfilm mit Explosionen alle fünf Minuten, sondern eher dieses trockene, politische Dauerknistern, bei dem man merkt: Ein falscher Satz, ein falscher Moment, und irgendwo wird es richtig ungemütlich. Afghanistan, Krim, Ukraine, Russland, China, Trump, Merkel, Selenskyj, Putin. Das ist schon ein ziemlich schwerer Rucksack, den dieses Buch mitbringt. Was mir gefallen hat: Stoltenberg schreibt angenehm klar. Kein unnötiges Fachchinesisch, kein aufgeblasenes Politiktheater, sondern viel Einordnung, viele Begegnungen und ein Blick darauf, wie Diplomatie funktioniert, wenn draußen längst Sturm ist. Man merkt natürlich, dass er seine eigene Rolle nicht komplett kritisch zerlegt. Überraschung, er schreibt hier nicht seine persönliche Abrechnung mit sich selbst. Trotzdem wirkt das Buch oft erstaunlich ruhig, reflektiert und nahbar. Emotional wurde es für mich vor allem da, wo klar wird, wie wenig Sicherheit selbstverständlich ist. Da liest man plötzlich nicht mehr nur über Sitzungen, Bündnisse und Strategien, sondern über die ziemlich simple Frage: Wie verhindert man, dass aus Krise Krieg wird? Für mich ist das ein starkes, wichtiges und sehr aktuelles Sachbuch. Nicht perfekt, weil es stellenweise etwas staatsmännisch bleibt. Aber definitiv lesenswert für alle, die verstehen wollen, warum Weltpolitik manchmal klingt wie trockene Aktenlage, sich aber anfühlt wie ein Pulverfass im Wohnzimmer.

Wenn Weltpolitik plötzlich sehr nah wirkt
4.5

Der Norweger Jens Stoltenberg war von 2014 bis 2024 Generalsekretär der NATO und führte das Bündnis durch eine Reihe tiefgreifender Krisen. Während dieser Zeit hat er akribisch Notizbücher gefüllt – die Grundlage für dieses Memoir. Im Zentrum stehen für mich vor allem zwei große Themen: die erste Wahl von Präsident Trump, die innerhalb der NATO für spürbare Spannungen sorgte (erschreckend aktuell 🫠), sowie der Beginn des Krieges in der Ukraine. Hier kann man Mäuschen spielen und erfahren, was an manchen Verhandlungstischen diskutiert und besprochen wurde. Obwohl Stoltenberg stets sachlich bleibt und nicht wertet, musste ich mehrmals schmunzeln – insbesondere bei seinen nüchtern geschilderten Begegnungen mit Trump und den irritierten Reaktionen innerhalb des Bündnisses ... Besonders beeindruckt hat mich die Balance zwischen persönlicher Biografie, weltpolitischen Entwicklungen und seinem ganz unmittelbaren Erleben dieser historischen Momente. Stoltenberg schafft es, komplexe politische Prozesse verständlich und zugleich nahbar zu schildern. Vom einstigen Kritiker der NATO zum Chef: Auch diesen persönlichen Wandel beschreibt Stoltenberg offen und selbstkritisch. Wie ehrlich er mit eigenen Zweifeln und Entscheidungen umgeht, die er heute vielleicht anders treffen würde, macht ihn hier total nahbar und das Buch sehr lesenswert. Für mich war "Auf meinem Posten" wie ein spannendes Geschichtsbuch, durch das ich regelrecht durchgeflogen bin und das mein Blick auf das aktuelle Weltgeschehen ein wenig verändert hat.

5

Eine Rezension bzw eher eine Meinung über ein Sachbuch, speziell eine Biographie, zu schreiben, ist deutlich schwerer, als über einen Roman. So ist es auch hier. Mich hat die Betrachtung von Jens Stoltenberg über seine Zeit als Nato-Generalsekretär sehr interessiert. Im besonderen wegen der bewegten Zeiten, in der er diesen Posten inne hatte. Seine Betrachtungen decken sich perfekt mit dem, was ich als historisch entscheidend halte, was die Lektüre außerordentlich interessant gemacht hat. Auch wenn die Betrachtung nicht objektiv sein kann (was meine Meinung ja auch nicht ist), so habe ich schon den Eindruck, dass nichts Verschönert wurde. Jens Stoltenberg hat den Job geliebt und das merkt man. Sein Ziel ist eindeutig der Frieden im Einflussbereich der Nato und dass ist in der veränderten Weltlage leider nicht ohne finanzielle Mittel möglich. Man neigt dazu, politische Entscheidungen zu Kritisieren. Hier versteht man mehr als einmal, wie kompliziert Kompromisse erreicht werden und wie viel diese am Ende doch wert sind. Zusammengefasst ein sehr lesenswertes Buch, das mich wie ein Thriller gepackt hat. gepackt hat.

4

Interessanter Einblick.

Sollte man an Außen- und Sicherheitspolitik interessiert sein, kann man dieses Buch empfehlen. Man erhält spannende, teils persönlich wirkende Einblicke zu politischen Persönlichkeiten und Ereignissen. Ich empfehle die einzelnen Personen, ihre Ansichten und politische Orientierung zweitrangig zu betrachten und sich auf die wesentlichen Ereignisse zu konzentrieren. Selbstverständlich ist das Buch nicht neutral verfasst, was der Autor auch explizit erwähnt. Das Buch regt sowohl zur Freude als auch zu Kritik an, wenn es um weltpolitische Geschehen aber auch die NATO an sich geht.

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