
Eine Geschichte zum Ankommen und Wohlfühlen
Mit „Kristallklares Chaos“ geht die "Abra Kandelabra"-Reihe von Jamie Enderlein in die vorletzte Runde und schafft es einmal mehr, mich komplett abzuholen. In dem sechsten Band der Reihe begleiten wir Quinn, Amelia und ihre Freundesgruppe auf der Suche nach einer geheimnisvollen Kristallkugel. Was zunächst überraschend schnell gefunden scheint, entpuppt sich als deutlich komplizierter, als gedacht. Während im Hintergrund an einer Lösung gearbeitet wird, rückt vor allem Amelias Zwiespalt in diesem Band in den Fokus. Sie trägt ein Geheimnis mit sich, das die Dynamik innerhalb der Gruppe jederzeit ins Wanken bringen könnte. Besonders gefallen hat mir, wie viel Raum die Charaktere bekommen. Entwicklungen fühlen sich nachvollziehbar an, Beziehungen verändern sich und bringen neue Spannungen, aber auch neue Nähe. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Besonders eine Figur, welche in den vorangegangenen Bänden negativ aufgefallen ist, sorgt in diesem Band für interessante Wendungen. Was diese Reihe für mich jedoch immer wieder besonders macht, ist das Gefühl von Zusammenhalt. Das Found Family, die Wärme und der Zusammenhalt innerhalb der Freundesgruppe, das gegenseitige Auffangen in schwierigen Momenten - all das verleiht der Geschichte eine ganz eigene und gemütliche Atmosphäre, in der man sich als Lesende/r jederzeit willkommen fühlt. Für mich kam dieses Buch genau zum richtigen Zeitpunkt. Es war wie ein kurzes Zurückziehen in eine Welt, in der Freundschaft und Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. Jetzt bleibt nur noch ein Band. Darauf freue ich mich genauso sehr, wie ich mich davor fürchte, diese Gruppe irgendwann loslassen zu müssen. Für mich ist diese Reihe eine ganz klare Herzensempfehlung und ich hoffe, sie findet noch viele neue Leser/innen!


