
Endlich darf Mirabella La Rosa die Sicuro Academy besuchen, eine Schule für die Nachfolger der verschiedenen Mafiafamilien. Die Zusage erhält sie allerdings nur, weil ihr Verlobter Marcello angeblich bei einem Anschlag ums Leben gekommen ist. Besonders traurig ist Mirabella darüber nicht, schließlich wollte sie die arrangierte Ehe ohnehin nie. Umso größer ist ihr Schock, als Marcello plötzlich lebendig in ihrem Klassenzimmer auftaucht. Er verfolgt nur ein Ziel: herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt, der seinem Vater das Leben gekostet hat. Und er ist sich sicher, dass die verantwortliche Person die Sicuro Academy besucht. Mirabella ist davon alles andere als begeistert, denn plötzlich ist sie wieder verlobt und Marcello macht mehr als deutlich, dass sie zu ihm gehört. Mirabella mochte ich sehr. Sie will nicht die typische Mafia-Ehefrau sein, die zuhause bleibt und sich nur um Haushalt und Kinder kümmert. Sie möchte mitentscheiden, unabhängig sein und einen Partner auf Augenhöhe haben. Genau das macht sie so sympathisch. Manchmal hätte ich sie allerdings gerne geschüttelt, weil sie mit ihrem Dickkopf oft direkt durch die Wand will. Marcello konnte mich ebenfalls schnell überzeugen. Er hat ein klares Ziel vor Augen: den Mörder seines Vaters zu finden und gleichzeitig seine zukünftige Frau zu beschützen. Dabei merkt er schnell, dass Mirabella ganz anders ist als die Frauen, die er bisher kannte. Das fasziniert ihn genauso sehr, wie es ihn manchmal zur Weißglut treibt. Besonders gefallen hat mir die Dynamik zwischen den beiden. Zwischen Mirabella und Marcello fliegen nicht nur die Funken, sondern auch ordentlich die Fetzen. Die Anziehung ist von Anfang an spürbar, doch beide machen es sich gegenseitig alles andere als leicht. Auch die Handlung rund um die Academy und die Suche nach dem Täter fand ich spannend. Ich hatte zwar relativ früh eine Theorie, wer hinter allem steckt, wurde am Ende dennoch vom Ergebnis überrascht.

