
Misstrauen auf jeder Seite
Häftling von Freida McFadden hat mir wirklich gut gefallen – mit ein paar kleinen Abstrichen. Die Story ist durchweg spannend, vor allem weil es die Autorin unglaublich geschickt schafft, einen ständig gedanklich umswitchen zu lassen. Kaum hatte ich eine Theorie im Kopf, schon passiert irgendetwas was einen wieder gedanklich umschwenken lässt. Das gipfelt sogar darin, dass man irgendwann fast alle Möglichkeiten durch hat und alles auch möglich erscheint. Ideal für einen Buddy-Read, da kann man richtig schön spekulieren. Die Charaktere und ihre Emotionen sind stark und glaubhaft beschrieben. Freida schafft es mühelos, dass alles wie ein kleiner Kinofilm vor dem inneren Auge abläuft. Dadurch liest sich das Buch extrem schnell weg – absoluter Page-Turner. Aber leider fand ich die Auflösung selbst nicht sehr realistisch und an den Haaren herbeigezogen und nicht komplett zufriedenstellend. Nicht so schlimm wie die meisten Fitzek Bücher, aber doch sehr bemüht. Das allerletzte Kapitel hingegen war nochmal richtig originell und irgendwie auch herrlich böse-witzig. Genau solche Momente machen ihre Bücher dann doch wieder besonders. Fazit: Nicht perfekt, aber verdammt unterhaltsam. Man sollte vielleicht nicht mit den allerhöchsten Erwartungen rangehen, dann macht das Buch richtig Spaß. Und ja – ich werde definitiv weiter Bücher von ihr lesen.



























































